Offener Protest angekündigt

Eine neue Form des Protests wird, wenn es nach der Ankündigung geht, die Gemeinden von Westfalen-Lippe erreichen. So wurde gestern eine Mitteilung publiziert, die das nahe legt: Aktion „Für wirksame Rechtspflege und gegen herrische Willkür in jüdischen Gemeinden Deutschlands (diesmal mit dem Schwerpunkt Gemeinde Bielefeld)“ Die Aktion „Pikett“ wird am 03.11.2009 vom Verein «Forum für die Zukunft des Judentums in Deutschland .e.V.» (im Folgenden „Forum“ genannt) durchgeführt. von hier Hier wird eine Aktion vor den Räumlichkeiten des Landesverbandes Westfalen-Lippe für den dritten November angekündigt....

02 Nov. 2009 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Broder zieht sich natürlich zurück

Zunächst kündigte Henryk Broder unter großem Mediengetöse an, für den Vorsitz den Zentralrates kandidieren zu wollen (siehe hier) und rechnete vor großem Publikum mit dem Zentralrat ab und nun zieht er, wenn es konkret wird und Taten folgen sollten, seine Ankündigung zurück. Schuld daran sind natürlich andere, wie SPIEGEL-online schreibt: Seinen Rückzieher von der Kandidatur begründet der SPIEGEL-Autor jetzt damit, dass Deutschland zwar “Unruhestifter, Querdenker und Seiteneinsteiger” liebe, “aber nur so lange, wie sie darauf achten, dass alles so bleibt, wie es ist”....

01 Nov. 2009 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Siddurrezension

Heute erschien in der Jüdischen Allgemeinen meine Rezension des neuen liberalen Gebetbuches (hier online lesbar). Als ich den Artikel verfasste, sprach ich mit einigen Personen, die das neue Layout mochten und nur zwischen den Zeilen sagten, sie mögen zwar die Idee hinter der Transliteration, aber ihre Positionierung nicht. Sie würde sich praktisch aufdrängen. Vorletzten Schabbat dann, entschloss die liberale Gruppe zu der ich gehe, den Siddur nicht zu verwenden und statt dessen den eigenen weiter zu verwenden....

28 Okt. 2009 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Du bist ju.de?

Mit Erlaubnis der kurzen URL Bezeichnungen in Deutschland wäre die Domain ju.de doch eine charmante Webpräsenz für eine jüdische Organisation oder eine Outreachgeschichte. So ist es aber nicht. Da waren wir zu spät. Ju.de ist die Junge Union Bayern. Schade.

25 Okt. 2009 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Broder visiert den Zentralrat an

Henryk M. Broder hat den Zentralrat im Visier und erklärt im Tagesspiegel, warum er sich gerne zum Vorsitzenden wählen lassen würde. Was etwas seltsam anmutet, nachdem er dessen Arbeit bzw. die des Generalsekretärs des Zentralrats sorgfältig auseinander nimmt. Offenbar geht Broder davon aus, der Zentralrat bestehe nur aus zwei Personen, Frau Knobloch und dem Generalsekretär Kramer: Die offizielle Vertretung der Juden in Deutschland befindet sich in einem erbärmlichen Zustand. Die Präsidentin – intern „Tante Charly“ genannt – scheint von dem Job überfordert....

21 Okt. 2009 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Kurze Zwischenfrage zu Wallraff

Über das Magazin der ZEIT erwischte mich der Hype zuerst. Man konnte nachlesen, was es an alltäglichem Rassismus zu erleben gibt, wenn man nicht die Hautfarbe der meisten anderen hat. Nicht dass es überraschen würde, fassungslos macht es dennoch, wenn jemand diese Dinge festhält. Zur Vorgehensweise: Günther Wallraff machte sich einen Namen durch verdeckte Recherche, so deckte er die miesen Arbeits- und Hygienverhältnisse eines Backwarenzulieferers auf, indem er sich als Arbeiter dort verdingte - undercover also....

20 Okt. 2009 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Rückschau Bereschit

Der letzte Schabbat in der Synagoge Selm-Bork (auch zusya berichtete) war der Schabbat Bereschit, dementsprechend sprachen wir anschließend auch über die Paraschah und den neuen liberalen deutschsprachigen Siddur. Was Thema des Wochenabschnittes war und auch in der aktuellen Jüdischen Allgemeinen angerissen wurde, ist die Reihenfolge der Schöpfungsgeschichte (Einteilung in Tage vor der Erschaffung von Sonne und Mond) und die Erwähnung der Bnej Elohim die mit Frauen Kinder zeugten. Zum ersten Thema fand ich einen Beitrag von Rabbi Lawrence Kushner auf g-dcast, der sich dem Thema Licht widmet: Parshat Bereshit from G-dcast....

20 Okt. 2009 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Amos Oz - Bilder aus dem Dorfleben

Die knappe Beschreibung der Lesung von Amos Oz in der Bochumer Jahrhunderthalle (noch knapper und uninformativer schaffte es nur die Lokalpresse) enthielt einige Elemente nicht. Zum einen meine Verwunderung darüber, dass ich es für selbstverständlich hielt, dass Amos Oz in diesem Jahr den Nobelpreis für Literatur erhält. Sein literarisches Werk ist breit gefächert und sein Vermögen, mit Sprache umzugehen, spiegelt sich sogar in den deutschen und englischen Übersetzungen wieder. Sein politisches Engagement, welches nicht immer und überall in gleichen Maßen geschätzt wird, ist bekannt und wird in Deutschland häufig von den falschen Personen beklatscht, weil sie nur einzelne Ausschnitte betrachten....

12 Okt. 2009 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Der letzte Antisemit

wird wahrscheinlich niemals geboren werden, sagt ein ein alter, ehemaliger Knesset-Abgeordneter, in der Kurzgeschichte »Graben« von Amos Oz, die in deutscher Sprache unter dem Titel »Geschichten aus Tel Ilan«, aber im Hebräischen ?????? ???? ???? also etwa »Bilder aus dem Dorfleben« heißt und damit schon eine Art Statik in der Zusammensetzung dieser Aufnahmen voraus nimmt. Im Rahmen der Ruhrtriennale las Oz selber aus seinem Werk, er zunächst in hebräischer Sprache und ein genialer Samuel Weiss dann in der deutschen Übersetzung....

11 Okt. 2009 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Hamandinedschad-Achmadinedschad-Sabourjian

Der Telegraph vermeldete schon am 3. Oktober etwas, was sogar mich überrascht hat: Hamandinedschad, der ruhelose Gegner Israels, wurde als Mahmoud Sabourjian geboren. Seine Familie nahm erst nach seiner Geburt den Namen Achmadinedschad an. Der Namenswechsel wurde fällig, nachdem seine Familie zum Islam konvertiert war. Woher? Aus dem Judentum. Sabourjian gehört, laut Telegraph zu einem Namen, den der Staat Iran für jüdische Familen »reserviert« hat (keine sehr sympathische Maßnahme): The short note scrawled on the card suggests his family changed its name to Ahmadinejad when they converted to embrace Islam after his birth....

05 Okt. 2009 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]