Bundesverband der Juden in Deutschland

Noch eine Dachorganisation? Ein Bundesverband der Juden in Deutschland soll sich jüngst gegründet haben. Nach eigener Aussage, gehören dem Verband 13 Gemeinden an. Der Vizepräsident sei Rabbiner Ralph Maschmeier. Bei der geringen Rabbinerdichte in Deutschland hat es der Rabbiner offenbar sehr gut verstanden unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung hindurchzufliegen. Einer speziellen Ausrichtung gehöre man nicht an: Das geht von den Säkularen über die Rekonstruktionisten, Konservativen, Reformierten und Liberalen bis hin zu den Lubawitschern und Sathmarern....

05 Juli 2011 · 1 Minute

Tischgebet zum Selberdrucken

In einer Gemeinde/Synagoge fiel mir ein Ausdruck in die Hände, der das vollständige Tischgebet auf einer DIN-A4 Seite enthielt. Herausgegeben von einer Organisation, die ihr Logo ganzseitig hinter den Text legte. Gute Idee soweit, allerdings nicht sehr schön gelöst. Einige Texte sind unvokalisiert, andere nur zum Teil, an anderer Stelle sind zwar Vokale vorhanden, allerdings an der falschen Stelle, oder die Wörter sind auseinandergerissen. Es ist einfach sich zu beschweren. Dieses Mal habe ich allerdings eine bessere Lösung (in aller Bescheidenheit) gleich mitgebracht....

05 Juli 2011 · 1 Minute

Der Wochenabschnitt per Mail

Rabbiner Ozer Alport hat eine Kolumne in der Freitagsausgabe der charejdischen Zeitung HaModia. In dieser greift er sich kurze Abschnitte aus dem aktuellen Wochenabschnitt aus und beleuchtet diese eingehend. Das ist in der Zeitung recht knapp gehalten, aber lesenswert (vorausgesetzt man interessiert sich für den Wochenabschnitt und hat ein wenig Vorwissen). Es gibt aber noch eine ausführliche Fassung. Diese ist kostenlos und kommt wöchentlich per Mail. Das funktioniert nicht über eine ausgeklügelte Website, sondern einfach, indem man Rabbiner Alport eine Mail schickt und ihn darum bittet, das Parsha Potpourri auch zu erhalten....

30 Juni 2011 · 4 Minuten

Chabad unter die Lupe genommen

War Chabad vor einigen Jahren in noch ein Phänomen das deutsche Juden aus dem Ausland kannten (»Wollen Sie Tefillin legen?«), so sind heute zahlreiche »Emissäre« (die sog. Schluchim) von Chabad auch in Deutschland aktiv und das mit beachtlichen Erfolgen, während andere Bewegungen nicht richtig von der Stelle kommen, oder in weitaus kleinerem Maße wachsen. Sieht man von Lauder ab. In 15 Städten ist Chabad aktiv und weltweit tun etwa 4000 dieser Schluchim mit ihren gesamten Familien den Dienst....

22 Juni 2011 · 5 Minuten

Intifada? Gibts ne app für

Den Drive der arabischen Aufstände und Umwälzungen wollen böswillige Menschen natürlich auch gerne gegen Israel nutzen. Dafür gibt es natürlich auch eine app, die das Vorgehen und die Diskussion nach vorne bringen soll. Im Prinzip verlinkt sie zu einer Website zur dritten Intifada. Heute hat Informationsminister Edelstein sich in einer e-Mail an Steve Jobs gewandt und versucht auf diesem Wege, die app löschen zu lassen. Eine entsprechende Facebookseite ist bereits offline....

21 Juni 2011 · 1 Minute

Tanach von Koren

Was soll es neues geben, wenn man sich einen Tanach kauft? Vor allem, wenn man sich einen unübersetzten zulegt. Der Text ist doch überall der gleiche? Das stimmt nicht unbedingt. Einige Ausgaben wurden übernommen von jemandem, der sie übernommen hat, der sie übernommen hat. Dazu kommt: In einigen älteren Ausgaben ist die Typographie nicht die allerbeste. Die wenigsten Tanachausgaben waren tatsächlich ein vollständig jüdisches Unternehmungen. Erst Elijahu Koren veröffentlichte 1962 einen Tanach, der vollständig unter jüdischer Regie entstand und gedruckt wurde....

15 Juni 2011 · 2 Minuten

Kleine Notiz aus Österreich

Die Kleine Zeitung, die den österreichischen Bundesländern Steiermark, Kärnten und Osttirol erscheint, berichtete am 13. Juni 2011 über eine Aktion in Villach (hier - Juden passten nicht zur Landschaft). In dieser wurde daran erinnert, dass der dortige Alpenverein bereits 1920 einen Arierparagraphen forderte. Diesem wurde stattgegeben und so wurde Juden der Eintritt in die Schutzhütte auf dem Dobratsch untersagt. Dort stand (laut Zeitungsbericht): Juden und Hunden ist der Zutritt verboten...

14 Juni 2011 · 1 Minute

Auge um Auge ohne Ende

Es ist ein unkaputtbares Gerücht über das Judentum, dass es nach dem Prinizp der Rache vorgehe. Wir treffen auf Vokabeln aus diesem Bereich, wenn etwa von der israelischen Armee die Rede ist. Israelische Truppen »üben Vergeltung« oder »vergelten« einen vorherigen Angriff. Bisweilen begegnet einem auch die Formulierung »Auge um Auge«, oder es ist vom »alttestamentarischen Prinzip« die Rede. Das kann einen politischen Grund haben, oder auch einfach eine verblüffende Unkenntnis des Textes dokumentieren....

09 Juni 2011 · 1 Minute

Anders

Im März 2009 wurde hier das letzte Mal etwas am Layout geändert. Mit dem Ende der Omer-Zeit wurde eine Aktualisierung fällig, auch um neue Features zu ermöglichen. Die schlechte/gute Nachricht ist: Das Bild im Kopf ist geblieben, es hat Freunde und Feinde. Einige neue Eigenschaften haben die Kommentare. Man kann nun direkt auf einen Kommentar antworten und die Antwort wird dementsprechend unter dem Kommentar angezeigt, auf den man sich bezieht. Zuvor wurde neue Kommentare einfach unter den letzten gepackt....

08 Juni 2011 · 1 Minute

13 Regeln der Torahauslegung

Teil des Morgengebets sind die 13 Middot des Rabbi Jischmael - also 13 Regeln zur Auslegung der Torah. Die sind schnell heruntergelesen, aber nicht so schnell verstanden. Als das Thema für den Minchah-Schiur vorgeschlagen wurde, war ich recht zuversichtlich, eine Menge Zusatzmaterial darüber zu finden. Immerhin wird der Text ja täglich gelesen und ist auch nicht so sehr unwichtig. Das war, zumindest zum kleinen Teil, eine Fehlannahme, denn nicht in jedem Siddur ist der Text auch kommentiert....

06 Juni 2011 · 2 Minuten