Missionare unterwegs

Die interessantesten Themen kommen häufig von den Lesern und Kommentatoren. Hier hat Elzer zum Thema aktive Mission kommentiert. Allerdings geht es um Mission durch Juden. Eine Gruppe, die sich Birkath Avraham nennt, macht Werbung für das Judentum, oder besser, für ihre Interpretation von dem, was sie unter Judentum versteht. Die Argumentationsweise erinnert ein wenig an die vielen salafistischen Videos, die für den Islam werben, oder das, was die Salafisten für den Islam halten....

07 Feb. 2013 · 1 Minute

Nach dem Aufstehen

Seite 3, Seder haJom sagt man »Poah. Nicht schon wieder«, oder »Jippieh!«, oder »Kaffee!«, oder »Boker tow, Olam«, oder etwas jüdisches eben, also mal abgesehen von »Oj«. Das »Modeh Ani« hat sich durchgesetzt. Dabei ist es recht »neu«. Woher es kommt, versuche ich in der aktuellen Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen zu beleuchten. Der Text ist hier lesbar.

05 Feb. 2013 · 1 Minute

Tanach-Zitate im Talmud - der Index

Torah Or - Zitat plus Stelle Ein Blatt Talmud enthält im Aufbau der Ausgabe von Wilna in der Regel in der äußersten Glosse die Rubrik »Torah Or«. In dieser kann man Zitate aus dem Tanach, die im Talmud-Text auftauchen, vollständig lesen und auch sehen, woher sie stammen. Umgekehrt gibt es in den Standardausgaben keinen Hinweis darauf, welche Stellen im Talmud wiederum sich auf welche Stellen aus dem Tanach beziehen, oder sie zitieren - also eine Art Konkordanz der Tanach-Zitate aus dem Talmud....

30 Jan. 2013 · 2 Minuten

Aufschrei und Juden

Das war irgendwie vollkommen klar. Wenn es ein populäres Thema gibt, dann dürfen Juden nicht verschont bleiben. So wird in dieser Woche eine Sexismus-Debatte herbeigeschrieben und sorgt bei twitter unter dem Hashtag Aufschrei für zahllose Wortmeldungen dazu. Als Disclaimer füge ich hinzu: Richtige Debatte, aber falscher Anlass. Jedenfalls bewegt die Leute das und natürlich regen sie sich dementsprechend auf. Folgerichtig wenden sich diejenigen, die es besser wissen, an diejenigen, die unbelehrbar sind....

28 Jan. 2013 · 1 Minute

Oberrabbiner Jonathan Sacks zum Holocaust-Gedenktag

Der britische Oberrabbiner Jonathan Sacks gehört ohne Zweifel zu den eloquentesten jüdischen Figuren der Gegenwart. Das muss ich eigentlich gar nicht mehr extra hinzufügen. Zum britischen Holocaust-Gedenktag hielt Oberrabbiner Sacks nun eine Rede vor der London Assembly, einer Art erweiterter Stadtverwaltung. Bemerkenswert ist der Bogen, den er in die Gegenwart schlägt: Bosnien und Ruanda nennt er explizit. »But what puzzles me though […] is that no-one in Eishyshok said a word....

24 Jan. 2013 · 1 Minute

Ahawah Rabbah

Kürzlich berichtete ein Bekannter, dass man in seiner Gemeinde (Ja, in Deutschland) einen Einschub in das Gebet Ahawah Rabba macht. Statt lo nevosch – le’olam wa’ed sagt man in dieser Synagoge lo nevosch ve’lo nikalem ve’lo nikashel le’olam wa’ed. Die Formulierung kommt einem vielleicht bekannt vor, denn sie stammt aus dem s(e)fardischen Ahawat Olam. Also nicht aus Ahawah Rabba. Noch komplizierter: Die sfardische Variante des Ahawat Olam unterscheidet sich wiederum von der sefardischen Variante....

23 Jan. 2013 · 2 Minuten

Kommende Dinge

Betrachtet dies als kleine Vorschau und die Erklärung für eine Woche Inaktivität hier.

19 Jan. 2013 · 1 Minute

Schehechejanu

Woher kommt der Segensspruch Schehechejanu? Zu welchen Gelegenheiten spricht man ihn: Also tatsächlich: Wieso, Weshalb, Warum? Ein kleiner Artikel zum Schehechejanu erschien bereits in der vergangenen Woche in der Jüdischen Allgemeinen. Der Text ist hier als Volltext verfügbar.

19 Jan. 2013 · 1 Minute

Der Feind ist der Krieg - Schlaflos in Bosnien

Saudin Bećirević hat den Krieg in Bosnien beschrieben. Wir erinnern uns: Derjenige, der vor unserer Haustür stattfand und dennoch jeder hier die Chutzpe hatte, weiterhin »Nie wieder!« zu mahnen. Er beschrieb den Krieg in Tagebüchern, später in einem Blog und wie Mirella Sidro (Balkanblogger) schreibt, beschreibt er nicht den politischen Feind: Das Feindbild in seinen Büchern ist nie der Soldat auf der anderen Seite, sondern der Krieg selbst. von hier...

05 Jan. 2013 · 1 Minute

Der Hobit - דער האביט

Nicht falsch geschrieben, nur Jiddisch umschrieben. »Der Hobit« ist die jiddische Übersetzung von J. R. R. Tolkiens »Der kleine Hobbit«. Diese hat Barry Goldstein im Alleingang erstellt, wie er im Podcast des Yiddish Book Centers erzählt (hier). Auf den Film, der nahezu zeitgleich startet geht er nicht ein. Vielleicht ist es tatsächlich ein Zufall, dass das Buch mit der Übersetzung in zeitlicher Nähe zum Kinostart des Films abgeschlossen wurde. Jedenfalls hat Barry Goldstein mit seiner Übersetzung, oder besser Übertragung, gezeigt, dass der Stoff eine ganz andere Wirkung entfaltet, wenn man ihn in die Sprache einer vollkommen anderen Kultur überträgt....

28 Dez. 2012 · 2 Minuten