Keine Wiedegeburt des deutschen Judentums

Die Eröffnung des neuen Gemeindezentrums in München beschäftigt (natürlich) die Medien sehr stark. Nicht vergessen ist der Plan, dass man die Grundsteinlegung durch die Platzierung einer Bombe zu einem Desaster machen wollte. Natürlich ist die Süddeutsche Zeitung diejenige Zeitung, die sich mit der Eröffnung des Komplexes besonders auseinandersetzt und deshalb lohnt sich ein Blick in die ungeschönte Berichterstattung der SZ. Heribert Prantl schreibt zum Beispiel über das „Jüdische Wunder” und hält mehrere, bemerkenswerte, Tatsachen fest:...

08 Nov. 2006 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Synagogen in Deutschland

Die ZEIT hat, wohl anlässlich der Einweihung des neuen Gemeindezentrums in München, eine kleiner Gallerie deutscher Synagogen ins Netz gestellt. Es sind nicht viele, aber immerhin ein Einblick in die neuen Synagogen des Landes. Hier werden sie von aussen gezeigt und hier gibt es einige moderne Innenansichten. Einige Synagogen gefallen mir ausserordentlich gut, hier waren geschickte Architekten am Werk, die nicht überproportional gedacht haben. Eine gute Verbindung zwischen zweckmässig, schön und heimisch zu finden, ist sehr sehr schwer....

07 Nov. 2006 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Charejdischer Surfer

Du dürftest nicht hier sein (aus ganz vielen Gründen ohnehin nicht). So sagt es die Versammlung von Agudat Jisrael: The Thursday night session is entitled “Torah Wisdom/Torah Authority: Are We Losing the Connection?” “Klal Yisroel has always understood that its true leaders are the gedolei Yisroel, the einei ho’eidoh whose uniquely refined vision enables them to guide the Jewish people through the darkest of situations,” says Rabbi Zwiebel. “In recent years, though,” the Agudah leader observes, “due to a variety of factors, the authority of daas Torah has been significantly undermined, even within our own chareidi circles....

06 Nov. 2006 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Israel hat keinen König

IMG_1150.JPG Originally uploaded by wallatov. Auf die Gedenkveranstaltung für Jitzchak Rabin wies Lila in ihrem Blog schon hin und auch auf die verfahrene Situation: Und doch war ich stolz, als ich die Menschenmengen sah. Das ist Israel: erbarmungslos kritisch den eigenen Schwächen gegenüber, und bereit, für einen wirklichen Friedensprozess (nicht die Illusion, von der Javier Solana oder Kofi Anan sprechen) viel aufzugeben. Sähe ich eine ähnliche Demonstration auf den Straßen von Gaza oder Ramallah, wäre mir sehr viel leichter ums Herz…doch das kann ich mir wohl aus dem Kopf schlagen....

06 Nov. 2006 · 5 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Matisyahu...

Seitdem Matisyahu auch bei der „breiten Masse” angekommen ist und einige seiner Videos zwischen Gangster-Rapper-Videos und anderen Musikbeiträgen ganz ohne Tzinus abgespielt werden, habe ich ihn auf talmud.de nicht mehr besprochen oder auf ihn aufmerksam gemacht. Der Medienstar benötigte keinerlei zusätzliche Aufmerksamkeit mehr, mit einem großen Label kam die von allein. Schnell kamen dann auch die ersten Mails von irgendwelchen Beauftragten irgendwelcher Firmen, man dürfe dieses und jene Bild nicht mehr verwenden, auf die Video-Dokumentation dürfe nicht mehr verlinkt werden etc....

02 Nov. 2006 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Würg…

Ein bulgarisches Sprichwort sagt angeblich: »Wenn man einen Juden tauft, muß man ihn fünf Minuten unter Wasser halten.« und so titel, als sei es etwas ganz tolles, die Evangelische Nachrichtenagentur idea e.V. in der vergangenen Woche »Juden in Deutschland mit dem Evangelium erreichen«: Erstmals gibt es in Berlin ein jüdisch-messianisches Zentrum. Die 1996 gegründete, rund 300 Gemeindeglieder zählende Gemeinde Beit Sar Shalom bezog am 28. Oktober ein für 600.000 Euro von der Landeskirchlichen Gemeinschaft Eben Ezer gekauftes Gemeindehaus im Stadtteil Lichterfelde....

02 Nov. 2006 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Aua!

Etwas politisches muß auch mal geschrieben werden. Mit offenem Mund lese ich die Nachrichten aus Israel: Avigdor Lieberman wurde zum Vize-Ministerpräsidenten gemacht! Da kann man gleich Borat zum Präsidenten machen… Akiva Eldar schreibt über Liberman in Haaretz: The prevalent comparison between Avigdor Lieberman and Joerg Haider does an injustice to the Austrian nationalist whose party joined the government in the winter of 2000. Haider is far from being a righteous man, but even in his most fascist days, he never called on Austria to rid itself of citizens who’d been living in the country for generations....

31 Okt. 2006 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Blog über ArtScroll

Eigentlich kaum zu glauben, dass ich das Blog What’s bothering Artscroll heute erst entdeckt habe… wie der Name schon vermuten lässt, werden dort Entwicklungen rund um die ArtScroll Veröffentlichungen (durchaus kritisch) beschrieben bzw. begleitet. Der aktuelle Post beschäftigt sich mit dem Transliterationssystem in den ArtScroll Siddurim: In the introduction of many Artscroll products the following is written, or something similar: Transliteration presents a problem in all works of this sort. Ashkenazi, pure Sephardi, current Israeli, and generally accepted scholarly useages frequently diverge, and such familiar names as Isaac, Jacob, and Moses differs from them all....

31 Okt. 2006 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Wieso dieser Hype?

Schon wieder! Ich dachte, es sei ein kurzzeitiger Hype, aber da ist sie schon wieder: Lena Gorelik. Auf jetzt.de schreibt sie über sich und die Sicht anderer auf sich - also ihr Lieblingsthema. Jüdisch, per Zufall, weil so geboren, so wie ich als Frau geboren wurde. Ich kann nichts dafür. Wann immer ich es sage, meistens in einem Nebensatz, weil es einfach nicht wichtig ist, wann immer das Wort jüdisch fällt, spüre ich diese Blicke....

29 Okt. 2006 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Deutschland verrät Israel

So übertitelte die ZEIT online heute einen Beitrag von Wolf Biermann der so erschreckend deutlich ist, dass ich mich gefragt habe, ob ich vielleicht träume. Er teilt die Beobachtung, dass die meisten deutschen Medien eher voreingenommen (um das milde auszudrücken) an die Nahostberichterstattung herangehen und bietet auch einen interessanten Grund an: Die simpleren Durchschnittsdeutschen ergreifen Partei für die Araber. Es wird wieder der Refrain des alten Liedes geschwiegen, geknurrt und geplärrt: Die Juden sind an allem schuld!...

26 Okt. 2006 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]