Der Esel in Torah und Talmud

Es ist bemerkenswert, dass man einen erstgeborenen Esel bei einem Kohen »auszulösen« muss. Anscheinend ist er ja etwas besonderes. Schauen wir, welche besondere Rolle er in der Torah und Talmud spielt: Der Artikel für die Jüdische Allgemeine ist hier im Volltext verfügbar. (Oben auf dem Bild – Bil’am, der Esel und ihre Begegnung mit dem Engel – Bild entstanden zwischen 1594 und 1635)

01 Juli 2021 · 1 Minute · Chajm Guski

Shtisel?

Nicht, dass ich dem Urteil von Sophie Albers Ben Chamo nicht trauen würde, aber lange Zeit hatte ich den Verdacht, »Shtisel« (läuft auf Netflix - Ende 2024 bei arte) sei für die Erfüllung eines voyeuristischen Drangs erschaffen worden. Natürlich behauptet man, man möchte etwas andere Lebensweisen und Lebenswelten lernen, tatsächlich will man Selbstbestätigung für die Wahl, die man selber getroffen hat. »Schaut, wie sie leben!« »Shtisel« ist eine israelische Serie und erzählt von vier Generationen einer charedischen Familie die in Jerusalem (im Stadtteil Ge’ula) lebt....

01 Juli 2021 · 4 Minuten · Chajm Guski

Der Militärbundesrabbiner

Rabbiner Zsolt Balla (Foto: Zentralrat der Juden in Deutschland) Seit Dezember 2019 ist bekannt, dass der Zentralrat und die Bundeswehr kooperieren und 10 Rabbiner für die Bundeswehr entsenden. Diese sollen sich, unter anderem, um die jüdischen Bundeswehrsoldaten kümmern, aber auch darüber hinaus lehren und informieren. Im Zuge der Vorstellung wurde verschiedentlich die Zahl von 300 jüdischen Soldatinnen und Soldaten bei der Bundeswehr in den Raum gestellt. Diese Schätzung ist grundsätzlich zu hoch (siehe eine andere Schätzung hier) – aber das ist gar nicht entscheidend!...

22 Juni 2021 · 3 Minuten

Wieder Gelsenkirchen

Weniger als einen Monat nach dem kleinen Pogromversuch von Gelsenkirchen, hat es in Gelsenkirchen wieder eine Einrichtung der Gemeinde getroffen: Das Fenster der Trauerhalle des Gemeindefriedhofs wurde beschädigt. Eine übersichtliche Pressemeldung der Polizei klärte jetzt darüber auf (hier zu finden). Dabei ist der Friedhof, ja offensichtlich aus guten Gründen, nur noch mit einem Schlüssel zugänglich und liegt nicht zentral in der Stadt. Er ist also kein Ziel, an dem zufällig vorbeischlendert und im Affekt handelt....

18 Juni 2021 · 2 Minuten

Har­ry Kemelman beschleunigt

Harry Kemelmans Bücher sind in Deutschland vor allem einem älteren und philosemitischen Publikum ein Begriff. Elf seiner Detektivromane mit Rabbi Small gibt es in deutscher Übersetzung. Tatsächlich sind sie gar nicht so schlecht und beschreiben das Leben eines konservativen (im Sinne von Masorti) Rabbiners in den USA. Dass der Verlag, der die Bücher heute in deutscher Sprache herausgibt (Unionsverlag) ein zufälliges Bild _charedische_r Juden auf den Umschlag von »Am Freitag schlief der Rabbi lang« (Friday the Rabbi Slept Late) packt, sagt recht viel – dabei hat das Buch in der englischen Originalausgabe (die sich sensationell verkauft hat) den Untertitel »an unorthodox mystery«....

15 Juni 2021 · 2 Minuten

Die Taube im Talmud

Abbildung einer Taube aus dem 17. Jahrhundert (anonymer Maler) Nicht nur in der Geschichte von Noach spielt die Taube eine Rolle. Tatsächlich spielt sie auch im Talmud und in den späteren jüdischen Schriften eine Rolle. Allerdings ist sie nicht das Symbol, für das man sie gemeinhin hält. Spoiler: im Judentum ist die Taube KEIN Friedenssymbol Der Artikel für die Jüdische Allgemeine ist hier im Volltext verfügbar.

25 Mai 2021 · 1 Minute · Chajm Guski

Über Gelsenkirchen

Gelsenkirchen hat es am 12. Mai zu einer Meldung in der Presse gebracht: Mit einer antisemitischen Demonstration – die anscheinend Demonstration geblieben ist, weil die Polizei den Zug vor der Synagoge gestoppt hat. Gelsenkirchen ist übrigens die Stadt, in der die Linkspartei 2019 eine, sehr harmlose, Erklärung gegen Antisemitismus nicht unterzeichnen wollte (siehe hier) – aber dann am Sonntag nach dem 12. Mai mit gegen Antisemitismus demonstriert hat. Bei der Demo waren übrigens Fahnen Israels nicht erwünscht....

25 Mai 2021 · 1 Minute

Simcha - Das Buch zur Freude

Besondere jüdische Bücher gibt es inhaltlich viele. Wenn wir dann Inhalt und Form betrachten, sind es nicht wenige. Aber wenn wir schauen, wie es diesbezüglich auf dem deutschsprachigen Markt ausschaut, dann wird die Liste schon wesentlich kürzer. Der Zeitraum vor der Schoah ist nicht inbegriffen. Nun legt der Verlag »Books ’n Bagels« ein spannendes und hervorragend gestaltetes Buch vor: »Simcha Das Buch zur Freude (aus der Sicht des Chassidismus)« von Rabbiner Shloma Majeski (Link zum Verlag)....

06 Mai 2021 · 3 Minuten

Mitgliederstatistik 2020

»Traditionell« erscheint nach Pessach die Mitgliederstatistik der ZWST für das Vorjahr. Mit Überraschungen ist eigentlich nicht mehr zu rechnen und dennoch passieren Dinge: Im Jahr 2020 waren 93.695 Menschen Mitglied einer jüdischen Gemeinde in Deutschland. Im Jahr 2019 waren es noch 94.771 – das ist ein Rückgang von 1.076 Menschen (oder 1,1 Prozent). Der Rückgang von 2018 zu 2019 lag noch bei 1,5 Prozent. 225 Geburten stehen 1.544 Todesfällen gegenüber. Unten werden wir noch etwas zu Austritten und Übertritten lesen....

27 Apr. 2021 · 4 Minuten

Der Fuchs im Talmud

Drei Fuchsköpfe, von Bernard Willem Wierink Durch die Fabeln des antiken griechischen Dichters Aesop haben viele Tiere die Eigenschaften erhalten, die wir ihnen heute zuschreiben: Der Hase ist vorsichtig, aber auch vorlaut, der Löwe mächtig und königlich, und der Fuchs ist schlau, aber durchtrieben. Fabeln mit Füchsen gibt es auch im Talmud, nicht mehr so viele, wie den Weisen des Talmud bekannt waren, aber immerhin noch ein paar. Mehr über den Fuchs im Talmud findet man hier:...

13 Apr. 2021 · 1 Minute