Der Tag nach dem Austausch auf den ersten Seiten

Die Cover der Tageszeitungen sind ein Hinweis auf die Befindlichkeiten innerhalb eines Landes. Die israelischen Tageszeitungen geben der Trauer Ausdruck: Maariv Jediot Acharonot Besonders zynisch ist der Aufmacher der Gulf-News aus Dubai: „Home comes the hero”

17 Juli 2008 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Ein Kindermörder wird bejubelt

Der Mörder eines kleinen Kindes wird bejubelt - kaum besser kann man seiner geistigen Haltung Ausdruck verleihen. Der Vater von Ehud Goldwasser wurde heute in Jediot Acharonot zitiert: „Es ist mir wichtig, dass das libanesische Volk begreift, was es geopfert hat und wofür. Es hat etwa 800 Mann verloren und seine gesamte Wirtschaft, und wofür? Für jemanden, der eine Vierjährige ermordet hat? Kann man so jemanden als Held bezeichnen?“ Ein klarer, deutschsprachiger Kommentar dazu kommt von Malte Lehming vom Tagesspiegel:...

16 Juli 2008 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Eldad Regev und Ehud Goldwasser sel. A.

Eldad Regev sel. A. (geb. 1980) und Ehud Goldwasser sel. A. (1975) wurden heute in Särgen zurück nach Israel gebracht. Von israelischer Seite wurden fünf libanesische Gefangene, darunter auch der fünffache Mörder Samir Kuntar zur libanesischen Grenze gebracht. Für den Gefangenenaustausch wurde Kuntar von Schimon Peres begnadigt. In Haft konnte Kuntar Englisch und Hebräisch lernen und an der Open University von Tel Aviv einen Abschluss in Soziologie erwerben. Heute am Morgen titelte die Jerusalem Post „Hizbullah transfers two coffins to Red Cross representatives”....

16 Juli 2008 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Die Yeshivat Chovevei Torah

Die Yeshivat Chovevei Torah hat mich beeindruckt. Soferet hat den Link über das Facebook geteilt. Bereits 2007, als ich einen Artikel über sie für die Jüdische Allgemeine schrieb, war der Gründer der Jeschiwah Rabbiner Avraham Weiss kurz Bestandteil unseres Gesprächs. Er ist, wenn man so will, der Begründer einer Bewegung, die sich „Open Orthodoxy” nennt. Er wünscht sich die traditionelle Auffassung von Torah mi-Sinai mit einer Offenheit zugunsten der Moderne zu verbinden....

15 Juli 2008 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Drahtseilakt oder kalkuliert?

„The New Yorker” macht eigentlich keine halben Sachen und so ist es vermutlich nicht nur werbewirksames Kalkül, was das bekannteste der schlauen Magazine mit seinem aktuellen Cover veranstaltet: Es zeigt Barack Obama in der Kleidung eines orthodoxen Moslems (kann man vielleicht so beschreiben) und seine Frau als Terroristin. An der Wand ein Bild von Osama bin Laden, im Kamin verbrennt eine amerikanische Flagge. Das spielt natürlich mit den Ängsten die vor Obama geschürt werden und dem Bild, dass von ihm gezeichnet wird....

14 Juli 2008 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Neuer Rabbiner für Köln

Nachdem Rabbiner Teitelbaum im März überraschend die Gemeinde „aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen” (Na klar…) verlassen hatte (siehe hier) steht nun mit ziemlicher Sicherheit ein Nachfolger fest: Rabbiner Jaron Engelmayer, Mitglied der orthodoxen Rabbinerkonferenz, 32, Smichah vom israelischen Oberrabbinat und wie man hört jemand, der sich voll und ganz für seine Gemeinde (derzeit noch Aachen) einsetzt und dort vieles geleistet hat. Die Website der ORD stellt eine Draschah von Rabbiner Engelmayer zur Verfügung - hier....

10 Juli 2008 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Das finale Wort zum Trend

Vielleicht erschien in der Online-Ausgabe der taz „der” maßgebliche und aufräumende Text zum Umgang mit Faruk ?en seinen Vergleichen. Damit kommt er vielleicht einem Kommentar Serdars entgegen, der zum letzten Beitrag über Shahid Malik anmerkt: Man sollte sich nicht immer darauf versteifen, wie etwas gesagt wird, sondern, DAS damit etwas ausgesagt wird. Serdars Kommentar zu „Neuer Trend …” In der taz also bezieht Sergey Lagodinsky Stellung: Der Verdacht liegt nahe, dass die ablehnenden Reaktionen auf Sen nichts mit den Befindlichkeiten der Juden, sondern mehr mit den Befindlichkeiten der deutschen Mehrheitsgesellschaft zu tun haben....

08 Juli 2008 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Neuer Trend: Wir sind die neuen Juden!

Faruk ?en, der schrieb (siehe hier und hier), die Türken seien die neuen Juden Europas, hat gar nicht besonderes gemacht; er ist nur einer, der mit dem Trend geht: Der Independent meldet: Muslims feel like ‘Jews of Europe’ (also war ?en noch recht bescheiden, was die Quantifizierung anbetrifft): Britain’s first Muslim minister has attacked the growing culture of hostility against Muslims in the United Kingdom, saying that many feel targeted like “the Jews of Europe”....

07 Juli 2008 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Zum Schabbat Chukat

Wenn man die dieswöchige Paraschah Chukat in wenigen Sätzen zusammenfassen sollte, so könnte man unter anderem erzählen, dass in dieser Paraschah von einem etwas abruptem Generationswechsel berichtet wird. Mirjam stirbt in der Wildnis von Zin und wird dort begraben. Das Volk beschwert sich über den Mangel an Wasser, Moses nimmt seinen Stab und schlägt zweimal gegen einen Felsen, obwohl G-tt ihm eine andere Vorgehensweise geboten hat. G-tt spricht zu Aaron und Moses daraufhin, dass sie das Land Israel nicht betreten werden....

03 Juli 2008 · 5 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Franz Kafkas Geburtstag

Am 3. Juli 1883 wurde Franz Kafka in Prag geboren, es ist also praktisch sein Geburtstag. Personen die mich näher kennen, wissen von meiner großen Begeisterung für Kafkas Werk und für Kafkas Biographie. Diese zeigt, dass er sich intensiv mit seinem Judentum und dem Judentum insgesamt, auseinandergesetzt hat. Deshalb war und bin ich auch weiterhin der Überzeugung, es gibt keinen besseren Text (außerhalb der traditionellen) zu den Jamim Noraim, als den „Proceߔ....

02 Juli 2008 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]