Die Hauptstädte haben gewählt

Wien und Berlin haben gewählt. Die Jüdischen Gemeinden der Hauptstädte haben gewählt und bei beiden Wahlen heißt der Sieger: Atid. Rechnerisch hat die Liste Atid in Berlin um die 60% erreicht (berechnet nach der Liste von Jüdisches Berlin) und wird damit den neuen Gemeindevorstand stellen, in Wien 41,22% (Zahlen von hier) und zumindest in Berlin hat es für einen Kurswechsel offenbar gereicht. In Wien wurde Ariel Muzicant als Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) praktisch bestätigt, wenngleich seine Liste nicht die absolute Mehrheit erreicht hat....

26 Nov. 2007 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Wir wollen positive Religion!

„Wir wollen positive Religion” heißt es in den Prinzipien der Genossenschaft für Reform im Judenthum die 1844 in Berlin gegründet wurde und ein einen Weg bahnte für das Reformjudentum. Heute betrachten wir die Vorstöße der klassischen Reform als äußerst radikal, zum Beispiel sehr sehr wenig Hebräisch im G-ttesdienst. Einer der Mitbegründer Aaron Bernstein, hat unter seinem Pseudonym A. Rebenstein die Prinzipien der Genossenschaft für Reform im Judenthum mitformuliert. Erfreulicherweise hat man diese aus dem Regal befreit und digitalisiert, so sind sie heute für alle verfügbar, nämlich hier....

22 Nov. 2007 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Mussar auf eine ganz neue Ebene bringen

Die Diskussion zwischen orthodoxen und nichtorthodoxen Juden (die säkularen Juden ausgenommen) verläuft zuweilen mit harten Bandagen und man schenkt sich wenig. In den kleinen deutschen Einheitsgemeinden ist das zuweilen hitzig und emotional, viel hitziger kann es aber zuweilen in Israel werden, besonders dann, wenn die Strömungen übereinander sprechen und gegen einander sind, statt zu zeigen, was sie tatsächlich zu bieten haben. Rabbiner Mordechaj Elijahu hat es schon einige Male vorgezogen, gegen das Reformjudentum zu sein als vielmehr für ein vorbildhaftes Verhalten....

20 Nov. 2007 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Viel verändert und dennoch nahezu unbekannt

Seine Verdienste für die jüdische Welt sind nicht gering, dabei zählt er zu den deutschen Juden, die einiges bewegt haben, wenngleich auch nicht in religiöser Hinsicht. Die Rede ist von Rafael Frank. »Rafael wer??« möchten vielleicht einige fragen und da teilt er vielleicht das Schicksal mit vielen seiner, nur einem Fachpublikum bekannten, Kollegen. Rafael Frank ist nämlich der Schöpfer der allgegenwärtigen hebräischen Schrift Frank-Rühl. Nach dieser Schrift haben sich viele viele nachfolgende orientiert und auch die Schrift selber wurde in zahllosen hebräischen Publikationen verwendet....

15 Nov. 2007 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Aus religiösen Gründen nicht für den Staat Israel

Es vermutlich bekannt, dass nicht alle jüdische Gruppen, vor allem in der Orthodoxie (säkulare Juden die aus politischer Überzeugung gegen den Staat Israel sind, zählen wir mal nicht dazu - Jüdisch bezieht hier Religion mit ein) , die Schaffung eines jüdischen Staates mit politischen Mitteln unterstützen. Ja, einige Gruppen sind sogar gegen die Schaffung eines Staates Israel und oder auch gegen den existierenden Staat. Neturei Karta ist wohl die bekannteste Gruppe unter ihnen....

13 Nov. 2007 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Auch wenn es alle tragen

dadurch wird es nicht unpolitischer. Die Rede ist abermals von der Kefije, dem sog. Pali-Tuch. Hier wurde freundlicherweise darauf aufmerksam gemacht, dass die kostenlose Studentinnenzeitschrift UniQueen das Tuch als modisches „unpolitisches” Accessoire feiert: (Ausschnitt von hier) Dem kann man nur entgegen halten, was in diesem Blog bereits geschrieben wurde und was die Verfasser eines Flugblattes formuliert haben: Ob Du willst oder nicht, solange Du dieses Tuch trägst, symbolisierst Du damit Dein Einverständnis und Deine Unterstützung des Kampfes gegen Israel und die Juden und der Mittel, mit denen er geführt wird....

12 Nov. 2007 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Richtig sauer...

ist scheinbar Henryk Broder auf Michel Friedman. Michel Friedman hat einen Coup gelandet und lässt in einem Interview mit Vanity Fair in die seltsame und bizarre Welt eines Antisemiten blicken, der Interviewte scheute auch nicht vor der Leugnung der Schoah zurück und offenbart ansonsten, dass er sich als ein von G-tt Berufener sieht, der Deutschland - nein, die Deutschen - und die Welt vor der Jüdischen Weltverschwörung retten muss. Unter der Regie von Friedman demontiert sich der Mann also selbst....

06 Nov. 2007 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Zores um den 9.November

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden 30000 jüdische Menschen inhaftiert, zwischen dem 7. und 13. November auch etwa 400 Menschen ermordet. In besagter Nacht wurden 1.406 Synagogen und Bethäuser vollständig zerstört, die Ritualgegenstände teilweise geraubt und von einigen Orten wissen wir, dass dort Torahrollen auf der Straße ausgerollt worden sind und geschändet wurden. Die Erinnerung an diese Reichspogromnacht ist heute wichtiger Teil des demokratischen Diskurses und in den Orten, in denen es heute noch oder wieder jüdische Gemeinden gibt, wird auch gemeinsam daran erinnert....

05 Nov. 2007 · 4 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Gut gemeint aber nicht optimal gelöst

Die Orthodoxe Rabbinerkonferenz hat einiges bewegt, so konnte man hier kürzlich über einen neuen Machzor lesen, der rechtzeitig zu den Hohen Feiertagen fertig wurde und der, zu Recht, allgemeine Verbreitung finden wird. Ein neuer Siddur in gleicher Machart wurde angekündigt, vermutlich werden wir jedoch noch ein wenig darauf warten müssen, denn die Erstellung neuer Siddurim muss ja mit großer Sorgfalt entstehen. Immerhin muss man Respekt dem Leser gegenüber zeigen und dem heiligen Text mit dem arbeitet, zudem haben die modernen Nutzer hohe Ansprüche an Printpublikationen....

02 Nov. 2007 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Mehr davon! Begegnungen in Berlin

Im jüdischen Museum Berlin lässt der Verein INSSAN eine Jüdin und einen Muslim öffentlich miteinander sprechen. Das besondere daran ist, dass beide aus der Türkei stammen. Die Jüdin Schlomit Tulgan stammt ebenso aus Türkei wie der der Muslim Ufuk Topkara. Schlomits Vorfahren sind diejenigen sefardischen Juden, die vor der Inquisition in den Balkan und die Türkei kamen. Morgen, am 24. Oktober um 18 Uhr soll der Dialog im Jüdischen Museum Berlin in Form eines Podiumsgesprächs beginnen....

23 Okt. 2007 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]