Der mich nicht als Mann erschaffen hat...

Die Wendung Gepriesen seist Du, Ewiger, K.d.W., der mich nicht als Frau erschaffen hat ist heute Bestandteil aller orthodoxen Siddurim. Dafür und Dagegen wurde schon viel gestritten und irgendwie waren alle Argumente richtig und irgendwie hat es in orthodoxen Siddurim ja auch seine Berechtigung. In den nicht-orthodoxen Siddurim hat man es ersetzt durch eine andere Wendung. Und: Dann gibt es noch die Wenung Gepriesen seist Du, Ewiger, K.d.W., der mich als Frau erschaffen hat und nicht als Mann Aber: Das ist keine Erfindung irgendeiner extremen Reformgemeinde, sondern steht so in einem Machzor aus dem 15....

02 Nov. 2008 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Ein Projekt zum Novemberpogrom

Der Jüdische Kulturverein Kinor aus Gelsenkirchen macht derzeit ein Projekt bekannt, dass durch den Weltkongress russischsprachiger Juden initiiert worden ist. Es wurden etwa 10.000 Abzeichen vorbereitet, die sogenannten „Kristallsplitter“. Diese haben die Form eines Davidsterns und tragen die Aufschrift „Nie wieder!“ in den Sprachen der Teilnehmerländer. Sie sollen am 9. November 2008 als Erinnerung und Mahnung getragen werden. Laut Aussage des Weltkongresses soll die Aktion in den USA, Großbritannien, Italien, Tschechien, Polen, Bulgarien, Lettland, Estland, Rumänien, Österreich und Deutschland durchgeführt werden....

31 Okt. 2008 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Babel und der Turm

Nicht ganz ironiefrei ist der Wochenabschnitt Noach mit seiner Geschichte vom Turmbau von Babel. So heißt es im hebräischen Text Al ken kara schma Bavel ki-scham balal HaSchem sfat kol ha’aretz „Deshalb nennt man die Stadt „Bawel“, denn dort hat HaSchem die Sprache der ganzen Welt verwirrt.“ Kurzum: Wegen des Gebabbels heißt die Stadt Babel. Das lässt vielleicht den springenden Punkt hervorstechen. Was diese kurze und bekannte Geschichte noch verrät, kann man in meinem Artikel in der aktuellen Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen nachlesen:...

30 Okt. 2008 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Die wahren Kinder Israels sind die Palästinenser

Telepolis wartet heute mit einer wahrhaften Enthüllung auf und titelt mit »Sind Palästinenser die echten “Kinder Israels”? . Spätestens an dieser Stelle schlafen diejenigen weg, die sich« schon seit längerer Zeit mit Antisemitismus beschäftigen. Entweder der Jude ist als Semit hier irgendwie fremd oder zur Abwechslung hat der Jude überhaupt keine semitischen Wurzeln. Der Artikel auf Telepolis beschäftigt sich mit der zweiten, auch recht weit verbreiteten Hypothese. Nicht jedoch irgendwie auf einer Metaebene, sondern beschäftigt sich mit dem israelischen Autoren Schlomo Sand, der versucht hat, der Hypothese einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben....

27 Okt. 2008 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Das macht doch keinen Sinn!

Nein, die Person oben ist nicht Dr. Hans-Werner Sinn, auch wenn ich mich da zunächst mächtig vertan habe. In diesem Interview mit dem Tagesspiegel, heute verteidigte Sinn die deutschen Manager vor dem (vielleicht doch zuweilen verständnlichen) Zorn der Öffentlichkeit und verglich gleich die Kritik an ihnen mit der Judenfeindlichkeit in der Weltwirtschaftskrise 1929 und danach. In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken. Auch in der Weltwirtschaftskrise von 1929 wollte niemand an einen anonymen Systemfehler glauben....

26 Okt. 2008 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Neuer Reformsiddur aus GB

Hat die Siddurausgabe von ArtScroll nun einen progressiven Gegenpart gefunden? Lesbar, gut organisiert, kommentiert und mit Quellenhinweisen versehen? Das könnte sein. In diesem Jahr erschien eine grundlegend überarbeitete Version des „Forms of prayer - Seder haTeffilot” der britischen Bewegung für Reformjudentum. Dieses erschien erstmals 1977 und wurde 2001 von der Jüdischen Verlagsanstalt Berlin als „Seder haTeffilot” in einer deutsch-hebräischen Ausgabe verlegt. Nur sieben Jahre später ist die Ausgabe überholt, wie wir sehen werden und könnte ergänzt werden durch ein liberales Siddur, welches sich am liberalen Einheitsgebetbuch orientiert (wie auch der EtzAmi Siddur); aber versprochen wird das schon seit langer langer Zeit....

22 Okt. 2008 · 4 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Die Geschichte der Sarajevo Haggadah

Die Geschichte der Haggadah von Sarajevo an sich ist schon höchst faszinierend und für mich schon seit langer Zeit der Inbegriff dessen, was vielleicht nur in Bosnien möglich war. Ein jüdisches Buch, eine herrlich bebilderte Haggadah, wird von Muslimen vor den Nazis, dann vor serbischem Artilleriefeuer gerettet und taucht dann kurz nach dem Krieg zu Pessach wieder in der jüdischen Gemeinde Sarajevo auf. Sie trägt sichtbare Spuren ihrer Benutzung am Sederabend und zahlreiche Hinweise darauf, was mit ihr passiert sein könnte....

14 Okt. 2008 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Verbeugen und knien

Im Tempel war das Knien offenbar Teil des Gebets (in ähnlicher Form, wie es heute bei den Muslimen ist). Zu den Hohen Feiertagen (Rosch haSchanah und Jom Kippur) treffen wir es aber wieder. Besonders im Mussaf von Jom Kippur. In einigen Gemeinden knien viele Gemeindemitglieder und berühren mit dem Kopf den Boden, in einigen knien die Gemeindemitglieder und verbeugen sich, in anderen wird nur gekniet und es gibt welche, da kniet nur der Chazan (Vorbeter)....

11 Okt. 2008 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Sukkot

Man sagt, man solle nach Ausgang von Jom Kippur direkt mit dem Aufbau der Sukkah beginnen und wie ich in einigen Gemeinden bemerkt habe, hat man dort auch schon während der zehn Bußtage mit dem Grundgerüst begonnen. In der aktuellen Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen lege ich dar (hier, jeweils verfügbar bis eine neue Ausgabe erscheint), warum wir bei Herbstwetter in der Sukkah sitzen sollten/müssen/können/dürfen. In der aktuellen Ausgabe des Magazins Familienmentsch beschreibe ich dementsprechend auch, wie man Sukkot zu einem Familienfest mit Sukkah machen könnte - wenn es dies nicht bereits ist....

10 Okt. 2008 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Ich darf das, ich bin Jude

Seit diesem Monat ist das Buch Ich darf das, ich bin Jude (bei amazon) von Oliver Polak erhältlich. Wer das ist?? Ein Comedian aus Papenburg im Emsland der sich auf das Judesein in Deutschland spezialisiert hat und zwar ähnlich hemmungslos, wie das in den verschiedenen deutschsprachigen jüdischen Blogs gemacht wird. Früher hat er übrigens auch als Moderator bei VIVA und RTL gearbeitet und war auch schon in DER deutschen Institution zu sehen: In der Lindenstraße....

07 Okt. 2008 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]