Heute gibt es die orthodoxe Smicha

Zsolt Balla und Avraham Radbill werden heute ihre orthodoxe Smicha in München erhalten. Damit sind sie die ersten Rabbiner, die nach der Schoah in Deutschland für eine Tätigkeit in Deutschland ausgebildet und ordiniert worden sind. Unterstützt wird das Rabbinerseminar (Jeschivat Beit Zijon) in Berlin durch den Zentralrat und die Ronald S. Lauder Foundation. Unter anderem berichtet das Bayerische Fernsehen aus der Münchner Synagoge. Berichte darüber gibt es auch auf den Internetseiten der Welt und der Orthodox Union....

02 Juni 2009 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Ein Mann wehrt sich gegen den Vorwurf jüdisch zu sein

Richard Herzinger beschreibt in seinem Text Wie ich im Internet zum Juden erklärt wurde darüber, dass ihn jemand bei der Wikipedia zum Juden erklärt hatte (siehe hier). Dort war er über Nacht ein jüdischer Literaturwissenschaftler. Bei der deutschen Wikipedia ist man aber vorsichtig geworden und listet Juden nur in einer speziellen Kategorie auf, wenn ihr Judentum einen Einfluss auf ihr Werk hatten oder sonst von Wichtigkeit für sie war. Die englische Version führt dagegen einfach eine Liste von Juden, auch speziell von deutschen Juden bei denen die Religionszugehörigkeit eigentlich keine Rolle spielen sollte (hier)....

27 Mai 2009 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Die Vertreibung begann 1933

Gerne gebe ich an dieser Stelle einen Aufruf weiter, der sich mit dem „Zentrum gegen Vertreibung“ beschäftigt: die Vertreibung fing 1933 an. Und zwar mit den Intellektuellen, den Künstlern, kritischen Schriftstellern, Journalisten und vielen jüdischen Bürgern. Das Schicksal der Else Lasker-Schüler ist hierfür exemplarisch. Wenn die Bundesrepublik Deutschland ein “Zentrum gegen Vertreibung” unterstützt und mit Steuergeldern ausstattet, so darf diese erste Vertreibung nicht ausgeklammert werden. Die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft hat des halb eine Online-Petition beim Deutschen Bundestag einrichten lassen....

26 Mai 2009 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Aufgepasst nach Schawuot

Heute erhielt ich von einem liberalen Minjan eine Einladung für den zweiten Tag Schawuot. So what? werden die orthodoxen Leser denken. Observante Liberale werden sich jedoch fragen, „Warum?“ - wird doch in den meisten liberalen Gemeinden (hier eine Erklärung aus dem Buch „Progressives Judentum“), wie in Israel, ein Festtag gehalten. Das ist eigentlich auch keine große Sache, aber die Wochenabschnitte verabschieden sich voneinander für eine Weile. So werden in Israel und den nichtorthodoxen Synagogen andere Wochenabschnitte gelesen, als in den orthodoxen Gemeinden der Galut....

25 Mai 2009 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Einen Preis abgeholt

Einen Preis abgeholt hat sich Tuvit Schlomi aus den Niederlanden in den Niederlanden. Bei dem Preis handelte es sich jedoch um einen arabischen Dichterpreis, den El Hizjra Preis. Allerdings, so berichtet die Jerusalem Post, trat sie unter einem Pseudonym an, damit ihr Beitrag nicht von vorneherein verworfen wurde. Gratulation!

25 Mai 2009 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Edinburgh und Ken Loach

Niemand oder nur ein kleiner Kreis von Menschen hätte jemals erfahren, dass da in Edinburgh ein Filmfestival stattfindet. Tut es aber wohl irgendwie. Die israelische Regisseurin Tali Schalom Ezer (hier ein Film von ihr) war auch eingeladen. Sie konnte sich die Reise aber nicht leisten und so sprang die israelische Botschaft ein und stellte das Geld bereit. Daraufhin meldete sich der britische Regisseur Ken Loach zu Wort. Der Jewish Chronicle schreibt:...

20 Mai 2009 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Omerzählung im Detail

Hier schrieb ich bereits etwas über Lag BaOmer und mögliche Erklärungsansätze für dieses Fest. In der aktuellen Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen, beleuchte ich auch die Hintergründe für die Omerzeit im Ganzen. Landwirtschaftliches Fest trifft auf Interpretation…

14 Mai 2009 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Siddurmonopol ist dahin

Der Korensiddur ist recht bekannt, er ist in Israel neben Rinat Israel eine Institution und das zurecht. Großartiges Layout, großartige Schrift, Tfillot für moderne Festtage. Einziges Manko um die Masse zu begeistern, war die Einsprachigkeit. Auf der anderen Seite steht das britische Authorised Daily Prayer book des britischen Oberrabbiners. Ebenfalls ganz gut und übersichtlich gestaltet, nette Schrift, großartiger Kommentar zu den Gebeten und einigen speziellen Gebeten wie dem „Service at the Consecration of a House” und dem Tfillot haDerech mit einem Abschnitt für Flüge, aber auch ein „Prayer for the Royal Family”, in dem für „our sovereign Lady, Queen Elizabeth, Philip, Duke of Edinburgh, Charles, Prince of Wales, and all the Royal Family....

14 Mai 2009 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Lag BaOmer - inmitten der Katastrophe

Wann aus der Omerzeit eine Zeit der Trauer wurde, wissen wir heute nicht, dafür gibt aber verschiedene Erklärungsansätze. Man verweist auf die Schüler von Rabbi Akiba. Im Talmud wird ihre Geschichte erzählt (Jebamot 63b) „Man erzählt, dass R. Akiba zwölftausend Paare Schüler hatte […] sie alle starben um eine Zeit, weil sie einander keine Ehrung erwiesen. Die Welt lag verödet, bis R. Akiba zu unseren Meistern nach Süden kam uns sie lehrte....

12 Mai 2009 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Keine Privatangelegenheit

Bei verschiedenen Diskussionen in diesem Blog ging es schon darum, ob Judentum „Privatangelenheit“ sei. „Natürlich nicht!“ schrieb ich stets. Warum das nicht so ist, erkläre ich in der aktuellen „Jüdischen Allgemeinen“ zum Wochenabschnitt Emor (hier abrufbar).

07 Mai 2009 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]