Neue Dimension des Antisemitismus

Dieser Post ist in gewisser Weise (leider) eine Aktualisierung des Beitrages „Stellvertreterkrieg”. Dort wurde in den Kommentaren auf einen aktuellen Artikel auf SPIEGEL-online aufmerksam gemacht. „Jüdische Schüler fliehen vor Nazis und aggressiven Muslimen” heißt er unb beschreibt die Situation in den Schulen der Hauptstadt recht schonungslos: Die Vorfälle in Kreuzberg sind besonders drastisch, doch keine Ausnahme: Der Berliner Senat listet in seiner Studie “Gewaltsignale an Berliner Schulen 2004/2005” unter dem Stichwort “(Rechts-)Extremismus” 62 gemeldete Vorfälle auf, ein starker Anstieg gegenüber dem Vorjahr, in dem nur 39 Fälle gemeldet wurden....

08 Dez. 2006 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Vom Antisemiten zum Juden

Die österreichische Zeitung „Die Presse” brachte heute eine bemerkenswerte Geschichte über einen jungen polnischen Mann: Vom prügelnden Skinhead zum gläubigen Juden Polen. Pawel war 23, als er entdeckte, dass er eigentlich Jude ist. Heute heißt er Pinchas und wacht in der jüdischen Gemeinde Warschaus über die Einhaltung der Speisevorschriften. Diese Geschichte ist ein Hinweis darauf, dass in Polen mehr jüdische Menschen leben, als offiziell bekannt ist, so schreibt auch „Die Presse”, man könne von etwa 30000 Menschen ausgehen:...

06 Dez. 2006 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Stellvertreterkrieg?

Im Blog „Jüdisches Berlin” wurde Ende letzten Monats darüber berichtet: Jüdische Kinder müssen unter Polizeischutz gestellt werden, weil es antisemitische Übergriffe gibt, vorwiegend durch andere Schüler mit arabischem Familienhintergrund. Ursprünglich hatte der Sender Berlin-Brandenburg darüber berichtet: Anne (Name geändert) „Und dann hat ein Junge rein gerufen: ‚Wer ist denn hier die Jüdin?’ und dann habe ich schon ein bisschen Angst bekommen und mich nicht getraut, irgendwie was zu sagen und dann hat er angefangen zu schreien und richtig aggressiv gefragt, wer die Jüdin ist und dann habe ich gesagt, ich....

05 Dez. 2006 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Wer hätte das gedacht?

In Wien wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag die jüdische Schule von Chabad und Lauder durch einen Einzeltäter verwüstet. Als Grund, wer hätte das gedacht, gab er an, er möge Juden nicht: Der Mann, der in der Nacht auf Sonntag die jüdische Schule am Rabbiner Schneerson-Platz in Wien-Leopoldstadt verwüstete, habe bei seiner Einvernahmen durch Beamte des Landesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) erklärt, „dass er Juden nicht möge“. Das sagte ein Sprecher der Wiener Polizei am Montag....

27 Nov. 2006 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Site unseen

„Sight site unseen” ist der Titel der Ausstellung von Shirley Wegner in der Theatergalerie am Museum X in Mönchengladbach. Shirley Wegner ist eine israelische Künstlerin, die sechs Monate als Stipendiatin der Stadt Mönchengladbach und der Josef und Hilde Wilberz-Stiftung in Mönchengladbach gelebt und gearbeitet hat. Eine ihrer großen, raumfüllenden, Installationen führt mich gleich auf den Holzweg. Aus Kiefernholz hat sie einen stürzenden Wachturm gebaut (siehe mein Bild). Sofort sage ich zu ihr, ein hölzerner Wachturm erinnere mich sofort an Konzentrationslager, sie antwortet, das sei „zum Teil provoziert” und fordert mich auf, die „konstruierte Sicht auf die Wirklichkeit” aufzugeben beziehungsweise sie arbeite mit der Annahme, unsere Sicht auf die Dinge sei konstruiert....

26 Nov. 2006 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Die jüdische Kefije

Die Kefije, auch Palästinensertuch genannt, wird hierzulande (eigentlich überall in der westlichen Welt) gerne als modisches Accesoire von linksgerichteten Jugendlichen getragen, dabei ist es aber in seiner ursprünglichen Intention eigentlich ein Symbol für den Kampf gegen Israel. Manchmal wird sie diffus als „Symbol für den Widerstand” verstanden, in erster Linie steht sie aber, wie bereits beschrieben, für den Kampf gegen Israel. Die FAZ beschreibt, wie das Tuch nach Deutschland kam:...

23 Nov. 2006 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Sich weiter einmauern...

Die israelische Orthodoxie sieht ihre Pfründe schwinden, deshalb (vgl. Rabbi Lior sagt Nein zu Klal Jisrael) kommt der sefardische Oberrabbiner Shlmoh Amar nun mit einem neuen Vorschlag um die Ecke - wie die Jerusalem Post berichtete, strebt er eine Änderung des Rückkehrgesetzes an. So soll es so modifiziert werden, dass ausländische Übertritte nicht mehr in der Form anerkannt werden, dass mit ihnen die israelische Staatsbürgerschaft erlangt werden kann. “We don’t want a situation where the Law of Return and the rights that it grants are being used indiscriminately,” Amar said....

21 Nov. 2006 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Wem gehört Diebesgut wohl?

Nur wenige (aber aufgeregte) Sätze über die rezente Raubkunstberichterstattung: Hat der Dieb eine moralische Verpflichtung seinem Diebesgut gegenüber? Oder der Hehler? So kommt es einem vor, wenn man dieDiksu Diskussion um die sogenannte Raubkunst verfolgt. Die Sachverhalte sind eigentlich einfach: Die Nazis enteigneten jüdische Familien, arisierten ihren Besitz. In der Nachkriegszeit finden wir die Gemälde, Bilder und andere Kunstgegenstände in Museen und Galerien. Später wurde in der Washingtoner Erklärung festgelegt, dass eine Rückgabe der geraubten Kunstwerke durchaus erstrebenswert sei....

21 Nov. 2006 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Dame Edna bloggt

Bisher durfte Edna Brocke sporadisch für die WAZ „jüdisches” kommentieren und nutzte die Chance auch gleich, um „den Liberalen” ihre Meinung zu sagen (siehe bsp. hier, ein Kommentar zu diesem Artikel führte mich auch auf „die Fährte”), nun hat die Leiterin der Alten Synagoge Essen und Hannah Arendt-Nichte ein erweitertes Betätigungsfeld erhalten: Sie bloggt für die Zeitung, vielmehr: sie schreibt Kommentare für den Internetteil der WAZ, denn Interaktivität findet eigentlich nicht statt....

14 Nov. 2006 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Schir haJam

Das „Schir haJam”, das Lied von Mosche am Schilfmeer (2. Buch Mosche 14:30-15:19) ist Bestandteil aller orthodoxen und konservativen Siddurim, in zahlreichen liberalen ist es nicht mehr vorhanden und doch, bei EtzAmi wird es zu jedem Schacharit Schabbat gelesen und das meist in deutscher Sprache - mit Ausnahme des letzten Satzes, der auch in hebräischer Sprache gesagt wird. In der Vorlage den EtzAmi Siddur, dem „Gebetbuch für das ganze Jahr” (von Elbogen,Seligmann und Vogelstein) aus dem Jahr 1929, gibt es eine ganz gute Übersetzung des Textes, die man eher als Nachdichtung bezeichnen kann und die ich längst einmal einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren wollte....

14 Nov. 2006 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]