Altes Zeug aufkochen

In der Jungen Welt wird gerade ein Buch ausdrücklich sehr positiv besprochen, das Zionismus und Faschismus als Partner darstellt. Die Stoßrichtung des Buches ist deutlich und klar und auch die Erklärung zum Autoren des Werkes lässt ein altes Muster erkennen: Autor ist selber Jude und ist aus diesem und jenem Grund völlig erhaben über den Vorwurf des Antisemitismus: Der aus einer orthodoxen jüdischen Familie stammende Autor wird sich von Zionisten und Anti-Deutschen den Vorwurf des Selbsthasses einhandeln....

03 Juni 2007 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Aus Kirche wird Synagoge - pssst!

So wie es ausschaut, hat das Rektorat der Uni Bielefeld den Artikel „heiliger Krieg in Bielefeld..” (siehe hier) ohne Wissen des Dekans und ohne den Autoren Prof. Dr. Heinz Gess darüber zu informieren, von der Seite des Fachbereichs Sozialwesen der FH Bielefeld genommen hat und zusätzlich alle Information über das Kritiknetz hat löschen lassen. Man könnte meinen, es handele sich hier um einen Akt der Zensur, handelte es sich bei dem Text doch nicht um platte Propaganda, sondern eine sehr dezidierte Auseinandersetzung mit den Motiven der Kirchenbesetzer (eine ausführliche Ausarbeitung ist hier zu finden)....

01 Juni 2007 · 6 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

und aus Fabrik wird Moschee...

In der Zeit macht erhellt Jörg Lau den Streit um den Neubau einer Moschee in Köln-Ehrenfeld, der mittlerweile auch die lokalpolitische Ebene verlassen hat und die Mainstreammedien erreicht hat und mittlerweile auch weitere Opfer fordert, weil so mancher sein Engagement ein wenig zu hoch einschätzt. So muß wohl nun auch die Grüne Politikerin Marlis Bredehorst erklären, warum sie während einer Bürgeranhörung am 29.Mai zum Thema Moscheebau (siehe hier) die Schoah einen „Ausrutscher”: „und es gibt allerdings einen Ausrutscher: Mit den Juden sind wir nicht so friedlich umgegangen, das ist erst in der Nachkriegszeit so…” nun sagt sie, es sei ihr herausgerutscht:...

01 Juni 2007 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Aus Kirche wird Synagoge - vielleicht

Bisher war es eher eine Meldung, nun ist es eine Geschichte. Jüdisches Berlin hat darauf aufmerksam gemacht (hier). Bisher war es ja so, dass eher Synagogen zu Kirchen gemacht wurden (siehe zum Beispiel Coesfeld), nun ist es aber in Bielefeld so, dass die dortige Jüdische Kultusgemeinde mehr Platz benötigt, denn die Gemeinde ist aktiv und möchte sich etwas mehr entfalten. Geld für einen Neubau aufzubringen erscheint eher schwierig, so ergab sich irgendwann die Option, eine, demnächst leerstehende, Kirche zu erwerben bzw....

30 Mai 2007 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Subtile Nachrichten über die Kippah senden...

Bisher war auf den Kippot wenig Platz für subtile Nachrichten. Meist steht darauf „Mazel Tov Ploni wePlonit” oder „Chabad XY-Gorod” oder „Nachman” oder „Jüdische Gemeinde XY”, zuweilen sieht man in der Diaspora grüne Kippot auf denen „Tzahal” steht, manchmal tragen die Kippot aber auch keine Aufschrift. Jedenfalls ist der Platz für Botschaften aller Art eher etwas kurz gehalten. Für Menschen die etwas mehr zu sagen haben, bietet jemand (der Firmenname ist nicht ersichtlich) nun programmierbare LED-Kippot an....

29 Mai 2007 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Der SPIEGEL schon wieder...

Wieder wollen die SPIEGEL-Macher mit dem Themenkomplex Metaphysik polarisieren und greifen wieder schön daneben. Im Dezember noch kam G-tt aus Ägypten (siehe hier) und verdrehte Thesen und Meinungen von Prof. Jan Assmann in einer Art und Weise, die das Judentum als dunkelste aller Kulte erschienen lies nun ist er „an allem Schuld” und da berichtet er offenbar von Atheisten, die G-tt die Schuld für alles geben. Wie? Sagt der Wikipediaeintrag denn nicht: „Atheismus steht einesteils für den Nichtglauben an die Existenz göttlicher Wesen und andernteils für den Glauben an die Nichtexistenz göttlicher Wesen....

28 Mai 2007 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Noch etwas zu Darfur...

Darfurflüchtlinge gibt es offensichtlich auch in Israel. Einige von ihnen sitzen in israelischen Gefängnissen, Rabbiner Dov Lior aus Kirjat Arba (ist hier schon einmal unangenehm aufgefallen) hat nämlich dafür sorgen wollen, dass die Flüchtlinge nicht in Israel bleiben (während große Teile der Gemeinden auf genau diesen Genozid hinweisen und dagegen angehen wollen) sollen: Israel must not allow Darfur refugees into its territory or enable them to stay in the country, Kiryat Arba’s rabbi Dov Lior said in a halachic ruling published on Arutz Sehva’s website Wednesday....

25 Mai 2007 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Jom Jeruschalajim

Im Sechstagekrieg 1967 wurden die beiden Teile Jeruschalajims (Jerusalems) durch die israelische Armee vereinigt und der Tempelberg wieder zugänglich gemacht. Daran erinnert Jom Jeruschalajim. Dieses Jahr ist also folgerichtig der 40. Jahrestag dieser Wiedervereinigung und die Feierlichkeiten sind eigentlich besondere, wie das zu runden Jubiläen so üblich ist. Prompt meldete die taz am 14.5, die EU und die USA würden den Feierlichkeiten fernbleiben. Der deutsche Botschafter Harald Kindermann, habe im Namen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft eine entsprechende Einladung zurückgewiesen, berichtet die taz....

16 Mai 2007 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Häretiker des Monats - Jakob Frank

Das American Jewish Life Magazine füllt monatlich eine interessante Rubrik: Heretic of the month - Häretiker des Monats. In diesem Monat geht es um Jankiew Lejbowicz oder, wie er später heißen wird, um Jakob Frank.1726 in Galizien geboren organisierte die Gruppe (Sekte?) der Sohariten oder Frankisten. Gerschon Scholem nannte Frank „eine der abstoßendsten Erscheinungen der jüdischen Geschichte” (Gerschom Scholem: Erlösung durch Sünde, in: Judaica 5, hg. von Michael Brocke, Frankfurt/M....

04 Mai 2007 · 4 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Maxim liest für Dich

Maxim Biller liest nun auch bei Youtube. Auch wenn das Teil einer großen Vermarktungsstrategie ist, darf der Hinweis hier dennoch nicht fehlen. Maxim Biller liest aus seinem neuen Buch „Liebe heute”. LhEvIfJGYYo Weiterhin und immer noch lesenswert ist auch ein altes Interview der ZEIT (2005) mit ihm und Adriana Altaras, überschrieben mit „Mir fehlen die Juden”. Das Interview ist auch interessant, weil es nicht nur über die Geschichte philosophiert, sondern weil auch über jüdisches Selbstveständnis und die Gemeinden gesprochen wird:...

02 Mai 2007 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]