Vom Leben und Überleben des Judentums in Deutschland

Dr. Grigori Pantijelew fragt sich hier, was wohl aus den Juden in Deutschland wird und liefert eine, durchaus zutreffende, Zustandsbeschreibung der Gemeinden für beide Seiten des jüdischen Deutschlands. Er betrachtet die russischsprachigen Gemeindemitglieder und die, so genannten, Alteingesessenen: Mir geht es eher darum, die Verbindung zwischen vorhandenen Strömungen zu fördern. Wie erreicht man die Immigranten, die kaum Zeitungen lesen und dem Mainstream der deutschen bzw. russischen TV-Medien ausgeliefert sind? Wer will und kann vermitteln - die jüdische Tradition, die Kultur, auch die der Diskussion?...

20 Juni 2007 · 6 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Eruv in Münster

Wie die Welt heute berichtet, gibt es im Rahmen der Skulptur Projekte in Münster nun einen Eruv, bzw. eine Installation, die Eruv-ähnlich das Stadtzentrum umschließt. Der britische Künstler Mark Wallinger schuf einen für die Stadt Münster, wobei er es war, den Begriff Eruv ins Spiel brachte und damit durchbricht er ja gewissermaßen auch eine Grenze, nämlich eine religiöse indem er mit Symbolen einer Religion spielt. Das Gebiet innerhalb eines Eruvs wird durch diesen zu gemeinsamem Besitz der Gemeinde, die innerhalb dieses Eruvs lebt....

19 Juni 2007 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Der Golan ist israelisch

Der Fuchsbau bringt einen interessanten Artikel von Nadav Schragai aus Ha’aretz vom 17.6.2007. Weil der Artikel einige Dinge sehr treffend erklärt und vielleicht auch polarisiert, mache ich es dem Fuchsbau gleich und gebe den übersetzten Artikel hier wieder: Von Nadav Shragai Es ist beinahe schon politisch inkorrekt, ja ketzerisch, heutzutage zu behaupten, dass der Golan weder wirklich syrisch noch ein Pfand oder eine Trumpfkarte bei Verhandlungen ist. Doch es ist Zeit, dies jenen israelischen Politikern zu sagen, die versuchen, das Bewusstsein der Öffentlichkeit in diesem Punkt zu trüben....

18 Juni 2007 · 4 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

ArtScrolls Mission

Über die Mission des emsigsten Verlagshauses für Siddurim und Judaica gibt der Leiter Rabbiner Nosson Scherman in einem Interview mit der Jewish Press Auskunft (hier). Das Interview ist insofern interessant, als dass nicht nur Erfolgsgeschichten abgefragt werden, sondern auch kritische Fragen zur „ideologischen Ausrichtung” gestellt werden: Some people claim that ArtScroll does not quote rabbis from certain camps in their works. For instance, I’ve heard complaints in Chabad circles that the Lubavitcher Rebbeisn’t quoted....

15 Juni 2007 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Unfähig zum Frieden?

Wir werden erst Frieden mit den Palästinenensern haben, wenn sie ihre Kinder mehr lieben als dass sie uns hassen. Golda Meir Das Zitat von Golda Meir, der Frau über die Ben Gurion angeblich sagte, sie der „einzigen Mann im Kabinett” , hat einige Dinge gesagt, die sich heute immer mehr bewahrheiten und die in diesem Blog schon mehr als einmal Thema waren. Gerade las ich in Lilas Blog über Yoram Bin Nur, einem Reporter von Channel 2, der sich um eine faire Berichterstattung aus der Westbank bemüht....

14 Juni 2007 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Neue Gemeinde in Unna

Das ist Dynamik! Während in Dortmund die Orthodoxie Einzug gehalten hat (siehe hier), formiert sich in der Stadt Unna, die bisher im Einzugsgebiet der Gemeinde Dortmund befand, eine neue jüdische Gemeinde liberaler Prägung mit immerhin fast 100 Mitgliedern. Damit ist das schon die dritte Gruppe im Ruhrgebiet (wenn man das mal großzügig auf Unna ausdehnt), nämlich EtzAmi, eine Gemeind ein Oberhausen und nun Unna. Auch in Düsseldorf gibt es übrigens nun wieder unregelmässig liberale Zusammenkünfte....

11 Juni 2007 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Avraham Burg: Keinen jüdischen Staat

Avraham Burg war Chef der Jewish Agency (deutsche Homepage) (Sochnut), Sprecher der Knesset und für zwanzig Tage sogar Präsident Israels (vom 12 Juli 2000 bis zum 1.August) Als Chef der Jewish Agency war verantwortlich für die Einwanderung nach Israel. Deshalb überrascht es, wenn Avraham Burg in einem Interview mit Ha’aretz sagt, der Staat Israel dürfe sich nicht als jüdischer Staat begreifen und das Rückkehrgesetz, welches immer wieder als Instrument gegen den innerjüdischen Pluralismus in Israel verwendet wird (siehe hier) gehöre abgeschafft:...

08 Juni 2007 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Boykott? na dann uns alle...

Der Boykott von irgendetwas aus Israel kommt langsam in Mode (siehe auch hier). In Großbritannien hat man nun ganz offiziell beschlossen, israelische Bildungseinrichtungen zu boykotieren (siehe hier und hier). Nun meldeten sich aber die Scholars for Peace in the Middle East zu Wort und erklären in einer Petition: **To:**Academics and Professionals Standing In Solidarity With Our Israeli Academic Colleagues Against All Boycott Proposals and Actions Please Join Us By Signing and Circulating The Following Solidarity Statement With Our Israeli Academic and Professional Colleagues We are academics, scholars, researchers and professionals of differing religious and political perspectives....

07 Juni 2007 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Noch mehr Häretiker...

Im Anschluß an den Häretiker des Monats-Post (hier) folgt nun dieser, weil es tatsächlich einige neue Artikel zu dem Thema Schabbtai Zewi gibt. Das Zeek-Magazine widmet einen ganzen Themenkomplex ausschließlich Schabbtaj Zewi (auf den sich auch Jakob Frank bezog), dem selbsterklärten Maschiach und wohl auch erfolgreichsten selbsternannten Maschiach. Seine Anhängerschaft war nicht gering, die Zeit in der er auftrat, war eine Zeit massiver Umbrüche für die jüdischen Gemeinden Europas. 1648, wurden in Osteuropa unter Führung von Bogdan Chmelnizki über 100 000 Juden bei Pogromen getötet....

06 Juni 2007 · 6 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Sechs Tage Krieg

„Unsere Streitkräfte sind nun voll bereit […] dem Akt der Befreiung den Anstoß zu geben und die zionistische Anwesenheit im arabischen Heimatland in die Luft zu jagen. Ich als Militär glaube, dass die Zeit gekommen ist, den Vernichtungskrieg zu führen.“ Der syrische Verteidigungsminister Hafiz al-Assad am 20. Mai 1967 Dazu sollte es nie kommen und dazu lies man es auch nie kommen: Vor 40 Jahren führte Israel einen Krieg, der das Gesicht der Region bis heute veränderte, aber auch sicherte, dass der Staat Israel heute noch existiert....

05 Juni 2007 · 7 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]