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Stiebel-Projekt

Budapest-Stiebel

Ende September erschien im Reiseteil der ZEIT ein recht freundlicher Artikel über ein Stiebel in Budapest. Wenn man dem Artikel vertrauen kann, über das letzte Stiebel der Stadt (siehe hier). Eines, das von jungen Leuten gerettet wurde und in das nun wieder Leben eingezogen ist. Wie das organisiert worden ist, habe ich auf der Website des Projektes erfahren. Nach kurzer Suche gelangt man auf budapestshul.com auf die Website des Projekts. Die Zusammenfassung: Keine Angestellten Funktionäre, eine gute Mischung der Teilnehmer (alle Generationen, Wissensstände, Geschlechter), reichlich Aktive. Zudem scheint die Größe der Synagoge für viele Gemeinden mehr als angemessen. Ein interessantes Projekt für das sich interessierte Menschen zusammengetan haben. Vielleicht ein kleiner Hinweis darauf, wie man Judentum mit Leben füllen könnte.

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Kurze Zwischenfrage zu Wallraff

Über das Magazin der ZEIT erwischte mich der Hype zuerst. Man konnte nachlesen, was es an alltäglichem Rassismus zu erleben gibt, wenn man nicht die Hautfarbe der meisten anderen hat. Nicht dass es überraschen würde, fassungslos macht es dennoch, wenn jemand diese Dinge festhält.
Zur Vorgehensweise: Günther Wallraff machte sich einen Namen durch verdeckte Recherche, so deckte er die miesen Arbeits- und Hygienverhältnisse eines Backwarenzulieferers auf, indem er sich als Arbeiter dort verdingte – undercover also. Jetzt hat er sich für einen Film über den Rassismus in Deutschland schwarz anmalen lassen und geht so als falscher Schwarzer durch das Land. Da drängt sich jedoch eine Frage auf: Traut Wallraff es einem schwarzen Journalisten nicht zu, diese Arbeit zu machen? Wäre es nicht einfacher gewesen, einen schwarzen Journalisten bei dieser Arbeit zu begleiten, als eine solche Maskerade durchzuführen? Soll man herauslesen, dass Wallraff meint, er könne das Handwerk besser, als ein Journalist, der zufällig die richtige Hautfarbe für eine solche Reportage hat?