Artikel

Tzniut früher

Das Buch Minchah Belulah von Rabbiner Avraham Rappaport (hier vollständig lesbar)) (ein Kommentar zur Torah) ist nicht nur wegen seines Inhaltes interessant, sondern auch wegen des Wappens der Familie Rappaport. Neben dem Raben (Rappaport?) und den Kohanim-Händen wird das Wappen von zwei weiblichen Wesen flankiert und die sind, von der Hüfte aufwärts – nackt! (hier im Buch zu betrachten)

Obwohl man gerne in den Pfaden der Vorfahren wandelt, bestand hier offensichtlich dringender Handlungsbedarf. So erzählt das Seforim-Blog, dass die Abbildung des Familienwappens der Rappaports in einem aktuellen Buch modifiziert wurde:

Benjamin Shlomo Hamburgers recently published magisterial three volume history, Ha-Yeshiva ha-Rama bi-Fiorda (Bnei Brak, 5770) is a rich, learned study by one who has dedicated many scholarly books to the heritage of German Jewry. The volumes are noteworthy also for their rich illustrations, but one in particular catches the eye.
A chapter dedicated to Baruch Kahana Rapaport who served for many years as rabbi of Fürth (1711-1746), reproduces, as many a study on the Rapaports, the coat of arms from Mincha Belulah (volume 1, page 390).
But the supporters here have been modestly transgendered and piously rendered with beards! von hier

Jetzt sieht es so aus:

Minchah Belulah

Ist nur die Frage, warum man überhaupt Abbildungen aus Büchern übernimmt, die man heute als anstößig betrachtet und früher offensichtlich kein Problem waren…