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Der Esel in Torah und Talmud

Bil'am und der Esel

Es ist bemerkenswert, dass man einen erstgeborenen Esel bei einem Kohen »auszulösen« muss. Anscheinend ist er ja etwas besonderes. Schauen wir, welche besondere Rolle er in der Torah und Talmud spielt:

Der Artikel für die Jüdische Allgemeine ist hier im Volltext verfügbar.

(Oben auf dem Bild – Bil’am, der Esel und ihre Begegnung mit dem Engel – Bild entstanden zwischen 1594 und 1635)

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Der Fuchs im Talmud

Drei Fuchsköpfe, von Bernard Willem Wierink

Durch die Fabeln des antiken griechischen Dichters Aesop haben viele Tiere die Eigenschaften erhalten, die wir ihnen heute zuschreiben: Der Hase ist vorsichtig, aber auch vorlaut, der Löwe mächtig und königlich, und der Fuchs ist schlau, aber durchtrieben. Fabeln mit Füchsen gibt es auch im Talmud, nicht mehr so viele, wie den Weisen des Talmud bekannt waren, aber immerhin noch ein paar. Mehr über den Fuchs im Talmud findet man hier:

Der Artikel für die Jüdische Allgemeine ist hier im Volltext verfügbar.

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Talmud Übersetzung online

Ein kleiner Meilenstein ist erreicht worden! Die Übersetzung des Talmud von Lazarus Goldschmidt ist nun online verfügbar. Sie begann am 1. Januar mit Pessachim und Megilla – die übrigen Traktate liegen bereits als »Texte« vor, müssen aber noch fit für die Publikation gemacht werden. Alles über das Projekt findet man auf einer kleinen Übersichtsseite auf talmud.de:
Übersetzung des Talmud ist online

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Sechs Jahreszeiten

Sechs Jahreszeiten? Wenn man sich bewusst macht, dass die vier Jahreszeiten eine menschliche Einteilung dessen sind, was in der Natur beobachtet wurde, wundert es nicht, dass es tatsächlich noch andere Systeme der Einteilung gibt. Um es kurz zu machen: Der Talmud kennt (zumindest in einer Diskussion) sechs Jahreszeiten. Abgeleitet werden diese aus der Geschichte von Noach. Nach der Geschichte der großen Flut beschloss nämlich G-tt, dass »Fortan, alle Tage der Erde, sollen Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter und Tag und Nacht nicht gestört sein« (1. Buch Mosche 8,22). Diese Diskussion habe ich etwas genauer beleuchtet. Den gesamten Text findet man hier:

Jüdische Allgemeine – Die sechs Jahreszeiten: Saat, Winter, Frost, Ernte, Sommer und Hitze

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Geboren werden – oder lieber nicht?

Man kann buchstäblich erwarten, dass jede und jeder mit Wurzeln in einem der Länder der ehemaligen Sowjetunion den Film »Ironie des Schicksals – Ирония судьбы« kennt. Dieser Film läuft in jedem Jahr am 31. Dezember im Fernsehen. Der dreistündige Film ist voller Balladen und eine davon klingt recht zynisch: »Wenn du kein Haus hast, dann kann es nicht abbrennen. Wenn du keinen Hund hast, kann der Nachbar ihn nicht vergiften.« Es folgen weitere Abwägungen. Das Lied endet mit »Wenn du niemals lebst, dann kannst du nicht sterben.« Auch dieses Lied dürften nahezu »alle« kennen.
Hillel und Schammaj haben im Talmud diskutiert, was besser ist: Nicht geboren zu werden, oder eben doch geboren zu werden. Den gesamten Text (von mir) dazu findet man auf den Seiten der Jüdischen Allgemeinen.

Talmudisches – Geboren werden – oder lieber nicht?

Artikel

Jeden Tag eine Seite Talmud

Blick auf ein Blatt Talmud

Sind schon mehr als sieben Jahre herum?
So lange dauert es, den vollständigen Talmud zu lesen – wenn man jeden Tag zwei Seiten, also ein Blatt liest. Die Ordnung stammt von Rabbiner Meir Schapiro (1887–1933) – ist also nicht sehr alt. Rabbiner Schapiro bemerkte in den 1920er Jahren, dass einige Traktate des Talmud häufiger studiert als andere. Zudem lasen Juden den Talmud an vielen Orten der Welt unabhängig voneinander irgendwie chaotisch. Wer auf Reisen war oder den Wohnort wechselte, war zudem häufig mit der Tatsache konfrontiert, dass die örtliche Jeschiwa sich mit einem vollkommen anderen Stoff beschäftigte als das heimische Lehrhaus. Der in Litauen geborene und damals schon in New York lebende Rabbiner Schapiro präsentierte deshalb 1923 in Wien ein Programm mit dem Ziel, weltweit gemeinsam – und zwar unabhängig vom Ort – den gesamten Talmud zu studieren. Das war die Geburt von »Daf Jomi«, der »täglichen Seite«. Man beginnt zu einem festgelegten Datum, mit dem ersten, beidseitig bedruckten Blatt des ersten Traktats Berachot und lernt täglich ein weiteres Blatt.
Bei den 2.711 Blättern des Talmud ergibt dies eine Gesamtdauer von sieben Jahren und etwas mehr als vier Monaten. In dieser Zeit hat man den gesamten Talmud durchgearbeitet. Der Vorteil dieser Methode ist, dass alle, die den Plan kennen, überall auf der Welt das gleiche Blatt lesen – vorausgesetzt, sie haben einen Kalender, der das berücksichtigt. Der neue Zyklus beginnt jetzt bald. Am 5. Januar 2020.

Heute kann man sich recht unkompliziert verbinden. Über facebook, WhatsApp, Twitter könnte man sich überall über das Blatt austauschen, oder sich zu Gruppen zusammenfinden. Die Idee von Rabbiner Schapiro ist heute, so wage ich mal zu behaupten, populärer als jemals zuvor und hat sich auch außerhalb seines charedischen Spektrums durchgesetzt.
Damit auch Juden davon profitieren können, die keine Jeschiwa besucht haben und ohne Hilfe im »Meer des Talmud« schwimmen müssen, gibt es mehrere Angebote, die für jeden Kenntnisstand geeignet sind. Eine bloße Übersetzung wird leider nicht ausreichen.
Zahlreiche Konzepte und Schlüsselbegriffe wollen eindeutig erklärt und erläutert werden. Die knappe Ausdrucksweise des Textes wäre mit einer reinen Übersetzung nicht zu durchschauen. Fraglich auch, ob man überhaupt einer Diskussion folgen kann.

Wo soll man lesen? Online!

Print regiert hier noch immer. Der Artscroll-Verlag bietet die 2.711 Seiten in 73 Bänden und mehreren Formaten an. In der englisch-aramäischen »Schottenstein-Edition« entsprechen die acht Seiten der Übersetzung etwa einem Blatt, zahllose Fußnoten vertiefen einzelne Themen, liefern Quellennachweise und Verweise auf die klassischen Kommentare. Im Zentrum steht aber der vokalisierte Originaltext, der Satz für Satz übersetzt und erklärt wird. Das klassische Blatt der Ausgabe von Vilna ist den meisten Ausgaben jeweils der Übersetzung gegenübergestellt. Das kann sich nicht jeder leisten und kaum eine Gemeinde hat das Werk bisher angeschafft (im deutschsprachigen Raum).

Koren aus Jerusalem hat seine englisch-aramäische Ausgabe des Steinsaltz-Talmud in 41 Bänden mit Ende des letzten Zyklus abgeschlossen und liegt nun vollständig vor. Diese basiert wiederum auf einer hebräisch-aramäischen Ausgabe mit einer hebräischen Übersetzung des Textes von Rabbiner Adin Steinsaltz. Sie ist als Studienhilfe bereits weit verbreitet und wartet mit einem intelligenten Kommentar und Erklärungen auf – sei es zu Personen des Talmud, behandelten Themen oder des Umfelds, in dem der Text entstand. Diese Ausgabe enthält auch Bilder und Illustrationen von Tieren, Pflanzen oder Gegenständen, von denen im Text die Rede ist. Die englische Übersetzung steht jeweils neben einem hebräischen oder aramäischen Absatz, ist jedoch viel länger, weil sie mit erklärenden Einschüben versehen ist. Am Blattrand und am Seitenende sind die Kommentare und Bilder untergebracht. Es gibt große und farbige Ausgaben und etwas günstigere in schwarz-weißem Druck. ABER! Diese Ausgabe gibt es auch teilweise online: Bei sefaria.org gibt es die englische Übersetzung von Steinsaltz mit dem erklärenden Text. Hier klicken.

Und auf Deutsch? Kommt!

Irgendwie wird es hoffentlich funktionieren, dass talmud.de seinem Namen gerecht wird und in den laufenden Zyklus mit einer großen deutschsprachigen Online-Ausgabe einsteigt. Es ist einiges in der Vorbereitung.

Rabbiner Adin Steinsaltz schrieb einmal, der Talmud wurde niemals beendet. Hoffen wir, dass die Diskussion weitergeht und verschiedenste Menschen, verschiedene Ansätze finden, sich mit dem Talmud zu beschäftigen. In den letzten Jahren habe ich Menschen getroffen, die sich aus religiöser Überzeugung (natürlich) mit dem Talmud beschäftigt haben, aber auch Agnostiker, Atheisten oder ohne eine klare Haltung mit diesem vielschichtigen Text auseinandergesetzt haben. Gesprächsstoff gibt es genug.

Artikel

Die Legende von Rabbi Akiwa

Pünktlich zu Lag BaOmer ist es verfügbar!
Ein e-Book mit dem Titel »Die Legende von Rabbi Akiwa«. In diesem Büchlein (darf man ein e-Book »Büchlein« nennen?) erzählt Emil Bernhard Cohn (er war Rabbiner in Bonn, Essen, New York und später Dozent für Hebräische Literatur an der Stanford University in Palo Alto), das Leben von Rabbi Akiwa spannend nach. Von seiner »Erleuchtung«, bis zu seinem grausamen Tod durch die Römer. Cohn hangelt sich dazu an den Stellen aus Midrasch und Talmud entlang, die etwas über ihn verraten. In einem kleinen Anmerkungsteil habe ich diese Stellen identifiziert und angemerkt. So könnte der geneigte Leser im Talmud diese Stellen finden. Zusätzlich gibt es die Schilderung seines Martyriums als übersetzten Text aus dem Talmud. Da es das Buch bisher nicht (mehr) zu kaufen gab, habe ich nun diese »erweiterte« und Fassung veröffentlicht. Die Orthografie wurde stellenweise etwas aktualisiert. Ich denke derzeit nicht, dass es für eine gedruckte Version ausreichend Nachfrage gäbe.

Moment! Das e-book kostet ja Geld?! Ja. Manchmal gibt es kommerzielle Projekte. Die ermöglichen dann den Betrieb von talmud.de und dieses Blogs. Das finde ich etwas smarter, als schnöde Werbung zu schalten. Direkt nach Geld werde ich sicher nicht fragen.
Sicher wird es den Text auch auf talmud.de geben. Aber in der Aufbereitung und Bearbeitung steckte auch ein wenig Zeit.

In Kürze sollte es das Buch in allen deutschsprachigen Shops für e-Books geben.
Ihr findet es etwa hier:

Danke für Eure Aufmerksamkeit für diesen kleinen Werbeblock.

Artikel

Aus dem Talmud – Hexen, Alkohol und Paare

Der Talmud warnt davor, Dinge »in Paaren« zu tun und erzählt zudem eine bemerkenswerte Geschichte: Eine Frau verhext einen Stalker bzw. ihren Ex-Mann. Wie man sich vor derartigen Dingen schützt, schildert der Talmud jedoch auch.

Für die Jüdische Allgemeine habe ich die Geschichte aufgeschrieben.
Den gesamten Text gibt es bei der Jüdischen Allgemeinen… hier unter dem Titel »Von Wein und Hexen«.