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Eine große Frau

Ganz vergessen, auf den Text hinzuweisen. Es geht um große Frauen:

Mein Freund Schmulik fühlte sich verfolgt. Er rief mich an was sehr ungewöhnlich ist. Denn meistens schreibt er irgendwelche Belanglosigkeiten per Mail oder SMS. Ob ich es auch schon bemerkt hätte, fragte er mich. Ob man schon darüber spricht? Immerhin hätte er Familie. Er in seiner Position könne sich keine Fehltritte leisten. Wenn das jetzt herauskommt? Was solle er nur tun? Ich hatte keinen blassen Schimmer, worüber er redete.

Den gesamten Text aus der Reihe Neulich beim Kiddusch, kann man auf den Seiten der Jüdischen Allgemeinen lesen hier

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Telefon und Synagoge

Everyone seems to have a mobile phone - Jerusalem, Israel
Telefone und Synagogen – das ist doch keine ungewöhnliche, wenngleich dauernd nervende Kombination:

Es ist still geworden in der Synagoge, Zeit für das leise Schmone Essre. Es ist die Art von Stille, die Selbstdarsteller gerne nutzen, um mit besonderer Inbrunst ein paar laute Zeilen aus dem Siddur in den Raum zu rufen. Genau in diesem Moment klingelt ein Handy. Besonders großartig ist es, wenn die angerufene Person das Gespräch annimmt. Spinnst du? Ich bin in der Synagoge!, oder Ich kann nicht laut sprechen, die anderen hören zu. Oder mein Favorit: Keine Ahnung, wie lange das hier noch dauert. Manche halten sich das Gerät auch nur ans Ohr und verlassen die Synagoge, um draußen zu telefonieren.

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Angst? Ich?

Fear of G-d

Von der Urgroßmutter meiner Frau erzählt man sich, sie sei regelmäßig in die Synagoge gegangen. Ja, es waren andere Zeiten damals. Man ist bei jeder Gelegenheit in der Synagoge gewesen. Aus Angst. Man hatte Angst, es sich mit Gtt zu verscherzen, oder manchmal mit den Nachbarn. Die waren erstaunt, wenn man nicht ging und fragten nach.

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Vom Kommen und Fernbleiben der Gäste

Guest table

Als ich kürzlich mit meinem Sohn zusammensaß, überkam mich das Ich-umarme-die-Welt-und-dich-gleich-mit-Gefühl. So etwas hat immer Folgen. Obwohl meine Frau genaue Instruktionen dazu hat, wie sie sich zu verhalten hat, wenn das ozeanische Gefühl einsetzt, ließ sie mich gewähren. Ich kam nämlich auf die Idee, mal wieder Anna und Jonathan einzuladen. Gleich am nächsten Freitagabend. Kiddusch in kleiner Runde. Das wird bestimmt gemütlich, und wir haben die beiden seit mindestens einem Jahr nicht mehr gesehen.

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Die Angst betet mit

Jewish prayer in Georgia

Als ich Uri kennenlernte, hätte er als Double für den jungen Franz Kafka arbeiten können. Ein wenig zu dünn, besser gesagt, viel zu dünn, große Ohren, runde Brille. Sein Passfoto hätte man in einem Lexikon unter dem Stichwort Junger Intellektueller abbilden können. Früher interessierten wir uns beide außerordentlich für die verschiedenen Bräuche des Gebets und alles, was damit zusammenhängt. Themen, die uns in der Beliebtheit beim anderen Geschlecht nicht auf Rang eins katapultierten.

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Hawdalah mit Zimt

Havdalah at home

Seitdem es bei Schlag den Raab ein Spiel namens Riechen gab, möchte mein Sohn, dass wir in der Besamimbüchse regelmäßig die Kräuter austauschen. Bei dem Spiel mussten die Spieler mit verbundenen Augen raten, was sie gerade rochen. Da war alles Mögliche dabei: Bier, Zwiebeln, Curry, Paprika und viele andere Sachen.

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Gewissenlose Antisemiten

virus

Als kürzlich der Baal Korej, also derjenige, der sich um die Toralesung kümmert, recht beiläufig erwähnte, er fühle sich nicht wohl, habe ich mir nichts Besonderes dabei gedacht. Eine Woche später wusste ich, dass es auch einmal ganz gut ist, keinen Aufruf zur Tora zu bekommen.

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Wie jemand fromm wurde

Daniel hat mich eigentlich immer nur ausgelacht. Er ist ein wenig älter als ich, hat früher ab und zu seinen Onkel zu jüdischen Veranstaltungen gefahren, aber sonst hatte er mit dieser ganzen religiösen Sache, wie er es nannte, nicht viel am Hut. Im Theater konnte man ihn treffen, oder im Kino, oder im Caf. Dort mit stetig wechselnder Damenbegleitung.

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Gummibärchen zum Kiddusch

U7 für mich das Kürzel des Schreckens! Bisher habe ich das für eine schlimme Eltern-Kind-Erfahrung gehalten. Eine ärztliche Vorsorgeuntersuchung für Zweijährige. Oft kommen schlimme Dinge unter der Vorspiegelung guter Absichten daher, und Vorsorgeuntersuchungen sollen ja eigentlich eine gute Sache sein. Ich weiß aber, dass sie im Wesentlichen dazu dienen, die Eltern schön auf den Boden der Tatsachen zu holen.

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Jüdisch und unterwegs

Kennen Sie diese Ferienbungalowparks? Die sind perfekt, wenn man für ein paar Tage oder eine Woche eine kleine Auszeit nehmen möchte. Dicht gedrängt stehen die Häuschen aneinander, eigentlich wie zu Hause, nur dass es da kein Spaßbad und keinen Tennisplatz gibt. Wir nutzen diese Möglichkeit, so oft es geht. Man packt die Sachen zusammen und fährt los, zum Beispiel in die Niederlande.
Den gesamten Artikel gibt es auf den Seiten der Jüdischen Allgemeinen

Übrigens findet man dort auch meinen vorletzten Artikel aus der Reihe Neulich beim Kiddusch, auf den ich hier noch nicht hingewiesen habe. In diesem geht es um das Spannungsfeld Politik und Synagoge… hier.