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Geboren werden – oder lieber nicht?

Man kann buchstäblich erwarten, dass jede und jeder mit Wurzeln in einem der Länder der ehemaligen Sowjetunion den Film »Ironie des Schicksals – Ирония судьбы« kennt. Dieser Film läuft in jedem Jahr am 31. Dezember im Fernsehen. Der dreistündige Film ist voller Balladen und eine davon klingt recht zynisch: »Wenn du kein Haus hast, dann kann es nicht abbrennen. Wenn du keinen Hund hast, kann der Nachbar ihn nicht vergiften.« Es folgen weitere Abwägungen. Das Lied endet mit »Wenn du niemals lebst, dann kannst du nicht sterben.« Auch dieses Lied dürften nahezu »alle« kennen.
Hillel und Schammaj haben im Talmud diskutiert, was besser ist: Nicht geboren zu werden, oder eben doch geboren zu werden. Den gesamten Text (von mir) dazu findet man auf den Seiten der Jüdischen Allgemeinen.

Talmudisches – Geboren werden – oder lieber nicht?

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Die Jakobsbücher

Jakob Frank ernannte sich selber zum Messias und führt keine kleine Bewegung an und weil Grenzüberschreiter wie er immer interessante Lebensgeschichten haben, ist es seltsam, dass es nicht viel früher schon einen großen Roman über sein Leben gegeben hat.
Als bekanntgegeben wurde, dass Olga Tokarczuk den Nobelpreis für Literatur erhalten würde, hatte ich bereits mit der Lektüre begonnen. Das beeinflusste die Rezension also nicht. Die Rezension kann auf den Seiten der Jüdischen Allgemeinen nachgelesen werden:

Jüdische Allgemeine Jakob Frank, der falsche Messias

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Aus dem Talmud – Hexen, Alkohol und Paare

Der Talmud warnt davor, Dinge »in Paaren« zu tun und erzählt zudem eine bemerkenswerte Geschichte: Eine Frau verhext einen Stalker bzw. ihren Ex-Mann. Wie man sich vor derartigen Dingen schützt, schildert der Talmud jedoch auch.

Für die Jüdische Allgemeine habe ich die Geschichte aufgeschrieben.
Den gesamten Text gibt es bei der Jüdischen Allgemeinen… hier unter dem Titel »Von Wein und Hexen«.

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Über Opfer

Die »Opfer« im »Zelt der Begegnung« und im Tempel zu verstehen, fällt nicht leicht. Es gibt verschiedenste Ansätze sich damit zu beschäftigen.
Erklärt man es historisch?
Erklärt man es im Gegensatz zu Menschenopfern, die es im Altertum gegeben hat?
Oder betont man statt dessen, dass wir heute die Gebete an ihrer Stelle haben?
Oder macht man es sich sehr einfach und sagt: Das kann man nicht erklären?

Man nähert sich dem Thema möglicherweise am einfachsten, wenn man nicht den gesamten Komplex betrachtet, sondern sich kleine Aspekte herauslöst, vor allem jene, die man vielleicht schnell überliest: zum Beispiel, dass man alle Opfer mit Salz bestreuen muss (2,13). Da ist etwa vom »Bund des Salzes« die Rede, der uns durch die Salzung der Challot am Freitagabend noch immer präsent ist. Oder man versucht (so wie ich), die Opfer und ihre Symbole verstehen zu wollen.

Den gesamten Text gibt es bei der Jüdischen Allgemeinen… hier unter dem Titel »Als Mazzot soll es gegessen werden«

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Erst heiraten und dann Tora lernen – oder umgekehrt?

Die Weisen des Talmuds waren Männer. Doch wir erfahren auch etwas über ihre Frauen – oder aber auch, warum man keine haben sollte, bevor man mit dem Studium fertig ist – je nach Sichtweise. Für die Jüdische Allgemeine habe ich die Sichtweisen kurz erläutert:

Talmudisches – Erst heiraten und dann Tora lernen – oder umgekehrt?

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Talmudisches: Von Räubern und Dieben

Jeder kennt das Wort »Ganove«. Es kommt vom hebräischen »Ganav« und ist über das Jiddische ins Deutsche gelangt. Der Ganove ist ein Dieb oder jemand, dem man nicht trauen kann.

Auch im Talmud, etwa im Traktat Bawa Kamma (79ab), begegnen wir dem »Ganav«. Wie so oft im Talmud wird auch dieser Begriff ganz genau definiert, und wir sehen, dass es, verglichen mit dem heutigen Sprachgebrauch, mitunter Abweichungen gibt. Das zeigt wieder einmal, dass die Verwendung unkommentierter Übersetzungen eine heikle Sache ist.

Den gesamten Text findet man auf den Seiten der Jüdischen Allgemeinen, hier.