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Gut – böse – gut – böse – gutbösegutbösegut…

Hebron. Israelische Soldaten patrouillieren in der Stadt. In einem der Häuser läuft der »Gangnam Style«. Sie gehen in das Haus. Drinnen läuft eine Hochzeit. Eine palästinensische Hochzeit.
Aber die Leute sind fröhlich und tanzen. Es besteht offensichtlich kein akkutes Interesse an Feindseligkeiten.
Die Soldaten scheinen das zu spüren und tanzen mit.
Natürlich wird das aufgezeichet. Diese Grenzüberschreitung ist einfach zu cool, um sie nicht zu dokumentieren.

Klingt nett. Ist es irgendwie auch. Allerdings haben die beiden Soldaten ihre Posten verlassen. Nicht so sehr smart. Und nicht nur dafür gab es massiven Ärger. Sie wurden suspendiert.
In einem Bericht des israelischen Fernsehens hieß es, dass zumindest die Gäste mit der Hamas in Verbindung stünden.
Dann die Bedenken: Man bedenke, wenn die Soldaten dies im Gaza-Streifen gemacht hätten – falls dort überhaupt jemand den »Gangnam Style« spielen darf. Dort hätte man vermutlich nach fünf Minuten die Körper der beiden Soldaten durch die Straßen gezogen. Eine Geschichte aus dem extremen Graubereich zwischen gut und böse.

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Tanz in Hebron

Dieses Video ist mittlerweile viral und damit eint es ausnahmsweise Gegner und Freunde des Staates Israel. Die einen mokieren sich über die militärische Präsenz Israels in Hebron, andere freuen sich darüber, dass israelische Soldaten auch mal ein gutes Bild auf einem YouTube Video abgeben. Alle? Natürlich nicht – gegen die Soldaten wurde ein Verfahren eingeleitet, berichtet HaAretz.

Aber tanzende Soldaten? Das kennen wir doch?! Weiterlesen