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Schanah Tovah!

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Schanah Tovah allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs!

und weil auch in diesem Jahr der Beginn von Rosch haSchanah mit Beginn des Ramadan zusammenfällt, wünsche ich auch noch Ramadan Mubarak! Ich denke, es wird auch im kommenden Jahr, im Jahr der Schmittah, genügend Begebenheiten und Themen geben wird, über die hier geschrieben werden wird.
Die Paraschah Haasinu in der Torah
Direkt an die zwei Tage von Rosch haSchanah fügt sich der Schabbat Schuwah mit der Paraschah Ha’asinu an.
Eine Paraschah über die übrigens auch Franz Kafka schrieb. In seinen Tagebüchern heißt es für den 19 Oktober 1921 (die Woche nach Ha’asinu):

Das Wesen des Wüstenwegs. Ein Mensch, der als Volksführer seines Organismus diesen Weg macht, mit einem Rest (mehr ist nicht denkbar) des Bewußtseins dessen, was geschieht. Die Witterung für Kanaan hat er sein Leben lang; daß er das Land erst vor seinem Tode sehen sollte ist unglaubwürdig. Diese letzte Aussicht kann nur den Sinn haben, darzustellen, ein wie unvollkommener Augenblick das menschliche Leben ist, unvollkommen, weil diese Art des Lebens endlos dauern könnte und doch wieder nichts anderes sich ergeben würde als ein Augenblick. Nicht weil sein Leben zu kurz war kommt Moses nicht nach Kanaan, sondern weil es ein menschliches Leben war. Dieses Ende der 5 Bücher Moses hat eine Ähnlichkeit mit der Schlußszene der Education sentimentale.

Besprechung zu Haasinu Wer mehr über den großen Mann Mosche erfahren möchte, kann während der Feiertage, in müssiger Stunde gerne zur Jüdischen Allgemeinen greifen lesen, woher Mosche die Kraft hatte, angesichts seines Todes ein Lied zu dichten.
Wie Regen träufle meine Lehre, es riesele gleich dem Tau mein Spruch, wie Regenschauer auf das Grüne, wie Wolkengüsse auf das Gras. Ein Fels ist er, sein Tun vollkommen ist der poetische Beginn des 43 Verse langen Liedes von Mosche, das einen großen Teil der Paraschah ausmacht. Die Torah wechselt hier von der dritten in die erste Person. Zuvor wurde berichtet, erzählt und instruiert. Nun spricht Moses direkt zu den Kindern Israels, sowohl damals zu seinen direkten Zuhörern, aber auch durch die Torah direkt zu uns, den heutigen Lesern und Zuhörern in der Synagoge und am Schabbat Schuwah mag das noch eine viel gewichtigere Bedeutung haben! Feedback willkommen!
Mögen wir alle eingeschrieben werden in das Buch des Lebens!