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Die fliegenden Stühle

Es ist schon reichlich absurd von einem Mann zu lesen, der auf dem Platz vor der Westmauer mit Stühlen um sich wirft (hier beispielsweise) und sich bewusst dafür entscheidet, eventuell jemanden zu verletzen – aber es noch im Bild zu sehen, ist etwas vollkommen anderes:

Woher wissen die Männer eigentlich so genau, was auf der anderen Seite passiert?

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Das Internet ist verboten – vielleicht

Das Internet ist nun schon mehrmals ausdrücklich, zumindest für Charidim, verboten worden. Mit Ausnahmen. Wer es beruflich benötigt, darf einige Seiten nutzen. Eines der Probleme scheint zu sein, dass dies nur wenige tatsächlich interessiert. Die meisten Nutzer scheinen sich nichts daraus zu machen. Die Nutzerzahlen der charejdischen Seiten sind recht hoch und Diskussionen finden auf den Seiten ebenfalls statt. Erst werden charejdische Seiten verboten – plopp – erscheinen welche mit rabbinischer Erlaubnis.
Für die Jüdische Allgemeine habe ich das Phänomen beobachtet. Den Artikel gibt es hier. Für viele dürfte erfreulich sein, dass der Artikel keine pdf Datei mehr ist, sondern nun vollständig als normale html Seite zur Verfügung steht. Die Jüdische Allgemeine hat heute ihren Internetauftritt neu gestartet. Erfreulich ist auch, dass alle anderen Texte aus der Vergangenheit ebenfalls online sind (hier meine).

Das Internet sei ein Ort voller Schmutz. Aber auch hier gebe es nur Haschem und keinen Gtt außer ihm. Mit diesen sehr eindrücklichen Worten beschrieben die Verantwortlichen bei Etrog ihre Sicht des weltweiten Netzes. Nach einer rabbinischen Entscheidung verließ die charedische Seite Im Dezember vergangenen Jahres das Netz, kehrte im Februar allerdings wieder zurück, unter dem neuen Namen tog, aber mit der gleichen Botschaft: Die Mission geht weiter. Die Macher verstehen die Seite (www.tog.co.il) als eine Art Lichtstrahl inmitten der vielen schlechten und gottlosen Angebote dieser virtuellen Welt. Sie verbreitet weiterhin reine, gefilterte und aufbereitete Nachrichten für charedische Juden, und steht entsprechend unter strenger rabbinischer Aufsicht. Den gesamten Artikel gibt es hier

Leitartikel ist ein Text von David Harnasch darüber, wie das Internet die jüdische Welt verändert. Aber irgendwie ist ihm HaOlam.de da mit reingerutscht…

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Deutsche Version des Gitty Grunwald Artikels

Schon 2008 hatte das New York Magazine eine (umfangreiche) Geschichte über Gitty Grunwald gebracht. Wer das ist? Gitty Grunwald lebte mit ihrer Familie in Kirjas Joel, einer Stadt in den USA in der fast ausschließlich Satmarer Chassidim leben und kehrte diesen den Rücken. Allerdings behielt man ihre Tochter zunächst dort. Nun bringt der Spiegel die Geschichte von Mayan, die ebenfalls der Ultraorthodoxie den Rücken gekehrt hat (dieses Mal in Israel). Der Artikel erzählt aber auch ganz beiläufig eine andere Geschichte, nämlich dass die Ultraorthodoxie auf dem Vormarsch ist. Nicht, weil sich ihr so viele anschließen würden, sondern weil sie viele Kinder bekommen:

Die Ultraorthodoxen sind die am schnellsten wachsende soziale Gruppe innerhalb Israels: 2025 werden 22 Prozent der Schulkinder aus einer der strenggläubigen Gruppierungen kommen, so Schätzungen der Regierung. von hier

Aussteigergeschichte sind immer etwas besonderes, weil sie dem Leser einen wohligen Schauer über den Rücken laufen lassen. Wie aufgeklärt sind wir und wie aufgeklärt wir. Die ganze Wahrheit wird das letztendlich nicht sein.