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Rezension: Antisemitismus in der Sprache

Ronen Steinkes Buch kommt offenbar genau zur richtigen Zeit. Es beginnt (ja, jetzt erst) eine gewisse Sensibilisierung für den Sprachgebrauch. Das hat natürlich auch mit Debatten zu tun, die in erster Linie nichts mit dem Judentum zu tun haben. Man hat begonnen sich zu fragen, welche Begriffe man »noch verwenden darf«, jedenfalls dann, wenn die Autorin oder Autor gruppenbezogene Beleidigungen gerne vermeiden möchte.
»Draußen« herrscht dementsprechend eine regelrechte Orientierungs- oder Hilflosigkeit, wenn es um jüdische Themen geht. Darf man »Jude« schreiben? Sind es israelische, israelitische oder jüdische Kultusgemeinden? Was sagt wer zu wem? Warum ist es seltsam, wenn man jemanden ein frohes »Passahfest« wünscht?

Mit seinem Essay reicht Ronen Steinke all denen die Hand, die hilflos durch die Gegend irren. Dementsprechend begeistert reagierte die Öffentlichkeit, auch die jüdische, auf den Text. Ein Essay ist es, weil der Text nicht wirklich umfangreich ist. Der Text ist recht übersichtlich. 

Eine gute Systematisierung

Ronen Steinke ist es gelungen, den gesamten Themenkomplex »Antisemitismus in der Sprache« in überschaubare Bausteine zu unterteilen. Wortkombinationen etwa. Das Wort Jude sollte eigentlich neutral oder normal verwendbar sein, aber in der Kombination mit Mädchen, also Judenmädchen, dann haben wir schnell etwas mit einer negativen Konnotation.

Es gibt auch den Komplex »Eindeutschungen« in dem es um Wörter wie »Sabbat« oder »Passah« geht. Hier offenbart sich aber eine Schwäche von Steinkes Argumentation: Sie beleuchtet den heutigen Gebrauch und öffnet einige historische Rückblicke, aber das alles begegnet uns auf einer emotionalen Ebene und nicht immer auf einer Sachebene – die zudem auch (nicht ausschließlich) benötigt wird. Es geht also eher darum, wie einige (von vielen) etwas wahrnehmen (mit ausführlichem Namedropping, von ihm geschätzter, jüdischer Autorinnen und Autoren), als weniger darum, woher welcher Begriff stammt und wie wir damit vielleicht in Zukunft umgehen könnten. Damit kein Missverständnis entsteht: Beides zusammen macht die Geschichte rund.

Im Kapitel »Sabbat« erfahren wir zwar, dass deutsche Ortsnamen für Städte außerhalb des deutschen Sprachgebiets mitunter verwendet wurden, um einen politischen Herrschaftsanspruch zu markieren – aber das war natürlich nicht ausschließlich der Fall. Mitunter hat es einfach mit Sprachgeschichte zu tun. Da kann es sein, dass der Name der Stadt es vom Lateinischen in die jeweilige Landessprache anders geschafft hat, als im Nachbarland. Anders natürlich bei Königsberg. Natürlich hieß die Stadt früher so, aber heute heißt sie Kaliningrad. Nur wenige nennen Chemnitz heute noch Karl-Marx-Stadt. Natürlich soll darüber etwas ausgedrückt werden. Da wäre es interessant gewesen zu erfahren, warum der Schabbat in Deutschland uns häufig als Sabbat begegnet. War es vielleicht Luther, der die lateinischen oder griechischen Begriffe für seine Übersetzungen verwendet hat? Tatsächlich stammt die Übertragung aus der Septuaginta. Die hat sabbaton. Jedenfalls liegt der Ursprung in einer christlichen Übertragung der Wörter in einer zurückliegenden Zeit. Luther war übrigens, anders als man uns das heute gerne glauben lassen würde, kein besonders guter Kenner der hebräischen Sprache. Und warum ist es in Deutschland problematischer Sabbat zu verwenden, als im Englischen »Sabbath«? So steht es auf den Bänden des charedischen Artscroll-Verlages.
Hier wäre eine Differenzierung hilfreich gewesen. Es gibt vielleicht doch einen Unterschied in der Kommunikation über das Judentum zwischen Deutschland, oder dem deutschen Sprachraum und der englischsprachigen Welt? Dort gibt es natürlich die Kommunikation untereinander und die Kommunikation mit der Welt außerhalb der jüdischen Welt.

Ähnlich verhält es sich mit dem Kapitel über Identitäten. Herkunft oder »Glaube«? Glaube in Anführungszeichen, weil der Begriff der Religion auf das Judentum nicht so einfach anwendbar ist, oder gar nicht anwendbar ist, denn der Begriff selber ist ein christlicher und spiegelt dementsprechend auch christliches Selbstverständnis wider. Ein Bewusstsein dafür zu entwickeln ist essentiell, wenn man sich für das Miteinander interessiert.

Das »Pflichtprogramm« des Buches ist für jede Person wichtig, die sich sprachliche Strukturen vor Augen führen möchte. Natürlich ist der Begriff »Altes Testament« nicht richtig, wenn man mit Jüdinnen und Juden ins Gespräch einsteigt. Auch das Thema »Auge um Auge« wird kurz gestreift. Aber der Themenkomplex »alttestamentarisch«, der immer und immer wieder auch in großen Medien bemüht wird, wird leider ausgespart. Die altbekannten Formen der Metonymie werden nur kurz angerissen, wären aber für schreibende Leserinnen und Leser eine wichtige Handreichung gewesen. Also: »Ostküsten-Kapitalisten«, oder »Hochfinanz«. Das könnte auch weniger sensiblen Leserinnen und Lesern dabei helfen, aktuelle Memes zu entschlüsseln.

Fazit

Ein wichtiges Buch zur richtigen Zeit! Und vielleicht die Grundlage für eine etwas ausführlichere Handreichung mit konkreten Handlungsempfehlungen für eine Sprache, die nicht ausgrenzt. Die Bestandsaufnahme haben wir jetzt vorliegen.

Ronen Steinke
Antisemitismus in der Sprache. Warum es auf die Wortwahl ankommt.
Duden Verlag 2020
55 Seiten
Preis: 8 Euro in DE, 8,30 Euro in AT

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Reaktionen auf Antisemitismus-Bingo

Der Anschlag von Halle jährte sich fast gerade und nun kam in Hamburg ein weiterer Übergriff auf einen Synagogenbesucher hinzu. Die Herausforderung für die Politik war dementsprechend groß: Wie würde man adäquat darauf reagieren? Die Herausforderung lautete: Darauf reagieren ohne die Phrasen »ein Angriff auf uns alle«, »wehret den Anfängen«, »… darf nicht toleriert werden« zu verwenden. Dieses Mal war eigentlich etwas konkretes gefordert. Leider war es dieses Mal wieder Phrasenzeit. Phrasen, die eigentlich hinlänglich bekannt sein sollten – sollte man meinen. Also Jüdinnen und Juden kennen sie. Deshalb wird es Zeit für eine vereinfachte Version von Bingo (Spielplan kann man sich unten herunterladen).

Jüdinnen und Juden können dieses Bingo spielen, indem sie die auftauchenden Phrasen markieren. Natürlich sind sie im Vorteil, sie haben das alles schon sehr oft gehört. Die Regeln sind gelockert. Wer vier Kästchen markiert, hat verloren und kann sicher sein: Hier wird konkret überhaupt nichts passieren. »Ein Angriff auf uns alle…« hat den Status »Ultraabgegriffen« und zählt doppelt.

Politikerinnen und Politiker können dieses Bingo spielen, indem sie schauen, welche Phrase in ihrer Rede auftaucht. Hat man einen Treffer, dann wird dringend empfohlen, entweder ehrlich zu sagen: »Ich weiß jetzt auch nicht weiter« oder lieber etwas konkretes zu tun. Wenn das nicht geht: Warten, bis einem etwas einfällt.

Zu Hamburg noch ein Satz

Für Hamburg wurde im Februar 2017 eine Meldestelle für antisemitische Vorfälle gefordert. Die CDU forderte »Juden müssen sich hier sicher fühlen«. Dafür sollte natürlich auch ein wenig Geld in die Hand genommen werden. Wenn die Gesamtgesellschaft ihre Verantwortung ernst nimmt, dann wäre es von der Forderung nach einer solchen Meldestelle ein kurzer Weg zur Umsetzung. In Hamburg war es jedoch nicht so. Dort beriet sich der Sozialausschuss und der Plan wurde nicht zur Umsetzung angenommen. Mit den Stimmen von SPD und Grünen. Die beiden (in Hamburg) damals regierenden Parteien waren der Meinung, eine »Beratungsstelle für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt« reiche aus. Dabei hat die einen anderen Fokus als der Vorschlag der CDU Hamburg (siehe Post von 2017 dazu: Gegen Antisemitismus? Ach nö Digga).

Update

Über Twitter (Danke @SexyKroellwitz) gab es noch eine Ergänzungen:
»…ist ein Weckruf…«, »…war ein Alarmzeichen…«, »… in unserer Stadt ist für Antisemitismus kein Platz…« und »…Versöhnung…«. Diese Punkte sind in Version 2 eingegangen. Die gibt es unten ebenfalls zum Download_

Bingo herunterladen? Kann man hier:

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Die Lehre aus Halle?

Was könnte die Lehre aus dem Anschlag auf die Synagoge in Halle sein?
Der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt Reiner Haseloff scheint da seine eigene Theorie zu haben.
Christina Feist, die während des Anschlags in der Synagoge von Halle war, hat auf Twitter vom diesjährigen Jom Kippur in der Synagoge von Halle berichtet (hier). Den »Thread« sollte man sich durchlesen, denn er ist nahezu exemplarisch für den Umgang mit lebendigem jüdischen Leben in Deutschland.
Nachdem die Delegation um den Ministerpräsidenten in das laufende Gebet geplatzt war und es deshalb unterbrochen werden musste, sagte dieser in einer kurzen Ansprache:

»Was letztes Jahr geschah, wäre nicht passiert, wenn es mehr Versöhnung gäbe.«

Der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt Reiner Haseloff an Jom Kippur in der Synagoge von Halle Tweet von Christina Feist

Es wäre also an der Zeit, dass Jüdinnen und Juden endlich mal mit den »Deutschen« versöhnen?
Unerwähnt sollte nicht bleiben, dass anschließend (laut Tweet) ein christlicher Vertreter eine Ansprache gehalten hat und den Torahabschnitt von Jom Kippur ausgelegt hat.
Wer also erfahren möchte, dass es eventuell mit der Haltung der Mehrheitsgesellschaft ein Problem gibt, der sollte sich den Thread durchlesen hier (zusammengefasst auf einer Seite).
Man möchte fast Mitleid mit denen haben, die über den Besuch in der Synagoge berichten wollten. Das wären tolle Bilder gewesen. Jüdische Beter, festlich gekleidet, festliche Atmosphäre und in der Mitte der Landesvater, der zu den lieben jüdischen Mitbürgern spricht. Ach nein. Doch kein Mitleid. Jüdinnen und Juden sind keine Dienstleister.

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Festhalten an der Antisemitismus-Sau

Einblattdruck mit Darstellung der Wittenberger »Judensau«

Dass es noch keine andere Bezeichnung als »Judensau« für eines der öffentlichsten Zeugnisse des mittelalterlichen Antisemitismus gibt, ist ein kleinerer Skandal. Dass man immer Anführungszeichen benötigt, um die Uneigentlichkeit zu betonen, ist schon Hinweis genug auf eine Schräglage. Warum heißen diese Dinger nicht »Antisemitismus-Säue«? Denn das ist ja deren eigentlicher Zweck. Sie bilden Antisemitismus ab und sprechen über denjenigen, der die »Antisemitismus-Sau« an seinem Gebäude befestigt hat: »Wir sind Antisemiten« wird einem da architektonisch mitgeteilt.

Es verwundert darum noch ein wenig mehr, dass nur so wenige Kirchengemeinden, die meist Eigentümer der »Antisemitismus-Säue« sind, sich dazu entschlossen haben, diese zu entfernen oder irgendwie anders dem Sichtfeld zu entziehen. Eine »Kontextualisierung«, wie sie so oft vorgeschlagen wird, hat die Funktion der Anführungszeichen – sie soll die Abbildung »uneigentlich« machen – aber sie bleibt nun einmal vorhanden und hat noch immer die gleiche Aussage. Nur wissen wir jetzt: »Wurde im Mittelalter befestigt. Heute sind wir schlauer und nehmen das anders wahr.« So oder ähnlich werden die Texte lauten. Nur: Wissen ohne daraus konkrete Handlungen abzuleiten, ist hier recht sinnlos.

Das jüngste Beispiel aus Wittenberg, auf dessen Entfernung geklagt wird, ist derzeit einfach das prominenteste, aber nicht das einzige. In oder an besser besuchten Kirchen sind diese Abbildungen ebenfalls zu betrachten. Der Kölner Dom etwa bietet gleich zwei. Eine Abbildung außen und Abbildung im »Chorgestühl«, also an recht wichtiger Stelle. Hierzu gibt es übrigens nicht einmal eine Dokumentation des »Besitzers«. Weder vor Ort, noch im Internet. Wenn wir schon über Antisemitismus sprechen, dann müssen sich auch die Besitzer solcher Skulpturen verantworten und verantwortlich zeigen. In Basel hat ein Gemeindepfarrer einfach gehandelt und ein Relief kurzerhand entfernt.

Dass im Fall Wittenberg erst geklagt werden musste, ist beschämend. Als müsste man erst nachweisen, dass die »Antisemitismus-Sau« die abgebildete Gruppe herabsetzt. Die Evangelische Stadtkirchengemeinde Wittenberg scheint das übrigens tatsächlich anders zu sehen, denn die Wortwahl in deren Stellungnahme lautet:

Die Stadtkirchengemeinde Wittenberg bedauert ausdrücklich, wenn Menschen sich von der antijüdischen Schmähplastik verletzt und beleidigt fühlen.

stadtkirchengemeinde-wittenberg.de

Nur um das einzuordnen: Wenn man die Formulierung »fühlt sich beleidigt« wählt, impliziert man damit, dass hier niemand tatsächlich beleidigt wird, aber eine Dritte Person das falsch wahrnimmt.
Dass die Richter keine richtige Beleidigung sahen, ist ebenfalls etwas skurril (siehe Pressemitteilung des Gerichts hier). Also irgendwie sehen sie die, aber es gäbe ja einen Kontext. Sollte man sich vielleicht merken, wenn man plant, jemanden zu beleidigen. Man benötigt vielleicht eine Erklärungstafel.

Zurück nach Wittenberg (und vielleicht auch zum Kölner Dom): Die Verantwortlichen sollten sich vielleicht nicht vor Gericht über die abstrakte Ebene des Rechts (»darf ich das qua Gesetz«) darüber auseinandersetzen müssen, sondern auch im Austausch mit der Öffentlichkeit und insbesondere mit jüdischen Vertretern – denen sie in die Augen schauen müssen und sich nicht im Floskelnebel (»historische Verantwortung«, »Gedenkkultur«, »geschichtliches Erbe«) eingehüllt – einer tatsächlichen und verbindlichen Haltung entziehen.
Erklär doch Jüdinnen und Juden – insbesondere der jüngeren Generation – mal, dass du das Recht darauf verteidigst, sie öffentlich zu schmähen. Sag ihnen, dass deine historische Verantwortung nichts anderes ist, als eine wichtige Formulierung. Du müsstest erklären, warum du dann nicht dementsprechend handelst. Dann wird vielleicht anhand der Reaktionen klar, dass man nicht auf Jüdinnen und Juden Bezug nehmen kann, ohne sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Da wartet also viel Arbeit. Wie viel Arbeit also noch ansteht, kann man der Infografik unten entnehmen. Dort sind alle erhaltenen Abbildungen erfasst. Auch diejenigen, die in jüngster Zeit tatsächlich entfernt worden sind. Die roten Punkte markieren Orte, an denen man etwas richtig gemacht hat.

Architektonische Nachweise der sog. »Judensau« Lencer [CC BY-SA]

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Ratsentscheidung gegen Antisemitismus

Natürlich ist jeder irgendwie gegen Antisemitismus. Selten begegnet man jemandem, der sagt, er würde einen gepflegten Antisemitismus schon schätzen. Vielmehr würde man auf jemanden treffen, der Sachen sagt, wie »Den Antisemitismus haben die Juden erfunden um die Menschen zu kontrollieren.« Aber das ist natürlich nur hypothetisch.
Nach einigen Vorfällen in Gelsenkirchen, hat nun die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (Gelsenkirchen) eine »Erklärung zum Antisemitismus« geschrieben, die von der Stadt Gelsenkirchen unterstützt werden sollte. Das war ein Tagesordnungspunkt der Ratssitzung vom 11. Juli 2019.
Die Erklärung (hier zu finden) ist sehr allgemein gehalten und mündet in keinerlei Aktion. Deshalb wirkt es wie ein Kommentar, wenn unter der Vorlage steht: »Finanzielle Belastungen: keine«. So heißt es etwa:

Wir stellen klar: Wer Jüdinnen und Juden und jüdisches Leben in Deutschland – in welcher Form auch immer – angreift, der greift die Grundlagen unserer Gesellschaft an, der tritt die Menschenwürde und Grundrechte aller mit Füßen.

Beschlussvorlage 14-20/7492

So weit, so harmlos.

Die Ratsfraktion der Partei »DIE LINKE « in der Stadt, will das nicht so allgemein stehenlassen und den Beschluss um folgenden Satz ergänzen:

Der Rat bekräftigt zugleich, dass sachbezogene Kritik an der israelischen Regierung oder ihrer Politik weiterhin zulässig und möglich sein muss und nicht per se als antisemitisch abgestempelt werden darf.

War denjenigen, die diese kleine Vorlage formuliert haben, eigentlich klar, dass schon die Behauptung, man dürfe den Staat Israel oder seine Regierung, nicht kritisieren, schon ein winzig kleiner Antisemitismus ist?
Was sagt das über den Antragsteller, wenn man bei diesem Thema sich nicht einmal auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen kann und sofort sicherstellen will, dass man den Staat Israel weiterhin kritisieren darf, so wie man das auch regelmäßig mit Russland, Finnland oder Brasilien tut – ach so, stimmt, das macht man ja nicht. Also Gratulation! So sieht entschlossenes Handeln aus… nicht.

Ein paar Sätze aus dem vergangenen Jahr zu Gelsenkirchen findet man hier. Im Juni hat es ein Vorfall in die Lokalzeitung geschafft, weil es ein Gymnasium nicht geschafft hat, irgendeine Haltung zu antisemitischen Beleidigungen zu finden (siehe hier).

Nachtrag: Die »Entscheidung« zur Erklärung fiel einstimmig aus. Die Fraktion der Linken enthielt sich – ebenso drei Ratsmitglieder, die früher bei »Pro Deutschland« waren.

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Dieser Samstag ist »Trag eine Kippah-Samstag«

Gibt es keinen Kommentar zum Ausnahmsweise erscheint ein Kommentar zur Äußerung von Dr. Felix Klein, dem Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, in der Öffentlichkeit keine Kippah zu tragen? Doch natürlich.
Aber ausnahmsweise einmal nicht in diesem Blog, sondern im englischsprachigen Blog bei der Times of Israel – hier.

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Hurra, wir eskalieren

Die Geschichte ist lang, aber nicht überkomplex. Eigentlich sollte es wohl um Dr. Michael Blume, den »Beauftragten der Landesregierung (Baden-Württemberg) gegen Antisemitismus« gehen, aber wir nähern uns hier der Geschichte von der anderen Seite. Wir schauen uns an, wie man ihn zum Thema gemacht hat.

Gerd Buurmann machte in seinem Blog den launigen Auftakt:
Unter dem Titel »Antisemitismus-Beauftragter Blume rückt Jüdin in die Nähe von Adolf Eichmann« (Link hier) behauptete er, Michael Blume stelle einen Zusammenhang zwischen einer Dame namens Malca Goldstein-Wolf und Adolf Eichmann her oder rücke sie »in die Nähe«.

Stufe 1 Ein Blogpost erscheint

Buurmann, der seine Artikel auch bei achgut.com, bei Tichys Einblick (Infos über die Seite bei wikipedia) und zuletzt auch bei Philosophia Perennis veröffentlicht (hier), nutzte Blumes langen Artikel dazu, eben jenen Zusammenhang zwischen Frau Goldstein-Wolf und Eichmann zu behaupten: »Von da aus geht es dann weiter mit Adolf Eichmann und anderen Massenmördern.« (Link).
Tatsächlich tauchen beide Namen in Blumes Text auf. Das war es jedoch schon mit den Zusammenhängen. Blumes Artikel mit dem Titel »Eichmann, Breivik, Spencer und der Terrorangriff von Christchurch – Der Ethnonationalismus als Verbindung aus Antisemitismus und Rassismus« beginnt mit einer Beschreibung der Situation, in der er sich befindet. Die einen beschimpfen ihn online als »üblen Zionisten«, die anderen werfen ihm »Scharia-Appeasement« vor. Er sei zu nachgiebig gegen »Islamofaschisten«.
Hier folgen ein paar Beispiele, eines ist ein Tweet von Frau Goldstein-Wolf – wir kommen gleich darauf zurück. Dann spricht er weiter über den Hass, dem man online ausgesetzt ist. Es folgt ein Hinweis auf sein Buch.
Dann folgt eine Zwischenüberschrift »Der Ethnonationalismus als digitaler Antisemitismus des 21. Jahrhunderts«. Blume beschreibt, dass er auf dem Weg zum SWR vom Massaker in Christchurch gehört habe. Jetzt erzählt er vom »Ethnonationalismus« und in diesem Zusammenhang geht es um Eichmann. Wenn die Nennung zweier Namen in einem Text ausreicht, um sie in die »Nähe zu rücken«, dann habe auch ich ein Problem. Denn dann werde ich in die Nähe der Rassenhygiene gerückt. Immerhin taucht mein Name im Sammelband »Sexualität und Judentum: Medizin und Judentum (Band 14)« auf. Da taucht auch irgendwo das Wort Rassenhygiene auf. Hier einen sachlichen Zusammenhang herzustellen, wäre ziemlich weit hergeholt. Übrigens hat Buurmann der Sache einen anderen Dreh gegeben, indem er aus der Frau, die sich gegen Antizionismus und Antisemitismus engagiert, explizit eine Jüdin gemacht hat. Als sei es nicht schlimm genug, irgendjemanden mit Eichmann zu vergleichen, muss man diese Tatsache extra hervorheben.

Aber nun war die Sache in der Welt.

Stufe 2 Ein Verweis erscheint

Bei achgut.com präsentiert Henryk Broder den Artikel von Buurmann als Fundstück und schreibt über Michael Blume: »Der hat zwar vom Antisemitismus keine Ahnung, ist dafür umtriebig und neigt zu unmotivierten Wutausbrüchen.« (Zitat von hier)

Stufe 3 Ein Artikel erscheint

Diesen Faden griff die Jerusalem Post auf. Der Autor Benjamin Weinthal drehte das Rad noch etwas weiter und verschärfte die Aussage: »GERMAN ANTISEMITISM OFFICIAL ‘MUST RESIGN, COMPARED JEW TO NAZI’« (Link hier). Hier wird also von einem direkten Vergleich gesprochen. Die Zwischenüberschrift verkündet: »Commissioner against antisemitism in the German state of Baden-Württemberg, Michael Blume compared German Jew to Adolf Eichmann.«. Wie gesagt. Gibt schon der Text ein »in die Nähe rücken« nicht her, so schon gar nicht einen direkten Vergleich. Bei einer Überprüfung des Artikels auf Korrektheit, wäre einem Lektor das sicherlich aufgefallen.
Auch (oder sogar) das Simon Wiesenthal Center (jene Einrichtung, die den Mord an Mireille Knoll in ihrer Top Ten Liste der schlimmsten antisemitischen Ereignisse nicht erwähnt, dafür aber die Kontoführung für eine Organisation die BDS nahesteht – siehe hier) hätte seinen Rücktritt gefordert. Ob das erst auf Nachfrage von Weinthal geschah oder aus eigenem Antrieb, wird nicht klar.
Weiter schreibt er »German Jews slammed Blume for his lack of expertise in the field of antisemitism« und nennt als Quelle für diese Behauptung Henryk Broder. Woher die Mehrzahl (Jews) kommt, wird uns nicht verraten. Witzigerweise wird Broder als jemand vorgestellt, der vor dem Bundestag über das Thema gesprochen hat: »who has testified in the Bundestag on contemporary German antisemitism«. Dass es hier um einen Auftritt vor einer Fraktion ging, wird nicht erwähnt. Bilder davon gingen übrigens durchs Netz: Henryk Broder posierte mit Abgeordneten der AfD für die Kamera (faz.net über die Geschichte).

Stufe 4 Die sozialen Netzwerke

In den sozialen Netzwerken nimmt das Thema noch etwas Fahrt auf. Die Geschichte wird geteilt. Besonders der Artikel in der Jerusalem Post ist so knackig formuliert, dass er gerne gelesen wird. Hinweise darauf, dass der Artikel sich nicht unbedingt an den Fakten orientiert, werden mit Nachfragen zu einem Verein mit dem Namen »Juma« gekontert. Als ändere das etwas an der Faktizität des Artikels. Frau Goldstein-Wolf verteilte die verschiedenen Erwähnungen, wie auf ein Blog namens »Freiheit oder Scharia« über ihr Facebook- oder Twitterprofil. Allein die Erwähnung des Artikels in der Jerusalem Post auf der Facebook-Seite der »Juden in der AfD« wurde bis zum 25.03.2019 64 Mal geteilt. Der Verein »Werteinitiative« nimmt sich des Themas an und verfasst eine Stellungnahme. Eine, die so abgefasst ist, dass sich Frau Goldstein-Wolf für den »Support« bedankt.

Berechtigte Kritik? Was nun?

OK. Anscheinend war der Vergleich mit Eichmann nicht das einzige Problem an Blumes Artikel. Stein des Anstoßes war ein Verweis auf einen Tweet von Frau Goldstein-Wolf:

Dieser Tweet wurde (mit anderen) in Bezug auf all die gehässigen Kommentare und Zuschriften genannt, die er erhält. Im zitierten Tweet wurde der Hashtag #michaelblume verwendet. Unter diesem wurden zuvor Tweets über Michael Blume von anderen Nutzern veröffentlicht. Etwa welche, in denen er etwa als »Profiflüchtlingsunterstützer« bezeichnet wurde (Link) – mit einem Link auf die Seite »Tichys Einblick«. Möglich, dass Dr. Blume hier den Tweet direkt auf seine Familie bezog – das schrieb er jedenfalls später.
Zudem wurde im Tweet der Eindruck erweckt, Blume arbeite (»gemeinsam… bekämpfen will…«) mit »Juma« zusammen. JUMA steht für »Jung, Muslimisch, Aktiv« und ist ein Verein, der offenbar gemeindeübergreifend agiert und Jugendliche zu politischer Teilhabe animiert. Die Veranstaltung mit Michael Blume war am 25. Februar 2017. Dort nahm er in anderer Funktion für das Land Baden-Württemberg teil. Zum »Beauftragten der Landesregierung (Baden-Württemberg) gegen Antisemitismus« ernannt wurde er im März 2018 (Badische Zeitung berichtete).
Der Verein, der übrigens von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert wird, steht nicht im Fokus des Verfassungsschutzes. Vermutlich hätte man Bundespräsident Frank Walter Steinmeier nicht an einer Veranstaltung des Vereins teilnehmen lassen, wenn es da offene Fragen gegeben hätte. Die seltsame Verbindung, in der auch Sawsan Chebli genannt wird (die selber schon als Triggerwort für bestimmte politische Lager ausreicht) wurde bisher seriös noch nicht thematisiert. Eine Verbindung zu Blume sieht anders aus. Auf wiederholte Vorwürfe reagierte Blume entsprechend dünnhäutig.

Die Schlussfolgerungen sind für die Agierenden klar:


Und natürlich wird nachgelegt. Chaim Noll wird zitiert:


Erinnert an schlimmste Zeiten? Was wird er wohl meinen?
Ist das etwa ein Vergleich? Wollte man sich nicht dagegen abgrenzen?
Sollte man nicht mit gutem Beispiel vorangehen?

Hier bewahrheitet sich ein Allgemeinplatz, den es schon vor dem Internet gab: An demjenigen, der andere mit Dreck bewirft, bleibt natürlich auch selber etwas kleben. Dem Kampf gegen den Antisemitismus tut man mit solchen Aktionen jedenfalls keinen Gefallen. Man kann die Scherben nicht mehr einsammeln und weitermachen, als wäre all das niemals passiert.
Ist das schon eine Kampagne, oder einfach nur Unnachgiebigkeit?

Wie sieht es mit anderen Themen aus, die von den Akteuren thematisiert wurden, habe ich mich gefragt. Muss man an die geschilderten Sachverhalte ebenfalls ein kleines Fragezeichen anheften?

Vorwerfen kann man Dr. Michael Blume nicht viel, außer einer gewissen Dünnhäutigkeit denjenigen gegenüber, die stets mit den gleichen Vorwürfen um die Ecke kommen.

Minidisclaimer Ja, im Januar 2018 habe ich geschrieben, dass ich mit dem Konstrukt »Antisemitismusbeauftragter« nicht viel anfangen kann siehe hier und mir nicht sicher bin, ob es nicht eine Einrichtung ist, auf die verwiesen wird, wenn doch etwas passiert. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich mir nicht die konkrete Arbeit anschaue und gegen die entsprechenden Leute bin, weil ich möchte, dass sich meine Einschätzung bewahrheitet. Jede und jeder, der sich gegen Antisemitismus engagiert – weil es ihm um diesen geht und nicht um andere politische Ziele – soll und muss unterstützt werden.

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Gelbwesten

Das Auge über den Banken und der Parasit daneben. Wer antisemitische Aussagen zu deuten weiß, ist hier direkt im Bild.
Foto von: Stefan jaouen [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Das Video mit Alain Finkielkraut verbreitete sich schnell. Der Philosoph wird von demonstrierenden Gilets jaunes (Gelbwesten) in Paris erkannt, übel antisemitisch beschimpft und muss dann von der Polizei geschützt werden.
In den Tagen zuvor kursierten Fotos von Geschäften auf deren Schaufenster man »Jude« gemalt hatte.
Der Quenelle-Gruß wurde schon zuvor mehrfach gesehen. Es gab zahlreiche antisemitische Zwischenfälle (wie diesen hier) und Banner. Die Argumentationskette ist dabei häufig die gleiche: Macron ist ein Knecht der Banken und die werden von wem gesteuert? Natürlich von den Juden (alternativ auch: von den Zionisten). Im Dezember schaffte es Hervé Lalin, vom äußersten rechten Rand, den Le Monde als antisemitisch bezeichnet, auf die Titelseite von Paris Match – als Stellvertreterbild für die Proteste.

Mit Finkielkraut traf es übrigens jemanden, der nicht unmittelbar erkannte, dass sich diese Bewegung von Beginn an gegen eine unsichtbare Elite aus Verschwörungstheorien richtete – und wann immer von einer steuernden Elite die Rede ist, geht es meist um – wer mag es raten? Um Juden natürlich.

Es ist kein Zufall, dass der französische Innenminister Christophe Castaner erst kürzlich berichtete, dass es in Frankreich 2018 deutlich mehr antisemitische Vorfälle gab als in den Vorjahren. 541 Fälle. Das sind 74 Prozent mehr als 2017. Castaner sprach davon, dass sich der Antisemitismus »wie ein Gift« ausbreite. Der Zusammenhang der Ereignisse ist offensichtlich.

Verteidiger der Gelbwesten wenden dann gerne ein, das seien »Ausnahmen«. In großen Gruppen würden diese Menschen würden die Bewegung nicht repräsentieren. Auf der anderen Seite sei das eine großartige politische Bewegung, denn die »eigentlichen« Ziele sind zu unterstützen. So sei es anfänglich um die Verhinderung einer höheren Versteuerung von fossilen Brennstoffen gegangen. Dann ging es auch um Steuersenkungen, um mehr direkte Demokratie und dann natürlich auch um den Kampf gegen die Finanzwirtschaft im Allgemeinen. Und von Beginn an brannten dabei Autos, gab es Zerstörungen der öffentlichen Infrastruktur und gewalttätige Übergriffe. Bernard-Henri Lévy sprach in Le Point von »gilets bruns«, die an den Zorn der Faschisten in den 1930er Jahren erinnerten (Le Figaro).

Wieder heißt es: Das sind einige. Damit offenbart sich das Dilemma. Entweder ist es eine Bewegung der Massen mit gleichen Zielen, oder einfach nur eine Versammlung von vielen Individuen. Mit wem sollte man sich da solidarisch zeigen?
Allein die Tatsache, dass sich sowohl die extreme Rechte, als auch die Linke hinter die Bewegung stellt, sollte nachdenklich machen. Aber wenn man sich mit der Lupe eine Person aus der Menge heraussucht, wird schon jemand dabei sein, mit dem man sich solidarisieren kann. Bestimmt verlangt jemand »bezahlbare Wohnungen«, oder »eine Arbeit von der man leben kann« oder sonstige Allgemeinplätze (Luft zum Atmen, spielende Kinder, Altern in Würde, Frieden für alle). Aber dann darf man halt nicht das andere Auge zuhalten und ignorieren, woher eine solche Massenbewegung sich ihre Gründungsideen bezieht. Der schließt ohnehin jede Verständigung mit dem politischen Gegner aus. Der muss, weil er ja ein krankes System repräsentiert, vollständig verschwinden. Daniel Cohn-Bendit hat das in einem Interview mit der taz zusammengefasst: »Diese Bewegung hat mehr als nur leicht autoritäre Züge. Sie lehnt das Gespräch ab, sie will keinen Kompromiss finden.« (taz.de, hier)

Wer sich mit den Gelbwesten solidarisiert, der solidarisiert sich natürlich auch mit deren Antisemitismus. Der ist Teil des Systems und keine bloße Begleiterscheinung.

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Antisemitismus Top-Ten

In jedem Jahr veröffentlicht das Simon Wiesenthal Center eine Top-Ten Liste mit antisemitischen Personen, Vorfällen oder Einrichtungen. Jakob Augstein wird die Liste kennen. In diesem Jahr findet man auf der Liste Louis Farrakhan, Airbnb, Hakenkreuze an US-Universitäten, die British Labour Party, Roger Waters und die Bank für Sozialwirtschaft.

Die Liste wird viel zitiert, erhält extrem viel mediale Aufmerksamkeit und steht offenbar in der Tradition der Jahresrückblicke. Aber die Liste ist vor allem eines: Einfach nur eine Liste.

Irgendjemand entscheidet offenbar aus dem hohlen Bauch heraus, wer oder was auf der Liste stehen soll.
Dabei wird sie nicht einmal ihrem Titel gerecht: »Top Ten List Of Worst Global Anti Semitic Incidents«. Der Anschlag auf die Synagoge in Pittsburgh ist mit Sicherheit der schlimmste denkbare »Incident« 2018, Roger Waters tut und sagt seltsame Dinge und vielleicht könnte er ein Antisemit sein, aber er ist kein »Incident«, sondern eine Person und so pendelt die Liste zwischen tatsächlichen antisemitischen »Incidents« und Personen hin- und her.

Es gibt keine Kriterien, wie die »Incidents« zusammengestellt wurden, oder warum die Bank für Sozialwirtschaft ein schlimmerer »Incident« ist, als – sagen wir mal – die Attacke auf Adam Armoush in Berlin im April 2018. Wir erinnern uns: Er wurde verprügelt, weil er eine Kippah trug. Das Video ging um die Welt. Sorry, dieser »Incident« hat es leider nicht in den Recall geschafft.
Die Bank für Sozialwirtschaft führt nämlich das Konto der Minigruppe »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost«, die der BDS Bewegung nahestehen soll. Das ist – wenn man der Logik des Simon Wiesenthal Centers folgt, ja weitaus schlimmer als der Mord an Mireille Knoll im März 2018. Auch dieser »Incident« steht nicht auf der Liste.
Wo ist der Angriff auf die Synagoge von Danzig Jom Kippur?

Ernst nehmen könnte man die Liste, wenn es Kriterien gäbe: Das ist schlimm, weil es diese und jene Wirkung auf dies und das hat. Mit nachvollziehbaren Faktoren. Transparent. Eine Antisemitismus-Definition könnte den Anfang machen. So ist es einfach nur eine Aufzählung von Dingen und Personen, welche die Autoren missbilligen.
Die Liste sagt also nichts über den real existierenden Antisemitismus aus. Sie zeigt nur irgendwelche Schnipsel, macht daraus die »schlimmsten« Vorfälle, wertet damit also alle anderen ab. Die werden nicht betrachtet. Dabei gab es auch in Deutschland und anderen Ländern 2018 ausreichend Vorfälle über die man berichten kann.

Übrigens: Das sagt nichts über die Vorfälle oder Ereignisse auf der Liste aus. Hier wird die Liste kritisiert. Das sagt inhaltlich nichts über die dargestellten Tatsachen aus. Das wäre eine ganz andere Geschichte.