13 Regeln der Torahauslegung

Teil des Morgengebets sind die 13 Middot des Rabbi Jischmael - also 13 Regeln zur Auslegung der Torah. Die sind schnell heruntergelesen, aber nicht so schnell verstanden. Als das Thema für den Minchah-Schiur vorgeschlagen wurde, war ich recht zuversichtlich, eine Menge Zusatzmaterial darüber zu finden. Immerhin wird der Text ja täglich gelesen und ist auch nicht so sehr unwichtig. Das war, zumindest zum kleinen Teil, eine Fehlannahme, denn nicht in jedem Siddur ist der Text auch kommentiert....

06 Juni 2011 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Der Blatt schlägt zu

Die jiddisch-sprachige Zeitung »Der Tzeitung« wurde kürzlich dadurch bekannt, dass sie zwei Frauen von einer Fotografie aus dem Weißen Haus, technisch perfekt entfernt hatte (siehe hier). Die Herausgeber der, in Williamsburg erscheinende Zeitung einer Gruppe von Satmarer Chassidim (es gibt noch die Zeitung »Der Jid« ), »Der Blatt« schlugen nun auch zu: Dieses Mal hat man jedoch das Gesicht von Bejamin Netanjahu geschwärzt. Technisch nicht so sehr sauber. Aus verschiedenen Gründen scheinen die Herausgeber Netanjahu für einen bösen Menschen zu halten, dem man nicht ins Gesicht schauen darf....

31 Mai 2011 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Synagogen als Zeugen der Veränderung - Künstler gesucht

Synagogen können Zeugen von demographischen Veränderungen sein. Eine Londoner Synagoge ist heute eine Moschee und spiegelt damit die Veränderung der Bevölkerungsstruktur durch Migration wieder. Derartigen Veränderungen widmet sich ein Projekt für die Stadt Detroit Silent Witnesses: Migration stories through Synagogues Transformed, Rebuilt, or Left Behind. Es ist jedoch nicht auf die Stadt beschränkt. Ziel ist es, eine Ausstellung zu dem Thema auf die Beine zu stellen, in dem das Thema präsentiert wird....

28 Mai 2011 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Jüdische Zeit

Man sieht sie in einigen Regionen eher selten, aber manchmal stolpert man geradezu darüber. Sie hängt da, wird regelmäßig aktualisiert, und man sorgt dafür, dass sie uns den Tag einteilt. Die Rede ist von einer Tafel mit den halachischen Zeiten, den Zmanim. Den gesamten Text aus der Reihe Neulich beim Kiddusch, kann man auf den Seiten der Jüdischen Allgemeinen lesen…hier

25 Mai 2011 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Unrein - überholt?

Ist dieses Konzept, welches uns in der aktuellen Paraschah Bechukotaj begegnet, nicht mehr aktuell? Was soll uns das heute bringen? Der Text für die aktuelle Ausgabe der Jüdische Allgemeinen entstand vor allem, weil ich nicht zum Zilliardsten Male etwas zur Tochechah schreiben wollte. Nicht, dass es zu dem Thema nichts mehr zu sagen gäbe, aber andere Aspekte sind auch interessant, oder sollten auch etwas Aufmerksamkeit erhalten: Baruch Spinoza und Leo Trotzki, also Lev Davidowitsch Bronstein, haben eines gemeinsam: Über beide wurde der Cherem verhängt, etwas, das wir zunächst einmal als »Bann« bezeichnen können....

19 Mai 2011 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Like Adler

Wie wer? Adler? Like Adler ist ein Name. Ein Paar aus Israel hat seiner Tochter den Namen Like gegeben, angelehnt an den Like Button in Facebook. Folgerichtig hat die kleine Like (hört sich falsch an, könnte man auch aussprechen wie den Namen der griechischen G-ttheit Nike) auch schon eine Fan-Seite im sozialen Netzwerk (hier). Dort werden auch alle Medienerwähnungen festgehalten und das sind nicht wenige (siehe etwa den Bericht der Frankfurter Rundschau)....

17 Mai 2011 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Frauen gründlich entfernt

Dieser Ausschnitt aus dem charejdischen Blatt (in jiddischer Sprache) »Der Tzaitung« ging nicht nur um die jüdische Welt (ursprünglich kam die Nachricht wohl von hier): Die Redaktion hatte Frau Clinton und eine weitere weibliche Person aus dem Bild gephotoshopped, damit männliche Leser des Blattes nicht durch Abbildungen von Frauen belästigt werden. Was in diesem Spektrum der religiösen Strömungen übrigens keine Seltenheit ist. HaModia beispielsweise bildet grundsätzlich keine Frauen ab. Bei mir warf es die Frage auf, ob die Bildredaktion dieser Zeitungen wohl einen Bild-Redaktions-Goj (analog zum Schabbes-Goj) beschäftigt, der die Bilder vorsortiert und sich damit beschäftigen darf?...

15 Mai 2011 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Mitgliederentwicklung der Gemeinden

Der Schrumpfungsprozess setzt sich fort. Laut Mitgliederstatistik der ZWST hat sich der dramatische Trend der letzten zwei Jahre jedoch etwas abgemildert. So waren es am 31.12.2010 nur 217 Mitglieder weniger. Nach dem rasanten Schrumpfen im Vorjahr ist diese Zahl eine Überraschung. Vom Aufblühen konnte man also bis 2006 sprechen. Jetzt stehen, trotz der moderaten Schrumpfung 1.081 Todesfälle 168 (!) Geburten gegenüber. Dazu kommen 423 Austritte, aber offenbar wieder 667 Einreisen aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion....

12 Mai 2011 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Der Islam mit antisemitischem Fundament

Böse Zungen behaupten, ich hätte mit einem Glas Wein auf die Nachricht reagiert, dass Frau Brocke die Einrichtung »Alte Synagoge Essen« verlassen würde. So ist es natürlich nicht. Ich habe den Korken einer Sektflasche knallen lassen. Jetzt konnte eine andere Richtung eingeschlagen werden. Die Stadt Essen wollte ein »Haus jüdischer Kultur« aus dem Haus machen. Wenn man im Ruhrgebiet lebt, hat man große Erwartungen an einen solchen Titel. Natürlich kommt es immer anders als man denkt und der Kurs, den Frau Brocke eingeschlagen hat, geht irgendwie nun doch weiter....

09 Mai 2011 · 5 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Heeb und Berlin und die deutsche Provinz

Da kommen wir der Sache schon näher, aber wir bleiben im Metabereich. Fabian Wolff, dessen Rezension von »Der gefrorene Rabbi« ich schon angemerkt habe, dass sich da was aufgestaut hat, darf im Heeb Magazine nachlegen und er gibt sich Mühe, auch kräftig auf den Tisch zu hauen, damit man ihm zuhört: But there is certainly no real sense of Jewish identity in Berlin, that is, beyond religion and nightmarish memory. The Jewish culture is at worst jocular, at best, spectral....

05 Mai 2011 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]