Har Nof

Während der nächsten Tage wird mir das während der Amidah des Morgengebets durch den Kopf gehen. Während die Beter in der Bnei Torah Synagoge in Har Nof gerade die leise Amidah sprechen (Bericht hier) dringen zwei Attentäter ein und wollen die Beter töten. Sie töteten fünf Menschen. Warum? Die Antwort auf die Frage liegt doch auf der Hand: Weil sie Juden sind. Oder wir bemühen die Erklärungsversuche die sonst kursieren: Ein palästinensischer Busfahrer wurde erhängt in seinem Bus gefunden....

18 Nov. 2014 · 2 Minuten

Folgenschwere Vertrauensbrüche

Im Juni schrieb ich über die möglichen Vertrauensbrüche in Frankfurt: ein Händler (Aviv) soll nicht geschächtetes Fleisch als koscheres verkauft haben. Er soll das Fleisch also geradezu gestreckt haben. Würde sich das bewahrheiten, hätten seine Kunden nichtkoscheres Fleisch verzehrt, müssten ihre Küchen neu kaschern und hätten über längere Zeit nichtkoscher gegessen. Jetzt hat der Betreiber des Geschäfts es zugegeben: Er hat Fleisch umdeklariert. Die Folgen dürften verheerend sein. Viele jüdische Einrichtungen bezogen von dort Fleisch und sind somit ab sofort nicht mehr koscher....

14 Okt. 2014 · 1 Minute

Das war Jom Kippur

[…]denn da ist keine Stelle, die dich nicht sieht. Du mußt dein Leben ändern. Rainer Maria Rilke, Archaïscher Torso Apollos Teschuwah also die Umkehr verlangt eine (zuweilen schmerzhafte) Konfrontation mit sich selbst. Das dürfte der schwierigste Teil sein: Gewohnheiten abzulegen und sich neue (im Idealfall bessere) Verhaltensweisen anzueignen. Es ist schwierig, sich selber kritisch zu hinterfragen. Gut beraten sind diejenigen, die Korrektive haben, also Menschen, die einem die Wahrheit sagen und es dabei nicht böse meinen....

08 Okt. 2014 · 2 Minuten

Schmittahjahr und dessen Umgehung

א נישט באארבעט פעלד אום סוכות שנת שמיטה תשס"ח von יעקב (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons Das neue jüdische Jahr 5775 ist ein Schmittah-Jahr. Die Felder müssten/müssen im Lande Israel sich selber überlassen bleiben. Wie alle sieben Jahre. Das ist eine echte Herausforderung, auch für die Gemeinden außerhalb Israels (siehe meinen kurzen Bericht hier), aber innerhalb Israels noch mehr, darüber hat sogar die FAZ berichtet (hier). Eine Einrichtung mit der Bezeichnung Heter Mechira erlaubt eine kreative Umgehung (?...

27 Sept. 2014 · 1 Minute

jüdisch, muslimisch, intellektuell, typisch?

Dr. Hugo Hamid Marcus (Mitte) Verwendung des Bildes mit freundlicher Genehmigung des Lahore Ahmadiyya Islamic Movement Berlin Mosque and Mission In seinem Buch »Children of Abraham: An Introduction to Islam for Jews« erwähnt der Autor Khalid Durán einen Berliner namens Hamid Marcus, der als Jude zum Islam konvertierte und Mitautor einer Koranübersetzung ins Deutsche war. Er schreibt dann kurz und knapp, Marcus sei im KZ ermordet worden. Dahinter steckt offensichtlich eine tragische Geschichte....

20 Sept. 2014 · 10 Minuten

Ba'al Kore und 13 Middot

Was die 13 Middot sind und warum es überhaupt 13 sind, versuche ich in der Jüdischen Allgemeinen zu erklären. Hier abrufbar. Was ein Ba’al Kore ist, wurde in der vergangenen Woche erklärt (oder versucht, zu erklären).

19 Sept. 2014 · 1 Minute

Endlich etwas in der Hand!

Antisemitismus ist ein schwieriges Thema. Wie oft war Schmulik fassungslos. Aber das! Das war genau der Satz, den Schmulik brauchte. Er hatte den Satz auf einer Kundgebung in Berlin gehört. Er hatte den Satz extra auf den Internetseiten der Bundesregierung gesucht, dann auch gefunden, ausgedruckt, den entsprechenden Teil gelb markiert und laminiert. Mehrfach. Das Ergebnis sah aus wie eine Spielkarte und das war es irgendwie ja auch. Schmuliks persönlicher Antisemitismus-Joker:...

15 Sept. 2014 · 1 Minute

Einsichten in die deutsche Torah-Ausgabe

Ein paar visuelle Eindrücke der Torahausgabe »Die Torah – eine deutsche Übersetzung« (siehe Beitrag hier) — Bilder anklicken, um sie größer zu sehen. [gallery columns=“2” ids=“6683,6681,6680,6682”]

12 Sept. 2014 · 1 Minute

Die Torah - eine deutsche Übersetzung

Schaut man sich in Bücherregalen um, dann entdeckt man in vielen Synagogen (und Haushalten) noch Torah-Übersetzungen von Professor Leopold Zunz. Diese stammt übrigens nicht von Professor Leopold Zunz. Rabbiner Heymann Arnheim (1796-1865) übersetzte die ersten vier Bücher des Pentateuchs und Rabbiner Dr. Michael Sachs (1808-1864) das fünfte. 1837 gab Zunz dann eine deutsche Ausgabe des gesamten Tanachs heraus. Diese Ausgabe wird bis heute verwendet und auch nachgedruckt. Dabei ist das Deutsch dieser Ausgabe nicht das aktuellste....

30 Aug. 2014 · 2 Minuten

InDesign: Schriften verwenden ohne Installation

Unter culmus.sourceforge.net gibt es eine Reihe von frei verwendbaren hebräischen Schriften. Das ist sicher auch für alle interessant, die InDesign nicht verwenden und mit Word oder anderen Programmen unterwegs sind. Für InDesign gilt aber: Es ist nicht unbedingt notwendig, diese alle zu installieren, wenn man sie für ein spezielles Dokument ausprobieren möchte. Es ist möglich, nur in einem Dokument mit einer Schrift zu arbeiten (oder mehreren Schriften). Man muss dazu nichts konfigurieren, sondern legt einfach einen Ordner namens »Document fonts« in dem Verzeichnis an, in dem die InDesign Datei liegt (Mac und Windows):...

29 Aug. 2014 · 1 Minute