Was denn jetzt?!

Synagoge Baumweg (Frankfurt am Main) im Juli 2014 Ist es viel, wenn 38,8 Prozent der Flüchtlinge eine antisemitische Einstellung haben und meinen »Die Juden haben einfach etwas Besonderes und Eigentümliches an sich«? Das wäre jedenfalls die Prozentzahl derjenigen Menschen, die das in Deutschland annehmen. Wären also etwa ein Drittel der Flüchtlinge Antisemiten, entspräche das dem bundesdeutschen Durchschnitt. Jeder Antisemit ist einer zuviel. Egal aus welcher Gruppe. Aber das Thema wurde medial entdeckt....

27 Okt. 2015 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Kefije für Israel-Freunde

Auch genervt vom Symbol des bewaffneten Kampfes gegen Israel, das gerne als modisches Accessoire getragen wird? Das begegnet einem in der Fußgängerzone häufiger. Es sagt: »Ich mag den Staat Israel nicht. Ich mag seine Bewohner nicht. Und weil ich dem jüdischen Volk keine Heimat gönne, mag ich auch keine Juden.« Es ist klar: Es geht um die Kefije, auch Palästinensertuch genannt. Das konnte nicht lange so bleiben und so wurde 2006 eine Gegenvariante verkauft....

26 Okt. 2015 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Messerattacken und die Botschaft dahinter

Ma’ariv Montag 14. März 2011 Was ich nach Teroranschlägen in den israelischen (und jüdischen) Medien früher selten gesehen habe, waren Bilder der Körper der Opfer. Dem jüdischen Diktum folgend, dass man die Ehre des Toten bewahren sollte, sah man eher die Gesichter der Angehörigen und die Trauer, die sich in ihnen spiegelte. Wer etwas Empathie aufbringen kann, der spürt den Verlust und die schrecklichen Folgen der Tat. Nicht nur, weil ein Leben genommen wurde, sondern weil man das Leben vieler anderer Menschen zerstört hat und ihnen Schmerz zugefügt hat....

23 Okt. 2015 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Klezmerwelten – Hulyanke Session

Dozenten des Klezmer-Workshops 2015: Merlin Shepherd, Ilya Shneyveys, Andreas Schmitges, Benjy Fox-Rosen, Deborah Strauss, Alan Bern und (leider) abgeschnitten Polina Shepherd שפאס Spaß hat es wohl gemacht – denn mit Spaß trat am Sonntag eine Art von Riesenklezmergruppe auf. Die war bunt gemischt. An diesem Abend präsentierten sich nämlich die Teilnehmer des Klezmerworkshops Gelsenkirchen 2015. Da dieser in diesem Jahr nicht nur für Kinder und Jugendliche offen war, sondern auch für alle anderen Interessenten, waren die auch die Generationen ein wenig gemischter als in der Vergangenheit....

18 Okt. 2015 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Die Shepherds und einige mehr in Gelsenkirchen

Im Rahmen der Klezmerwelten standen am Donnerstag Polina und Merlin Shepherd auf dem Programm – in einem Doppelkonzert mit Dozenten eines Klezmerworkshops (Rückschau auf den letzten hier) der in den Räumen der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen stattfindet. Die meisten Teilnehmer des Workshops, also Jugendliche (in diesem Jahr auch ein paar Erwachsene), saßen im hinteren Bereich des Saals auf Schränken, feierten ihre Dozenten und senkten der Altersdurchschnitt des Publikums. Das Ehepaar Shepherd (er aus Wales, sie aus Sibirien) kam direkt zur Sache: Ohne große Einführung setzte sich Polina Shepherd an den Flügel und Merlin Shepherd schnappte sich die Klarinette....

16 Okt. 2015 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Große Synagogen und so

Westend-Synagoge (Frankfurt am Main) von Dontworry (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons In zahlreichen Synagogen (vor allem im Ausland, vereinzelt auch in den Groß-Groß-Gemeinden in Deutschland) muss man sich Platzkarten für die Gebete an Rosch haSchanah und Jom Kippur besorgen. Das sind ja DIE Tage, zu denen man sich in der Synagoge sehen lässt. Gebete in großen Gemeinden sind beeindruckend, oft gut durchorganisiert und etwas für diejenigen, die eine konzertartige Atmosphäre schätzen....

13 Okt. 2015 · 4 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Klezmerwelten Gelsenkirchen – KlezTalk

KlezTalk in der Gelsenkirchener Flora, Merlin Shepherd am Mikrofon An der Misere, dass die meisten Leser unter 65 bei dem Stichwort »Klezmer« mit den Augen rollen und weiterklicken, haben viele Akteure mitgearbeitet. Unter anderem die vielen evangelischen Oberstudienräte, die ihre Musik in Pseudo-Jiddisch ansagen und schwarze Hüte dabei tragen (ich habe nichts gegen Oberstudienräte im Allgemeinen). Andere Faktoren mögen auch eine Rolle dabei gespielt haben, warum diese Art der Musik für viele Leute meiner Generation (und auch für die nachfolgende) die Popularität einer Wurzelbehandlung hat und eigentlich als ein »Ding für Nichtjuden« betrachtet wurde und wird....

11 Okt. 2015 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Als Schmulik die beste Synagoge des Landes entdeckte

Schmulik schreckte hoch. Er war jetzt hellwach. Er hörte absolut nichts. Gar nichts. Jetzt hörte er irgendwo das Flattern eines Vogels. Gespenstische Ruhe lag über seiner Suite. Die absolute Ruhe war dafür verantwortlich, dass er am frühen Morgen hochschreckte. Am Tag zuvor hatte noch Lena mit ihrem gleichmäßigen Schnarchen dafür gesorgt, dass Schmulik sanft weiterschlummern konnte. Sie war dann aber am Nachmittag abgereist. Obwohl das ein großes Wort ist. Schmulik hatte sie in ein Taxi gesetzt, dass sie für viel Geld nach München brachte....

07 Okt. 2015 · 6 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Zwei Meldungen zu Synagogen

Zwei Meldungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: aus Berlin: Die Synagoge Fraenkelufer boomt - dank Facebook, schreibt der Deutschlandfunk hier. Die Synaoge scheint gerade auf einer Beliebtheitswelle zu reiten und immer mehr jüngere Juden zu begeistern. Was hat man dort richtig gemacht? Wenn man ich es richtig verstehe, dann hat man Engagement zugelassen und einfach mal laufen lassen. Die Synagoge Luzern muss wohl schließen, berichten die Schweizer Zeitung »Der Bund« und das Online-Magazin zentral+....

18 Sept. 2015 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Nicht helfen!?

Wo wird das hinführen? Wo steuert Deutschland hin? Welchen Kurs nimmt dieses Land? Flüchtlinge kommen und auch ein paar Juden äußern (zuweilen mit großer Reichweite) ein Gefühl des Unbehagens angesichts der Tatsache, dass es Muslime sind, die da kommen. Da gibt es durchaus Fragen die man sich oder anderen vielleicht stellen kann, aber nicht so gerne vor dem Hintergrund, dass man solange niemanden aufnimmt. Maimonides, der Rambam (1135–1204), hat eine Antwort darauf, was jetzt zu tun ist, in seinem »Führer der Unschlüssigen« Morej Newuchim (hier einmal im hebräischen Text und in der deutschen Übersetzung, tatsächlich erschien der Morei Newuchim in arabischer Sprache):...

09 Sept. 2015 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]