Fragwürdige Erfolge an der Kotel

Die Westmauer. Matson Photo Service [Public domain]Am Ende eines Prozesses, der Jahre gedauert hat, wurde entschieden, dass es irgendwo an der Westmauer möglich sein soll, dass Frauen und Männer gemeinsam beten. Dabei lautete die ursprüngliche Forderung, dass Frauen das Recht haben sollten, im Frauenbereich mit Tallit und Teffilin zu beten. Zudem wollte man regelmäßig aus der Torah lesen. Daraus wurde ein Kompromiss: Es wird einen progressiven Bereich an der Kotel geben....

22 Feb. 2016 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Endlich

Der »Doktor« war etwa 90 Jahre alt. Ein hagerer Mann. Er sah nicht mehr besonders gut und war deshalb auf Hilfe angewiesen. Wenn ich an einem Abend bei ihm war, half ich ihm, warme Milch vorzubereiten, entfernte für ihn Krusten von Broten und unterhielt mich mit ihm über das, was sein Leben ausgefüllt hat. Er kam aus dem Ruhrgebiet, wuchs dort auf bis ihn die Nazis vertrieben, er verlor einen Teil seiner Familie, er kehrte zurück nach Deutschland, wurde Zahnarzt, hatte ein »ausgefülltes« Leben....

14 Feb. 2016 · 5 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Ischto K’Gufo

Dass sefardische und aschkenasische Juden »in« die jeweils andere Tradition heiraten, ist eigentlich ein »neues« Phänomen. Herauszufinden, warum wer die Tradition des Ehepartners übernimmt, war deshalb gar nicht so sehr einfach… es gibt ein Prinzip namens Ischto K’Gufo - was das ist, habe ich für die Jüdische Allgemeinen aufgeschrieben: Wieso Weshalb Warum – Ischto K’Gufo

12 Feb. 2016 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Wikis und Judentum

Das direkt vorweg: »Das« Wiki meiner Kindheit hieß Wickie und war der geschlechtslose Abkömmling eines Wikingers – bis ich in einer Folge Wickie nackt auf einem Fisch habe schwimmen sehen. Von da an war klar: Wickie war ein Junge. Sein Potz war deutlich zu sehen. Das kann man wohl heute nicht mehr zeigen. Überflüssig zu sagen, dass es »damals« kein Internet gab, also auch kein Forum für diejenigen, die sich darüber aufregen wollten....

08 Feb. 2016 · 4 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Antisemitismus als Konstante

Es wurde in den letzten Tagen viel zum Antisemitismus in Deutschland geschrieben (siehe hier Levis Bericht, oder den von Juna). Das hängt zum einen mit dem 27. Januar zusammen, zum anderen mit der Instrumentalisierung des Antisemitismus gegen Flüchtlinge. Es geht dabei um den Antisemitismus, den Flüchtlinge aus Syrien vielleicht mitbringen könnten. So genau weiß man das noch nicht. Aber die »Maintstream-Gesellschaft« war schon ganz froh, dass da jemand kommt, der etwas offener antisemitisch ist (oder sein könnte)....

30 Jan. 2016 · 4 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Das Jüdische Museum Wien online sehen!

Das Jüdische Museum Wien online Das Jüdische Museum Wien kann man nun auch online anschauen und sich durch Exponate klicken, sie nahezu beliebig vergrößern und sich sehr genau anschauen - wie etwa diesen Vorhang eines Aron haKodesch: Toravorhang des Diskin Waisenhauses Einigen Objekten kommt man so vielleicht näher als bei einem realen Besuch und kann sich jedes Detail anschauen. Das ist bei Kultgegenständen oder Kunst besonders interessant. Dennoch will man natürlich all diese Dinge auch einmal in Wirklichkeit sehen (ich jedenfalls)....

26 Jan. 2016 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Der Admor von Malta

Website Admor von Malta Malta hat eine kleine (winzige) jüdische Bevölkerung. Ansonsten dürfte der Staat besonders für die Playmobil-Produktion und die Teilnahme am Eurovision-Song-Contest bekannt sein. Seit einiger Zeit gibt es aber offenbar eine neue Einrichtung. Den »Admor« - wobei Admor ein sogenanntes Akronym ist. Also ein Wort aus einer Abkürzung: Addoneijnu Morejnu, weRabbeijnu Das we (Waw) kann auch als O gelesen werden: Also kurz AdMOR. Das bedeutet »Unser Herr, unser Lehrer, unser Rabbi«....

25 Jan. 2016 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Ritualmord?

Alte russische Darstellung des Jungen Gabriel Nach 15 Jahren Wikipedia kann man sagen was man will, aber bestimmte Inhalte überleben nicht lange, auch wenn man viele andere aussichtslose Kämpfe (etwa gegen das Kreuz im Sterbedatum jüdischer Personen) austragen muss und dabei so einiges einstecken muss. Der, mitunter, seltsame Umgang mit Nischenthemen hat aber in vielen Bereichen dazu geführt, dass die Dinge einfach selber in die Hand genommen werden. Die Orthopedia ist so ein Beispiel....

18 Jan. 2016 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Kauf den Tallit einfach bei H&M

Das war eine tolle Überraschung! Sonst bringt H&M immer Tücher und Schals auf den Markt, die an die Kefije erinnern und statten so ganze Horden Jugendlicher mit wenig positiven Kleidungsstücken aus. Jetzt wurde weltweit der Tallit-Style auf den Markt gebracht. Dazu gibt es drei schlechte Nachrichten: Erste: Natürlich gab es Proteste dagegen. Angeblich sei das ein heiliges Symbol. So zitiert die Jüdische Allgemeine jemanden der das so empfindet (siehe auch hier)....

07 Jan. 2016 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Das magische Buch

Ein Zauberbuch? Woher kommen die Dämonen? Weil alle dazu etwas zu sagen haben: Es gab einen Zauberer. Der hatte unvorstellbare Zauberkräfte – gegen die konnte fast niemand etwas tun. Dieser Zauberer hatte ein Buch geschrieben. Ein Zauberbuch. Und jeder der das Buch las, wurde in den Bann des Zauberers gezogen und folgte fortan den Befehlen aus dem Zauberbuch. Und unter dem magischen Einfluss des Zauberers taten die Menschen furchtbare Dinge....

06 Jan. 2016 · 4 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]