Über Opfer

Die »Opfer« im »Zelt der Begegnung« und im Tempel zu verstehen, fällt nicht leicht. Es gibt verschiedenste Ansätze sich damit zu beschäftigen. Erklärt man es historisch? Erklärt man es im Gegensatz zu Menschenopfern, die es im Altertum gegeben hat? Oder betont man statt dessen, dass wir heute die Gebete an ihrer Stelle haben? Oder macht man es sich sehr einfach und sagt: Das kann man nicht erklären? Man nähert sich dem Thema möglicherweise am einfachsten, wenn man nicht den gesamten Komplex betrachtet, sondern sich kleine Aspekte herauslöst, vor allem jene, die man vielleicht schnell überliest: zum Beispiel, dass man alle Opfer mit Salz bestreuen muss (2,13)....

15 März 2019 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Designvorschläge von 1720

Um das Jahr 1720 herum entstand in Wien ein Siddur mit »Amsterdamer Buchstaben«. Das großartige Manuskript hat die British Library digitalisiert (hier). [caption id=“attachment_9887” align=“aligncenter” width=“541”] Siddur 1720 Wien mit Amsterdamer Buchstaben[/caption] Das Dokument enthält interessante Illustrationen, wie etwa dieses »Schiwiti«, um sich besser auf das Gebet konzentrieren zu können: Aber nicht nur das! Das Manuskript enthält ein paar interessante Ideen für das Layout eines modernen Siddurs (wie ich finde). Es gibt in der Keduschah für das Mussafgebet verschiedene Hinzufügungen oder Änderungen des Textes....

25 Feb. 2019 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Endlich mal wieder eine Richtungsdebatte

Du bist Jüdin oder Jude und hast einen Social Media Account? Du hast ein paar jüdische Follower oder »Freunde«? Du willst richtig Traffic erzeugen? Du kannst das mit zwei Dauerbrennern schaffen: eine »Wer-ist-Jude-Diskussion« vom Zaun brechen eine Diskussion über verschiedene Strömungen beginnen Richtig gut wird es, wenn man beide Themen verbinden kann: Wer hat das Recht, wem zu sagen, wer jüdisch ist und wer hat das Recht, das auszulegen? Man muss kilometerweit scrollen, um die neuesten Kommentare lesen zu können....

22 Feb. 2019 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Challah vom Himmel

Die Frau von Rabbi Chanina hatte sich anscheinend an Wunder gewöhnt, war aber auch nicht so richtig zufrieden mit der Gesamtsituation. Für die Jüdische Allgemeine habe ich eine Geschichte um ein Wunder mit Rabbi Chanina aufgeschrieben: Talmudisches – Challah vom Himmel

18 Feb. 2019 · 1 Minute · Chajm Guski

Gelbwesten

[caption id=“attachment_9858” align=“aligncenter” width=“1100”] Das Auge über den Banken und der Parasit daneben. Wer antisemitische Aussagen zu deuten weiß, ist hier direkt im Bild. Foto von: Stefan jaouen [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons[/caption] Das Video mit Alain Finkielkraut verbreitete sich schnell. Der Philosoph wird von demonstrierenden Gilets jaunes (Gelbwesten) in Paris erkannt, übel antisemitisch beschimpft und muss dann von der Polizei geschützt werden. In den Tagen zuvor kursierten Fotos von Geschäften auf deren Schaufenster man »Jude« gemalt hatte....

18 Feb. 2019 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Migrationsbericht und jüdische Zuwanderung

[caption id=“attachment_9828” align=“aligncenter” width=“635”] Zuwanderung aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion[/caption] Der aktuelle Migrationsbericht 2016/2017 brauchte einige Zeit, um dann im Januar 2019 veröffentlicht zu werden. Gerade in hysterischen Zeiten kann ein solches Dokument jedoch helfen, die Wogen etwas zu glätten. Einfach nur mit nüchternen Zahlen. Wer kam wann woher und wie sieht die Entwicklung aus? Der Bericht enthält jedoch auch die Zahlen der jüdischen Zuwanderung. Das ist nicht so uninteressant....

29 Jan. 2019 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Überalterung der jüdischen Gemeinden

Der Deutschlandfunk hat einen kleinen Bericht über die Überalterung der jüdischen Gemeinden gemacht (hier abrufbar und lesbar) und auch mich als pessimistische Stimme ins Boot geholt. Ich habe erklärt, dass die demografische Struktur vermutlich dazu führen wird, dass die eine oder andere Gemeinde vermutlich aufgeben müsste. Dieser Pessimismus ist natürlich durchaus gewollt, weil er (hoffentlich) zu fundiertem Widerspruch führt. Günter Jek von der ZWST ist etwas optimistischer und spricht von Zusammenlegungen - was auf der anderen Seite natürlich dazu führen könnte, dass eine von zwei fusionierten Gemeinden de facto verschwindet....

29 Jan. 2019 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Am 27. Januar mit Klezmer

Ein Beitrag bei instagram, der es vielleicht nicht ganz mit dem großen Kochen an Jom Kippur aufnehmen kann, aber eigentlich alles sagt. Man muss nicht kommentieren, was sich die Evangelische Kirche Lauenburg da für den 27. Januar ausgedacht hat: Einen »jüdisch-christlichen G-ttesdienst« mit Musik. Natürlich Klezmer:

21 Jan. 2019 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Deutschsprachige Jüdische Blogs — Super Projekte und schlechte Nachrichten

Beginnen wir mit Wien! Sarah Egger, die von Wien aus über jüdisches bloggt und damit die extrem übersichtliche deutschsprachige jüdische Blogosphäre (verwendet man das Wort überhaupt noch?) aus Österreich verstärkt, hat beschlossen, dass man mehr jüdischen Kitsch kaufen können darf. Aus der besten Motivation, die man sich denken kann - nein nicht Geld - sie fand selber nichts »in der Nähe«. Damit möchte sie lokal loslegen, aber ich denke, wenn sie Unterstützung erfährt und zahlreiche Kunden findet, kann man dazu zwingen, auch ins deutschsprachige Ausland (Deutschland) zu expandieren....

20 Jan. 2019 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Was ein neues Buch von Houellebecq wirklich bedeutet

[caption id=“attachment_9797” align=“aligncenter” width=“640”] Katalog der Houellebecq Ausstellung, kuratiert von Michel Houellebecq – also phrasenfrei, Foto vom Ba’al haBlog[/caption] Ein neues Buch von Michel Houellebecq. Natürlich bedeutet es, dass Houellebecq sowohl die Feuilletons triggert, als auch eingefleischte Hater und dabei noch einen gewissen Erfolg haben dürfte. Aber es bedeutet auch, dass zahlreiche Rezensenten in ihrer Hilflosigkeit mit Formulierungen von der Stange arbeiten müssen und uns mit Phrasen aus dem Houellebecq-Phras-O-Maten beleidigen....

10 Jan. 2019 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]