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Der Emessdike Rebbe: Shelly

Der fünfte Abend von Chanukkah.
In Shellys Augen spiegelten sich noch die Chanukkahkerzen. Das sah feierlich aus, aber in Shellys Blickfeld lag auch ein großes Päckchen, eingepackt in blaues Geschenkpapier mit Drejdl-Motiv. Aufmuntern nickten ihre Eltern ihr zu. In der gleiche Sekunde hatte Shelly das Papier bereits heruntergerissen.
»Die Barbie-Skihütte! Danke!«
Die Skihütte ergänzte die Geschenke von den anderen vier Abenden. Den Barbie Sessellift, die Schneefräse, die Slalomstrecke und den Barbie Whirlpool.
Aber dann hielt Shelly einen Moment inne.
»Hoffentlich kriege ich noch das Waldschloss von Barbie!«
»Warte doch. Außerdem wirst in zwei Monaten sechs Jahre alt. Wer weiß, was es dann noch gibt.« Vater Daniel war stolz.
»Wer bringt mir überhaupt die Geschenke zu Chanukkah? Macht ihr das, oder ist wie bei Paul und Klara? Da bringt der Weihnachtsmann die Geschenke?«
»Weißt du, kleine Shelly. Die Geschenke, die bringen die starken Makkabäer. Die ziehen um die Welt und zu Chanukkah bringen sie den Kindern Geschenke, oder manchmal auch Geld. In einigen Familien nur einmal, aber weil die Makkabäer wissen, wie lieb wir dich haben, kommen sie hier an jedem Abend von Chanukkah. Sie haben ja auch weniger zu tun als der dicke Weihnachtsmann. So viele Juden gibt es ja nicht.
Shelly nickte und sah einen Augenblick lang beeindruckt aus. Diese Makkabäer waren starke Kerle.

Beim Einschlafen dachte Shelly noch darüber nach, bis sie in der Nacht von einem kleinen Lichtlein geweckt wurde. Neben ihrem Bett sah es so aus, als würde eine kleine Kerze brennen. Shelly war fasziniert. Das Licht wurde ein wenig größer und aus dem Licht heraus stieg ein kleiner Rebbe auf ihren Nachttisch. Ein wenig größer als eine Tasse. Der Rebbe sah freundlich aus. Er hatte einen langen, vollen, Bart aus weißen Haaren und wache braune Augen. Auf dem Kopf trug ein Pelzhütchen und trug kleine goldene Schühchen. Seine Kleidung schien aus glänzendem Samt zu bestehen. So genau kannte Shelly das Material nicht. Aber es gut aus. Seine Haut sah flauschig aus – fast wie die ihrer Stofftiere. Ein kleiner Knuddelrebbe.

»Her zi! Weißt Du wer ich bin?« fragte der kleine Rebbe mit einer freundlichen Stimme.
Shellys Herz wurde ganz warm wegen des kleinen knuddeligen Rebbes.
»Nein. Wer bist du denn? Bist du ein Makkabäer«
»Nein kleine Shelly. Ich bin kein Makkabäer. Ich habe keine starken Muskeln. Ich habe keine Rüstung und ich habe keine Waffen.
Ich bin der emessdike Rebbe. Ich besuche in der Nacht jiddische Kinder. Ich bin dein Freund. Möchtest du, dass ich dein Freund bin?«
Shelly nickte schüchtern.
»Ich habe eine Nachricht für dich. Und weil das die Wahrheit ist, nennt man mich auch den emessdiken Rebben.«
»Was denn für eine Nachricht? Von wem?«
Statt einer Antwort, hatte der Rebbe eine weitere Frage.
»Her zi: Deine Eltern haben dir erzählt, die Chanukkahgeschenke bringen die Makkabäer. Richtig?«
Das G von »richtig« hörte sich eher wie ein K an.
Shelly nickte jedenfalls.
Der Rebbe hob den Finger und seine Augenbrauen:
»Das ist Unsinn. Geschichten. Meschugas. Die Geschenke kaufen deine Eltern. Und sie geben viel Geld dafür aus. Mehr Geld, als sie eigentlich haben. Du wirst dich fragen, warum sie das machen. Ich sage es dir. Weil sie viel Geld ausgegeben haben, um dich überhaupt zu bekommen. Und jetzt geben sie noch mehr Geld für dich aus. Damit du dich wohlfühlst. Irgendwann werden sie selber merken, dass sie sich das Haus mit dem Garten und die vielen Geschenke nicht leisten können. Du wirst aber noch mehr wollen. Und deine Eltern werden es dir kaufen. Und sie werden sich streiten. Und sie werden unglücklich. Und sie werden sich trennen. Und dann wirst du bei deiner Mutter in einer kleinen winzigen Wohnung leben müssen. Und die schönsten Chanukkahabende werden die in deiner Erinnerung sein. Das ist die Wahrheit. Deshalb nennt man mich den emessdiken Rebben.«
Shelly schluckte. Tränen standen in ihren Augen.
Das Licht verschwand. Der Rebbe war nicht mehr zu sehen.

»Wo bist du?« flüsterte Shelly und erhielt keine Antwort.
»Kannst du mir noch verraten, ob ich das Barbie Waldschloss bekomme?«

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Eine deutsche Übersetzung der Torah online

Torah – Innenteil – Erste Seite mit Verwendung eines historischen Vorbilds

2014 veröffentlichte ich nach vielen Jahren der Vorbereitung eine deutsche Übersetzung der Torah. Grundlage war »Zunz Übersetzung«, die aber eigentlich von den Rabbinern Heymann Arnheim und Sachs stammt. Leopold Zunz war lediglich der Herausgeber. Die Ausgabe von Zunz habe ich zunächst digitalisiert – was gar nicht so einfach war, immerhin lag die Originalausgabe nur in Fraktur vor. Dann habe ich mir die Stellen herausgesucht, über die ich bereits Artikel für die Jüdische Allgemeine geschrieben habe. Anschließend wurde die Wörter »herausgesucht« für die eine Übersetzung eigentlich gar nicht möglich ist, weil sie für ein Konzept stehen und eine Übersetzung nur auf den Holzweg führt. Tza’arat wäre so ein Beispiel. Die Übertragung mit »Aussatz« führt den Leser vielleicht auf eine falsche Fährte. Hier geht es weniger um Medizin. Dann gab es noch Gegenprüfungen zu Rabbiner Samson Raphael Hirsch und eine möglichst detaillierte Kommentierung von zahlreichen Stellen. Viele zitieren klassische Kommentatoren und wecken so vielleicht Interesse, all diese auf eigene Faust zu entdecken.
Alle Aspekte kann man im Umfang eines Buches nicht betrachten. Das Projekt hätte sonst in fünf Bänden á 460 Seiten erscheinen müssen. Hier und dort haben sich kleinere Fehler eingeschlichen, aber das war auch das Projekt einer Person – ohne einen dicken Fördermitteltopf für verschiedene Projektbeteiligte. Ich war dementsprechend beruhigt, dass auch eine geförderte (und doch kommerzielle) Digitalisierung einer Torahübersetzung sich dicke Schnitzer erlaubt hat und etwa aus einem »Hurenlohn« (ja, das Wort kommt in der Torah vor) einen »Hurensohn« gemacht hat.

Das alles kann man für einen kleinen Preis – wie ich finde – als elektronisches oder gedrucktes Buch kaufen. Der kleine Erlös fließt direkt in den Betrieb von talmud.de und die Bereitstellung dieses Blogs. Denn auch die sind nicht kostenlos und beide wollte ich nicht mehr mit Werbung – außer für eigene Projekte versehen und zukleistern.

Aber zugleich zielt talmud.de seit einiger Zeit nicht nur darauf, Wissen zum Judentum zu vermitteln, sondern auch darauf, jüdische Quellen in digitaler Form bereitzustellen – übertragen ins Deutsche und weiterverwendbar. Es liegt also nahe, DEN Quelltext des Judentums zu veröffentlichen: die Torah. Zu Beginn dieser Woche wurden die Texte freigeschaltet. So steht nun erstmalig eine deutschsprachige jüdische Übersetzung der Torah online zur Verfügung.

Zur Onlineausgabe geht es direkt hier: talmud.de/tlmd/die-torah-eine-deutsche-uebersetzung

Ja – der Text der Torah kommt ohne Kommentar daher. Dieser ist dann der Mehrwert des Buches.

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Von Schabbat zu Schabbat mit der CDU

Irgendwie scheint ein gewisser Aktionismus ausgebrochen zu sein.

Denn jetzt ist (mal wieder) die Zeit der »Zeichen« gekommen. Solidarisierungsaktionen mit der »jüdischen Gemeinschaft« oder den »jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern« werden ausgerufen. Es ändert zwar nichts am Antisemitismus, aber man hat etwas gemacht und kann das von der Liste streichen.

Die CDU hat nun die Aktion »Von Schabbat zu Schabbat« ausgerufen:

Die CDU Deutschlands lädt ein zur Ak­tionswoche „Von Schabbat zu Schabbat“ – eine Aktionswoche für die Zugehörigkeit jüdischen Lebens in Deutschland und gegen Antisemitismus. Dabei werden Mitglieder des CDU-Bundesvorstandes Orte jüdischen Lebens besuchen. Sie werden auf jüdische Kultur in Deutschland aufmerksam machen, auf jüdische Feste und Traditionen. Von Schabbat zu Schabbat. Überall in unserem Land.
von hier

Auf der Seite der Aktion sieht eine kleine Bildergalerie dazu.
Sieben Bilder.
Ein Bild ist ein Link auf ein YouTube-Video mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie sagt, dass Antisemitismus eine starke Antwort des Staates erfordert. Ja, wäre schön.

Sie nennt die Woche, eine »Aktionswoche für die Zugehörigkeit jüdischen Lebens in Deutschland und gegen Antisemitismus«. Klingt für mich, wie die Feststellung von etwas, was eigentlich offensichtlich sein sollte. Jedenfalls ist noch keiner auf die Idee gekommen, eine Aktionswoche für das Oktoberfest zu veranstalten. Einfach, um zu unterstreichen, dass auch das zu Bayern und zu Deutschland gehört.

Drei Bilder zeigen Volker Bouffier in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt und drei dokumentieren den Besuch der »Alten Synagoge Steinsfurt«, keinem Ort mit einer aktiven jüdischen Gemeinde. Das war ein Ort jüdischen Lebens. Der Besuch zeigt aber, wie jüdisches Leben in der Öffentlichkeit häufig wahrgenommen wird.

War es das? Politiker schütteln Hände?

Sind wir fair: Über die Staatsverträge wird jüdisches Leben finanziert und Sicherheitsstrukturen mitfinanziert. Sicherheitsstrukturen die man nicht bräuchte, wenn wir kein Problem mit Antisemitismus hätten.
Jüdisches Leben kann gut ausgestattet sein, wenn es aber nur in gut gesicherten Gemeindehäusern und sicheren Privatwohnungen stattfinden kann und man »draußen« nicht sicher ist, dann ist das kein gutes und offenes jüdisches Leben. Das kann man nicht kaufen. Das gibt es nur, wenn die gesellschaftlichen Voraussetzungen dafür stimmen.

Wenn auf der anderen Seite Jüdinnen und Juden weiterhin nur »Mit-Bürger« sind und keine Bürger, dann haben wir ein tiefgreifenderes Problem.

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Synagogen bauen

Wintersynagoge der Portugiesischen Synagoge Amsterdam – für viele Minjanim dürfte diese Größe ausreichen

Kaliningrad

In Kaliningrad, der Stadt, die früher »Königsberg« hieß, wird demnächst eine neue Synagoge eröffnet (siehe hier). Diese Synagoge ist ein Nachbau der Synagoge, die es bis vor der Schoah in der Stadt gegeben hat – jedenfalls von außen. Der Innenraum wird neu gestaltet, vermutlich dann auch nach den Erfordernissen von Chabad. Die ursprüngliche Synagoge dort diente ja der liberalen Gemeinde mit Orgel und allem was dazu gehört. Die fertige Synagoge wird letztendlich 500 Plätze haben, soll aber bis zu 2.000 Menschen versorgen können. Eines liegt also auf der Hand, auch wenn von einem Wiederaufbau der Königsberger Synagoge gesprochen wird (ausdrücklich), ist es das nicht. Die heutige Gemeinde knüpft natürlich nicht an die Tradition der Königsberger Gemeinde an und erbaut auch nur die Fassade der alten Synagoge.
Ein sehr ungewöhnlicher Schritt, denn gerade Chabad hätte ich zugetraut, etwas »neues« zukunftsorientiertes zu bauen. Mit einem Blick auf eine realistische Einschätzung der Lage: Eine leicht zu unterhaltende Synagoge, zugeschnitten auf die Gemeindemitglieder. Tallinn scheint dafür ein gutes Beispiel zu sein. Dort baute Chabad ein smartes neues Gemeindezentrum. Statistische Angaben (von 2012: Arena Atlas Religion Maps. »Ogonek«, № 34 (5243)) legen nahe, dass es im gesamten Oblast Kaliningrad gerade so 1.000 Juden gibt. »Oblast« meint das gesamte Gebiet Kaliningrad. Dieses Gebiet hat ungefähr 940.000 Einwohner, weniger als 0,1 Prozent sollen jüdische Einwohner sein. Da sind 500 Plätze mehr als optimistisch.

Aber offenbar erhöht das Akzeptanz der Synagoge und erzeugt offenbar gewisse Emotionen. So konnte man auch das notwendige Geld für den Bau aus Spenden aufbringen und den »Zirkus« der Stadt entschädigen, der auf dem Baugrund stand. Hier wird die Zukunft zeigen, ob dies wirklich das richtige Vorgehen war.

Deutschland – wohnen in der Nähe der Synagoge

Ende des vergangenen Jahres (2017) entschied das Sozialgericht Berlin, dass die Stadt keine 2.000 an Hartz 4 Empfänger für eine Wohnung in der Nähe einer Synagoge zahlen muss (siehe hier). Man dürfe am Schabbat nicht mit dem Auto in die Synagoge fahren – was ja auch stimmt, aber leider seien alle Wohnungen in der Nähe der Synagoge sehr teuer. Deshalb müsse die Miete einer solchen Wohnung vom Amt übernommen werden. Das offenbart ein ganz anderes Problem der Gemeinden in Deutschland: Sie sind zwar »in der Mitte der Gesellschaft« angekommen (siehe auch den Text hier), aber dort, in der Mitte der Städte, sind die Mieten sehr hoch. Die Gemeinden werden dort gebaut, wo sie gesehen werden und die offene Demokratie demonstrieren. Sie liegen aber nicht dort, wo die Gemeindemitglieder wohnen. Das erschwert observantes Leben eher, als dass es das erleichtert.

Die Verbindung

Beide Ereignisse sind zwar geographisch voneinander getrennt, erzählen aber die gleiche Geschichte: Die Versuchung ist groß, »symbolisch« zu handeln und nicht pragmatisch. Davon hängt aber die Zukunft der Gemeinden ab. Sie sollten pragmatische Entscheidungen treffen und betrachten, wohin sich die Gemeinden entwickeln sollen. Synagogen in Innenstadtlagen sind eher etwas für Menschen, die sich das Leben dort leisten können – wobei es natürlich in Einzelfällen Innenstädte gibt, die noch eine ausgewogene Mietstruktur haben.

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Wütend

Israel haYom titelt mit dem Bekenntnis der Hamas: 50 der Opfer waren unsere Kämpfer.

Es muss einen empathischen Menschen doch wütend machen, dass es Leute gibt, die in einem den blanken Hass auslösen und das mit Absicht. Leute, die wollen, dass man die Kontrolle verliert und emotional reagiert. Und dass dieses Gefühl auch in mir aufkeimt, macht zumindest mich wütend.

So habe ich mehrere Tage die Situation an der Grenze zu Gaza beobachtet – wie viele andere auch.
Seien wir nicht naiv.
Dass sie entstanden ist, hat nichts mit der Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem zu tun. Die Eröffnung markiert ohnehin nur eine Tatsache. Jerusalem ist schon länger als eine Woche die Hauptstadt Israels. Einer besonderen Zeremonie hätte es da gar nicht bedurft, um diese Selbstverständlichkeit zu markieren.

Aber zurück nach Gaza.
Der »große Marsch der Rückkehr« – gemeint ist die Rückkehr in die Dörfer, die man nach dem Angriff auf Israel verlassen musste – wurde schon vor längerer Zeit für den Tag der »Nakba« geplant. Vollkommen unabhängig von der Eröffnung der Botschaft.
Es wäre dumm, anzunehmen, dass die Hamas, die Regierung von Gaza, die Israel vollständig vernichten will (Charta), plötzlich ihre Friedfertigkeit demonstrieren will.

Früher war es bei Auseinandersetzungen so, dass die Kontrahenten die Opferzahlen auf eigener Seite möglichst niedrig halten wollen – und die auf der anderen Seite möglichst hoch oder »effektiv«. Hier ist es genau umgekehrt. Der Staat Israel hat es mit einer Organisation zu tun, die Opferzahlen maximieren möchte. Das dürften sogar die Menschen vor Ort wissen. Dass man das in den Medien hier nicht sehen will, wundert schon ein wenig. Darüber, dass man mehrfach am Grenzübergang Kerem Schalom Feuer gelegt hat, um die Energieversorgung zu unterbrechen und humanitäre Hilfsgüter wieder zurück nach Israel schickt, davon erfährt man hier auch wenig.

Die Berichte zeigen, dass man versucht hat, möglichst viele Menschen dazu zu motivieren, den Grenzzaun zu überwinden (New York Times, hier). Nicht um in die Heimatdörfer der Vorfahren zu marschieren, sondern um Menschen zu töten. Was für einige wenige Kämpfer der Hamas nicht möglich wäre, soll die bloße Flut der Menschen schaffen.
Auf der anderen Seite israelische Soldaten. Verstärkte Posten. Es wird Tränengas eingesetzt, es fallen Schüsse und Menschen sterben.

Jetzt kann man natürlich sagen: »Ja, darauf hat es die Hamas doch angelegt.« Und das ist nicht einmal so falsch. Oder man bedauert auch diese Toten und sieht sie als Opfer ihrer eigenen Regierung und bedauert, dass die israelischen Soldaten gezwungen waren, auf die Menschen zu schießen, die den Grenzzaun überwinden wollten, um möglichst vielen Menschen zu schaden. Aber in meiner Filterblase habe ich das kaum sehen können. Es muss Zeit bleiben, um sich die Situation anzuschauen und zu bewerten. Nachzudenken. Es kann doch nicht darum gehen, als erster ein Statement dazu bei facebook oder twitter zu posten?!

Das »na und? das war so beabsichtigt« überwiegt und das sind die Auswirkungen einer solchen Auseinandersetzung in den sozialen Medien – eine gewisse Gleichgültigkeit für die Zahlen. Auch wenn wir jüngst gelernt haben, dass 50 der etwa 65 Toten Soldaten der Hamas waren, ist die Tatsache, dass es dazu überhaupt kommen musste, doch tragisch?

Tragisch, dass das Leben der eigenen Kinder so wenig wert ist, dass man es als Waffe verwendet und andere dazu zwingen will, sie zu töten.
Tragisch, dass man anderen Hass aufzwingen will, den diese Leute vielleicht gar nicht empfinden – oder empfinden wollen.

Genau dies ist auch das Ziel derjenigen, die den Hass auf Juden auch in die Diaspora tragen und dort Gemeindehäuser oder gar Menschen angreifen. Sie wollen, dass man sie hasst.
Was sonst?
Einen taktischen Vorteil wird man dadurch ja wohl kaum erringen können. Diese Agenda wird mehr Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit verursachen.

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Jerusalem – Stadt der untergehenden Sonne

Diese Rezension musste etwas reifen, denn das Buch, um das es hier geht ist ungewöhnlich.
Spannend zu lesen und zugleich auch anstrengend, auf beunruhigende Weise intelligent und dennoch möchte man nicht jeden Gedanken mitgehen. Ist es die Beschreibung einer Reise? Ist es die Beschreibung einer Reise? Ist es eine Zusammenstellung von Texten zu Jerusalem oder Israel?
Doch lasst uns vorher einen Schritt zurückgehen. Zum Thema des Buches »Jerusalem – Stadt der untergehenden Sonne«.
Jerusalem – diese Stadt besteht zu drei Vierteln aus Text und was wir in sie hineinprojizieren und zu einem Viertel aus der tatsächlichen Stadt. Die Stadt des Tempels, der Könige und der Propheten. Die Stadt, die im Gebet zur Hoffnung aller Juden im Exil geworden ist, ganz gleich, wie weit sie entfernt waren. Wir können uns vorstellen, dass kein irdischer Ort mit dieser Idealvorstellung mithalten kann. Zehn Maß Schönheit gäbe es in der Welt und neun habe Jerusalem erhalten (Kidduschin 49b). Und dann? Pizza Schemesch statt goldener Sonnenuntergang, Beter vor der Westmauer, Bar Mitzwah Fotos und laut rufende Menschen statt stiller Einkehr. Beständig Streit um die paar Quadratmeter vor der Westmauer. Diese Stadt beschreibt Alexander Ilitschewski aus vielen Perspektiven. Er schildert Menschen, kurze Ausrisse aus Gesprächen von der Straße, Stimmungen oder kurze Momente. Das tut er besser, als es ein Foto könnte:

»An Jom Kippur ist die Stadt gespenstisch still. Eine Stille, die man nicht einfach genießt, sondern in die man gebannt hineinhorcht. Die Fenster sind geöffnet, du lauschst der Stille, lauschst, wie die Stadt schweigt, hörst Gesprächsfetzen vorübergehender Menschen […] Diese Stille erzeugt die Stadt selbst: Es ist kein Schweigen, sondern eine geheime, kaum hörbare Melodie.« (Seite 49)

Dann widmet er sich ausführlich der Topographie der Stadt, vergleicht sie, analysiert sie und schildert die Eindrücke, die der Betrachter an einem bestimmten Ort dadurch gewinnt. Immer wieder geht er auf die Perspektiven ein. Er beschäftigt sich mit der »Durchsichtigkeit« von Jerusalem, die neue Blicke auf andere historische und topographische Schichten freigibt und die Vergangenheit mit der Gegenwart verschmelzen. Das spiegelt sich auch in der Anordnung der Texte. Einige von ihnen sind eingestreute Gedichte. Das Buch ist also zugleich Reisebericht, als auch Gedichtsammlung. Reisebericht und Einführung in die Geschichte des Ortes. So lässt der Autor den Leser zwar auch an seiner Anreise mit dem Flugzeug teilhaben, oder an seinen Ausflügen ans Tote Meer, nach Haifa oder Tel Aviv. Aber währenddessen gelingt es Ilitschewski auch über das jüdische Volk, das Judentum, über Islamismus und den jüdischen Staat, über jüdische Erfinder und über Psychoanalyse zu schreiben.

Blick ins Buch

Vielleicht konnte dieses Buch nur jemand wie Ilitschewski schreiben, jemand der den »Außenblick« hat. Ilitschewski wurde 1970 geboren, als seine Heimat Aserbaidschan noch Teil eines anderen Staates war – als Jude also in der Sowejtunion.
Er studierte in Moskau dann Physik, lebte aber auch in Kalifornien und heute in Israel. Überall also niemand, der ein »Insider« ist.

Ilitschewskis Studien haben sich nicht nur auf die Naturwissenschaften beschränkt. Nicht viele andere Bücher machen derart viele Anspielungen auf andere Texte. Es wird wirklich wenige Leser geben, die wirklich mit jeder Anspielung etwas anzufangen wissen. Das ist sehr belesen und weise von Ilitschewski , aber wirkt zuweilen wie ein literarischer Schwanzvergleich. Und »ja«, er kennt einfach mehr Texte als der Leser.

Ob das in der russischen Originalausgabe auch der Fall ist, kann ich nicht sagen. In der vorliegenden Ausgabe hat sich der Verlag »Matthes und Seitz« jedenfalls Mühe gegeben und einen Anhang mit Anmerkungen erstellen lassen. Darin hat man sich bemüht, nahezu alle genannten Personen und Dinge zu erklären. Das ist lobenswert, leider sind einige biographische Angaben jedoch falsch, aber für ein Buch, das in diesem Ausmaß intertextuell arbeitet, ist das schon sehr mühsam und nimmt dem Leser vielleicht etwas zu viel Arbeit ab. Zitate werden dann in einem weiteren Anhang mit Fußnotenzahlen ausgewiesen. Niemand hat die vielen intertextuellen Stellen in Michel Houellebecqs »Unterwerfung« je erklärt, dabei geben diese dem Buch noch eine ganz andere Perspektive.
Dann wäre da noch der Sch(m)utzumschlag. Da dieser bekanntermaßen in den Müll gehört, verliert man damit auch wichtige Informationen zu den letzten Umschlagklappen.

Für jemanden, der sich aufrichtig für Israel und Jerusalem interessiert und zugleich Sprache zu schätzen weiß, ist »Jerusalem« genau das richtige Buch. Dem Verlag sei an dieser Stelle für das Heben dieses literarischen Schatzes ausdrücklich gedankt.

Infos zum Buch
Alexander Ilitschewski
Jerusalem
Stadt der untergehenden Sonne
224 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
Originaltitel: Gorod Zakata (Russisch)
Übersetzung: Jennie Seitz
Erschienen: Ende 2017
ISBN: 978-3-95757-465-7

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Zwei Dokumentationen

Jüdisches Leben: Zwischen Alltag und Angst?

Zwei Dokumentationen des WDR die zufällig kurz hintereinander veröffentlicht wurden und zufällig thematisch zusammengehören, denn das Thema des einen Videos zeigt die Auswirkungen auf das Thema des anderen.

Da wäre zunächst »Die dunkle Seite des deutschen Rap« (hier klicken, WDR). Die Doku zeigt, dass es Antisemitismus im deutschen Rap kein sehr neues Phänomen ist und weiter genährt wird – auch wenn die Protagonisten überzeugt sind (jedenfalls vor der Kamera), keine Antisemiten zu sein. Nur weil man meint, alle Juden seien reich? Nur weil man Jude für ein prima Schimpfwort hält? Umfassender hat sich bisher niemand damit auseinandergesetzt. Was nicht deutlich wird: Die Folgen auf viele jugendliche Hörer. Das sind diejenigen, die heute Schulhöfe in Höllen für jüdische Schüler verwandeln.

Womit wir bei der zweiten Doku sind:
»Jüdisches Leben: Zwischen Alltag und Angst?« zeigt den Alltag von Michael Rubinstein, dem Geschäftsführer des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Nordrhein und einiger Leute aus Düsseldorf. Die Dokumentation zeigt einen dialogbereiten Michael Rubinstein, jemanden der sich ehrlich bemüht, aber zuweilen vielleicht etwas zu optimistisch an die Geschichte herangeht. Nicht alle Probleme haben ihre Ursache darin, dass man Juden nicht kennen würde. Der Mörder von Mireille Knoll, jener Schoah-Überlebenden, die in Paris von ihrem Nachbarn getötet wurde, kannte sie seit seiner Kindheit. Aber das Bemühen ist bewundernswert. Der Dramaturgie der Doku ist vielleicht das seltsame Kippah-Experiment geschuldet, auf dass sich Rubinstein einlassen muss. Er soll mit einer Kippah durch Duisburg-Marxloh laufen und die Reaktionen der Passanten erfassen. Zum einen begleitet von der Kamera, zum anderen vom ehemaligen Vorsitzenden der örtlichen Ditib-Moschee. Es passiert – und das ist auch gut so – nichts. Niemand kann sagen oder vermuten, ob etwas ohne Kamera passiert wäre.

Zum Abschluss hier ein Track von SpongeBOZZ, jenem Rapper, der sich als jüdisch geoutet hat – nix für Leute, die etwas mit dem Wort Tzniut anfangen können. Alle anderen viel Spaß damit…

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Keine Kippah im Anne-Frank-Haus aber eine in Berlin

Warteschlange vor dem Anne-Frank-Haus

Warteschlange vor dem Anne-Frank-Haus

In Berlin trug ein junger Israeli eine Kippah, obwohl er kein Jude war. Anscheinend wollte er zeigen, dass man in Berlin gefahrlos eine Kippah tragen kann. Es kam anders (siehe hier) und er wurde verprügelt. Sein Video von der Tat ging buchstäblich um die Welt. Dass er kein Jude war, nahmen einige, wie etwa Jakob Augstein zum Anlass, dies als »Provokation« zu betrachten oder das anderweitig zu relativieren. Merke: wer auf die Straße mit Kippah tritt und es vielleicht nicht unbedingt notwendig ist, der »provoziert«.
Dass sichtbares jüdisches Leben von einigen nicht geduldet werden will, nimmt man hin und versucht den Mob zu beruhigen, indem man jüdisches Leben noch weiter versteckt und zurückdrängt. Klar, es gibt gut geschützte Synagogen in einigen Stadtzentren. Aber das soll dann auch reichen. Wie so oft: Alle sind empört. Konkretes passiert nicht. Die Botschaft ist unterm Strich: Wir bedauern das. Schützen können wir euch nicht.

Eine Kippah machte auch in Amsterdam Schlagzeilen. Man könnte die zwei Ereignisse getrennt voneinander betrachten, sollte man aber nicht. Sie zeigen beispielhaft, wie man in Europa heute mit öffentlichen Zeichen jüdischen Lebens umgeht.

In Amsterdam ging es um das Anne-Frank-Haus.

Das Anne-Frank-Haus zählt bekanntlich zu DEN touristischen Hotspots in Amsterdam – dort schauen sich Besucher (2017 waren das knapp 1,2 Millionen) an, wie und wo sich ein jüdisches Mädchen mit seiner Familie versteckt hat. Das Haus zeigt in einem Museum auch in aller Kürze die Geschichte von Verfolgung und Ermordung der Juden in den Niederlanden und Europa.

Interessanterweise ist genau dieser Ort einer, an dem Angestellte ausdrücklich keine Kippah tragen dürfen. Das Nieuw Israëlietisch Weekblad (eine niederländische jüdische Wochenzeitung) berichtete in der letzten Woche (siehe hier) von Barry Vingerling. Die Geschichte geisterte danach durch einige englischsprachige jüdische Medien, allerdings etwas verkürzt.

Barry Vingerling arbeitete für das Anne-Frank-Haus. Er trug keine Kippah, als er sich dort vorstellte, wollte später jedoch eine tragen. Als strebsamer Angestellter frug er nach und bekam lange keine Antwort. Zwischendurch sprach er mit einem Beirat des Hauses, Rabbiner Menno ten Brink (liberal), der fand die schwarze Kappe des Anne-Frank-Hauses auch halachisch in Ordnung. Vingerling erhielt aber dennoch wochenlang keine Antwort durch die Leitung des Hauses bezüglich der Kippah.
Fünf Wochen nach dem Gespräch mit Rabbiner ten Brink wurde er mutiger und half ein wenig nach. Er griff zur Kippah. Ein jüdisches Symbol in den Räumen, die an ein jüdisches Mädchen erinnern. Erst danach wird er dazu aufgefordert, keine Kippah mehr zu tragen.
Das Haus möchte sich »so neutral wie möglich« zeigen und keine politischen und religiösen Botschaften präsentieren. Anscheinend soll sich niemand unwohl fühlen.
Angesichts der Geschichte des Hauses erscheint das schwer vorstellbar, sich überhaupt neutral zu präsentieren zu können. Unsinnig, die Geschichte eines jüdischen Mädchens, einer jüdischen Familie, ja der gesamten jüdischen Bevölkerung erzählen zu wollen, ohne überhaupt diesen Aspekt zur Sprache bringen zu wollen. Dieser Ort kann keine neutrale Haltung zum Judentum haben.

Lange Zeit (bis April 2017) war übrigens auf dem Audioguide des Hauses keine iraelische Fahne zu sehen. Alle Sprachen wurden durch eine Fahne des jeweiligen Landes repräsentiert. Israel durch die hebräischen Buchstaben für »Iwrit«.

Wenn selbst große Organisationen in ihrem Bemühen, es allen rechtzumachen, eine defensive Haltung einnehmen, ist doch eigentlich klar, wohin diese Haltung zwangsläufig führen muss. Jüdinnen und Juden werden so lange ausgefadet, bis sie tatsächlich verschwinden.

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Jetzt wird richtig aufgeräumt: Der Antisemitismus-Beauftragte

In dieser Woche wurde bekannt, dass die Regierung einen offiziellen Antisemitismus-Beauftragten nominiert hat. Felix Klein wird es werden, es soll aber hier gar nicht um die Person gehen. Es geht hier eher um die Stelle, die diese Person ausfüllen wird. Auf diese Stelle wird man verweisen, wenn es wieder antisemitische Übergriffe geben wird – und es wird wieder welche geben, daran besteht kein Zweifel.

Die Lösung für die Probleme?

Der Rechtsstaat verfügt über alle Instrumente, um seine Bürgerinnen und Bürger vor Übergriffen zu schützen und um ihnen die Religionsfreiheit zu garantieren. Es wird keine Verschärfung von Gesetzen geben müssen, denn die vorhandenen Gesetze müssten nur konsequent angewendet werden.
Die Probleme die wir haben, betreffen die gesamte Gesellschaft. Wenn »Jude« ein gängiges Schimpfwort auf Schulhöfen ist, dann sind Lehrerinnen und Lehrer gefordert, entschieden zu intervenieren und das nicht erst dann, wenn tatsächlich jüdische Schüler gemobbt werden. Und selbst in konkreten Mobbingfällen sieht entschiedenes Handeln häufig anders aus, als die Bitte, nichts an die Öffentlichkeit dringen zu lassen. Verleiht ein Antisemitismus-Beauftragter den Verantwortlichen die Einsicht, dass es hier nicht um Lächerlichkeiten geht?

Wird ein Antisemitismus-Beauftragter dafür sorgen, dass Jüdinnen und Juden auf der Straße nicht mehr angespuckt werden? Dafür, dass Passanten sich einmischen und eine rote Linie ziehen?

Der Gesellschaft sollte klar sein, dass ein Teil des heutigen Antisemitismus von einer jugendlichen Subkultur ausgeht, die sich zwar am Islam orientiert, aber nicht durch ihn gespeist wird. Die entsprechenden Player dieser Subkultur sind Rapper, Musiker und andere Multiplikatoren. Und wie reagiert die Gesellschaft darauf?
Sie verleiht den entsprechenden Gestalten Preise.

Wir wissen alle, dass Empörung nicht ausreicht. Auch von Solidaritätsbekundungen sind Kinder in Schulen, Beter in Synagogen oder einfach nur Menschen zuhause nicht sicherer. Daran wird auch ein Beauftragter nichts ändern. Aber er wird das Gewissen beruhigen. Man hat »etwas« unternommen. Nun kann auf jemanden gezeigt werden, wenn man sich fragt, warum es diesen oder jenen Vorfall gab.
Was ist das für ein Zeugnis, dass sich der Staat ausstellt, wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht mehr durchgesetzt werden können, um es zu ermöglichen, als Jude in Deutschland zu leben?
Benötigt man erst einen Mittelsmann, der zum Handeln auffordern soll?

Es wird auch in Zukunft nicht ausreichen, alle Vorfälle einfach nur zu erfassen und daraus eine pädagogische Handreichung zu erstellen. Es wird wohl oder übel so weit kommen müssen, dass man sich aus der Komfortzone wagt und die Mittel anwendet, über die man bereits verfügt: Verfolgen von Anzeigen, anschließender Schutz der Opfer, zivilrechtliche Verfahren gegen die Eltern minderjähriger Mobber und Gewalttäter.
Es kann sicher auch nicht schaden, eine klare Haltung einzunehmen. Es reicht nicht aus, diese nicht nur zu dokumentieren, sondern auch in Taten zu verwirklichen. Dies dem Antisemitismus-Beauftragten zu überlassen, wird keines der aktuellen Probleme lösen.

Und als habe man das unterstreichen wollen, gab es gleich die folgenden Tweets:

Die CSU gratuliert zur Wahl eines Kandidaten, der mit antisemitischen Untertönen Wahlkampf betrieben hat…

… und der Innenminister, der von der gratulierenden Partei gestellt wird, stellt wenig später über twitter den Antisemitismus-Beauftragten vor. Interessant an dem Tweet ist natürlich der Inhalt, aber insbesondere die Tatsache, wie wenig Mühe man sich mit dem Bild gegeben hat:

Ja, bereits im Januar habe mich dazu geäußert, siehe hier.
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Gemeindemitglieder 2017: interessante Zahlen

Entwicklung der Mitgliederzahlen der Jüdischen Gemeinden in Deutschland

Die Anzahl der Gemeindemitglieder der Jüdischen Gemeinden in Deutschland sinkt kontinuierlich. Das habe ich kürzlich erst in Essen vorgestellt und auch skizziert, was nun zu unternehmen wäre (siehe hier). Nun hat die ZWST auch die Zahlen für das Jahr 2017 veröffentlicht. Weiterlesen