Der Read-On Skandal

Gibt es eigentlich den Begriff »Blogosphäre« noch? Wenn es ihn noch gäbe, dann könnte ich prima schreiben »Ein Geist geht um in der deutschsprachigen jüdischen Blogosphäre und sogar in der gesamten deutschsprachigen«. DER SPIEGEL hat einen Beitrag über die Bloggerin, die über »Read on my dear, read on« bloggte, veröffentlicht. Um es ganz kurz zu machen: Die Angaben über ihren jüdischen Familienhintergrund seien falsch. Geschichten über Verwandte etwa, die sich über die Schoah austauschten, einfach nur ausgedacht....

04 Juni 2019 · 5 Minuten · Chajm Guski

Dieser Samstag ist »Trag eine Kippah-Samstag«

Gibt es keinen Kommentar zum Ausnahmsweise erscheint ein Kommentar zur Äußerung von Dr. Felix Klein, dem Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, in der Öffentlichkeit keine Kippah zu tragen? Doch natürlich. Aber ausnahmsweise einmal nicht in diesem Blog, sondern im englischsprachigen Blog bei der Times of Israel - hier.

31 Mai 2019 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Die Legende von Rabbi Akiwa

Pünktlich zu Lag BaOmer ist es verfügbar! Ein e-Book mit dem Titel »Die Legende von Rabbi Akiwa«. In diesem Büchlein (darf man ein e-Book »Büchlein« nennen?) erzählt Emil Bernhard Cohn (er war Rabbiner in Bonn, Essen, New York und später Dozent für Hebräische Literatur an der Stanford University in Palo Alto), das Leben von Rabbi Akiwa spannend nach. Von seiner »Erleuchtung«, bis zu seinem grausamen Tod durch die Römer. Cohn hangelt sich dazu an den Stellen aus Midrasch und Talmud entlang, die etwas über ihn verraten....

23 Mai 2019 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Mitgliederstatistik 2018

[caption id=“attachment_10068” align=“aligncenter” width=“800”] Entwicklung 1955 – 2018[/caption] Die Zahl der Gemeindemitglieder geht, wie erwartet, in größeren Schritten zurück. 1.596 weniger Mitglieder hatten die Gemeinde im Jahr 2018 als noch 2017. Das wäre ein Rückgang von 1,7 Prozent. In den Vorjahren lag der Rückgang rund um die »Ein-Prozent-Marke«. Eine Überraschung gibt es jedoch. Die wird erst weiter unten enthüllt. Jahr Anzahl 2009 104.241 2010 104.024 2011 102.797 2012 102.135 2013 101....

13 Mai 2019 · 4 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Ein Siddur als Begleiter

Siddurim, also Gebetbücher, habe ich mehr als eines. Viele von ihnen lassen »Siddur Sefat Emet«, den Siddur, der lange nahezu der einzige im deutschsprachigen Bereich war, tatsächlich antiquiert erscheinen. Sie sind einfacher zu verwenden und zeitgemäßer gestaltet. Neuere Siddurim enthalten sogar »mehr« Text, also Kommentare und Verweise auf Quellen. In einigen sind sogar Bakaschot abgedruckt, also »persönliche« Gebete. Diese Ausgaben verwende ich auch gerne, aber einen Siddur trage ich »immer« mit mir herum....

02 Mai 2019 · 2 Minuten · Chajm Guski

Mischne Tora in deutscher Sprache

Auf talmud.de erscheinen seit einiger Zeit Kapitel aus der Mischne Tora(h), jenem Werk von Maimonides, in dem er die Mitzwot ausführlich auflistet und darstellt - die Liste der 613 Gebote und Verbote hat es zu einiger Bekanntheit gebracht. Das mag zunächst unspektakulär aussehen, doch das, was bisher erschien, ist so nirgends in deutscher Sprache verfügbar. Zwar ist die Übersetzung eine Überarbeitung eines Textes, der schon 1850 erschien, doch die Übersetzung wurde bisher nur in Teilen reproduziert....

29 Apr. 2019 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Sederabende in Kirchengemeinden

[caption id=“attachment_8704” align=“aligncenter” width=“640”] Bernd das Brot wurde entfernt (verbrannt?) - an seine Stelle ist Max die Matze gerückt.[/caption] Sie sind sehr beliebt, die Sederabende in Kirchengemeinden. Oft gefeiert am Donnerstag vor Karfreitag. In diesem Jahr überschneiden sich Pessach und Ostern einmal wieder. So wird die Karwoche, in der man sich regelmäßig an den »Christusmördern« rächte, heute als Ausdruck der Gemeinsamkeit verstanden. In Kirchengemeinden werden Matzot gegessen, es wird beseelt »Ma Nischtana« gesungen und Segenssprüche aus der Haggadah aufgesagt....

17 Apr. 2019 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Aus dem Talmud – Hexen, Alkohol und Paare

Der Talmud warnt davor, Dinge »in Paaren« zu tun und erzählt zudem eine bemerkenswerte Geschichte: Eine Frau verhext einen Stalker bzw. ihren Ex-Mann. Wie man sich vor derartigen Dingen schützt, schildert der Talmud jedoch auch. Für die Jüdische Allgemeine habe ich die Geschichte aufgeschrieben. Den gesamten Text gibt es bei der Jüdischen Allgemeinen… hier unter dem Titel »Von Wein und Hexen«.

05 Apr. 2019 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Jüdisches Erbe in Borken (Münsterland)

[caption id=“attachment_9986” align=“aligncenter” width=“960”] Jüdischer Friedhof Borken - Am Kuhm - Wilbecke. Dies war der alte Friedhof der Gemeinde. Die Nutzung soll bis ins 16. Jahrhundert zurückgehen. In der Nähe lag eine Mühle. Durch deren Tor wurden die Toten der Gemeinde auf den Friedhof gebracht.[/caption] Rabbiner Baruch Babaev ist der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Dortmund, der größten Gemeinde im Ruhrgebiet. Hin und wieder besucht er das weitere Umfeld und setzt sich mit dem jüdischen Erbe der Region auseinander....

03 Apr. 2019 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]
Eskalation

Hurra, wir eskalieren

Die Geschichte ist lang, aber nicht überkomplex. Eigentlich sollte es wohl um Dr. Michael Blume, den »Beauftragten der Landesregierung (Baden-Württemberg) gegen Antisemitismus« gehen, aber wir nähern uns hier der Geschichte von der anderen Seite. Wir schauen uns an, wie man ihn zum Thema gemacht hat. Gerd Buurmann machte in seinem Blog den launigen Auftakt: Unter dem Titel »Antisemitismus-Beauftragter Blume rückt Jüdin in die Nähe von Adolf Eichmann« (Link hier) behauptete er, Michael Blume stelle einen Zusammenhang zwischen einer Dame namens Malca Goldstein-Wolf und Adolf Eichmann her oder rücke sie »in die Nähe«....

25 März 2019 · 7 Minuten · Chajm Guski