Experimente

Nachdem sich in diesem Blog layouttechnisch lange nichts verändert hat, kommt so es gleich ganz dicke und es hat sich alles verändert. (Feedback ist/wäre durchaus erwünscht.) Für Feedback zu den zukünftigen Artikeln habe ich eine e-mail Funktion hinzugefügt, diese benachrichtigt auf Wunsch einen Kommentator, ob weitere/andere Kommentare eingegangen sind. So bleibt man während einer Diskussion immer am Ball und Diskussionen gab es ja in der Vergangenheit so einige. Ein Häkchen gleich unter dem Texteingabefeld erlaubt diese Einstellung: Inhaltlich wird sich natürlich nichts verändern, das ist selbstverständlich....

03 Jan. 2008 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

David Einhorns Siddur

Rabbiner Dr. David Einhorn (1809-1879) war offenbar kein Mann der Kompromisse und einer der früheren Reformer der noch eine Ausbildung an einer Jeschivah genoss. Das verband ihn mit vielen Rabbinern der frühen Reform. Bei der Rabbinerversammlung von 1845 in Frankfurt gehörte er zu den Unterstützern des Gebets in Landessprache (gegen die Position von Zacharias Frankel), zur gleichen Zeit wandte er sich gegen den Frankfurter Reformverein, dessen Ideen er missbilligte. Nach einigen Rückschlägen in Kontroversen die er führte, wie gesagt - er war wohl kein Mann der Kompromisse - ging er in die USA und wurde 1855 Rabbiner der Gemeinde Har Sinai in Baltimore....

01 Jan. 2008 · 3 Minuten · Chajm Guski

Ein guter unhysterischer Beitrag

der nichts mit dem Judentum zu tun hat, wohl aber mit der Hysterie um den Islam in Deutschland (siehe hier). Im Spreeblick gibt es dazu einen großartigen Beitrag: „Sach mal, kriegst Du eigentlich hier was von den Hasspredigern mit?“ „Wie kommsten darauf?“ „Naja, liest man doch überall.“ „Liest man wo?“ „In den Zeitungen, Mann.“ „Du solltest den Cicero abbestellen, das würde das Problem lösen.“ „Hm.“ von hier „Neuköllner Moscheen(be)suche: Keine Reportage” erzählt von Moscheebesuchen und überraschenden Einblicken…

29 Dez. 2007 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Rabbiner sind begehrt in Deutschland

Jedenfalls titel die Frankfurter Rundschau „Schalom, begehrte Rabbiner” und bringt einen recht umfangreichen Bericht über die Möglichkeit, dass man nun (?) an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg mit dem Ziel studieren kann, Rabbiner zu werden. Laut neuer Studienordnung der HJFS kann man zunächst einen B.A. in Gemeindearbeit (Community Affairs) machen und anschließend wohl seinen Master in Rabbinat (Rabbinical Affairs) machen. Die Smichah soll dann von der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland (ORD) oder dem Schechter College in Jeruschalajim (Masorti) erhalten....

27 Dez. 2007 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Reformänderungen

Rabbiner Eric Yoffie zeichnete auf der Versammlung der amerikanischen Reformgemeinden (Biennial) in seiner einstündigen Ansprache ein neues Bild des kommenden Reformjudentums in den USA (das sich bekanntermaßen von den liberalen Strömungen in Europa in einigen Punkten unterscheidet). So soll mehr für die Observanz des Schabbat getan werden: For most of us, it will not mean some kind of neo-frumkeit; it will not mean the Shabbat of eighteenth-century Europe; it will not mean an endless list of Shabbat prohibitions....

25 Dez. 2007 · 4 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Trotzdem!

Eigentlich gehört zu dem „Trotzdem” aus der Überschrift noch eine lange Nase. In meinem Beitrag Das Kreuz mit dem Halbmond? habe ich mich nochmal mit Ralph Giordanos Position dem Islam gegenüber beschäftigt. Zeit Autor Jörg Lau hat das in seinem Blog aufgegriffen und zusammenfassend geschrieben, in dem Artikel stünde alles Wesentliche zur Phoenix-Sendung Das Kreuz mit dem Halbmond?. Die Kommentare zu diesem blog-Eintrag hatten es in sich. Selbsternannte Judentumsexperten wünschten sich eine größere Nähe vom Judentum zum Christentum herbei, andere brachten Lau in die Nähe des Antisemitismus, für viele „Islam-Kritiker” (so würden sich die Personen wohl nennen) scheint jedoch eines festzustehen: Der Islam gehört nicht nach Deutschland und das Judentum sei aus (irgendeinem Grunde) der natürliche Antagonist dazu....

23 Dez. 2007 · 4 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Synagogeneinweihung in Bochum

Die neue Synagoge am Rande der Bochumer Innenstadt, in direkter Nachbarschaft des Zeiss-Planetariums, für die Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen ist noch nicht in allen Details fertig (so fehlen einige kleine bauliche Kleinigkeiten), so wurde sie doch am heutigen Sonntag der Gemeinde übergeben und die drei Torahrollen der Gemeinde durch die Rabbiner Apel, Brandt und Soussan in den Aron haKodesch eingebracht. Damit hatten wir auch wichtige Vertreter des modernen Judentums in Deutschlands beisammen. Die Rabbiner Apel und Soussan als Verteter einer modernen Orthodoxie und Rabbiner Brandt als Vertreter der traditionsverbundenen liberaleren Strömung....

16 Dez. 2007 · 3 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Neue Synagoge Bochum - Preview

Am kommenden Sonntag wird die neue Synagoge von Bochum eröffnet, leiten wird den religiösen Part Rabbiner Dr. Brandt, emeritierter Landesrabbiner von Westfalen-Lippe und Vorsitzender der Allgemeinen Rabbinerkonferenz. Heute hatte ich Gelegenheit, schon vorab in das Gebäude zu werfen. Ein Bericht über die Feierlichkeiten wird natürlich folgen. Die neue Synagoge wird für Bochum, Herne und Hattingen nun das Gemeindezentrum sein. Sieben Millionen Euro hat der Neubau in Bochum gekostet und das Ergebnis kann sich sehen lassen....

13 Dez. 2007 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Letzte Chanukkah-Nacht

Die Wenigen, die klar sehen, führen den Umsturz herbei und retten das Judentum. Während sich alle assimilieren, widersteht eine kleine Minderheit und führt die Umkehr herbei. Der Anbruch der letzten Nacht Chanukkah (alle Bilder entstanden heute nach dem Kerzenzünden) soll Anlass für ein paar Gedanken zu diesem Thema sein. In Rabbiner David Einhorns (für den heutigen Geschmack recht radikalen) Siddur „Olat Tamid” finden wir folgendes Gebet: Schon hatten viele Schwächlinge, welche mehr Furcht vor Menschen, als vor Dir empfanden, zum Verrate sich verleiten lassen, schon war dem mächtigen Tyrannen die Schändung des Tempels auf dem Berge Zijon gelungen, schon hatte es den Anschein gewonnen, als ob Dein Volk und Deine Lehre machtlos untergehen sollten im Strome der Heidenvölker....

11 Dez. 2007 · 2 Minuten · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]

Wirklich Kunst

Oded Ezer, der sich der experimentellen hebräischen Typografie verschrieben hat, schuf als neuestes Werk eine wirklich sehenswerte Ketubbah. Wer sich anschließend genauer mit Oded Ezer befassen will, kann sich ein Interview mit ihm im japanischen PingMag durchlesen (hier) und erkunden, welchen modernen Einflüsse die hebräische Schrift heute haben kann und warum er sich dazu entschlossen hat, mehr mit Hebräisch zu arbeiten als mit Englisch.

10 Dez. 2007 · 1 Minute · map[email:hallo@sprachkasse.de name:Chajm Guski]