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Chanukkah kann kommen

Chanukkah kann kommen. Wer gerade kein Siddur zur Hand hat, oder eine Transliteration benötigt, oder jemanden zum Kerzenzünden motivieren möchte oder oder… – kann sich nun das vierseitige Handout herunterladen und hat dann den hebräischen Text, Transliteration und Übersetzung zur Hand. Einige kleine Regeln für Chanukkah sind vorangestellt.
Die pdf-Datei (und eine OpenOffice-Datei) ist frei verfügbar für alle unter der Creative Commons Lizenz .

Das gesamte Dokument kann man hier herunterladen (pdf): Chanukkah-Madrich

Update: Eine russische Version wird auch angeboten (pdf): Chanukkah-Madrich russisch

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Gebet für Eltern neugeborener Kinder

Aurora Mendelsohn hat das HaMapil adaptiert und eine Variante für die Eltern neugeborener Kinder geschaffen. Es ist so ein Gebet für den sicheren Schlaf des Neugeborenen entstanden.
Freundlicherweise hat sie die Texte (hebräisch und englische Übersetzung unter eine Creative Commons Lizenz gestellt und bei OpenSiddur.org zur Verfügung gestellt. Nun gibt es dort auch eine deutsche Übersetzung des Gebets mein Beitrag für OpenSiddur.org. Den Text kann man hier herunterladen. Ist vielleicht nicht perfekt, aber frei verfügbar für alle unter der Creative Commons Lizenz .

Hebräischen Text gemeinsam mit deutscher Übersetzung kann man hier herunterladen (pdf): HaMapil für Neugeborene

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Rabbinical Council Siddur

Anzeige für den RCA Siddur
Im vergangenen Jahr kündigte das Rabbinical Council of America einen neuen Siddur an. Dabei dürfte es sich um einen neuen Siddur aus dem Hause ArtScroll handeln und ArtScroll hat vermutlich schwer am Korensiddur zu knacken. Bei dem neuen Siddur wird es sich aber auch um einer überarbeitete Fassung des bereits existierenden Siddurs des RCA sein. Im Gegensatz zu den anderen ArtScroll Siddurim findet man hier einzelne Gebete für den Staat Israel und im kommenden Siddur auch für Feiertage, die den Staat Israel betreffen. Zwei weitere Besonderheiten preist die Anzeige an: Eine verbesserte Typographie und eine einfachere Übersetzung. Beides bietet auch der großartige Siddur von Koren an.
Ein anderes Topfeature soll die Website sein:

RCA Siddur Website

Noch hat die Seite kaum Funktionen, viele Menüpunkte haben keine Funktion, doch bereits jetzt gibt es sogar How To Videos, was sehr sympathisch ist. Das großartigste an ihnen ist, dass sich die RCA bei der Auswahl pluralistisch zeigt. Wurden doch Reform How Tos gewählt:

Zunächst war ich etwas verwirrt, dass auch in einigen orthodoxen Synagogen die Torah in Blickrichtung der Gemeinde gelesen wird, aber als das Mädchen die Torah hielt, war klar, dass Rabbi David aus dem Video vermutlich kein orthodoxer Rabbiner ist… Entweder ist das RCA sehr tolerant, oder bei der Erstellung der Website sind einfach verschiedene Fehler gemacht worden – aber das ist ja nahezu ausgeschlossen. Eine solche Organisation wird auf gar keinen Fall bei ihrem öffentlichen Auftritt nachlässig sein. Die ORD wirft ja auch nicht mal eben in hoher Auflage ein eher unterdurchschnittliches, nicht beendetes Dokument unter die Leute. Ups. Haben sie ja gemacht

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Birkat haMazon als Büchlein – geschenkt

Für die Leser gibt es nun auch mal ein richtiges Geschenk! Ein kleines Büchlein mit dem Birkat haMazon(für Werktage)!
Der einzige Knackpunkt: Ausdrucken müssen die Leser es selbst. Dafür gibt es hier eine Anleitung, wie man aus dem Ausdruck (einseitig, dafür speziell vorbereitet) ein Büchlein faltet.
Die Datei gibt es hier: Faltsiddur Birkat haMazon.

und so wird es gemacht:
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Siddurrezension

Jüdisches Gebetbuch - HaKol
Heute erschien in der Jüdischen Allgemeinen meine Rezension des neuen liberalen Gebetbuches (hier online lesbar). Als ich den Artikel verfasste, sprach ich mit einigen Personen, die das neue Layout mochten und nur zwischen den Zeilen sagten, sie mögen zwar die Idee hinter der Transliteration, aber ihre Positionierung nicht. Sie würde sich praktisch aufdrängen.
Vorletzten Schabbat dann, entschloss die liberale Gruppe zu der ich gehe, den Siddur nicht zu verwenden und statt dessen den eigenen weiter zu verwenden. Dieser wurde dann recht schnell (durch mich) erneuert und liegt nun auch in Buchform vor. Informationen dazu gibt es hier.
Gespannt bin ich nun zu beobachten, welche Gemeinden und Gruppen zu welchem Siddur greifen…

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Rückschau Bereschit

Der letzte Schabbat in der Synagoge Selm-Bork (auch zusya berichtete) war der Schabbat Bereschit, dementsprechend sprachen wir anschließend auch über die Paraschah und den neuen liberalen deutschsprachigen Siddur.
Was Thema des Wochenabschnittes war und auch in der aktuellen Jüdischen Allgemeinen angerissen wurde, ist die Reihenfolge der Schöpfungsgeschichte (Einteilung in Tage vor der Erschaffung von Sonne und Mond) und die Erwähnung der Bnej Elohim die mit Frauen Kinder zeugten.
Zum ersten Thema fand ich einen Beitrag von Rabbi Lawrence Kushner auf g-dcast, der sich dem Thema Licht widmet:


Parshat Bereshit from G-dcast.com

More Torah cartoons at www.g-dcast.com

Bei den Bnej Elohim wird es etwas schwieriger. Es wurde während des Kidduschs nur davon berichtet, wie schwer es sich die klassischen Kommentatoren machten, diese Stelle (Bereschit 6, 1ff) zu interpretieren oder zu erklären. Während viele moderne Kommentare zu den Parallelen in der griechischen Mythologie verweisen, so wird in den klassischen Kommentaren dieses Thema vermieden. Im ArtScroll Kommentar lesen wir Verweise auf Raschi und den Saadiah Gaon, die Bnej Elohim als Angehörige der Oberschicht interpretieren oder besonders g-ttesfürchtige Menschen. Chajm Potok schreibt, dass durchaus gemeint sein könnte, dass es Wesen gewesen sein könnten, die engelgleich gewesen sind. Bnej Elohim sei hier eine Gattungsbezeichnung wie Bnej Jisrael, was ja auch nicht wörtlich verstanden sein will. Es gibt offenbar aber keine Erklärung oder Theorie, die alle zufrieden stellt.

Interessant, auch für andere liberale Gruppen, dürfte gewesen sein, dass sich die Anwesenden gegen eine Einführung des neuen liberalen deutschsprachigen Siddurs ausgesprochen haben. Zum einen war man nicht zufrieden mit dem Layout (Transliteration optisch zu nah am hebräischen Text, Übersetzungen unter den Texten), aber auch inhaltlich konnte er nicht überzeugen. Zu weit weg vom Einheitssiddur und warum solle man eine funktionierende, ausgewogene Tradition opfern für die Einführung eines Siddurs den jemand anders heraus gibt (überspitzt formuliert). Also wird es demnächst eine neue (erneut überarbeitete) Auflage des Siddurs von EtzAmi geben, die über in Deutschland über das Internet erhältlich sein wird.

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Jüdisches Gebetbuch für Schabbat und Werktage

Jüdisches Gebetbuch - Cover
Er ist da! Er ist lieferbar und als physisches Werk verfügbar!
Ende 2006 in der Jüdischen Zeitung angekündigt, herausgegeben von den Rabbinern Sievers und Nachama, hier häufig angezweifelt, ob das Projekt eines Tages zum Abschluss käme, ist letztendlich doch der erste Band lieferbar. Nun ist er da, der Siddur, der traditionsorientierte liberale Gruppen und Gemeinden mit einer, zu ihnen passenden, Ordnung der Gebete versorgt. Er orientiert sich am Liberalen Einheitsgebetbuch, dem Tfilot lechol haSchanah Gebetbuch für das ganze Jahr; im Auftrag des Liberalen Kultus-Aussschusses des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden von Seligmann, Elbogen und Vogelstein. Damit ist eine Lücke gefüllt worden, die so manche liberale Gruppierung, die den Seder haTeffilot der Union für Progressives Judentum nicht verwenden wollte, mit einem eigenen Werk gefüllt hat. Dieser orientierte sich wiederum am britischen Forms of Prayer, welches vor kürzerer Zeit in einer vollständigen Neuausgabe erschien. Dieses enthält recht rigorose Kürzungen der Texte , die nur erklärbar waren, wenn man die Tradition der angloamerikanischen liberalen bzw. Reformsiddurim kennt (begonnen bei Einhorn und dessen radikale Kürzungen). Für einige deutsche Gruppen und Gemeinden fehlte eben doch Mussaf oder El Adon, oder ein vollständiges Hallel. Weiterlesen

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Rosch haShanah 5770



Rosch haShanah 5770, ursprünglich hochgeladen von Chajm

Rosch haSchanah ist vorüber. Wir schauen auf den nächsten Punkt – Jom Kippur. Wie man sehen kann, gab es im Hause des Ba’al ha Blog natürlich gefillte Fisch und jede Menge interessanter Dinge und ein recht aufschlussreiches Schacharit am ersten Tag Rosch haSchanah (nicht im Hause natürlich).
Zugleich möchte ich die Gelegenheit nutzen, um Mechilah zu erbitten für den Einsatz der falschen Worte oder gar Taten!

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Ein Mammutprojekt?

Cover des Siddurs Es gibt Neuigkeiten vom neuen deutschsprachigen Siddur für liberale Gemeinden! Das erste Mal angekündigt im Jahr 2006 für das Jahr 2008, dann nicht ausgeliefert, dann im Monatsrhytmus nach vorn verschoben. Die Produktbeschreibung des Gütersloher Verlagshauses zeigte stets einen Monat im Voraus an. Dann machte man einen Sprung von April auf Juli (siehe hier). Weil dieser unmittelbar bevorsteht lohnte es sich, erneut die Produktseite zu überprüfen und siehe da: Das Buch gibt es nicht, jedenfalls nicht vor September 2009.

Interessant daran ist, dass schon zwei Rezensionen im April erschienen sind, die sich auf ein, offensichtlich, nicht existentes Buch beziehen (siehe hier und hier). Im Mai teilte mir das Lektorat mit, man habe grundlegende konzeptionelle Änderungen vorgenommen und dies begründe die Verzögerung des Projektes bis Juli.

Offenbar ist das Ringen um die Texte so schwer geworden, dass man einfach zu keinem Ergebnis kommt. Zwei weitere Bände für die Feiertage und die Hohen Feiertage sind angekündigt. 2020?