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Purim, wo kommst Du her?

Einfach ist man zu rufen geneigt. Es erinnert an die Errettung vor der Vernichtung in Persien. Laut dem Buch Esther versuchte Haman, ein hoher Regierungsbeamter des persischen Königs, die Juden Persiens über ein groß angelegtes Pogrom zu töten. Königin Esther, eine Jüdin, führt jedoch die Errettung herbei. Das Blatt wendet sich gegen Haman und seine Helfer.
Soweit die Geschichte des ersten Antisemiten, der die Juden hasste, weil sie Juden waren und ihre kulturelle Identität bewahrten. Allgemein bekannt ist, dass G-tt in der Megillat Esther nicht vorkommt.
Nun ist es so, dass es in Babylon ein recht populäres Frühjahrsfest gab. Chajm Schauss beschreibt das in seinem Buch über jüdische Feste. Da wurden Masken getragen, Krach gemacht um böse Geister zu vertreiben, Geschenke ausgetauscht und die Geschichte des Festes durch öffentliche Aufführungen bekannt gemacht.
Die Geschichte ist auch rasch zusammengefasst: Weiterlesen

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Schon wieder anders

Im Januar 2008 änderte sich das Layout dieses Blogs und jetzt ist es schon wieder anders!
Ich hoffe, damit komme ich denjenigen entgegen, die berichteten, der Hintergrund habe fast epileptische Anfälle ausgelöst… es ist jedenfalls etwas konservativer.
Der Kalender ist weg, falls ihn jemand vermisst, kann er sich gerne melden. Ich vermute, er wird ohnehin kaum verwendet.
Feedback ist natürlich auch in diesem Falle durchaus erwünscht…

Kleines Update zur Bilderfrage
Da ich Bilder nicht umständlich in die Kommentare basteln will, also hier die Frage an Adi. Meintest Du so etwas?

Screenshot aus dem Testblog

Screenshot aus dem Testblog


Auf meiner lokalen Testoberfläche habe ich da mal etwas zusammengebastelt. Kommt es dem entgegen, was Du meintest?

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Sie haben nichts gelernt – Österreich und Haider

Österreich? Nee, dann lieber Südamerika. Da gibt’s auch alte Nazis, aber das Wetter ist besser. – Georg Schramm

Die aufwendige Beerdigung des Rechtspopulisten Jörg Haider hat nicht nur in Israel verwundert, aber dort wurde das in den Medien auch thematisiert. Jemand der vor (ehemaligen) Angehörigen der Waffen-SS folgende Rede hielt

Dass es in dieser regen Zeit, wo es noch anständige Menschen gibt, die einen Charakter haben und die auch bei größtem Gegenwind zu ihrer Überzeugung stehen und ihrer Überzeugung bis heute treu geblieben sind. Und das ist eine Basis, meine lieben Freunde, die auch an uns Junge weitergegeben wird. Und ein Volk, das seine Vorfahren nicht in Ehren hält, ist sowieso zum Untergang verurteilt. Nachdem wir aber eine Zukunft haben wollen, werden wir jenen Menschen, den politisch korrekten, beibringen, dass wir nicht umzubringen sind und dass sich Anständigkeit in unserer Welt allemal noch lohnt, auch wenn wir momentan nicht mehrheitsfähig sind, aber wir sind den anderen geistig überlegen. () Wir geben Geld für Terroristen, für gewalttätige Zeitungen, für arbeitsscheues Gesindel, und wir haben kein Geld für anständige Menschen.

wurde ohne kritische Untertöne geehrt.
Dementsprechend schreibt Noah Klieger von Yediot Acharonot: They havent learned a thing.

No. Many Austrians have proven yet again that they have not changed. They have proven that they have not learned a thing, and that they do not wish to learn or to change.
The funeral arrangements for Jörg Haider, the leader of a far right party, only served to prove that when it comes to Austria, what used to be there is still what we see there to this day.

Jörg Haiders funeral has proven once again as was already proven by the results of the elections held in the country about two weeks ago that many Austrians still long for those days, 70 years ago.
von hier

Es war verstörend ein Land in kollektiver Trauer zu sehen ohne ein Wort der Kritik zu hören. Wenn jemand geehrt wird, der nicht immer übermäßig viel Respekt vor anderen Menschen zeigte. Über den ehemaligen Vorsitzenden der Gemeinde in Wien Ariel Muzicant, sagte er 2001, er wundere sich, wie jemand, der Ariel heißt, soviel Dreck am Stecken haben könne. Über den Präsidenten des österreichischen Verfassungsgerichtshofes, Ludwig Adamovich sagte er Wenn einer schon Adamovich heißt, muss man zuerst einmal fragen, ob er überhaupt eine aufrechte Aufenthaltsberechtigung hat. Der österreichische EU-Kommissar Franz Fischler wurde von ihm als Vaterlandsverräter bezeichnet. Die Liste der Schmähungen ist beliebig fortsetzbar. In seinem Bundesland kärnten billigte er der slowenischen Minderheit nicht einmal Ortseingangsschilder mit slowenischer Zusatzbeschriftung zugebilligt und ließ zweisprachige Schilder kurzerhand abmontieren. Dieser Mann wurde nun als einer der größten Politiker aller Zeiten verabschiedet. König der Kärntner Herzen oder Du warst für uns immer etwas Besonderes stand auf Bannern in der Klagenfurter Innenstadt. Das Herz am rechten Fleck haben war nie doppeldeutiger. Die Spitze der Regierung war anwesend und das österreichische Fernsehen übertrug das Begräbnis live und in Farbe. Wie man aus österreichischen Medien erfuhr, wurde dies zuletzt bei Papst Johannes Paul II. gemacht.
Da muss man sich auch die Fragen von Noah Klieger gefallen lassen.

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Mal ne Zeit nach Jeruschalajim?

So fängt das neue Jahr doch schon ganz gut an. Jemand der ganz spontan Zeit und Interesse hat für einige Zeit nach Jeruschalajim zu ziehen, kann das machen. Die Reisekosten werden übernommen, ein Taschengeld gibt es auch und eine Wohnung. Natürlich nicht vollständig ohne Gegenleistung:

Das Beit Ben Yehuda sucht ab 5. Oktober 2008 einen Mann/eine Frau, der/die Gäste abends und nachts sowie am Wochenende empfängt, betreut und kleine hausmeisterliche Tätigkeiten übernimmt. Gesucht werden Personen mit einem freundlichen Wesen, Geduld, Fremdsprachenkenntnissen (v. a. Deutsch und Englisch) und handwerklichen Fähigkeiten.
Es wird ein mietfreies Appartement über dem Büro mit einem Schlafzimmer, einer Küche sowie einem großen Balkon geboten.
Bei einem geplanten Aufenthalt von mindestens vier Monaten werden die Flugkosten erstattet sowie ein monatliches Taschengeld gezahlt!
Bewerbungen und Fragen an:
Beit Ben Yehuda
Katharina von Münster
Rh. Ein Gedi
Jerusalem 93383
Israel
Tel.: 00972-2-6732587
Fax: 00972-2-6717540
Email: info[at]beit-ben-yehuda.org

Dies gibt mir allerdings auch die Möglichkeit darauf hinzuweisen, dass google-Maps nun auch vollständig für Israel verfügbar ist. Ganz gleich, ob man mit lateinischen oder hebräischen Buchstaben sucht. Jeder Ort ist verzeichnet, alle Kibbutzim nach denen ich suchte, waren verzeichnet. Bejt Ben Yehuda habe ich hier gefunden.

Sollte jemand von den Leserinnen und Lesern hier fahren: Bitte auf jeden Fall hier berichten 😉

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Gegen Eisbären und für Kreationismus

Nur mal kurz angemerkt, wer da für wen ins Rennen geht: Für Obama geht Joe Biden ins Rennen, der über sich selber sagt, er sei Zionist und für McCain geht Sarah Palin ins Rennen. Sie mag offenbar keine Eisbären, ist aber ganz offenkundig für den Kreationismus (siehe hier). Das Furchtbare daran ist vielleicht, dass es genau dafür eine Klientel gibt…

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Wer hat das Feuer entzündet?

Dieser Tage ist es nicht besonder politisch korrekt zu hinterfragen, was eigentlich die Tibet-Aktivisten erreichen wollen (siehe meinen Beitrag hier). In diesem Zusammenhang geht es immer wieder um das olympische Feuer und dessen Schutz. Wenn man betrachtet, wer es zum ersten Mal entzündet hat, dann widerspricht das in interessanterweise dem, was da heute zum olympischen Gedanken erklärt wird. In den deutschen Medien ist das Thema nicht besonders beliebt, deshalb zitiere ich die New York Times. Sie widmet sich ausführlich der Sache:

If you want to know how the Olympic torch really began its Journey of Harmony, as the Chinese call its current relay, if you want to see why the torch has had to pass through a human obstacle course composed of protesters, SWAT teams and police in San Francisco, Paris and London, then do not look to Tibets grievances against China. Look to the opening of Leni Riefenstahls 1938 film, Olympia.
In that homage to Berlins 1936 Olympic Games the origins of this ritual are revealed. Never before had a lighted torch been relayed from a Greek temple in Olympia to an athletic competition, let alone by thousands of runners trying to keep it from being extinguished.
von hier

Dem Artikel aus der NY Times ist eigentlich nicht mehr hinzuzufügen…