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Einmal

Einmal ist ein Hörbuch für Kinder und Jugendliche. Da ist es vielleicht besser, wenn die Zielgruppe das Hörbuch bespricht:

In der Geschichte Einmal von Morris Gleitzman geht es um den 6-jährigen polnischen Juden Felix. Er lebt in der Zeit der Herrschaft Hitlers.
Er muss ohne seine Eltern in einem Waisenhaus leben. Sie sind Buchhändler und seitdem Hitler herrscht, geht es seinen Eltern schlecht.
Als er eines Tages im Waisenhaus in seiner Speiseschüssel eine Möhre entdeckt, denkt er, dass dies ein Zeichen seiner Eltern ist, dass es jüdischen Buchhändlern wieder besser geht.
Daraufhin zieht er los, um seine Eltern zu suchen und gerät dabei mit anderen jüdischen Kindern, die er während seiner Reise trifft, in die Hände der Nazis.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Felix erzählt. Deswegen wirkt alles kindlich erzählt, was aber für den Zuhörer auch einfacher zu verstehen ist.
Obwohl in der Geschichte auch die Lage der Juden während der Schoah geschildert wird und deswegen traurig macht, verleiht die kindliche Naivität der Erzählung auch etwas, wobei man auch mal schmunzeln kann. Jede neue Handlung wird mit dem Wort einmal begonnen.

Insgesamt: Eine eindrucksvolle Schilderung der Situation während der Schoah und eine gelungene Erzählung. Man kann sich gut in die Lage der Menschen, denen es damals schlecht ging, hinein versetzen.

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Juden und Fußball

Dieser Beitrag ist, wie man am Autor sieht, eine Art Gastbeitrag. Vielleicht schon im Hinblick auf ein eigenes Blog zum Thema Fußball (und Sport im Allgemeinen) in Israel.

Israel, Juden und Fußball. Diese drei Begriffe würden nur leider wenige in Verbindung bringen. Auf den ersten Blick scheint es wirklich so zu sein, wie es die meisten glauben. Namen wie Tal Ben-Haim, Spieler bei West Ham United, oder Ben Sahar, Spieler bei Hapoel Tel Aviv, würden nicht jedem Sportreporter etwas sagen. Es gibt jedoch Hoffnungen wie Yossi Benayoun, seit 2010 bei Chelsea London unter Vertrag, Juan Pablo Sorin, ehemaliger argentinischer Nationalspieler und von 2007 bis 2008 beim Hamburger SV unter Vertrag, und Torwart David Dudu Aouate, der beim spanischen Erstligisten RCD Mallorca sein Geld verdient.
Langsam sehen sich auch deutsche Vereine nach jüdischen und israelischen Spielern um.
Die ersten beiden waren Roberto Colautti und Gal Albermann, die 2008 nach Mönchengladbach kamen. Richtig konnten sich die beiden jedoch nie durchsetzen. Beide zog es 2010 nach Israel zu Maccabi Tel Aviv.
2010 wagte Almog Cohen den Sprung in die Bundesliga nach Nürnberg. Zunächst Bankdrücker, dann Stammspieler. Ein grandioser Aufstieg. Anfangs war ich zurückhaltender und habe mich wochenlang nur von Thunfischpizza und Pasta ernährt, sagte er dem Fußballmagazin 11 Freunde auf die Frage ob es in der neuen Liga Startschwierigkeiten gab und ob er religiös sei. Bei den Schalker Fans machte er sich nicht besonders beliebt, weil er im DFB Pokal Viertelfinale 2010/11 einen Schalker Spieler nach dem anderen umholzte. Bei seiner Auswechslung wurde er von den Ultras ausgepfiffen.
Dieses Jahr wollen sich Torjäger Itay Shechter und Mittelfeldallrounder Gil Vermouth, beide von Hapoel Tel Aviv, in der Bundesliga beweisen.
Wenn sie einen Deutschen fragen würden welche drei israelischen Fußballvereine er kennt, würde er vielleicht noch sagen: Hapoel Tel Aviv, Maccabi Haifa und Maccabi Netanya. Wenn sie ihn fragen woher er sie kennt, würde er sagen: Schalke spielte in der Champions League gegen Tel Aviv, Bayern spielte in der Champions League gegen Haifa und Lothar Matthäus trainierte Maccabi Netanya.
Auch, was das Management angeht, gibt es viele Juden, die im Fußball tätig sind. Da gäbe es
Daniel Levy, den Vorsitzenden des englischen Fußballvereins Tottenham Hotspur, Avram Grant, der u.a Chelsea London und West Ham United trainierte, und den russischen Besitzer des Klubs Chelsea London, der Miliadär Roman Abramovich.
Man sieht, dass allmählich Israel keine kleine Nummer mehr ist und Juden doch noch andere Sportarten als Schach beherrschen.