»Der Rabbiner« – die Sitcom

Szene: Ein Büro im Gemeindezentrum. Der Rabbiner sitzt an seinem Schreibtisch und telefoniert.

Rabbiner: “Ja, Mrs. Goldberg, ich verstehe, dass Sie unzufrieden mit der Länge der Bar-Mizwa-Zeremonie sind. Aber ich kann Ihnen versichern, dass wir alles getan haben, um sie so kurz wie möglich zu halten. Schließlich geht es nicht darum, wie lange die Zeremonie dauert, sondern darum, dass Ihr Sohn seinen Schritt in die Welt der Erwachsenen macht. Ja, ich verstehe, dass Sie sich um Ihre Gäste kümmern müssen. Nun, vielleicht können wir beim nächsten Mal ein Buffet organisieren, damit die Leute während der Zeremonie etwas zu essen haben. Ja, Mrs. Goldberg, ich verspreche, dass wir uns bemühen werden, es beim nächsten Mal besser zu machen. Gut, wir sprechen bald wieder. Shalom.”

(Der Rabbiner legt auf und seufzt. Dann klopft es an der Tür und seine Sekretärin kommt herein.)

Sekretärin: “Entschuldigen Sie, Rabbi, aber da ist jemand, der Sie sprechen möchte. Es ist Mr. Shapiro, der Vorsitzende der Gemeinde.”

Rabbiner: “Oh, schon gut, schicken Sie ihn herein.”

(Mr. Shapiro betritt das Büro und setzt sich auf den Stuhl vor dem Schreibtisch des Rabbiners.)

Mr. Shapiro: “Rabbi, ich muss mit Ihnen über ein sehr wichtiges Thema sprechen. Es geht um die Feierlichkeiten zu Chanukka nächste Woche.”

Rabbiner: “Ja, Mr. Shapiro, was ist das Problem?”

Mr. Shapiro: “Das Problem ist, dass ich gehört habe, dass Sie vorhaben, den Chanukkia-Leuchter in Form eines Dreizacks zu gestalten. Ich fürchte, dass dies sehr beleidigend für unsere Gemeindemitglieder sein könnte, die aus der Karibik stammen und eine starke Verbindung zu diesem Symbol haben.”

Rabbiner: “Oh, das wusste ich nicht. Nun, ich denke, wir können eine andere Form für die Chanukkia wählen. Vielleicht eine Menora oder einen Davidsstern. Was meinen Sie, Mr. Shapiro?”

Mr. Shapiro: “Ja, das ist eine gute Idee, Rabbi. Eine Menora oder ein Davidsstern wären viel passender. Vielen Dank für Ihre Flexibilität und Ihr Verständnis. Ich bin sicher, dass unsere Gemeindemitglieder das zu schätzen wissen.”

Rabbiner: “Es ist mir ein Vergnügen, Mr. Shapiro. Ich möchte immer dafür sorgen, dass sich alle in unserer Gemeinde willkommen und respektiert fühlen. Danke, dass Sie mich darauf aufmerksam gemacht haben.”

Mr. Shapiro: “Gern geschehen, Rabbi. Nun, ich lasse Sie wieder an Ihre Arbeit gehen. Wir sehen uns dann bei den Chanukka-Feierlichkeiten nächste Woche.”

(Mr. Shapiro steht auf und verlässt das Büro. Der Rabbiner lehnt sich in seinem Stuhl zurück und seufzt erleichtert.)

Rabbiner: “Ein weiteres Problem gelöst. Warum ist das Leben als Rabbiner nur immer so kompliziert?”

Nicht sonderlich lustig?
Stimmt, weil es nicht von mir ist. Aber der Text ist lustiger als das, was uns deutsche Filmemacher als »jüdische Comedy« oder als »Multikulti-Spaß« verkaufen und besonders bemerkenswert, weil den Text eine künstliche Intelligenz geschrieben hat.
ChatGPT und die Anfrage war simpelst gehalten: »Kannst Du eine Sitcom-Szene schreiben über einen Rabbiner?«
Das Wissen der KI über das Judentum und die Kultur ist schon recht bemerkenswert. Warten wir also weiter auf die vollständig KI-generierte Sitcom. Aber wer weiß, vielleicht ist sie dann ja gar nicht vollständig KI-generiert? Wer weiß das schon?

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon. Sein Buch »Tzipporim: Judentum und Social Media« behandelt den jüdischen Umgang mit den sozialen Medien. || Um per Mail über neue Beiträge informiert zu werden, bitte hier klicken

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