Chanukkah: Drejdel und Ratsche

Drejdel

Es gibt zu fast jedem Brauch eine Deutung, die über die Angabe der Herkunft hinausgeht. Kürzlich stolperte ich über diese Gegenüberstellung zweier Symbole von Chanukkah und Purim:

Rabbi Avraham Jitzchak Sperling, in Ta’amei HaMinhagim 859, der das Buch »Korban Ani« des HaRitza zitiert:

Aus folgendem Grund spielt man mit dem Drejdel zu Chanukkah und zu Purim mit der Ratsche:
Zu Chanukkah war der stete Gnadenstrom, der vom Himmel zur Erde und von der Erde zum Himmel fließt, unterbrochen: es stieg keine Erhebung von unten auf, alles geschah durch die Gnade von oben.
Denn die Menschen taten nicht Buße, wie es sich geziemt, doch G-tt gepriesen sei Er, blieb bei seinem Erbarmen.
Darum spielt man mit dem Drejdel, den man von oben anfasst.
Purim aber, da man Fasten anordnete, und viele Sack und Asche zu ihrem Lager machten, stieg Erhebung von unten auf.
Darum spielt man mit der Ratsche, die man unten anfasst.

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon.

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