Archaische Tötungsbefehle

Es ist die allgemeine Menschenverachtung des israelischen Judentums gegenüber nichtjüdischen Menschen, speziell gegenüber arabischen, die für Israel keine Menschen im vollen Sinne sind.
Es ist der Geist des überwundenen westlichen Nationalismus und Kolonialismus, der den Zionismus bestimmt und heute noch in Israel seine Blüten treibt.

Er wird verstärkt durch archaische Tötungsbefehle gegenüber Nicht-Israeliten in der Hebräischen Bibel.

Peter Bingel, evangelischer Theologe (hier)

Das Zitat stammt aus der Zeitung der Arbeitsgemeinschaft Völkerrecht und Menschenrechte in Palästina und Israel e.V., im Impressum steht:

Gefördert durch Brot für die Welt
Evangelischer Entwicklungsdienst

15 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Oha, starker Tobak!
    Aber mal ganz ehrlich, so etwas Groteskes kann man doch nicht ernst nehmen! Ich verbuche das Statement von Peter Bingel jedenfalls unter “verfrühter Aprilscherz”!

    Shalom

    Miles

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      • Tja, Chajm, auch wenn ich (manchmal) das eine oder andere am Judentum oder am Staat Israel deutlich kritisiere, bei solch derben antijudaistischen bzw. antiisraelischen Ausfällen kann selbst ich nicht anders, als mich zu empören – sorry! Da realisiere ich nämlich immer wieder, dass es sich hierbei um mein eigenes Volk handelt und wer gegen eben dieses Volk ist, der ist dann auch gegen mich! So darf man das doch sehen, selbst wenn man nicht orthodox ist, oder? 🙂

        Shalom

        Miles

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  2. Es ist die allen ernstes öffentlich geäußerste Meinung eines evangelischen Theologen , der hiermit einen tiefen Einblick in justament vorherrschende Lehrmeinungen gibt. Sie muteten schon totgeglaubt an in unserer so genannten theologisch aufgeklärten Welt. Schade, dass sich nur wenige Spezies persönlich dazu trauen. Denn dann würde uns endlich mal ein ehrlicher Einblick in den tief verwurzelten Antisemitismus des Klerus gewähren. Nun soll mir bitte keiner wieder sagen, dass dies nur die “Einzelmeinung” eines Verirrten sei. Mitnichten!!! Er spricht er aus, was IST. Man kann das durchaus als militanten christlichen Fundamentalismus bezeichnen.

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  3. … Nun soll mir bitte keiner wieder sagen, dass dies nur die “Einzelmeinung” eines Verirrten sei …

    @Wolfgang:
    Antisemitismus in der Kirche, das gibts doch gar nicht und gabs noch nie! 🙂 Also bedenke bitte, es handelt sich hierbei nur um die “Einzelmeinung” eines Verirrten und ist keineswegs die offizielle Lehrmeinung des Klerus, ok!? 🙂

    Shalom

    Miles

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    • Hallöchen Miles,

      ich weiß nicht so recht, wie ich Deine Antwort verstehen soll! Die Smiles nach Deinen Statements und die Inanführungszeichensetzung lässt mir auch eine Leseart ganz in meinem Sinne zu.
      Wenn dem aber nicht so ist, dann hierzu meine Ansicht. Das es in der Kirche keinen Antisemitismus gibt und gab finde ich nun tatsächlich eine, nämlich Deine Einzelmeinung. Ich habe meinerseits durchaus Einblick und das nicht nur in das so genannte Kirchenvolk einerseits, sondern ebenso in Kirchenhirarchien andererseits. Ich sehe daher keinen Grund, meine Ansicht infrage zu stellen. Natürlich trifft das nicht auf alle Kirchenoberen zu. Ich beziehe mich daher auch “nur” auf Strömungen in diese Richtung; die aber durchaus in den Köpfen mancher “Kirchenfürsten” ihren Pendaten finden. Ich finde es darüber hinaus auch ehrlich und sogar mutig, wenn solche Kleriker sich zu ihren Meinungsäußerungen trauen. Nur dann lassen sich solche Ansichten auch personalisieren und bieten erst so die Möglichkeit, darüber in einen überfälligen Diskurs zu treten. Was die Diktatur einer scheinheiligen Öffentlichkeit aber dann tut, ist, einzig und allein den Menschen, der solche Ansichten kundgibt, anzuprangern und zu verurteilen; statt sich mit ihm über seine Ansichten, und nur darüber, auseinanderzusetzen. Meiner Meinung nach tut sie das, weil solche Äußerungen nicht dem Zeitgeist einer angenommenen Mehrheit entsprechen. Die vertiefte öffentliche Auseinandersetzung aber bleibt aus, da sich das auflagenmäßig wohl nicht so gut verkaufen lässt. Auch hier bestätigen Außnahmen doch die Regel. Ein journalistisch anspruchsvoller Artikel in einer elaborierten Zeitung oder Zeitschrift, wird ja eh nur vorwiegend von Menschen gelesen, denen jede Form von Antisemitismus fremd ist.

      שלום זיין מיט איר

      Wolfgang

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  4. ich weiß nicht so recht, wie ich Deine Antwort verstehen soll! … lässt auch eine Leseart ganz in meinem Sinne zu …

    Super! Wie ich sehe, verstehst Du jüdischen Sarkasmus, Wolfgang! 🙂

    Shalom

    Miles

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