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InDesign CS6/CC und hebräischer Text

Hebräisch und InDesign? Oder Arabisch und InDesign? Also »Rechts-nach-Links« Textrahmen im InDesign? Dafür benötigt man doch InDesgin wasauchimmer (CS6 oder CC) in der Variante ME?

Eigentlich kann InDesign seit der Version CS4 recht viel und der entsprechende World-​​Ready Composer ist auch unter der Haube verfügbar. Man kommt nur nicht einfach so an die Funktionen. Dazu sind auch ein paar Plugins verfügbar.

Einen Textrahmen öffnen und den Text so anlegen, dass er vernünftig von Rechts nach Links läuft ist nahezu unmöglich, wenn man nicht ein Dokument im Zugriff hat, bei dem diese Aufgabe bereits gelöst wurde und vielleicht mit der ME-Variante erstellt wurde.

Mit CS6 ist es ein wenig einfacher geworden! Hier kann man eine andere Funktion nutzen, um einen Textrahmen für hebräischen Text zu erhalten:

Dazu benötigen wir (natürlich) einen leeren Textrahmen: Weiterlesen

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Das jüdische Polen von gestern

Screenshot von polishjews.yivoarchives.org

Screenshot von polishjews.yivoarchives.org

Vor der Schoah gab es in Polen blühendes jüdisches Leben, fern jeder Schtetl-Romantik allerdings. Es gab Armut, Reichtum, religiöse, nichtreligiöse, freundliche und unfreundliche Menschen. Also eine ganze jüdische Zivilisation. Bis die Nazis kamen und das jüdische Leben ausgelöscht haben.
Teil dieser Zivilisation war Jidisher visnschaftlecher Institut יידישער װיסנשאפטלעכער אינסטיטוט kurz ייווא JIVO in Wilna, heute YIVO mit Sitz in New York. Das Institut beobachtete und dokumentierte die jiddische und ostjüdische Kultur. Nach New York kam der größte Teil aus Deutschland. Dorthin brachten die Besatzer einen großen Teil des gesammelten Materials.
Nun hat das YIVO damit begonnen, die Bestände zum jüdischen Leben in Polen zu digitalisieren und online zu stellen. Unter polishjews.yivoarchives.org kann der Nutzer durch das Archiv klicken und sich Dokumente zu allen Lebensbereichen anschauen. Das sind nicht nur digitalisierte Bücher, Bilder und Briefe, sondern auch mp3-Dateien von Tonaufnahmen. Und das sind nicht nur Dokumente mit religiösem (sondern auch). Wer sich für historische Quellen interessiert, findet hier eine Anlaufstelle.

Ergänzend gibt es auch aus Polen eine umfangreiche Seite zur jüdischen Geschichte auf dem Gebiet des heutigen Polens: Sztetl.org. Dazu gehören natürlich auch Gemeinden ohne Schtetl.

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Banken und Juden

Sperrvermerk

»Wozu brauchen Sie denn einen Kredit, ich dachte Sie seien Jude?« wird wohl kaum ein Bankberater sagen. Hoffentlich. Dennoch wird er wahrscheinlich demnächst wissen, welcher seiner Kunden Juden sind. Zwar wird dies wohl nicht unmittelbar für jeden Sachbearbeiter einer Bank zu erkennen sein, aber die Information ist im Haus verfügbar. Jedenfalls dann, wenn dies in der Steuerkarte vermerkt ist und Kirchensteuer bzw. Kultussteuer abgeführt werden muss.

Das betrifft aber nicht nur Banken, sondern auch Versicherer, Kapitalgesellschaften oder Genossenschaften.
Diese werden ab dem 1. Januar 2015 einmal jährlich die Religionszugehörigkeit der Kunden beim Bundeszentralamt für Steuern abfragen und auch erhalten. Diese Information wird dann in die eigenen Systeme übernommen. Damit soll die Kirchen- bzw. Kultussteuer, die auf die Abgeltungsteuer entfällt, automatisch an das Finanzamt abgeführt werden können. Aber das könnte man auch selber über die Steuererklärung erledigen.

Ob es ein angenehmes Gefühl ist, dass jetzt auch Banken und Versicherungen ihre jüdischen Kunden als solche identifizieren können, muss oder kann jeder für sich selber entscheiden. Ob es paranoid ist, zu behaupten, dass wir nicht wissen, was mit den Daten in den Unternehmen angestellt wird, muss auch selber entschieden werden.
Wer ein seltsames Gefühl dabei hat, darf oder kann dagegen Widerspruch einlegen:

Bis zum 30. Juni (!) kann man dies tun. Aber nicht über die Bank oder die Versicherung, sondern direkt beim Bundeszentralamt für Steuern.

Einfach Dokumenten ID 010156 im Suchfenster des Formular-Management-Systems (FMS) der Bundesfinanzverwaltung eintragen und schon kann man einen Sperrvermerk beantragen.

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Schmulik und die Chuppah

Mélanie & Emmanuel
Mélanie & Emmanuel von Agence Tophos bei Flickr Creative Commons Lizenzvertrag

Verdammt! Daniel, dieses Schlitzohr, hatte es geschafft! Nur wie!?
Vielleicht kam ihm sein beruflicher Erfolg ein wenig entgegen? Schmulik versuchte, das Geheimnis zu entschlüsseln:
Eine winzige sechsstellige Starthilfe hatte er von seinem Vater bekommen, um sein »Unternehmen« aufzubauen. Schmuliks Vater hatte ihm seinen Führerschein bezahlt, also einen Teil davon. Genauer gesagt, die Gebühren für die erste Prüfung. Aber Schmulik war nicht nachtragend.
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