Klezmerwelten tanzen

Klezmerwelten Tantshoyz

Gelsenkirchen kommt dem Ruhrgebietler im Augenblick wie ein Klezmerhotspot vor. Das Festival Klezmerwelten findet dort statt und die ungewöhnliche Verbindung Gelsenkirchen-Klezmer sorgt dafür, dass auch der kritische Beobachter überrascht ist. So überraschte das zweite Konzert (Bericht hier) mit fulminanten Tönen und einer zeitgemäßen Interpretation dessen, was Klezmer heute auch sein kann. Also auch etwas, womit junge Juden etwas anfangen können.

Tantshoyz - Gelsenkirchen
Am Mittwochabend stand ein weiterer Punkt auf dem Programm. Musiker, die jenseits der Klischees operieren und diese nicht bedienen müssen, um ihre Musik an den Mann (oder die Frau) zu bringen (Stichwort Musikantenschtetl), wie
Michael Winograd, Yoshie Fruchter, Patrick Farrell und Guy Schalom spielten für ein großes Publikum, aus dem unter Anleitung von Deborah Strauss und Andreas Schmitges eine tanzende Menge werden sollte.
Interessant war erneut das Publikum. Einige Jugendliche, einige junge Leute und ein nicht kleiner Anteil von Leuten im Rentenalter. Die Dynamik des Abends und die Art der Präsentation wäre jedoch auch gerade etwas für junge Erwachsene (aus den Gemeinden?) gewesen und hier liegt offenbar eine Art Kernaufgabe.
Die Klezmerwelten präsentieren ein Programm mit vielen progressiven Elementen. Diejenigen die davon profitieren könnten, sind jedoch durch einen Overkill an, sagen wir mal, Gojim naches Klezmer, darauf konditioniert, derartige Projekte und Angebote auszublenden. Das Problem: Die guten Sachen laufen an uns vorbei. In diesem Fall definitiv schade. Bewegung zu guter Musik.
Selbst der Baal haBlog hat sich ein wenig bewegt.

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon.

45 Kommentare Schreibe einen Kommentar

    • Das ist doch verständnlich, da zunächst abzuwinken. Das Problem ist ja, wie ich schrieb, dass dadurch die richtig guten Sachen unter den Tisch fallen oder nicht ausreichend Beachtung erfahren. Keine Ahnung, wie man dieses Dilemma lösen könnte.

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        • G.F. ist der sog. gute Jude. Vegetarier, Pazifist und kann Ave Maria genuso herzzerreißend spielen wie Städtele Beltz. Ich habe einige Interwiev mit ihm gesehen, ein “guter Mensch” im Dienste des Friedens. Was natürlich nichts Negatives ist. Und Musik hilft Kontakte zu knüpfen (nein, ich habe es mit verkniffen zu schreiben, Brücken zu bauen!!). Dnnoch kommt bei mir alles recht glattpoliert rüber. Vielleicht ist ihm nicht klar, was seine Auslegung von Klezmer und die Art seiner Verbreitung auch an Negativem ausgelöst hat. Ich sage nur, Klezmer bei Stolpersteinlegung und 8 Noevmber-Schweigemarsch in Erftsadt-Lechenich. Zumindest kann er als Begründer der Klezmer-Industie in Deutschland gelten, ist auch schon was

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          • Vielleicht kenne ich G.F. nicht so genau? Aber ich verstehe nicht, was es bei ihm anzuprangern gibt, er macht gute Musik et voil! Alles gut. Was andere davon machen, Geschäfte, The Big Uber-Jew, usw, das ist doch nicht wirklich der einfache Mann Giora Feidman? Oder?

            Will sagen, ich finde es nicht gut ihn als Begründer der Klezmer-Industie in Deutschland zu betrachten. Liege ich falsch?

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            • Nu, mit GF war es wohl so ein geben und nehmen. Nach seiner Rolle in “ghetto” unter Peter Zadek ging ja der Klezmer Studienrats Hype erst so richtig los, und seit dem gibt es kaum eine Gedenkveranstaltung ohne Softklezmer alla GF. Ich glaube nicht, dass er es Auslösen wollte, aber hier trifft halt schlandsches Gemüt auf eine ganz bestimmte einzelne Form des Klezmer, die dann zum Synonym für Klezmer überhaupt wird.

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            • Ich würde Elisabeth da zustimmen. Sicher gehört er mit seiner Musik zu denjenigen, die einiges dazu beigetragen haben, dass sie falsch verstanden/interpretiert/eingesetzt wird. Technisch gesehen ist er natürlich aber ein guter Musiker. Das bestreitet natürlich niemand.

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        • “Marketingname ist doch aber Der König des Klezmer?”

          tja, immer diese Marketing-Fritzen – wie sie übertreiben! 🙂 Übrigens, ich höre auch gerne ab und zu, wie G.F. auf seiner Klarinette rumdudelt! Nur für ‘richtigen Klezmer’ muss mann schon Max Epstein oder Naftule Brandwein auflegen, stimmts? 🙂

          Shalom

          Miles

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  1. Chajm, warum gehört Giora zu jenen, die ihre Musik unverstanden gemacht haben?
    Wenn der andere nicht versteht, dann ist der Erzähler ein schlechter Erzähler/schlechter Musiker?
    Wohl kaum (wenigstens nicht in jedem Fall), Du sagst es selbst. Ist es nicht einfach Geschmackssache? Nu, auf handwerklichen Gebiet -Geschmack hin oder her- dürfte es schwer sein, Giora als schlechten Musiker anzuführen, wenn Du es so (technisch) meinst, und recht hast Du also, ssaj-wi-ssaj.

    Elisabeth BG, was ist Klezmer-Industrie, und warum hat Giora Feidman die begründet?
    Warum (danke Shabbes-Goi) nicht Ester Ofarim, zB? (Hat sie nicht, aber..) Ist das gerecht Giora solches zu unterstellen? Tendiere zum Shabbes-Goi: …glaube nicht, dass er es Auslösen wollte, aber hier trifft halt schlandsches Gemüt auf eine ganz bestimmte einzelne Form des Klezmer,…
    Da haben Leute was gemacht, Giora macht Musik und denkt und redet, was er eben meint, aber er hat sich nicht als die Inkarnation des Klezmer hingestellt, oder? Und wie könnte er?

    Und ~König des Klezmer, das ist doch einfach -Verzeihung- profane Werbung.
    Wir hacken auf Giora, aber wer hat den schland (bzw Deut 😉 ) gemacht?
    Finde ich typisch…

    Bleibt die Frage, was ist Klezmer eigentlich?

    Klezmer ist wohl den Aschkenasim (also uns) vorbehalten? (oder heutzutage gar den GERMANEN?? Waren’s nicht schon genug Raubzüge? 😉 ) Entwickelte es sich -für’s heutige- aus dem polnischem Judentum, wo seit dem 13.Jh.allg.Z. aschkenasische Juden hinzogen?

    Wurzeln. Im europäischen Mittelalter waren auch Juden als Minnesänger unterwegs, ein sehr berühmter und bemerkenswerter wandernder Schpilman war Süßkind von Trimberg (zl, gest. 1250), der seine Gesänge im zeitgenössischem Mittelhochdeutsch an den Höfen Europas vortrug. Im Gegensatz zu seinen christlichen Kollegen, die die irdische und himmlische Minne favourisierten, waren seine Themen anders gelagert. Er sang stattdessen von der Armut, der verrinnenden Lebenszeit, der Sünde und der Gnade G’ttes…

    Seine Wanderungen nahmen 1221 ein Ende, als Kaiser Friedrich II. begann die Entscheidungen des ‘Laterankonzils von 1215’ praktisch umzusetzen. Dieses sah vor, daß Unterscheidungsmerkmale Juden von Christen trennen sollten. Der berüchtigte gelbe Fleck stammt aus dieser Zeit, er wurde Vorbild für das Brandzeichen (der Gelbe Stern) an Juden im Nazi-Reich.

    Zuvorgegangen war der Beginn des gewalttätigen christlichen Antijudaismus in ‘!Deutschland’ 1096, als der Erste Kreuzzug seinen Weg nahm. Eine enorme Zahl von jüdischen Leben fiel den fanatisierten Missionaren (Kreuzritter, Mordbrenner!) zum Opfer.
    1096 ist das Fanal, welches eine Unzahl an schlimmen Verbrechen an Juden in Europa einleitet.
    Dabei war es keine all-allgemeine Ablehnung der Christen gegen die Juden, aber wir sehen auch in morderneren (hoppala ein r!) Zeiten, daß Fanatismus, Haß und Mordlust offenbar ansteckend sind…

    Entgegen meiner Schilderung, bzw ergänzend sei gesagt, daß zB Rittergeschichten (auch) bei den Juden Mitteleuropas sehr beliebt waren. Bei jüdischen Rittergeschichten hatten auch biblische Gestalten ihren Auftritt, christliche Betrachtungen dazu fanden sich eher nicht. Die Legende rund um König Artus zum Beispiel war bei Juden beliebt
    (…und ich denke sowieso, das Lanzelot vom See einer von uns war! 😀 😉 nur a gefil…)

    Habe was gefunden, möchte ein paar Zeilen hierher abschreiben:

    Ich hab bei al mein tagn
    vil vun kenig Artis hof hern sagn.
    As wi man sagt ein alt sprich wort her:
    es get hinen zu, as wen es kenig Artis hof wer.
    doch hab ich ous gireist gar menich lant
    un’ hab mein tag ni krign in mein hant
    kein buch, das ich es het gilesn,
    odr was es wer giwesn
    bis ich hab eins gifundn gischribn ous
    in mein vatrs hous.
    Do hob ich mich nit lang ton seimn
    un’ hab dis buch gistelt in reimn.
    Is es gleich nit gesezt gar wol,
    so is es mein erst mal.
    ir mecht es leien odr singn wi ir welt,
    es kost eich als ein gelt.
    Doch hat es an sich di tugnt,
    ds di zarti jugnt
    al zeit gern lustig is
    un’ was si singendig leien, gidenkt si giwis
    un’ bihaltn es ein langi zeit in acht.


    (usw…, das Yiddisch der Zeit; Quelle: Johann Christoph Wagenseil, ‘Belehrung der jüdisch-teutschen Schreibart’, Königsberg 1699.)

    Kann nicht schaden (denk ich), ein sehr minimaler Ausblick auf 2000 Jahre Juden(tum) in Europa nur, irgendwo da in Europe war Klezmer geboren, außerdem, man hört’s (und man kann’s auch nachlesen), ‘Europa’ kam von der Levante…

    Nu, was ist Klezmer? Das?
    http://www.youtube.com/watch?v=ZUVEq6NC7mM
    (speziell für Dich Elisabeth BG, die ‘Budapest Klezmer Band’ 😉
    Oder das?
    http://www.youtube.com/watch?v=UUnfxTp0WEI
    (Fucking rock’n’roll dead on! don’t mind my linguakhe.-)
    Oder eher so?
    http://www.youtube.com/watch?v=TZ-h6dc2viU
    (zeigt uns mal ‘ne Italo-Amerikanerin wie’s geht! I like it molto! 😉 )
    Oder das?
    http://www.youtube.com/watch?v=6tdEF17S0pU
    (hier können die Deutschen wehmütig weinen, wennse megn…/öhm, bei mir wirkt’s…)
    Oder dies?
    http://www.youtube.com/watch?v=SqCPtFP8ZOg
    (..in Malmö is mit brochn ojfn koppn gerad nit so lustig, hört man…)

    (…genug ersteinmal, hoff es hat Freude bereitet.
    Dachte noch /und ließ es/ an ein Beispiel, welches hier möglicherweise als orientalisch -also nix klezmer??- eingeschätzt würde, und dann noch einen kleinen Hinweis, daß die ‘Ungarischen Tänze’ eines Brahms doch eigentlich nur von einem Juden sein können? 🙄 If you know what I mean? 😆 )

    PS/
    falls nochmal was gebraucht wird, -für sagen wir ‘ne Stolperangelegenheit 🙄 – et voil, svenska jehudim ahoj! Immer listig bleiben… 😆 😥 😆 …un mir lejbn ot asoj!
    http://www.youtube.com/watch?v=Y2WPyURtWXw
    ( 😎 hewejnu schalom alejchem – gehört?)

    Das mir da mal nit der dibbuk auf die pelle kommt!

    ~ * ~

    (Nachtrag/…und kann einer verstehen, warum mir der Gedanke eher unangenehm ist, daß zB ‘unter dajne wajsse schtern’ bei einer gestolpertsteinverlegung gespielt wird? *seufz* Da fällt mir ein lid ein, und wie’s Leonard Cohen 1969 vorbrachte, das ganze Lied bei dieser Präsentation ist ohne seinem Sein nur halb getroffen http://www.youtube.com/watch?v=x_223jKXKgQ – dieser Seufzer am Ende drückt ALLES aus, und stets, ohne daß es irgendwie inszeniert sein könnte, -…majne werter sajnen trern…)

    ~ * ~

    Schawua tow ale.hem!

    PPS/mehr von dibbukim?
    http://www.dibbukim.com/yid/
    😉

    PPPS/ ist das klezmer? 🙄
    http://www.youtube.com/watch?v=AOxVXQlZXqI

    (1963 Connie Francis, so geht’s auch. Ol!
    http://www.youtube.com/watch?v=nAlGRHvGXzg )

    Oj, noch einer.http://www.youtube.com/watch?v=iUjJoquIs74.
    Hoppa, und was ist das?!http://www.youtube.com/watch?v=KkMyEAJEmo4.
    …Welten…tun…sich…auf…

    Und unserem Gastgeber speziell noch l’chajm!

    (hoff es ist allen a grejsser naches!)

    Letzte Frage: was ist Klezmer? Und wer sollte definieren, was es ist? Doch nicht die “Beschneidungsgegner”? … 🙄

    Antworten

      • Ganz große Klasse, viel gelernt A.mOr, danke. Und auch für das spezielle Lied.
        Mein Favorit, und kein Klezmer
        http://www.youtube.com/watch?v=2GQLii0WKrA&feature=related

        Vielleicht habe ich auf GF zu emotional reagiert, ich will sein Können nicht bestreiten. Nur, er hat etwas bewegt, was mir Unbehagen bereitet. Klezmergruppen schießen aus dem Boden und besingen eine “untergangene Welt”. Meine Wahrnehmung ist, daß zwar Emotionen aufbrechen, jedoch rückwärtsgerichtet, nostalgisch, krass ausgedrückt, Städtelromantik. Aber im Städtel gab es nicht nur Tanz, Fröhlichkeit und Wehmut, es gab viel mehr Elend, Hunger, Progrome. Und deshalb haben die Bewohner ihre Städte verlassen, anderswo Neues angefangen. Stellen sich die Konzertbesucher die Frage, warum es keine Städtel mehr gibt? Wünschen sie (insbesondere die – nach Deiner Definition – Beschneidungsgegner die alte Zeit (s.o.)zurück? Mit Städtele Belz ist Refelxion in den Konzerten – in der Regel – abgeschlossen. Besser wäre es so http://www.youtube.com/watch?v=2GQLii0WKrA&feature=related

        Noch besser wäre es immer wieder zwischen Klezmer (urssprüngliche Art und Neuentwicklung), jiddische Lieder und Schlager usw. zu unterscheiden. Und auch zu betonen, daß es auch ganz einfach Musik gibt, die von Juden komponiert wurden und NICHT mit Klezmer zu tun hat. Das geht von synagogalen Gesängen über Partisanenlieder bis 12 Ton Musik. Nur wird leider ausschließlich Klezmer in der allgemeinen Wahrnehmung als Jüdisch erkannt.
        Vielleicht kann ich es so zusammenfassen:
        GFeidmanns Verdienst ist, auf Klezmer aufmersam gemacht zu haben. Die Folgen kennen wir

        Antworten

        • … daß es auch ganz einfach Musik gibt, die von Juden komponiert wurden und NICHT mit Klezmer zu tun hat. ..

          ähem, gibts da nicht schon – so z.B. in Israel oder in den USA – jüdische Musiker, die Jazz, Rock oder ganz normale Schlagerschnulzen komponieren und interpretieren? 🙂

          Shalom

          Miles

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    • Ausführlicher Kommentar! Großartig!

      Ich denke, Deine letzte Bemerkung schließt alles mit ein 😉
      was ist Klezmer? Und wer sollte definieren, was es ist? Doch nicht die Beschneidungsgegner?

      Was macht Klezmer zu koscherem Klezmer?

      Feidman ist mir persönlich suspekt, weil er der Sehnsucht der nichtjüdischen Zuhörer nach Flauschigkeit, Traurigkeit und vermeintlicher Authenzität (dieses Wort gilt es eigentlich zu vermeiden) mit so großen Schritten entgegenkommt und das natürlich Auswirkungen auf Werk und Schaffen hat. Das Publikum bekommt hier das, was es verlangt.
      Darauf spielen Du und SG aber auch an. Eine Art symbiotisches Verhältnis in einer Art Teufelskreis der gegenseitigen Selbstbestätigung – er spielt wie es verlangt wird – die Zuhörer wollen es es so – er spielt es so – die Zuhörer sagen: Er spielt es so, also wird es schon so richtig sein etc. etc.

      Antworten

  2. Pingback: Klezmerwelten – Hulyanke Session – Workshop | Chajms Sicht

  3. [‘Nachtrag’: meinen herzlichen Dank an euch alle! 😳 Das habe ich nicht erwartet! 😀 – dieses folgende Schreiben hatte ich schon soweit fertig, aber noch nicht abgeschickt. Möchte es für den Anfang dabei belassen, auch wenn ich -glücklicherweise!, wie ich finde- einiges nun wiederhole, was schon gesagt wurde, worüber ich mich sehr freue!
    – – – Nachwort zum Nachtrag ihr habt mich ermutigt, und nun schreibe ich soviel, nu, es wird und ein Buchstabe nach dem nächsten…Wörter, Sätze, Sinn?, darf ich? 🙄 ]

    Chajm schalom, ist es eigentlich nicht entscheidender für uns, ob es Juden gibt die die Musik von Giora Feidman mögen? Dann sollen die gojim eben kuscheln, besser als Feuer an die Platten legen, oder? Und für Giora ist das Ganze doch -hoffentlich!- perfekt: er macht was er gerne macht und verdient sein Geld damit, und andere, Juden oder nicht, zahlen’s gerne aus und sind vergnügt! Hoppa! 😉

    Was Klezmer nun mehr oder weniger ist, das entscheiden doch letztlich die Musiker an ihren Instrumenten und die Interessenten es zu honorieren. Damit rede ich Dir zwar einen roten Teppich aus (was mir garnichts ausmacht!), aber wir haben nuneinmal nur dann einen Einfluß auf diesen nichtgeschützten Begriff, wenn wir selbst unsere Musik zum Besten geben und eben die Konzerte jüdischer Musiker besuchen, weil wir ssimchedikn Freude daran haben!
    Wenn wir uns wohlfühlen bei dieser Angelegenheit, dann ist es in Ordnung, und auch wenn di gojim dazu ihren tants haben, umso besser! Sind sie froh sind wir froh sind sie froh…, auch so ein Teufelskreis… 🙄 Di welt is a drejdl.

    Insofern, Dein neuer Artikel paßt ganz gut dazu, schade, daß eben so wenige jüdische Besucher für den Überbegriff Klezmer zu begeistern sind. Das mag allerdings auch noch weitere Gründe haben, zum Beispiel, daß Klezmer eben kaum einen (Jude oder nicht) was bedeutet, (beinahe) außer eben Nostalgikern.
    Und damit wiederum bringt man die Musiker in die Bredouille, denn die wollen vielleicht garnicht (Giora doch?) ein Publikum bedienen, sondern einfach Spaß an der Musik haben, das ist leben.
    Der gojim naches wiederum will tote Juden tanzen sehen… (wenn ich mal anspitze…, und ich bin mir sehr der Bitterkeit bewußt, die das beinhaltet… )

    Was ist Klezmer? Ist es nicht einfach auch ein Teil der Welt, die durch das Große Morden unwiederbringlich vernichtet wurde?
    Die Antwort darauf kann wohl nur sein, daß wir es neu beleben, das geht nur lebend, und nicht um irgendjemanden zu bedienen, das sollen Diener tun…, denke, diese Angelegenheit haben wir schon vor einer Weile geklärt, wir sind frei! BH!
    (Wir haben einen reichen Fundus und viele talentierte jüdische Musiker, aber, offenbar, es braucht Brücken, denn der Klezmer bislang -so scheint mir- ist nur ein Aufbrühen eines Kaffes, der bitterer nicht sein kann, wenn da überhaupt noch Geschmack dran ist.
    Denke trotzdem, das einige musikalische Einwürfe in diesem threat allein hinreichend gezeigt haben, daß das alte Liedgut durchaus sehr schön in diese Zeit hineinklezmoriert werden kann, und die Originale die wir haben -Geschmackssache sowieso- sind auch gut, nur die Welt, in der es entstanden ist, die ist ‘vernichtet’ Wie gelingt es den Nerv in uns daran zu kitzeln?)

    PS/erwähnte den Schpilman Süßkind von Trimberg. Hat er aufgebrüht, oder hat er aus dem Herzen heraus gedichtet?
    Diese Frage ist die Antwort auf das heutige Dilemma von Klezmer, soweit ich verstehe. Wir leben heute!

    – – –

    [ Nu, das war also mein Kommentar vor zwei Tagen, Verzeihung, ich schaffe das zeitlich nicht immer präsent zu sein, dabei fühle ich mich hier gerade sehr wohl!]

    Elisabeth BG (Ja! Sog nit kejnmol as du gejst dem letstm weg!), Du schreibst: Klezmergruppen schießen aus dem Boden und besingen eine untergangene Welt. Und Shabbes-Goi: Genau darum geht es, Emotion, und die wird durch Empathie und vor allem Authentizität ausgelöst. (Hervorhebung von mir)

    Jepp, so sehe ich das auch. Und so geht es wohl auch aus meinem altneuen 😉 Kommentar hervor? Und es ist so naheliegend, und eigentlich haben wir hier immer wieder mal das Thema: Lebendigkeit! – Elisabeth, Du drückst es fabelhaft, auf den Punkt genau aus: Meine Wahrnehmung ist, daß zwar Emotionen aufbrechen, jedoch rückwärtsgerichtet, nostalgisch, krass ausgedrückt, Städtelromantik.

    Nostalgie, unser Klezmer ist zu einem Abfeiern von Nostalgie verroht vereinfacht abgeschoben worden, und das spricht sicher auch Juden an, aber tatsächlich, wie ich oben eben schrieb, wollen die heutigen Klezmerfans tote Juden tanzen sehen.
    Und das sind eben nicht Juden, die ich als Fans meine, eigentlich klar…
    Das ist sicher eine harte Formulierung, aber die Vernichtung von allem Leben, was Klezmer überhaupt erst möglich machte; denke, diese Härte spüren wir jüngeren auch heute noch allzu deutlich, nicht wahr? Dann darf ich es auch andersherum mal etwas anspitzen, wem tut’s weh?

    Und allzu deutlich wird uns immer wieder klargemacht von naseweisen Deutschen, daß uns das nicht zustünde. Man macht uns Vorwürfe, wir seien selbstmitleidig, wir würden den Holocaust instrumentalisieren, wir würden die Deutschen erpressen, quasi quälen und nerven.
    Vorlaut sind (seien) wir, jawoll! (boj einfacher gesagt als getan, wenn ich’s recht bedenke…)

    Alleine der Geschichtsunterricht an deutschen Schulen, aber auch der mediale Umgang mit dem Thema Israel begründen dieses genervt Sein dieser ‘Deutschen’ ausreichend, das kann ich schon nachvollziehen actio et reactio.
    Nur was ist denn Judentum an deutschen Schulen, etwa Süßkind von Trimberg? Weeeiit gefehlt! Dort gibt es nur einen Juden, einen Oberjuden bzw Opferjuden (und schon wieder diese verdammte ‘Karikatur’!), das Opfer des Holocaust.
    Und das den Schülern quasi aufgedrängte schlechte Gewissen über das Handeln ihrer Eltern/Großeltern (Anmerkung: Schüler sind jung, sie verstehen gewisse Zusammenhänge einfach nicht so gut, wir waren alle mal Jugendliche, wie leicht sind wir zu verführen, zu beeindrucken, und wie sicher fühlten wir uns, daß wir alles verstanden haben? Und wer hat letztlich den letzten Schliff am Schüler? Der noch so wohlmeinendste Lehrer? Diesen Traum haben manche Kindertagesstättenbetreiber wohl, vielleicht sind sie dann erfolgreich, wenn das Modell Eltern komplett unnötig wird…? Das Kölner Beschneidungsurteil legt das nahe, kommt mir bald so vor…).

    Die Deutschen verstehen nicht, daß mit der Vernichtung des europäischen Judentums Europa selbst vernichtet wurde, denn, Europa ist/war immer weit mehr, als das Bestreben nach Reichtümern und ausländischen Besitztümern… Es ist weit mehr als zB ein ‘British Empire’, in dem die Sonne nie untergeht…
    Und die jüdische Kultur hat einen immensen Anteil an dem, was Europa jemals groß machte bis heute in der Welt, von Gesetzen, über Kultur in vielfacher Schattierung, die Medizin, die Wissenschaft in vielen Fächern u s w und Klezmer.

    Ja, Europa kam aus der Levante, guuut, da war noch so’n Stier, der schwamm da rum von Küste zu Küste, Stiere gab’s zu der Zeit, einer verbarg sich in ‘nem labyrinthos… Kannte Jezebel nicht auch einen Stier? Nu, will ich mal nicht stiernackig darauf herumreiten, heiß doch nicht Europa!

    Unser Klezmer ist beinahe nicht existent, denn tatsächlich, das heutige Klezmer dient vielmehr jenen Deutschen, die uns mit den Elfen aus dem Herrn der Ringe verwechseln. Wenn dann aber einer von uns Elfen ganz lebendig vor ihnen steht, mitten aus dem Leben, dann fallen sie selbst aus ihrem Leben raus, werden komisch, umarmen einen, bis die Luft wegbleibt, oder reden einen an, wie gräßlich doch der Staat Israel sei, ob die Juden( /die Israeli natürlich nur!) denn nichts aus der bösen Geschichte der armen Deutschen gelernt hätten, jaja, wieder überspitze ich.
    Aber das betrifft eher die Deutschen, die gezielt nach der Gesellschaft von Juden in der Gemeinde oder eben bei jüdischer Musik und ähnlichem suchen.

    Andere sind sehr gemischt, nach meinem Eindruck. Es gibt gute Kumpels in vielen Variationen, es gibt jene, die es überhaupt nicht interessiert (schade, daß solche soviel manipulativ schlechte Nachrichten hören!) und es gibt jene, die gleich sehr seltsam reagieren, wenn nur irgendetwas, ein Wort nur, fällt, welches mit jüdisch assoziierbar ist.
    So, als wenn sie einen zweiten Penis zwischen den Gehirnhälften hätten, wo in dem Moment alles Blut reinrauscht. Quasi ein Judenpenis im Kopf ein beschnittener – wohlgemerkt!! 😈 Verzeiht mir meine kleine Geschmacklosigkeit.

    Und letztlich, solche Leute, aus einer seltsam gemischten Haltung heraus -Nostalgie oft geboren aus einer Sehnsucht, die ein stückweit wohl Ergebnis der Verleugnung einer wirklich schlimmen Wahrheit ist- besuchen auch Klezmer-Konzerte. Klar, ich vereinfache.

    Erinnere mich an den Freund einer Freundin, der mich ermahnte, daß ich doch soetwas schlimmes nicht sagen dürfe (Ein Angehöriger -scusi- der Nie Wieder!-Mahner, was uns jetzt so schön nie wieder um die Ohren fliegt! Etwa seit der Judenkritik erst recht, dem meines Erachtens ehrlicherem Geschwister der Israelkritik, wie es sie nun seit dem Kölner Beschneidungsurteil gibt sag mir keiner, das war als Kritik an Moslems gedacht! Ob der Junge -der Präzedenzfall- jemals begreifen wird, was da an ihm/über ihn verbrochen wurde?).

    Nu, ich hatte etwas sarkastisch/ironisch reagiert auf einige Anfeindungen gegen Juden/bzw Israel im www. Das dürfe ich nicht, aber worum es geht, und warum ich so rede, das interessierte den Erzieher auf Minimalprobe nicht. Verleugnung und die Freude (beinahe Verpflichtung) an Angesagtem, welches aber vermeintlich nicht zum mainstream gehört so wie Klezmer…
    So kompliziert einfach ist das…
    Jepp, Elisabeth, hier paßt dann Dein Satz gut hin: Stellen sich die Konzertbesucher die Frage, warum es keine Städtel mehr gibt?
    Und, um nicht mißverstanden zu werden, der Mensch ist schon in Ordnung, ist nicht umsonst mit einer Freundin von mir verbandelt, aber solches von solcher Seite ist eben (-falls) so typisch…

    Bei uns sehe ich den Punkt so wie Shabbes-Goi gut herausstellt, es fehlt die Authentizität, denn, wie Elisabeth treffend sagt, es wird etwas aufgekocht, was nicht mehr gut ist (Nostalgie), diese Welt, in der Klezmer ein Bestandteil einer lebendigen Kultur war, die gibt es nicht mehr! Kaputt!

    Chajm, die jungen Leute, die Du bei solcher Veranstaltung vermißt, die muß man an den Eiern kriegen, aber sicher nicht mit einem Aufgewäsch von etwas, das so garnichts mit dem echten Leben zu tun hat.
    Denke, es ist schon schwer genug, gerade auch bei unseren Nachzüglern aus Ländern der ehemaligen SU (erwähne ich auch der Mehrheit wegen), die Leute nur für die schul und die Tora zu interessieren, und Iwriss, es ist zu vielen in Deutschland offenbar nicht kompatibel mit dem tatsächlich stattfindendem Leben.
    Auf einer Seite ganz einfach die Jugend, auf der anderen Seite sollte es -rein theoretisch- nicht so schwer sein, unsere Jugendlichen an ihr Judentum zu interessieren. Nur, es muß funzen!

    Man sollte allerdings schon ein stückweit auf -wie SG wieder sehr treffend ausdrückt- die Oberlehrer ohne Schmalz 😉 verzichten (beinahe nicht möglich? Oj, Dilemma!), denn -kann ich wenigstens von mir sagen- Jugendliche akzeptieren Autorität nur dann, wenn sie tatsächlich kompetent (quasi natürlich) ist, nicht aufgesetzt, nicht erzwungen.
    Jeder Depp (nu, vielleicht ein klitzekleinwenig übertrieben…) kann Arzt werden, aber ein guter Arzt handelt wie ein guter Arzt, etwas, das man im Studium offenbar nicht fest genug gelehrt bekommen kann. Eid hin oder weg!

    Und so ist es dann eben auch in anderen Gebieten, zum Beispiel mit dem Mangel alleine an Nachwuchs von Rabbinern in deutschen Gemeinden. Und dann eben Rabbis, die -Verzeihung- nicht für den Job gemacht sind. Teils, weil sie schlicht zu jung sind? Nu, toitoitoi!

    Gilt auch für die Vermittler von Klezmer.
    Nur letztlich, die Juden selbst entscheiden: ist Klezmer noch zeitgemäß und LEBENDIG (!), gibt es genug jüdische Musiker, die es tatsächlich mit Leben und nicht nur mit Harfenklang ausfüllen, gibt es einen Weg für heutige Juden, den Klezmer als zeitgemäße und gute Musik anzunehmen?
    Und daher stelle ich die Frage erneut, und sie muß -denk ich- immer wieder gestellt werden: was ist Klezmer?

    Scusi 😥 wieder etwas Abschwiff mit dabei, wieder etwas lang geraten…
    Nu, denke, vielleicht kann man es nochmal kurz fassen:
    ???? ??? ???? ????, ??? ?? ????? ??? ????? ???? (…) ??? ?????? ???!
    Mehr habe ich nicht gemeint. Danke in der Hinsicht vor allem an Elisabeth, die den Stein des Anstoßes hatte und Tooorrr!!! 😀 Nope, kein Eigentor, einfach eine brilliante Flanke!
    Schalom un ale saj gesunt! BH.

    PS/
    (Elisabeth, noch was für Dich! 😀 Kannste eigentlich nichts für, aber ich bedank mich herzlich für die Gelegenheit! Hört man solches in Budapester Kneipen? http://www.youtube.com/watch?v=MCbkAdq5wLg (find ich wunderschön…, aus dem Film ??? ?? ?????? – Time of the Gypsies), nu, andere Ecke, aber was ist zB damit – Kalyi Jag? http://www.youtube.com/watch?v=7CfUq_STx1c oder Ando Drom/Mitsou kennst Du? http://www.youtube.com/watch?v=RmSDjdE3sZA & http://www.youtube.com/watch?v=1uonH1BfH_w Oder (und das Bild paßt gleich dazu) Parno Graszt? http://www.youtube.com/watch?v=Nepl4wbsmHU (usw, da gibt es reichlich mehr zu finden, ich mag sie sehr, di tsiganermusike! 😉 ) – hm, kennst Du den schön-dramatischen Film Zug des Lebens (Train de Vie – Train of Life)? Empfehlenswert, sag ich gerne. 😉

    Miles schalom, viel Arbeit? Nur ein wenig abschreiben, Dank auch Dir. Abgesehen davon gerne! 😀
    (Wie’s aussieht, ist dieser Kommentar noch aufwändiger! Hoffentlich sind die kleinen musikalischen Einsprengsel des Erlauschens würdig! Für mich fraglos.)

    PPS/ mag sein, ist manchen von euch tsufil gevoltfil?
    Aber ich mag’s trotzdem als musikalischen klezmordikn Abschluß wählen – Gevolt – ekh ma tru la la!
    Das gleiche mit’m Bild von der grupo: http://www.youtube.com/watch?v=1CxykYibSW0 😉

    Oj, und die Rede ist/war auch von den Klezmatics :D, geb euch was! Tepel! hahaha, und viel Spaß beim Mitsingen und Tanzen! Ich liebe es!

    (hm, 🙁 hatte mal einen kleinen Nachhilfeschüler, der fand das nicht so gut, seltsam, verstehe einer die Jugend! Aber zum Glück kann ich auch Fußball! 😀

    Hob Fn. Aber ich komme wieder! 😛
    (…nicht versprochen, daß ich immer so ausschweif… 🙄 )

    (…die eine oder den anderen mag das noch interessieren? ‘Jewish Gypsy ?????????’

    Eine Freude mit euch zu schmusen – Boker OR!

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      • A.mOr, jetzt versuche ich es auch:

        Wir haben in den letzten Zuschriften Klezmer arg verteufelt, weil d Hype in die falsche Richtung gegangen ist. Bei den Konzerten zieht (so sehe ich es) eine Anatewka-Romatik mit ein, und das wird der Musik nicht gerecht. Anatewka ist auch so ein Kapitel, man könnte die Diskussion 1:1 übertragen. Was lernt man doch alles über die Juden. Und bei allen Problemen bleiben sie noch so weise und fröhlich. Mag vermessen sein, aber es gibt dort Sätze, die nur WIR verstehen. (Ich sage nur:Tradition!). Daher gibt es für mich nur einen Tewje, http://www.youtube.com/watch?v=ttsXDLZfCa4
        alle anderen sind gutgemeinten Versuche und vielleicht akzeptabele schauspielerische Leistungen. Oft habe ich das Gefühl gehabt, Besucher erwarten im G’ttesdenst oder Veranstaltungen ein wenig Anatewka.

        Klezmer kann sehr mitreißend und ursprünglich, als Spaß gespielt werden
        http://www.youtube.com/watch?v=DkmFgQ9fM94
        Und hier ist sicherlich nicht “tote Juden tanzen”. Hier musizieren sehr lebendige Juden, und das macht mich unglaublich fröhlich.

        “Städtel” macht mit mir natürlich auch etwas. Das ist Wurzel, Vorvergangenheit. Das fasziniert mich, deshalb mache ich Familienforschung. Deshalb studieren Menschen Geschichte. Aber das ist dann ein größerer Zusammenhang und nicht “FUN”.

        Ich stelle also den provokanten Vergleich :

        was hat das
        http://www.youtube.com/watch?v=DkmFgQ9fM94 mit einem friesischen Leuchtturm zu tun?

        Klezmer mit dem Ghetto von Venedig? Auch dort war mal in einer Sendung die musikalische Untermalung K..

        Wie sollen wir also zu Klezmer stehen? Ich neige zu der Behauptung, in D ist Klezmer ein musealer Ausstellungsstück , und auch wir realen Juden werden wie Objekte bestaunt. Vielleicht ist mein Ärger, daß Jüdisches so hemmungslos reduziert wird. Von Wohlmeinenden. Von den Anderen müssen wir jetzt nicht sprechen.

        Vielen Dank für die links. Ja, solche Musik hörst Du in Ungarn nur in ausgesuchten, ausgesprochen kleinen Veranstaltungen

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      • Miles schalom!
        (auch für Dich -un ale- lajla tov, hoffe, meine kleine Aufmerksamkeit an Elisabeth BG -die ich so schön kreativ gestaltete!- taucht dann noch auf/rechtzeitig nach’m Ausschlafen?)
        Anyways, I’ve got your medicine! 😉
        Never mind, hab’ mir schon gedacht, daß Dir das zu schmalspurig erscheint! 😛 Bin ein geborener Tollpatsch 😳 passiert mir hin und wieder (nicht mehr so oft…) das ein Tellerchen vom Tisch fliegt oder der Tisch vom (unterm)Teller?! Durme Durme (schlaf schlaf) …gut. Nacht.
        (hm, was liegt zwischen klitzekleinwenig und maßlos? Und? Deal? )

        Antworten

        • … Never mind, hab mir schon gedacht, daß Dir das zu schmalspurig erscheint! …

          Macht doch nix! Ganz ehrlich gesagt: wären mir die Zünfte nicht verwehrt geblieben und käme ich nicht aus einer armen aschkenasischen Familie, dann wäre ich anstatt von Arzt auch viel, viel lieber Handwerker oder eben Geldverleiher geworden! Oder wurde der Bann mittlerweile aufgehoben??? 🙂

          Shalom

          Miles

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  4. Chajm, les gerade nochmal das: …vermeintlicher Authenzität (dieses Wort gilt es eigentlich zu vermeiden)… Tjaaa, nun ist das Wort doch mehrfach, auch bei mir, gefallen. Hoffe aber, daß jede weitere Verwendung des Wortes trotzdem den Nagel auf’m koppe brochet! 😉 Denn so war’s schließlich gemeint, daß wir alle einen Nagel im Brett haben (bei Dir, zB?)… Allerdings, anhand meiner Nachschläge leicht absehbar, muß wohl noch etwas an meiner Präzision arbeiten… 😯

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  5. SPAAAMM!?? ich bin erschüttert! Dieses System muß ja kalt wie Saurierknochen im Packeis sein! – Dank Dir Chajm für die Rettungsaktion 😉
    http://www.youtube.com/watch?v=O4vIpS_sxMY

    Elisabeth BG
    (der link vom ‘Gute Nacht Gruß’ ist übrigens auf dem 😳 – man sieht’s nicht so gut…)

    Wir haben in den letzten Zuschriften Klezmer arg verteufelt, weil d Hype in die falsche Richtung gegangen ist.
    Hier eingestiegen bist Du mit diesem Satz: Klezmer-Hype nach Giora F. hat viel Schaden angerichtet. Ich winke wie ich jetzt feststelle leider auch bei Klezmer-Ankündigungen genervt ab. Gelobe Besserung Dann schreibt Chajm ua. – Keine Ahnung, wie man dieses Dilemma lösen könnte. und Du darauf: Na durch Beiträge wie hier! Hast schon angefangen (scusi, daß ich Dir so auf die Finger sehe…, denn…)
    Zack, und der Sack ist zu! 😀 Damit ist es gesagt.
    Alle Weisheit liegt bei den Frauen! (sol sajn)

    Geht mir übrigens genauso, daß ich nicht besonders viel Lust habe -nennen wir’s also ruhig- ‘gojim naches’. Will sagen, Deine Sätze hätte ich bald genausogut schreiben können (vielleicht mit Ausnahme GF, weil ich den so garnicht in der Hinsicht auf dem Schirm hatte. Aber ich habe schließlich hier auch dazugelernt…)

    Nu, bei allem, was wir hier bislang schrieben; zumindest wir befinden uns doch -wie Du schreibst- auf dem Weg der Besserung! Andererseits ist natürlich die Frage, was das an dem gojim-naches ändern sollte?

    Und sogar bei allem was ich selbst schrieb, ich finde es nicht gerecht, nun Nichtjuden (und darunter eben auch etliche Musiker) wegen des Spaß am Klezmer vor den Kopf zu stoßen, trotz aller auch berechtigten Bedenken, die wir hier geäußert haben. Wenn sie das nicht verstehen wollen – es ist eher ihr Schaden als unserer Nutzen.

    Wie dem auch sei, die einfachen Wahrheiten haben wir längst herausgestellt, und zusammengefaßt ergibt das eben (SG) jüdische Authentizität (jepp, Chajm, da ist das Wort wieder!;-).
    Wir sind diejenigen, mit unseren Kindern, Freunden, Verwandten…, die diesem was auch immer Klezmer die Seele zurückgeben können; …müssen?
    Immerhin, Dein Beispiel (zweiter link) zeigt doch sehr schön, daß es möglich ist, bzw daß Klezmer tatsächlich noch immer stattfindet.
    (übrigens link no3 ist no2, wieso friesischer Leuchtturm? Ghetto veneziano, va bene…)

    Nu, die Amerikaner -zB- haben -würde sagen- einen etwas lockereren Umgang mit dem Thema, weil eine Kontinuität, die bei uns eben tatsächlich ‘ausgemordet’ wurde. Und wir Europäer haben vielmehr Grund (Betroffenheit), daß uns die romantische Nostalgie (anderer) daran aufstößt. Klar, einige der heutigen Amerikaner kamen aus Europa.
    Klezmer (nostalgisch, jenseits, diesseits, wie auch immer) ist Teil der jüdisch-europäischen Identität, ob verklärt ob gelebt, die Musik wandernder Menschen, die sich Inspiration in vielen Sprachen und Kulturen holten und viel wieder gaben. Auch heute noch, wo es (vielleicht) nicht mehr möglich erscheint.

    Sie feiern und wir weinen.
    Wenn wir ein Herz zusammen wären, dann wäre es wohl in Ordnung…
    Was kann ich mehr sagen als das? Nu, wir sind da, wir haben’s (auch) in der Hand, obwohl andere längst ihren eigenen Zugriff haben. Das hat auch Miles treffend herausgestellt: Marketing.

    Aber wir, die wir eben hier sind in Europa, wir sollten nicht vergessen, daß wir einen großen Anteil -wenn nicht gar durch eine Prinzessin Europa selbst- an allem haben, was die Größe und die Schönheit eines Europa mit ausmacht.
    Das wollen einige Nichtjuden nicht wissen.
    Und ich frage mich, wieviele der Besucher von Klezmerkonzerten das überhaupt nur ahnen oder nichteinmal wahr haben?

    Jepp, Elisabeth, Deinen Satz verstehe ich nur zu gut: Ich neige zu der Behauptung, in D ist Klezmer ein musealer Ausstellungsstück , und auch wir realen Juden werden wie Objekte bestaunt. Vielleicht ist mein Ärger, daß Jüdisches so hemmungslos reduziert wird. Von Wohlmeinenden. Von den Anderen müssen wir jetzt nicht sprechen. – Karikatur, es gibt eben nicht nur die ‘antisemitische Karikatur des Juden’, sondern auch die Reduzierung durch Wohlmeinende zB zu einem ‘Volk von Tänzern und Sängern’ (nu, da überziehe ich natürlich hin zum Augenblick solcher Veranstaltungen), als wenn alles nur so lustig wäre!
    Jene haben offenbar kein Problem damit zu vergessen (zu verdrängen) wie eines zum anderen kam.

    Aber trotzdem möchte ich nicht übersehen, zumindest für einen Gutteil, daß in den Herzen dieser Menschen möglicherweise sehr viel Potential steckt, welches zu einem guten Auskommen beitragen kann (und sicher hier und dort auch tut).
    Nur schwer ist schließlich diese einst
    bittere Aufforderung Tanz/Spiel Jude! im Gedächtnis…

    Hm, erlaube mir etwas Abschwiff, kennst Du Capoeira? (ZB) http://www.youtube.com/watch?v=JCo5fmstXsw (ausgeliehen von ‘mike hammer’ toda raba!), schöner Tanz, nu?
    Nicht gerade Klezmer, aber das eine mit dem anderen, hahaha… 😀 (…nur zum schrägen Beispiel…;-) – vielleicht ist es nichteinmal besonders geschickt gewählt, wenn man bedenkt, welche Geschichte Capoeira hat, nu, ssaj-wi-ssaj, wir haben schließlich -Israel- noch mehr im Angebot, und, gewissermaßen trotzdem Verwandtschaft mit solchem Thema…

    In der Schule, wie ich schon erwähnte, gibt es zum jüdischen Europa keine Lehre. Warum? Schätze, auch an der Stelle sind Dinge ganz einfach -letztlich ganz einfach- zu erklären. Man wird sich auf jeden Fall stets darauf berufen können, daß dem Lehrplan Grenzen gesetzt sind.

    Schätze, Elisabeth, Du hast recht -und ich weiß das noch aus anderen, vielleicht abseitig erscheinenden (und doch -mir erscheint’s so- typischen Ursachen) Angelegenheiten, manche Dinge verstehen eben nur wir; ab einem gewissen Alter der Reife -also als junge Erwachsene im Sinne der chossidim aschkenasim (reif genug;-), wenn ich’s mal so sage- mindestens.

    Vergessen sollten wir dabei aber nicht, daß eigentlich alle dazu neigen andere zu reduzieren auf wenige (scheinbar?) herausragende Eigenschaften. Und hatten wir nicht stets guten Grund (oder gute Lehre?) zu verstehen, wie schön und oft richtiger Milde ist?

    ~ * ~

    Anatewka!/Fiddler On The RoofWenn ich einmal reich wär (oojjj!) ich liebe es, und Tewje ist die Wucht! Nu, ist ja nur ein Film (Musical, Roman…) -der Film, leider (aber immerhin) in 18Videomitschnitten ist auf youtube verfügbar ab hier, Teil1: http://www.youtube.com/watch?v=PZsY7p-GNgk- Tewje erinnert mich an einen bald väterlichen (besten!) Freund und meinen Bruder, mit dem ich schon einiges durch habe, und mit dem ich zusammen zB auch Klezmermusik probte (und ich habe viel dazugelernt, zB über deutsche Volksmusik -sehr aufhellend, und sogar gut!-/er hatte das geübt um Deutsch zu lernen; ist ursprünglich aus dem Kaukasus, nochmal eine andere Ecke wohin es Juden zerstreute…) Oj di welt is a drejdl! – (Mit Dank an Aristobulus, der mich auf diese Version aufmerksam machte…) Gebe ich Dir noch etwas Musik, ‘von uns für uns’, http://www.youtube.com/watch?v=m6tyesDCEgk
    Wir sind Wanderer auf Erden. Im Herzen jedoch scheint Sein Licht als festes Zentrum unserer Zugehörigkeit, Aschkenasim, Sefardim, Misrachim…, wir sind Juden am Berg Sinai und Seine Kinder! Awraham, Yitzak und Yakow ‘benAdam.
    Und kannst Du mir erklären, warum mir dieses Bild zu diesem Lied so gut gefällt? 🙄 http://www.youtube.com/watch?v=nYnvS86Qzd0 😉
    Ein schönes Lied, zu raschaschune, jojmkiper und jeden Tag, wo’s erklingen mag. Weniger rachmones für mich als eher a grejsser dank tajer in majn charz! BH!

    Wir sind stark und abgebrüht, aber auch sensibel und feinfühlig, nüchtern und sachlich, mit starken Herzen, eine Träne und ein Lachen, beides aus dem selben Quell, wir schmecken von einer langen Tradition und zählen die Jahre dieser Welt, sind wir doch nur Staub und Sand, ein Leben ist die Welt! Wir sind nicht nur die Menschen aus dem Volk, wir sind Sein Licht, Sein Licht ist unser Licht, adoschem ori, und so soll auch sein was wir tun, unsere Musik, der Klezmer auch, ist ein schönes Erbe, scheint’s aus vergangener Zeit, und doch ist es nur durch uns, gönnt doch den Narren ihren Tanz, a nar wi mir ken si nit sajn! Wahrlich, viel Weisheit bewahren wir in unserer Schrift, aber wie kann ich es umschreiben, heißt es nicht auch ‘we jehi or, in unseren Herzen, dort entsteht und steht und geht wirklich alles, BH!
    Sogar Klezmer…, sol sajn!
    Dieses, liebe Elisabeth BG, möge uns zum Segen sein. Saj gesunt.

    PS/ Wie sollen wir also zu Klezmer stehen? Mit Freude im Herzen.
    PPS/Forschung, jepp, deshalb war/bin ich mal Historiker geworden… (übrigens doch viel fun;-) und viel auch zu anderen Feldern… Spanneeend!! 😀 Weißt, ich bin ein ‘Träumer’, ojwawoj! 🙄 Und wenn’s sein muß, dann reite ich den Alp! 😈 😯 😆

    Miles schalom, auch Dir! 😉
    Wo ich schon darüber sprach, nu, geldverleihen ist kein Vergnügen! Zuviel Räuber, zu wenig rachmones, hört man…
    Und die wahrlich Notleidenden indes haben oft nicht die Kraft auf ihre Not zu verweisen, vielleicht einige gerade noch den Rest an Kraft, um sie zu verhüllen die Würde zu bewahren. Aber wen interessiert das? Nicht so viele.
    Du hast richtig gewählt, ist das nicht mit der beste Beruf zum Erfüllen von tikkujn ojlam? Verzeih mir meine Flappsigkeit, meine Art ist manchmal einfach Krusten aufzubrechen, zu zerbröseln gar, auf das die Wunde blute und rein werde und keinen bösen Keim mehr beinhalte, so daß es gänzlich ausheilen möge, und manchmal torkel ich tollpatschig hinein, g’ttseidank, ich habe schon früh gelernt zu fallen, zum Vorteil auch aller anderen, die den harten Aufprall nicht verdienen! 🙄 Manchmal leider 😥 tut’s weh. So ist das Leben… Und es ist Leben!
    Wenn ich lache, dann weiß ich, es ist dort geboren, wo Traurigkeit wohnt. Und ich lache sehr gerne auch mit Tränen in den Augen! Und bin immer froh, wenn Menschen freundlich sind und gutes tun, so -nicht wahr?- wie Du! Mogst eppes gojim naches? 😉 (das mag auch Elisabeth liegen?)
    Hassloche u’broche un saj gesunt!

    PS post PS/
    Elisabeth BG, gewiß bistu a giter mame?
    Versuche mal eine kleine Nacherzählung, die hier alle wohl kennen.

    Die Mutter muß schweren Herzens den Sohn verabschieden an die Universität, die allzu weit entfernt nur liegt. Der Sohn wird flügge und die Mutter leidet an Sorgen, wird er gut essen, wird er schöne Freunde finden, wird er gut lernen, er wird sich doch nicht in Lumpen kleiden müssen?!
    Das möchte sie selbstverständlich nicht, deshalb schickt sie ihm ein Paket mit zwei schönen Pullovern, kleidsam und wärmend.
    Dann, endlich, kommt der Tag, an dem die Mutter die lange Reise auf sich nimmt um ihren Sohn in der kleinen Studenten-Wohnung zu besuchen.
    Dieser, um der Mutter eine Freude zu bereiten, zieht sich für diese Begegnung einen der Pullover an, die die Mutter ihm schickte.
    Die Mutter klingelt an der Tür, der Sohn öffnet ihr mit frohem Lächeln, und wie ein Adler die Schwingen breitet er die Arme aus, in der Absicht die Mutter zu umarmen.
    Diese aber schaut zunächst ihren Sohn vom Scheitel bis zur Sohle an, der dort im Schatten hinter der Türe mit ausgebreiteten Armen erstarrt wie Nostradamus in sorgenvolles Grübeln gerät, denn eine gewisse Skepsis im Gesicht der Mutter ist nicht zu übersehen.
    Sagt sie dann: Das ist schön, daß Du diesen Pullover trägst, er kleidet Dich gut! Aber sag mein Sohn, magst Du denn den anderen nicht?

    😯 Oj-Mameee! 😉
    schloft schejn ale!

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    • A.mOr, zur Mamme hat es bei mir – leider – nicht gereicht, aber nur mal schnell zu einem Witz, der mir mal so einfällt. Sehr jüdisch..immer ein Witz vorhanden:
      Mütter sitzen zusammen uns sprechen… natürlich über Mitterliebe, Kinderliebe. Die erste Mutter betrichtet, ihr Sohn habe zu ihrem Geburtstag Woody A eingeladen. Die zweite berichtet, ihr Sohn hätte zu ihrem Geburtstag ein Schiff gechartet und mit der Famile einen Kreuzfahr gemacht. Und die Dritte sagt: Mein Sohn geht zweimal in der Woche zur Psychoanalye. Und dort spricht er die ganze Zeit nur über mich!

      Gut Schabbes und bis später

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    • A.mOr, Dank für Dein Kompliment (der Sack ist zu), mein wunderbarer Ehemann drückt es anders aus: kurz, knapp und beleidigend…sei mein Stil. (Scherz!!!!)

      Ja, Link 3 habe ich nicht richtig geschrieben. Gemeint ist: Nordseestrand, Leuchttürme, Deichidylle und musikalische Untermalung mit dem Bayerischen Defiliermarsch? Aber Reportage Ghetto von Venedig in Klezmerbegleitung geht? DAS ist für mich der Gipfel von Ignoranz. Lass Klezmer dort, wo Klezmer hingehört.

      Dein Begriff “ausgemordet” ist unglaublich treffend. Von Dir und zum Gebrauch freigegeben?

      Und zum Abschluß eine große Portion Sentimentalität und Kitsch (Kitsch ist das, was einem heimlich doch gefällt) http://www.youtube.com/watch?v=hVHzDqNiXIw&feature=related

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  6. Hey Elisabeth BG, nur kurz (und danke für das schöne Kitschlied), bin derzeit (und noch ein paar Tage) unterwegs, daher so gut wie nicht im blog.
    “Ausgemordet” trifft’s, Du sagst es.
    Ob ich’s erfand? Denke, es war eher Aristobulus.
    Solch ein Wort kann nicht “privat” sein, weil es ganz genau aussagt, worum es eigentlich geht.
    Von mir zum Gebrauch empfohlen (und ich hoffe, Aristobulus sieht’s auch so;-)

    Antworten

  7. PS/ klar, Deinen “Mutterwitz” kenn ich schon! Und für Deinen chosen habe ich einen guten Rat: Chajm wartet in seinem aktuellen Artikel auf ‘kurz, knapp, beleidigend’! Las ich eben… 😛
    (öhm, Spaaaß, guter Artikel Chajm! 😉 )

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