Das kommt in die Dose

Besamim Mit Dingen die vielen nicht so ganz klar sind, kann man ein ganz gutes Geschäft machen. Etwa mit koscherem Toilettenpapier für Pessach, oder auch mit kleinen Beuteln gefüllt mit wohlriechenden Gewürzen für die Hawdalah. Natürlich ganz koscher und nach einem traditionellem Rezept gemischt. Es kommt vor, dass mich verschämte Anfragen erreichen, danach, was eigentlich in die Besamim-Dose gehört. Die Antwort ist meistens nicht befriedigend. Man möchte mehr Hintergrund und mehr Vorschriften. Also gut. Hier ist das Thema gedreht und gewendet: In der aktuellen Jüdischen Allgemeinen.
Der gesamte Artikel ist hier online verfügbar. Sicher ist halachisch noch viel mehr möglich (?)

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon.

10 Kommentare Schreibe einen Kommentar

    • Möchtest Du einen essen?
      Die wurden klassischerweise aus Zobelfellen gemacht. Ich weiß aber nicht, ob das immer noch so ist. Haben Zobel gespaltene Hufen und sind Wiederkäuer? Wohl eher nicht. Demnach eher nicht koscher.
      So haarig wie die aussehen: das schmeckt sowieso bestimmt nicht!

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  1. Es geht nicht darum, dass ich diese essen will, aber das Tragen aus treifem Tier hergestellter Kleidung ist doch nach halachischer Ansicht auch nicht erlaubt.

    Oder etwa doch? Demnach wäre ja das Berühren von treifen Tier auch erlaubt und man könnte also auch als Fleischer arbeiten… ne, ich glaub irgendwo bedarf es da eine Erklärung eines Profis.

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    • Schweinsledergürtel, Krokogürtel, Zobel-Mütze: Alles kein halachisches Problem. Pelzhändler war mal sein unter Juden verbreitetes Geschäft. Entgegen Deiner Annahme muss Kleidung nicht von koscheren Tieren sein. Tefillin, wie Miles korrekt anmerkt, allerdings schon.
      Bei Bekleidung gibt es das “Schatnes” -Verbot, es ist nicht erlaubt, Wolle und Leinen im gleichen Kleidungsstück zu haben.
      Das Wort koscher ist im engeren Sinne für Nahrungsmittel reserviert, auch wenn es auch von “Profis” gern in einem übertragenen Sinne verwendet wird. Entschuldige also bitte meine kleine Frotzelei zuvor.

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  2. Tzniut ist mir durchaus bekannt, aber wenn ich mir so viele Gedanken um kosheres Toilettenpapier (wohl eher des Shomer Shabbat) und um passende Gewürze mache, warum dann nicht um die welche Kleidung ich trage?
    Das es unter Juden Pelzhändler gab und halachische Juden oft Streimel tragen, mag ein Argument sein, dass es kein Problem darstellt treife Tiere am Leib zu tragen, aber es ist keine Begründung, wo doch sonst über jeden Aspekt des Lebens nachgedacht wird, ob er nun “kosher” (nicht im engeren Sinne) oder eben nicht sei.

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    • Man macht sich ja durchaus Gedanken darüber, was man trägt. Nur ist diesmal der beschränkende Faktor eben nicht das Tier, aus dem das Corpus Delicti kommt, sondern etwas anderes, Stichworte Schatnes und Tzniut.

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  3. Siehste, Matthias, von YM kannste hier noch ‘ne ganze Menge lernen, stimmts!? Trotz hebräischer Schule (gähn!) sind auch mir viele Dinge heute noch völlig unbekannt, so z.B. die besagten ‘jüdischen’ Kleidungsregeln und der Umstand, dass man ein Schweineschnitzel zwar nicht essen, einen Schweinsledergürtel dagegen aber tragen darf! 🙂

    Shalom

    Miles

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  4. Danke, köstlich! Dabei fällt mir eine Gewchichte aus Jerusalem ein. Da hat ein Gast die Schabbatfeier in einem Privathaushalt nach einem Blick auf das “Örtchen” verlassen, weil er ggf. Papier hätte abreissen müssen. Der hätte sicher auch den “koscher”-Stempel erwartet!

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