Was vermutlich im Tauchboot-Artikel steht

Spiegel Titel Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe den Leitartikel des Spiegels nicht gelesen. Ich gehe jedoch davon aus, dass der Spiegel die Politik dafür lobt, dass der Merkel-Satz Israels Sicherheit ist Teil der deutschen Staatsräson hier eine praktische Umsetzung findet. Sicher wird anerkennend darüber berichtet, dass Israel (das vielleicht Atomwaffen besitzt und dieses vielleicht sicher eine Lebensversicherung ist) einer der wenigen Staaten in der Region mit einer funktionierenden Demokratie ist. Dieser Staat hat natürlich die gleiche Option, ein unbewaffnetes U-Boot zu kaufen, wie auch Staaten wie Andorra, Bahrain, Bermuda, Bhutan, Brasilien, Brunei, Chile, Hongkong, Indien, Indonesien, Jordanien, Katar, Republik Korea, Kosovo, Kuwait, Libanon, Malaysia, Mexiko, Montenegro, Oman, Pakistan, Peru, Philippinen Saudi-Arabien, Singapur, Südafrika, Thailand, Trinidad und Tobago und die Vereinigte Arabische Emirate eine Möglichkeit haben, in Deutschland Waffen zu erwerben (Ländernamen aus dem Rüstungsexportbericht). Sicher finden wir Leser unter dem Claim Wie Deutschland die Atommacht Israel aufrüstet einen Infotainment Artikel darüber, was Deutschland dazu beiträgt, dass der Fortbestand des Staates Israel tatsächlich gesichert ist. Alles andere würde ja bedeuten, der Spiegel würde Israel als fragliche politische Kraft sehen und das möchte ich einfach mal nicht unterstellen. Die Autoren eines politischen Magazins verfügen sicher über recht tiefe Kenntnisse der politischen Verhältnisse überall auf der Welt.

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon. Sein Buch »Tzipporim: Judentum und Social Media« behandelt den jüdischen Umgang mit den sozialen Medien. || Um per Mail über neue Beiträge informiert zu werden, bitte hier klicken

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. dabei muss man berücksichtigen, dass dem Spiegel die Leser weglaufen. Die haben wirklich ein Problem. Man wird an den Leserkommentaren in den folgenden Ausgaben erkennen können, welches neue Leserpotenzial erschlossen wurde.

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  2. Danke für den Link zum Rüstungsexportbericht.

    Saudi-Arabien hat sich danach vorsorglich in Deutschland mit
    Maschinenpistolen, Munition und Reizstoffwurfkörpern eingedeckt.

    Falls mal demokratische UBoote auftauchen sollten sind die bestens gerüstet 🙂

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  3. Chajm, wunderbarer Artikel! Mit biss un kiss!
    Dankedankedankedanke, beinahe hätte ich den Spiegel-Artikel gelesen, aber jetzt bin ich bestens und zu meiner großen Beruhigung gut und besser informiert. Danke. Danke.
    Schön zu erfahren, daß die Welt noch in Ordnung ist! Danke!

    Danke. 😀

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      • Wow, das grenzt an Zauberei! (*kurvkratz* an 8erbahn)
        Nu, wie dem auch sei, ich habe volles 🙄 Vertrauen in Deine Richtung!
        😀 Und deshalb nochmals herzlichst bedankt! 😀

        …übrigens, die Gerüchteküche ließ riechen, daß Du mit Deiner ‘Prognose’ komplett ‘richtig’ liegst. Man könnte, wenn’s nicht so amüsant wäre, richtig traurig sein darüber, daß die sogenannt-bekannten Massenqualitätsmedien an manchen Stellen so leicht berechenbar erscheinen.
        Der Unterschied also zwischen Journalismus (…nuja…) und (Empörungs-)Agenda… Empörend!

        Leitet sich das eigentlich ab von ‘Empore’?
        Hm, wikipedia.de bringt mich von ‘Empörung’ zu (ua) ‘Aufruhr’, von dort zu ‘Indignation’.
        Empore also von oben herab, Empörung wiederum gegen die Empore, sozusagen also.
        Allerdings -vermute ich- läßt es sich auch gut von Emporen aus empören… Hach! 😉

        😎 Gut Schabbes.

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