Freiheit, Urheberrecht und wir

In der letzten Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen schrieb Autor Benjamin Stein seine Meinung zur Urheberrechtsdebatte auf und zeigte erneut, dass es in der Diskussion tatsächlich nur Schwarz und Weiß gibt, oder nur Gut und Böse. Oder, um in der Sprache der Verfechter einer totalen Freiheit zu bleiben Nutzer und Verwerter. Im Steinschen Artikel haben wir noch die Wahl zwischen Freiheit (Aufgabe des GEMA-Cents) und chinesischen Netzverhältnissen.In der aktuellen Ausgabe argumentiert Doron Rabinovici übrigens dagegen.

Der Text von Stein war ein Meinungsbeitrag der ein wenig in die Richtung zu gehen scheint, in welche die Piratenpartei bei diesem Thema marschiert. Nun kann eine Meinung auch auf Basis einer unkonkreten Wunschvorstellung oder auf einem Ideal basieren. Sie muss nicht vernünftig begründet sein. So mancher meint einfach aus Prinzip einfach das Gegenteil von dem, was alle anderen meinen. Wenn man (reich und) berühmt ist, kann man mit diesem Prinzip sogar noch reicher und noch berühmter werden. Aber zurück zu Steins Meinung. Sein Beitrag zeigt, dass eine Meinung nicht unbedingt begründet sein muss.
Im Fall von Benjamin Steins Meinung ist das offenbar so.
Unter Auslassung wichtiger Fakten könnte man seine Meinung nachvollziehen, auch als digital native. So schreibt er unter anderem, dass Contentanbieter im Netz schnell, komfortabel und technisch anspruchsvoll anbieten müssten, um die Entscheidung für den legalen Erwerb (gibt einen illegalen Erwerb??) nicht zu bestrafen. Was Stein offenbar nicht sieht, ist die Tatsache, dass es kein Anrecht auf Grundversorgung mit Literatur und Musik gibt.
Eine Nichtversorgung mit Musik oder literarischen Werken rechtfertigt nicht die Aneignung von Dateien oder entsprechenden Werke.
Technische Hürden oder zu hohe Preise sind dementsprechend keine zulässige Ausrede dafür, dass man sich die Waren aneignet ohne den festgesetzten Preis dafür zu bezahlen, nach Benjamin Steins Logik wäre das wohl ein illegaler Erwerb.
Interessant, wie die Öffentlichkeit reagieren würde, wenn ich nach einem Gesetz verlange, dass es mir erlaubt, Waren aus dem Supermarkt mitzunehmen ohne zu bezahlen, weil sie technische Einschränkungen geschaffen hätten. Also beispielsweise meinen Kreditkartenanbieter nicht akzeptieren. Beim nächsten Mal mache ich also meinen Einkaufswagen voll und rolle an der Kasse vorbei. Bargeld habe ich nicht und Kreditkarten nehmen sie nicht an. Selber schuld, wenn sie technisch dem Konsumenten nicht entgegenkommen. Das wäre die Analogie zum Text von Benjamin Stein. Oder ich nehme das neue Buch von Benjamin Stein in der Buchhandlung (kann man es auch kostenlos auf der Homepage von Benjamin Stein herunterladen? Mit gutem Beispiel voran!) einfach mit.

Was haben wir damit zu tun? Neben der gesetzlichen Situation haben müssen wir schauen, was halachisch so geht, wenn wir über das Urheberrecht sprechen. Also eine jüdische Sicht einbringen und die Sachlage unter noch komplexeren Parametern sehen.
Zum einen kommt sie einer piratigen Sicht entgegen (Wiederauflage von vergriffenen Büchern oder Werken), schützt jedoch in anderer Hinsicht die Rechte des Urhebers und des Distributoren.

So haben sich die Rabbinen schon früh um den Schutz derjenigen bemüht, die Kosten und Mühen auf sich nahmen, religiöse Bücher zu drucken. So gab es einen Bann über diejenigen, die ein Werk unberechtigterweise nachdrucken. Der war zuweilen zeitlich angelegt oder geographisch. Diese Herangehensweise nahm also einiges von dem voraus, was heute allgemein üblich ist und schützte die Investition des Druckers.
Eine vollständige Ausgabe des Talmuds und der dazugehörigen Kommentare stellte man nicht mal so eben schnell zusammen.

Der Rama (Rabbiner Mosche Isserles) urteilte dementsprechend, als zwei Drucker das gleiche Werk in Italien auf den Markt brachten. Er schützte die Rechte dessen, der das Buch zuerst auf den Markt brachte. Jemandem sein Einkommen vorzuenthalten könnte als Hasogat Gevul betrachtet werden. Also dem Verbot, den Markstein eines anderen zum eigenen Vorteil zu verschieben. Die Einkünfte aus der Arbeit des Urhebers und seinem Drucker steht ihnen zu und nicht einer dritten Partei.
Ganz so einfach ist es also nicht.

Wir tun Dinge, weil wir technisch dazu in der Lage sind war nie eine jüdische Haltung. Die jüdische Haltung wäre vielleicht Pff. Schwere Frage. Warum stellst Du sie?

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon.

20 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Der piratigen Logik nach ist Klau im Supermarkt etwas anderes, als die digitale Replizierung von Werken. Da Werke grundsätzlich nicht mehr physisch sein müssen kann ich mir heute ein Musikstück aus dem Ausland laden und damit rechtlich in eine Grauzone geraten, obwohl für das Werk im Ausland Lizenzgebühren korrekt abgeführt worden sind. Das wäre dann so etwas wie illegaler Erwerb. Wobei Erwerb ja wieder was anderes ist, denn ein Musikstück kann normalerweise nicht erworben werden, was erworben wird ist das Nutzungsrecht.

    Das Drucker-Argument fällt damit ziemlich auf die Nase, denn ein gedrucktes Buch wird tatsächlich erworben und kann verschenkt oder verkauft werden, was mit digitalen Gütern einem nicht mehr so einfachgemacht wird (DRM, Lizenzen, Ländercodes etc.). Da die Werke digital sind können sie von heute auf morgen verschwinden, wenn etwa der DRM-Server abgeschaltet wird oder du kommst an deine Daten nicht mehr dran, weil dein eBook platt ist.

    Außerdem führst du tatsächlich zwei völlig unterschiedliche Situationen an:

    1. Jemand veröffentlicht ein bestehendes Werk, dessen Urheberrecht bereits abgelaufen ist (Talmud). Die Leistung desjenigen besteht im Zusammentragen und Setzen des Buches.

    2. Jemand druckt ein aktuelles Werk nach und bietet somit eine unlizenzierte Kopie an.

    Im ersten Fall wäre nach aktuellem Recht keine schützenswerte Leistung erbracht, da das Werk bereits in sich geschlossen ist und lediglich gesetzt werden muss. Auch moralisch wäre es fraglich, ob es überhaupt verboten werden kann ein so bedeutendes Werk wie den Talmud zu kopieren. Es stellt sich die Frage, ob ein Gesetzestext, ein Richterspruch oder Rechtsgutachten, welches auch noch bereits durch die Mittel der Gemeinde finanziert wurde erst durch den Setzer zur weiteren Veröffentlichung freigegeben werden muss.

    Damit wären wir bei einer weiteren Forderung der Piraten, die besagt dass durch die öffentliche Hand finanzierte Werke der Öffentlichkeit „gehören“ sollten bzw. von dieser uneingeschränkt genutzt werden dürfen. Derzeit haben wir in Deutschland ebenfalls die Situation, dass Gesetztestexte beliebig verbreitet werden dürfen. Der Talmud würde vermutlich auch darunter fallen.

    Im zweiten Fall sieht die Sache schon anders aus, denn dort hat ein Urheber ein Werk erschaffen und dieses Werk wird durch Dritte vervielfältigt. Ein unerlaubter Nachdruck würde den Urheber u. U. schädigen. Andererseits würde die Rabbinen es wohl keinem erlauben das laute Vorlesen aus dem Werk oder das Ausleihen an Freunde zu untersagen und dann noch Strafen anzudrohen.

    Was das Supermarkt-Beispiel angeht, so gibt es so etwas wie Mundraub und wie schon erwähnt, eine physische Sache ist etwas anderes als ein digitales Werk. Mit dem Argument der Medienindustrie müsste man eigentlich unverzüglich jede Bücherei schließen, denn wer ein Buch leiht klaut, denn er wird das Buch wohl nicht mehr im Handel erwerben.

    Mich würde interessieren was die Halacha zum Schutz von Werken sagt, nachdem der Urheber verstoben ist.

    Antworten

    • @Roman
      Viel Feedback 😉 (Danke sehr)
      Schauen wir mal, ob wir etwas davon einfangen können. Viele Dinge muss ich selber auch glattziehen:

      Das Drucker-Argument fällt damit ziemlich auf die Nase, denn ein gedrucktes Buch wird tatsächlich erworben und kann verschenkt oder verkauft werden, was mit digitalen Gütern einem nicht mehr so einfachgemacht wird (DRM, Lizenzen, Ländercodes etc.). Da die Werke digital sind können sie von heute auf morgen verschwinden, wenn etwa der DRM-Server abgeschaltet wird oder du kommst an deine Daten nicht mehr dran, weil dein eBook platt ist.

      Bei meiner Darstellung gehe ich davon aus, dass wir bei einem Buch, einer CD, einem ebook oder einem mp3 File auch von einer Ware sprechen also unbesehen davon, ob die Ware physisch vorhanden ist.

      Tatsächlich erlaubt die Halachah (anscheinend) auch den Verkauf einer Ware (Bava Metziah 34a) die eingeschränkte Übertragung von Eigentum. Dort geht es um Vieh. Der Besitzer darf vieles mit dem Tier anstellen die Schur und die Nachkommen des Viehs gehören jedoch noch dem ursprünglichen Besitzer. Ich bin mir aber nicht sicher, ob wir heute noch von Erwerb sprechen können, in diesem Zusammenhang. Das ist ähnlich zu dem, was Du schilderst.
      Man erwirbt heute nicht ein Musikstück oder ein elektronisches Buch, sondern eine Lizenz für bestimmte Aspekte der Nutzung. Was den Ausfall der Server betrifft: Korrekt. Wenn der Verkäufer der Lizenz das ursprüngliche Ding der Nutzung entzieht, ist es weg. Da müsste man mal schauen, was die AGBs solcher Dienste vorsehen. Ist das Nutzungsrecht zeitlich beschränkt oder bezieht es sich auf eine maximale Verfügbarkeit? Das ist natürlich nicht smart.

      1. Jemand veröffentlicht ein bestehendes Werk, dessen Urheberrecht bereits abgelaufen ist (Talmud). Die Leistung desjenigen besteht im Zusammentragen und Setzen des Buches.

      Nope. Ich schreibe über die Pioniere des jüdischen Buchdrucks, die etwa die Wilnaer Ausgabe gesetzt haben. Klar ist der Haupttext des Talmuds (Mischnah und Gemarah) Public Domain, wie viele Kommentare dazu auch und das war er wohl aus heutiger Sicht, als Daniel Bomberg oder die Familie Romm das Layout zusammenstellten. Es ist oder war ja nicht damit getan, die Texte auf einer Seite zu setzen, sondern auch redaktionell zu betrachten, welcher Kommentar auf die Seite passt oder zu schauen, welche Texte aus dem Tanach zitiert werden. Viele Kommentare waren ja verfügbar, mussten aber zusammengebracht und auf den korrekten Text bezogen werden. Wenn man die frühen Ausgaben betrachtet, den Aufwand und das finanzielle Risiko, dann wird eigentlich klar, dass die Risiken des Druckers irgendwie abgesichert werden mussten. Das ging offenbar nur, indem man einen Nachdruck über einen Bann verbot. Es ist natürlich günstiger, wenn man nur den Satz machen muss und keine finziellen Mittel in Quellenarbeit stecken muss. Es wäre also eine schützenswerte Leistung, die einzelnen Bestandteile jedoch sind Public Domain. Wie könnte man also in Zukunft ein ähnliches Projekt finanziell absichern? Crowdsourcing? Der Druck kostet ja noch immer Geld.


      Mich würde interessieren was die Halacha zum Schutz von Werken sagt, nachdem der Urheber verstoben ist.

      Mich auch. Das ist eine interessante Frage. Das müsste man mal nachschauen. Der Ansatz Besitz einer Ware würde vermuten lassen, es gäbe eine Analogie zum Besitzrecht. Was passiert mit Besitz, wenn der Besitzer verstirbt. Muss man schauen 😉

      Antworten

      • Genau. Die meisten Aspekte die die Halacha schildert kann man vermutlich nicht anwenden, da es um Materialgüterrecht (Verkauf von Vieh) geht. Digitale Medien leben von Nutzungsrechten, also Lizenzen die zwischen Käufer und Verkäufer ausgehandelt werden und da sollte eigentlich alles erlaubt sein und komplett aus dem Rahmen der Halacha fallen. Ich tippe jetzt einfach darauf, dass da die entsprechenden technischen Möglichkeiten fehlten man sich überhaupt nicht dran gemacht hat Ideen an sich zu schützen. In den USA soll selbst das öffentliche Singen von „Happy Birthday“ Geld kosten. Die Auswüchse sind noch schlimmer im Softwarebereich (Trivialpatente), was in Deutschland in der Form glücklicherweise nicht möglich ist.

        Was den anderen Fall betrifft, so würde das erstmalige Redigieren und Setzen eines so komplexen Werkes natürlich unter Urheberschutz stehen, stimmt. Die Frage bleibt aber wie lange und das ist der entscheidende Punkt in der Debatte. Hier stehen 20 Jahre Schutz für Erfinder vs. sagen wir mal 90 Jahre Schutz für Redakteure. Das ist einfach kein fairer Deal, wenn die eigene Leistung einzig darin besteht Informationen zusammenzutragen. Hier müsste mal eine jüdische Autorität für Klarheit sorgen. Public Domain gibt es in Deutschland in der Form wie in den USA übrigens nicht.

        Antworten


        • Die meisten Aspekte die die Halacha schildert kann man vermutlich nicht anwenden, da es um Materialgüterrecht (Verkauf von Vieh) geht. Digitale Medien leben von Nutzungsrechten, also Lizenzen die zwischen Käufer und Verkäufer ausgehandelt werden und da sollte eigentlich alles erlaubt sein und komplett aus dem Rahmen der Halacha fallen.

          Würde ich so nicht sagen. Die Kunst ist, zu schauen, ob man das analog behandeln kann. In Bava Metziah 34a erwirbt ja jemand die Lizenz an einem Stück Vieh. Letztendlich geht es ja nicht darum, dass es Vieh ist, sondern eine Ware/ein Gegenstand, der seinerseits einen Mehrwert produzieren könnte.

          Ob Ideen geschützt werden können, solange sie nicht in einem Werk/einem Ding/ einer Entität manifestiert sind, ist noch einmal eine ganz andere (vielleicht spannende) Frage. Hier könnte man zunächst sagen. Har Har – ganz einfach Dina DeMalchutha Dina (das Recht des Landes ist Halachah), aber tatsächlich muss man sich das fragen, ob das jüdische Recht eine solche Konstruktion zuließe.


          Was den anderen Fall betrifft, so würde das erstmalige Redigieren und Setzen eines so komplexen Werkes natürlich unter Urheberschutz stehen, stimmt. Die Frage bleibt aber wie lange und das ist der entscheidende Punkt in der Debatte.

          Wie gesagt: Die Rabbiner erließen in de Regel einen Bann der zeitlich und/oder geographisch beschränkt war. Jedoch niemals (soweit ich das aktuell beurteilen kann) für immer. Man muss ja auch realistisch bleiben. Vielleicht will jemand zu einem späteren Zeitpunkt ja zu einem bestehenden Layout eine weitere Spalte mit einem Kommentar hinzufügen. Es war ja immer üblich, ein halachisches Werk weiter zu verbreiten und mit einem eigenen Kommentar zu versehen. Der beinhaltete natürlich das Originalwerk.

          Korrekt: Public Domain ist in Europa nicht vorgesehen. Gemeinfreiheit beschreibt rechtlich gesehen etwas anderes, als Public domain, deshalb verwendete ich diesen Begriff. Vielen ist dann klarer, was ich meine, nicht?

          Antworten

          • Trotzdem ist es etwas anderes, denn wenn ich ein Vieh „leihe“ um einen Mehrwert zu erzeugen, kann der Eigentümer nicht mehr Besitzer des Tieres sein. Das ist digital nicht so und ist damit grundverschieden. Die Vervielfältigung geschieht hier nicht durch den Eigentümer, weswegen auch einem Drucker keine Kosten entstehen. Es wird also nur die Option auf einen Gewinn streitig gemacht und damit stellt sich die Frage welchen Schaden eine Kopie tatsächlich anrichtet.

            Da Nutzungsrechte individuell ausgehandelt werden, können sie meiner Meinung nach schlecht durch die Halacha erfasst werden.

            Insgesamt sehr komplexe Fragen, die hier nicht beantwortet werden können.

            Antworten

            • Mir geht es eher um die Abstraktion, die man vornehmen muss, um Parallelen zu sehen. Ich vermute eher, man könnte recht viele Fälle halachisch betrachten und käme zu überraschenden Ergebnissen.
              Allerdings sind die Zusammenhänge komplex. Deshalb fürchte ich mich vor Menschen, die mit einfachen Antworten um die Ecke kommen 😉 Damit wären wir bei der Ursache meines Beitrages 😎

              Antworten

              • Ohne Stein gelesen zu haben sagt er, deinen Worten nach, was geschehen muss damit sich digitale Medien durchsetzen und damit hat er vollkommen recht. Das Verhalten von Menschen kann sich nicht allein dadurch ändern, dass es von oben her reglimintiert wird.

                Apple hat es bspw. geschafft den Musikdownload-Markt aufzumischen, die Zutaten waren etwa so wie es oben ausgeführt wird (Einfacher Zugang, Alles aus einer Hand, Alles immer dabei, Hohe Qualität, Hohe Emotionalität, Angemessener Preis). Die meisten Menschen pfeifen auf irgendwelche gesetzlichen Zwänge, was ihren Medien-Konsum angeht. Hier wird das Gesetz irgendwann die Bedürfnisse der Gesellschaft besser bedienen müssen.

                Auf zutreffende halachische Beispiele bin ich gespannt.

          • Klar. Apple hat die Notwendigkeit erkannt und ein Geschäftsmodell entwickelt, welches dem entgegenkam. Das ist ja auch smart.

            Unsmart ist allerdings der Schluss, dass man bei Fehlen eines solchen Modells sich Waren halt ohne Bezahlung beschaffen darf.

            Antworten

            • Nicht darf, wird. Die Nutzer-Cloud hat kein Gewissen. Ein Download-Verbot wäre in etwa so erfolgreich, wie das ultra-orthodoxe Internet-Verbot.

              Stein hat ein gutes Argument angeführt (jetzt hab ich ihn auch gelesen), ein legaler Nutzer darf nicht für legales Handeln nicht noch bestraft werden. Aber das sprengt den Rahmen, auf jeden Fall eine sehr interessante Sache. Danke, dass du sie aufgegriffen hast.

              Antworten

  2. nachvollziehbar zusammen gefasst.
    Was mich interessiert: gibt es eine (jüdische) Ethik über Fragen des Umschlags von Quantität in Qualität?
    Mundraub… Bücher setzen .. ist ja alles noch sehr überschaubar, gemessen am Rechtsverständnis in Sachen Bill Gates und seiner wirklich beschränkten „Leistung“ sich irgendeinen Dos Code lizensieren zu lassen… und damit Fluch und Segen weltweit zu verbreiten.
    Kommen wir damit auch in den Bereich der Zinsgeschichten.. ?

    Meine bescheidene Meinung: wer (als Urheber) etwas ins kollektive Bewusstsein einpflanzt, musst auch die Leistung des „Kollektivs“, der Gemeinschaft anerkennen (honorieren?) – die seinen Impuls aufgreift, transformiert und ihn so oder so abhängt von ihm…

    Das Urheberrecht und geistiges Eigentum in der jetzigen Form ist obsolet. War auch nie wirklich eine Frage, siehe Bildung für arme (Volkshochschulen, Leihbibliotheken etc. ) – ich möchte Künstler schützen, ihnen ein sicheres Grundeinkommen gewährleisten. Gerne auch Luxus, wenn sie noch was drauf legen. Aber mir doch doch von den wenigen (Million-Seller) Ausreißern die Diskussionsrichtung diktieren lassen.
    Warum kümmern wir uns nicht um die 40 000 an der Armutsgrenze lebenden Künstler in Deutschland, die sich täglich die Existenzfrage stellen müssen, ohne DEN Film, DAS Buch, DEN Song im Hinterkopf zu haben, den man Ford-Mäßig vergolden könnte?
    Die Diskussionrichtung behagt mir nicht.
    Ich habe jetzt so ungefähr 40 Jahre Engagement hier und da im gesellschaftspolitischen und künstlerischen Bereich hinter mir, ohne je nach Rubel oder Dollar gefragt zu haben.
    Bin ich deshalb blöd?
    Wie all die anderen Ehrenämtler, Kulturwerker, Hausfrauen… neee.. die Reduzierung auf die ganz sicher zu honorierende Leistung der Schöpfer führt in die Sackgasse.

    Antworten

    • zunächst mal vorab: ich habe in dieser ganzen problematik, die in verschärfter form entstanden ist durch die neuen technischen möglichkeiten des kopierens aus dem netz, keine eindeutigen antworten, eher fragen.
      deshalb beschränke ich mich darauf, einige persönliche- besser: mich betreffende-aspekte einzubringen.
      ich habe eine ganze reihe von fachbüchern (etwas über zwanzig) veröffentlicht, die teilweise in etlichen auflagen und neuauflagen(überarbeitungen) erschienen sind. die rechte an diesen werken sind an einen verlag abgetreten. der bezahlt mich für die erstauflage und jede weitere auflage. gleichzeitig sind diese werke bei vg wort angemeldet- darüber erhalte ich einen anteil an der „kopierumlage“ bzw. aus veröffentlichungen entstehenden pools.
      es ist ja technisch machbar, dass nun jemand ein solches werk kopiert und ins netzt stellt, was wohl dazu führen würde, dass weniger exemplare in klassischer buchform gekauft würden. dies hätte unmittelbare auswirkungen auf die verkaufszahlen und somit mein – natürlich zu versteuerndes – einkommen, das auf einer nicht unwesentlichen menge an arbeit und kosten beruht (konzeptentwicklung, anschaffung von fachliteratur, schreibarbeit, redigieren, endkorrektur- alles zusammen in nicht unbeträchtlichem stundenumfang).
      ähnlich gestaltet es sich generell bei den veröffentlichten „literarischen“ produkten (schalke-musical, fürst-pückler-oper).
      hier müsste bei einer veränderung eine lösung gefunden werden, die allen seiten gerecht wird(die bücher kann man natürlich in bibliotheken ausleihen!)
      anders sehe ich das schon bei beiträgen, die ich aus gesellschaftlichem engagement, lust, reinem interesse veröffentliche (also etwa im herrkules-magazin) oder die ich bei öffentlichen veranstaltungen vortrage.da frage ich natürlich nicht nach heller und pfennig- auch wenn da zeit und arbeit drinstecken können- und ebenfalls in nicht unbeträchtlichem umfang. und da fühle ich mich nicht blöd dabei- um heinzens frage aufzugreifen.
      das soll nur zeigen, wie diffizil aus meiner sicht diese problematik ist. unbezahlte „gesellschaftliche“ arbeit und „brotarbeit“- beides entsteht am schreibtisch und nimmt von dort seinen ausgang in die gesellschaft (die köpfe und herzen) hinein, einmal bezahlt, einmal unbezahlt. ein scheinparadox? fragt bernd

      Antworten

      • @Bernd Matzkowksi

        unbezahlte gesellschaftliche arbeit und brotarbeit- beides entsteht am schreibtisch und nimmt von dort seinen ausgang in die gesellschaft (die köpfe und herzen) hinein, einmal bezahlt, einmal unbezahlt. ein scheinparadox? fragt bernd

        Siehe meine Antwort an Heinz unten. Ich meine auch, dass man wählen können sollte: Möchte ich meine Arbeit honoriert sehen? Möchte ich, dass andere dafür honoriert werden können? Ich denke aber auch nicht, dass man diejenigen, die ausschließlich finanzielle Interessen haben (davon soll es ein paar Menschen geben), die Werke wegnimmt und sie dem Publikum nahezu kostenlos gibt. Wer einen unangemessenen Preis fordert, muss damit leben können, dass niemand die Ware kauft. Es rechtfertigt aber auch nicht den Diebstahl der Ware.

        Antworten

    • @Heinz

      wer (als Urheber) etwas ins kollektive Bewusstsein einpflanzt, musst auch die Leistung des Kollektivs, der Gemeinschaft anerkennen (honorieren?) die seinen Impuls aufgreift, transformiert und ihn so oder so abhängt von ihm

      Das ist mir etwas zu abstrakt. Lass uns mal konkreter werden.
      Du meinst, wenn ein Werk eine extrem starke Verbreitung hat, dann sollte dies auch berücksichtigt werden und ein gewisser Grad von Reproduktion erlaubt werden? (tatsächliche Frage, keine Polemik)


      Warum kümmern wir uns nicht um die 40 000 an der Armutsgrenze lebenden Künstler in Deutschland, die sich täglich die Existenzfrage stellen müssen, ohne DEN Film, DAS Buch, DEN Song im Hinterkopf zu haben, den man Ford-Mäßig vergolden könnte?

      Auch die werden doch nicht wollen, dass jemand anders (als sie selber) mit ihrer Kunst reich wird?
      Offenbar gibt es einen alternativen Weg, nämlich den der Selbstvermarktung. Eine Reihe von Künstlern hat damit begonnen, Musik kostenlos bereit zu stellen (vor allem wohl in Brasilien). Sie verdienen nichts mit den Daten oder Tonträgern, sondern verdienen wohl recht gut mit Konzerten und Konzertmitschnitten. Künstler mit hoher Verbreitung können offenbar genehme Honorarforderungen stellen. Kann das auf kleinen Märkten funktionieren? Kann das mit Literatur funktionieren? Welche Buchhandlung lädt schon einen Autoren ein, wenn sie dessen Buch nicht verkaufen kann? Woran soll der also verdienen? Ich denke, man muss recht kleinteilig schauen, wer wovon leben kann und leben will.
      Wie willst Du die kleinen Künstler absichern?


      Ich habe jetzt so ungefähr 40 Jahre Engagement hier und da im gesellschaftspolitischen und künstlerischen Bereich hinter mir, ohne je nach Rubel oder Dollar gefragt zu haben.

      Nö. Natürlich nicht. Ich denke, man sollte aber selber entscheiden können, ob man etwas für Geld anbietet, seine Zeit zum Wohle der Gesellschaft investiert und sich dennoch davor schützt, dass Dritte mit diesem Engagement Geld verdienen. Creative Commons sind ja ein smartes Mittel, um viele dieser Eventualitäten zu gewährleisten. https://www.sprachkasse.de/blog/tag/creative-commons/

      Wie all die anderen Ehrenämtler, Kulturwerker, Hausfrauen neee.. die Reduzierung auf die ganz sicher zu honorierende Leistung der Schöpfer führt in die Sackgasse.

      Wenn wir über Freiheit sprechen, müssen wir auch gestatten, dass Autoren oder Musiker von ihren Werken leben können. Oder wenn sie besonders gut sind: Gut davon leben können.
      Ich bin kein Freund der es muss alles kostenlos sein Lösung.

      Antworten

  3. Also Bernd, keiner will dir die Rechte an deinen Büchern nehmen, auch die Piraten nicht. Aber ich frage mich ob manche Werke tatsächlich als eigenständige Werke betrachtet werden können. Du hast anscheinend u. a. „Königs Lernhilfen – Wie interpretiere ich Novellen und Romane?: Basiswissen. Grundlagen der Analyse und Interpretation mit Beispielen und Analyseraster“ geschrieben, ein Buch also über das Lernen. Da gibt es ja bereits einen Haufen Bücher und du sagst selbst, dass du Drittliteratur verwendet hast. Halten deine Bücher einer Überprüfung ala „Vroniplag“ statt und vor allem findest du es wirklich gerecht, dass dein Verlag 70 Jahre nach deinem Tod noch Geld damit verdienen kann? Du verdienst ja auch schon seit rund 25 Jahren an dem Buch. Also sehr viel länger als Erfinder an ihren Patenten.

    Deiner Annahme, dass eine digitale Kopie deines Buches dazu führen würde, dass weniger Bücher verkauft werden kann ich auch nicht ganz folgen. Wer ein Buch kaufen will, der macht sich nicht erst auf die Suche im Netz und über die Fernleihe kommt man eh an nahezu jedes Buch. Es soll Leute geben, die im gesamten Studium kein einziges Buch gekauft hatten, sondern nur mit Büchern der Bibliothek gearbeitet haben.

    Antworten

    • lieber roman, ja, meine bücher halten stand. und das man aus anderen werken zitiert(wenn denn die quelle angegeben wird!!), ist ja durchaus- nach herrschendem verständnis, legitim. hier schon wieder mit der unterstellung des abschreibens zu argumentieren(der ölige baron lässt grüßen) ist unehrenhaft. die leistung besteht hier ua darin, ein thema so aufzuarbeiten, dass schüler damit griffig umgehen können.
      dass es leute gibt, die während des studiums kein einziges buch gekauft haben, ist für diese leute ein armutszeugnis, wobei ich doch gerade darauf hingewiesen habe, dass man meine bücher, wenn man die kosten scheut, eben auch ausleihen kann. dagegen habe ich nichts- bin aber über einen pool, der von vg wort verwaltet wird, daran beteiligt.immerhin schaffen ja die bibliotheken die bücher an.und meine bücher stehen da sogar an ziemlichen exotischen orten (ausländischen bibliotheken, germanistikseminare von unis) und tauchen in seminarlisten auf (zb in unis in irland, der schweiz und israel).
      das argument mit dem verlag ist ja auch nicht stichhaltig, solche rechte werden ja auch vererbt.
      und natürlich hat das auch eine andere seite,nämlich wenn ich selber nutzer bin. ich musste zb mal für eine aufführung mit schülern tantiemen an die brecht/weill-erben (rechtsnachfolger) zahlen- das macht auch keinen spaß.
      ich hatte in meinen beitrag ausdrücklich geschrieben, dass ich eine lösung befürworte, die allen seiten gerecht wird- also auch den nutzern, zb schülern, studierenden. so werden zb von den neuauflagen meiner bücher von vornherein teile nur online verfasst und können kostenlos „gedownloaded“ werden.
      ich weiß nicht, wie man bestimmen kann, ob 10, 20 oder 5 jahre „gerecht“ sind. ich weiß nur, dass ich zum glück von dem verkauf der bücher nicht leben muß. wenn ich das aber müsste, würde ich mich ärgern, wenn irgendjemand(wer auch immer) einfach bestimmen würde: so, du hast jetzt 5 jahre dafür geld bekommen, das reicht!

      Antworten

  4. Wo besteht für dich als Autor denn jetzt der Unterschied, ob ich mir dein Buch aus der Bücherei besorge oder aus dem Netz lade? Derjenige der dein Buch gescannt hat, hat sich offenbar auch eine Ausgabe gekauft. Vielleicht besorge ich es mir auch bei Booklooker für 2, daran verdienst du (und vor allem dein Verlag) auch nichts und das ist auch der Grund warum versucht wird selbst den Weiterverkauf von Werken abzuwürgen. Wärst du tatsächlich glücklich, wenn ein Filehoster an die VG Wort abführt? Ich denke nein.

    Das Argument mit dem Verlag ist stichhaltig, es geht darum, dass dein Zusammengetragenes Werk aus der Sicht des Gesetzgebers mehr Schutz erfährt, als die Leistung eines echten Erfinders, der vielleicht Milliarden investierte um etwas völlig neues zu erschaffen. Patente gelten ja nicht ohne Grund nur 20 Jahre, denn nach ihrem Ablauf soll die komplette Menschheit von ihnen profitieren. Bei Büchern soll das aber auf einmal nicht mehr gelten, das ist aus meiner Sicht nicht angemessen. Ebenfalls ist es erlaubt Teile des Geistigen Eigentum anderer in Drittwerken anzuführen (Zitate), aber bei Erfindungen geht das in dieser Form schlicht nicht.

    Der Gesetzgeber hat die Schutzfrist auf 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers bestimmt, es wäre in Ordnung wenn der Schutz auf 10 Jahre fallen würde. Es wäre jedenfalls nicht minder fair.

    Antworten

  5. Pingback: OpenSource Talmud? | Chajms Sicht

  6. so, lieber roman, nun habe ich endlich wieder etwas zeit gefunden, um noch mal was zu schreiben- genauer: die eine oder andere frage aus deinem beitrag zu beantworten.
    zunächst noch mal was grundsätzliches: mein hauptinteresse, was meine bücher angeht, besteht darin, dass leute(schüler) sie lesen, um von meinem wissen und meiner erfahrung profitieren zu können. alle meiner bücher sind auch entstanden auf der basis meiner unterrichtlichen erfahrung. wenn ich etwas im unterricht behandele, merke ich schnell, wo es hakt, wo verständnisschwierigkeiten auftauchen und wo vielleicht erklärungsbedarf entsteht. dass ich dafür auch noch geld bekomme, ist ein willkommener (!!) nebeneffekt.
    ein verlag hat erst mal andere interessen- er ist ein gehirnschmalzhändler, der nicht mit tomaten, socken oder autos handelt, sondern „wissen“ als ware verkauft. er sondiert den markt (der übrigens bei solchen interpretationsbänden hart umkämpft ist) und investiert dann- mit risiko- in ein produkt. wenn ein buch von mir auf den markt kommt, habe ich mein honorar in der tasche. ob und wieviel der verlag (management, druckkosten, lay-out, redigieren, werbung etc.)verdient, steht dann noch in den sternen. so verstauben zwei oder drei meiner bände in den lagerräumen, weil sie niemand kauft (sie sind nicht schlechter als die anderen, aber schüler kaufen solche hilfen nur, wenn das primärwerk im unterricht behandelt wird).hier geht es also um kaufmännische interessen. wenn es zu nachauflagen kommt, was bei den meisten meiner bücher der fall ist, freuen sich beide seiten.
    jetzt zum thema bücherei, ins netz stellen und booklooker:
    die bücherei kauft ja erst mal das buch (und davon profitiere ich direkt- auflage- und indirekt-vg wort/kopieranteil). zudem wird die bücherei vom steuerzahler finanziert und hat keine kommerziellen interessen: insofern finde ich es legitim, wenn der steuerzahler(und selbstverständlich auch der bürger , der keine steuern zahlt), sich das ausleihen kann. eben leihen und wieder bringen.
    vielleicht bin ich verstaubt: aber bücher haben auch etwas sinnliches, etwas haptisches, ich kann- wenn es mir gehört- darin herumkrakeln, ich kann es im bett, auf dem klo oder sonstwo lesen, das papier riechen, mich am einband erfreuen oder es als klopapier verwenden(wie edgar wibeau in „die neuen leiden des jungen w.“ seiten aus einer goetheschen werther-ausgabe). das ist schon mal ein unterschied zum ins netz gestellte buch (ich gestehe zu: ein e-book ist leichter zu transportieren). die kommerzielle seite ist aber doch die: derjenige, der ein buch ins netz stellt, will, dass es gefunden wird. und das netzt funktioniert nicht(suchmaschinen etc.) ohne werbung. meint: hier profitieren unternehmen wie goooooogle. microsoft oder sonstwer sozusagen auf einem umweg von meinem werk. und die haben mit mir nichts abgesprochen!
    booklooker: das habe ich mir mal angeschaut. dein argument zieht nicht. die dort eingestellt werke sind, soweit sie preiswerter angeboten werden, entweder gebraucht(meistens von privatleuten), sind mängelexemplare(mit kleinen schäden) oder ältere ausgaben, die bereits durch neue (mit geändertem inhalt, anderer struktur, verbesserter gestaltung etc.) ersetzt worden sind. und das finde ich dann auch in ordnung- für einen gebrauchtwagen bezahle ich schließlich auch weniger als für einen neuen.
    mit deinem 10-jahresvorschlag kann ich durchaus leben- aber ich lebe ja auch nicht von den büchern. müsste ich das, hätte ich große zweifel.
    meine leseempfehlung zum thema: „Der Igel frisst keine Artikel“ von Heribert Prantl in der „Süddeutschen“ von heute (Seite 23).
    beste grüße bm

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.