Jetzt ist es aber verboten!

HaModia Bericht Asifa Jetzt ist es aber verboten haben die versammelten Rabbiner gesagt, wenn man schaut, was bei einer (charedischen) Versammlung herausgekommen ist, die am Sonntag in New York City stattfand.
Superlativ war die Zahl der Anwesenden: 40.000 Männer kamen in das Citi Field Stadion (oder wie die charedische Zeitung HaModia schreibt Myridaden) und hörten, was es zum Internet zu sagen gäbe. Das war nichts wirklich neues. Das Internet ist schlecht, seine Benutzung ist schlecht (ganz gleich, ob Mail, Skype oder das Aufrufen einer Internetseite) und am Besten wäre es, es ganz zu meiden. Natürlich muss man nicht hinzufügen, dass das Ereignis über das Netz gestreamt wurde, damit möglichst viele Menschen es hören oder sehen und da wird erneut deutlich, dass Realität und Anspruch unterschiedlicher nicht sein können.
Während sich einige Rabbiner noch fragen, wie man das Internet effektiv verbieten kann, nutzen es andere bereits fleißig und tauschen sinnvolle Informationen aus, erhalten Draschot per Mail, kaufen, spenden über das Netz oder halten Verbindung zu ihren Verwandten in Europa oder Israel. Sicher wäre es einfach, die Verwendung mit speziellen Bedingungen zu verknüpfen, aber es ist ganz offensichtlich, dass die geschätzten Rabbinen es nicht schaffen werden, ihren Anhängern das Netz zu verbieten. Es gab wohl kaum ein anderes Thema, bei dem die Meinung der Entscheider so weit von derjenigen abweicht, die sich gemeinhin durchgesetzt hat. Der Effekt wird deren Autorität nicht gerade untermauern.

Hier berichtet jemand über seine Erwartungen an das Megaereignis und dessen vorhersagbaren Ausgang.

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Arme Irre! Wieviele Mizwot zum Internet gibt es denn eigentlich? Reine Neugier! 🙂 Evtl: “Du darfst am Schabbes keinen Laptop einschalten (aha, dann muss das Ding also nur vom Vortage her eingeschaltet bleiben, dann wird der Stromkreis nicht geschlossen und man kann skypen!?)” – oder so ähnlich 🙂

    Shalom

    Miles

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