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[Wie ich erfahren habe, wurde das YouTube Video ohne das Einverständnis der Urheberin eingestellt. Aus jüdischer Sicht darf man nicht von gestohlenem Gut profitieren. Deshalb habe ich das Video entfernt.]

Ein filmisches Porträt von drei jungen Juden, die als Kontingentflüchtlinge nach Deutschland gekommen sind und hier ihren Lebensmittelpunkt haben. Sicher gäbe es über jeden einzelne Person die ihren Weg nach Deutschland fand, viele interessante Geschichten und Hintergründe. Hier stehen drei jüngere Juden im Mittelpunkt. Der Vorspann des Films lässt keine Illusionen darüber aufkommen, dass Juden die beliebtesten Bewohner des Landes sind.
Ausgeklammert ist die Frage Ausgerechnet Deutschland? aber das kann nicht im Fokus des Filmes liegen, denn die dargestellten Personen haben sich nicht selber dazu entschlossen, nach Deutschland zu kommen.

Das Video ist gerade auf allen jüdischen Kanälen der sozialen Netzwerke unterwegs. Allen einen großen Dank, die mich darauf aufmerksam gemacht haben

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon. Sein Buch »Tzipporim: Judentum und Social Media« behandelt den jüdischen Umgang mit den sozialen Medien. || Um per Mail über neue Beiträge informiert zu werden, bitte hier klicken

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Naja, wenn man dies aber mit dem Antisemitismus in der ehem. Post-Sowjetunion begründet (was die Protagonisten nun als Erwachsene selber tun), stellt sich doch die Frage, was man in einem nichtjüdischen Land sucht, zumal am Anfang die echten Verhältnisse unmissverständlich dargestellt werden. Natürlich können sie es nicht selber vertreten. Vermutlich ist das mit dem Antisemitismus die verträgliche Alternative zu “Wohlstandsmigration”.

    Abgesehen davon ist es aber ein echt guter & interessanter Film.

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  2. Ich glaube, dass die Begründung für die Ausreise nicht von den Protagonisten, sondern von der Regisseurin getroffen wurde. Dies jedoch nicht direkt, sondern durch den Kontext. Es sieht mir danach aus (ab etwa Minute 19), dass nach Antisemitismus in der (Post)-Sowjetunion gefragt wird. Dann geht man aber direkt dazu über von der Ankunft in Deutschland zu erzählen.

    Ob es in Israel weniger Antisemitismus gibt steht auf einem anderen Blatt, vor allem wenn man dann in den Gebieten lebt oder leben muss. Ich habe auch schon einmal am Flughafen einen Israeli kennen gelernt, der wegen Ungleichbehandlung in Israel nach Deutschland auswanderte.

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