Zum Thema Bildung und Migranten

Das Theaterfest des Musiktheaters Gelsenkirchen und die eingebettete Abschlussfeier des örtlichen Sommerlese Clubs (Kinder lesen in den Ferien mindestens drei Bücher und bekommen dafür ein Zertifikat und ein paar Attraktionen geboten), boten einen ganz guten Einblick in den Themenkreis Bildung und Migranten. Einblick deshalb, weil Kinder mit einem migrantischen Hintergrund auf der Abschlussfeier keine kleine Minigruppe bildeten, sondern einen großen Teil der ausgezeichneten Kinder. Auch unter Kindern, die mehr als 15 Bücher gelesen haben, waren mehr als drei Kinder mit eben diesem Hintergrund.
Einen weiteren guten Einblick in den Themenkreis Bildung und Migranten gab es im Foyer des Theaters. Dieses Mal aus einem anderen Blickwinkel:
Die Theatergemeinde bot im Foyer ein Preisausschreiben an. Preise waren Eintrittskarten für eine Veranstaltung im Theater. Für die interessierten sich auch zwei Jugendliche mit oben genanntem Hintergrund; jedenfalls waren hier nicht die blonden Jungs Kevin und Sören am Stand. Die Damen hinter dem Prospektetisch fanden das bemerkenswert:
Da kann man Eintrittskarten für das Theater gewinnen! sagte eine Dame, die Jungs nicken und nehmen sich ein Zettel.
Da kann man Eintrittskarten für das Theater gewinnen wiederholt die Dame damit könnt Ihr doch nichts anfangen. Die Jungs gehen zwei Schritte zurück und sehen fassungslos aus.
Das wäre doch schade, wenn Ihr gewinnt und die Karten hier nicht abgeholt werden. Dann bleiben am Ende die Plätze leer. Die Jungs interessiert das nicht, behalten die Zettel und wollen sie ausfüllen. Offensichtlich ist ihnen dieses herablassende Verhalten schon häufiger begegnet.
Jedenfalls eine gute Einsicht in den Themenkomplex Bildung und Migranten.

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. immer wieder geil auch der (unbewußte) Rassismus der Linken.

    Sie sind wild entschlossen gegen Faschismus und dann kriegt
    Hassan doch nur eine Empfehlung für die Sonder…
    äh…Förderschule weil mehr ist für so einen ja doch nicht drin.
    Ist nun mal so.
    Sicherheitshalber wird Hassans Eltern dann nur noch erklärt
    WO sie unterschreiben müssen.
    WAS sie da unterschrieben wissen sie doch eh` nicht.
    Erklärung erübrigt sich.

    Im Grunde funktioniert das ganze Hauptschulsystem so.
    Auf den Gedanken daß das komplette System falsch ist und
    die menschenfreundlichen linken Lehrer selbst fleißig daran mitbasteln kommt keiner. Sie selbst am allerwenigsten.

    Zum Schluß wird dann über Sarrazins wilde Thesen diskutiert,
    nach denen die Jidden schlau und die Mamelucken dumm sind.

    In Wahrheit ist es einfach nur so das Mosches Eltern nicht
    jeden Mist unterschreiben den ihnen ein Beamter vorlegt, oder zumindest lesen sie es vorher kurz mal durch.

    Der obrigkeitshörige Türke glaubt alles was ein deutscher
    Beamter ihm erzählt, der Jud hat beste Gründe es nicht zu tun.
    Und bei den “deutschen” Kindern überlegt man natürlich
    erst zehnmal bevor man sie in die Hauptschule steckt.

    p.s: dämliche edit-funktion hier

    Antworten

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