Mit Speck fängt man Mäuse

und mit Kippot Antisemiten. In den Niederlanden hat man die Faxen dicke und arbeitet nun mit ‘lok-Joden‘ (könnte das Wort des Jahres werden, auch wenn es Niederländisch ist). Weil die Polizei in den Niederlanden offensiv gegen Antisemiten vorgehen will, werden lok-Joden eingesetzt. Also Polizeibeamte, die sich wie (religiöse) Juden kleiden und dann bei Pöbeleien direkt die gesetzlichen Möglichkeiten ausschöpfen. Das vermeldet die Amsterdamer Zeitung Parool. Offenbar, so erzählt der britische Telegraph, können in bestimmten Stadtbezirken Amsterdams Juden nicht mehr (als solche erkennbar) auf die Straße. Die ungewöhnliche Taktik soll die Siuation ein wenig beruhigen.
Auch das Heeb Magazine berichte hier.
Sind Sie lok-Jode oder zählen Sie zum Minjan?

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon.

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Nun ja, es ist noch nichts entschieden. Es ist bisher nur ein Vorschlag eines ehemaligen Polizisten in Entscheidungsebene. Und der Bezirk, um den es geht, ist der mit mehrheitlich marokkanischer Bevölkerung… Schaun wir mal, ob sie es wirklich machen…

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  2. Finde ich eine gute Idee, wenn es umgesetzt werden sollte.
    In Dtl. geht es dagegen munter weiter.

    Jüdische Tänzer beschimpft und mit Steinen beworfen

    Eine antisemitische Attacke entsetzt die Stadtgesellschaft: Mitglieder einer jüdischen Tanzgruppe sind während eines Stadtteilfestes im Sahlkamp mit Steinen beworfen und beschimpft worden.

    Nach übereinstimmenden Darstellungen haben bis zu 30 Kinder und Jugendliche vor allem libanesischer, palästinensischer, irakischer, iranischer und möglicherweise auch türkischer Abstammung antisemitische Parolen gerufen und Kieselsteine auf die acht erwachsenen Tänzer geschmissen. Die jüdische Folkloregruppe musste die Bühne verlassen, eine Tänzerin wurde am Bein getroffen und erlitt eine Prellung. Das internationale Kulturfest wurde nach einer Pause fortgesetzt, die Polizei nicht verständigt.

    http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Juedische-Taenzer-beschimpft-und-mit-Steinen-beworfen

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