Berlin: Es könnte weitergehen

Wie man auch mit wenigen Menschen eine lebendige Gemeinde schafft, zeigt Rabbiner Joschua Spinner in Berlin. Er kam nach Berlin, vermisste jüdisches Leben und baute es deshalb einfach auf. Das ist, überspitzt und äußerst knapp dargestellt, die Geschichte von Rabbiner Spinner und der Arbeit von Lauder in Berlin.
Hier erschien heute ein Artikel über die Arbeit von Rabbiner Spinner in Berlin. Nahezu 200 Mitglieder kann Lauder zählen:

There are about 200 believers now and it’s growing fast: There are several weddings a year and the nursery school has become so overcrowded that parents have to register their children soon after birth if they want to get one of the coveted spots. von hier

und es sind keine passiven Gemeindemitglieder, sondern jene, die sich bewusst für diesen Weg entschieden haben. Outreach war auch hier der Schlüssel zum Erfolg.
Hier ist der Film zum Artikel:

Dank an den Shabbes-Goi für den Hinweis, Dank an Yankel für den Hinweis auf den kurzen Film

Von Chajm

Chajm Guski ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon. Sein Buch »Tzipporim: Judentum und Social Media« behandelt den jüdischen Umgang mit den sozialen Medien. || Um per Mail über neue Beiträge informiert zu werden, bitte hier klicken

9 Kommentare

  1. Ups, die Lauder-Synagoge ist nicht die in der Rykestraße, die gehört zur Einheitsgemeinde. Die Synagoge von Lauder ist in der Brunnenstraße und die Mädchen/jungen Frauen beten am Schabbat im Vorderhaus der Synagoge Rykestraße. In dem Gebäude, in dem auch die Grundschule untergebracht ist. Die Fotos beim Artikel sind auch aus der Synagoge Rykestraße mit dem Personal der Einheitsgemeinde und nicht den Betern von Lauder. Schade das die Journalisten hier nicht so genau gearbeitet haben.

  2. “Hier erschien heute” ist relativ. Ich habe diesen AP-Artikel bereits letzte Woche gelesen, auf google news ist er auf den 17.03. datiert.
    Wir sind zwar in Eile aus Ägypten ausgezogen, aber das heisst ja nicht, dass ynetnews zu den schnellsten gehören muss 😉

  3. Die kleine Lauder-Kehille, die ich für ihre Arbeit im Großen und Ganzen bewundere, hat aber auch keine Hemmungen, sich in bestimmten Gegenden in Deutschland mit hinterhältigen Machenschaften in den Einheitsgemeinden festzusetzen 😉
    Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

    PS: Es ist u.a. Verleumdung im Spiel.

  4. @ Yankel Moishe: nun ja die Altersstruktur der beiden Gemeinden ist durchaus unterschiedlich und der Vergleich mit den Geburten hinkt ein wenig. Bei Lauder sind, wie auch im Artikel stehend, die meisten in den zwanzigern und dreisigern und wenige im Rentenalter, während die Einheitsgemeinde aufgrund der russischen Einwanderer stark überaltert ist. Und einige Familien, die bei Lauder sind, sind auch nach wie vor Mitglied in der Einheitsgemeinde.

  5. @Just:
    Ist mir schon klar. Mit anderen Worten: in den ZR-Gemeinden sterben oben die Leute weg, unten wächst kaum was nach, so dass man netto pro Jahr 1-3% der Mitglieder verliert. Dass das nicht auf Dauer gut geht, haben wir bereits vor 1990 gesehen.
    Es gibt zunehmend den Trend zu “ganz oder gar nicht”: Mehr als früher gilt, die Leute sind entweder religiös mit allem was dazugehört, oder so wenig involviert, dass Assimilation fast zwangläufig ist.

    In diesem Sinne: ?? ??? ??? ????

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