Den Stecker ziehen

Diejenigen, die Schomer Schabbat sind, wie es die Orthodoxie versteht, haben am Schabbat kein Problem damit, vollkommen abzuschalten. Elektronische Geräte spielen ohnehin keine Rolle und es ist klar, dass eine klare Abgrenzung zum Alltag stattfindet. Alle anderen, die auch Mobiltelefone benutzen oder sogar ihre Computer, haben weniger Gelegenheit, vollkommen abzuschalten. Blackberrys und IPhones liefern auch am Schabbat fleißig Mails aus und diese werden in der Regel auch gelesen. Die Verbindung bleibt bestehen, es fällt schwer, sich dem Alltag zu entziehen. Die Macher von reboot haben das beobachtet und haben nun den kommenden Schabbat zum National Day of unplugging erklärt. Auf der Website sabbathmanifesto.org werden die 10 Grundprinzipien erklärt.
Prinzip Nummer 1 ist Vermeide Technik. Die Botschaft: Mehr Zeit für die Familie und sich selber. Dem kann man eigentlich nichts mehr hinzufügen.
Tipp: Wer das Telefon braucht, kann bei IPhone und Blackberry auch die Datendienste deaktivieren.

Hier erklären noch einige teilnehmende Personen, wie das für sie ausschaut:

Beginnen kann man Abend des 19. März und fortfahren kann man schon am darauf folgenden Schabbat… Wer Probleme damit hat, sein Gerät einfach zur Seite zu legen, kann auf der Website übrigens einen Schlafsack für sein IPhone kaufen.

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon.

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Also ich genieße es, wenn ich an einem Tag der Woche mal nicht per Mail oder Telefon zu erreichen bin und den PC nicht brauche.
    Auch ohne Schomer Schabbat zu sein, kann ich das jedem auch nur empfehlen. Es entspannt ungemein. 😉

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  2. Ich finde es interessant, dass die Ruhephase einerseits in bester jüdischer Manier von Freitag abend bis Samstag abend (korrekter wäre bis zum Sichtbarwerden dreier mittelheller Sterne als bloss bis Sonnenuntergang) angekündigt war, anderseits der Focus aber mehr auf “Was nutzt mir das?” zu sein scheint als auf dem, worum es bei ????? ??? eher geht: Nämlich um ein Zeugnis, dass G-tt der Schöpfer der Welt ist. Dieser Selbstfocus hat insofern ein Element von Götzendienst!

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  3. Pingback: Chajms Sicht » Wieder den Stecker ziehen!

  4. Also ich genieße es, wenn ich an einem Tag … kann ich das jedem auch nur empfehlen. Es entspannt ungemein.

    @Yael:
    das glaube ich sofort!
    Ich selbst kriegs für mich nur einfach nicht hin – schon der Arbeit oder der Glotze wegen! 🙂

    Shalom!

    Miles

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