Liberale Pessach Haggadah


Zwar steht Purim vor der Tür, aber Pessach wird kurz darauf folgen. Haggadot in deutscher Sprache gibt es ein paar, allerdings sind die wenigsten aktuelle Ausgaben. Eine liberale Haggadah gab es vor einiger Zeit im Knesebeck Verlag, doch diese war eher liberale darin, dass man den traditionellen Text etwas besser übersetzte und im Tischgebet die Imahot mit einbezog. Das führte bei einigen Familien, die nicht alles sprechen wollten, zu herumgeblättere.
Doch eine liberale Haggadah, wie es sie vor der Schoah in Deutschland gegeben hat, gab es in vielen Gruppen nur noch als Kopiervorlage. Rabbiner Caesar Seligmann beispielsweise schuf eine recht intensiv bearbeitete Haggadah und diese war ein Stück weit Vorbild für die aktuelle Ausgabe einer deutschsprachigen (und hebräischsprachigen natürlich) Haggadah. An dieser habe ich die letzten Nächte verbracht und mache sie nun als Buch der Welt verfügbar.
Erhältlich ist sie ab sofort hier für 5,50 Euro. Großbesteller erhalten Rabatt 😉 Hinweis für Besteller: Die Lieferung dauert etwa 8 Tage.
Oben ist ein kleiner Querschnitt zu blätterzwecken eingebunden.

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon.

11 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Und für diejenigen, die eine Haggadah mit ungewöhnlicher Reihenfolge suchen, siehe hier. Beispielsweise: Nischmath noch vor dem Essen.

    Der aufmerksame Beobachter entdeckt, dass die Seitenzahlen sind etwas durcheinander geraten sind, und ordnet sie entsprechend um. Der weniger aufmerksame macht einen besonders originellen Seder… 😉

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  2. Ich bin auch mal gespannt. In der Gemeinde benutzen wir eine liberale Haggadah, die im Vergleich zur traditionellen an einigen Stellen gekürzt (Dajenu z.B.), an einigen Stellen erweitert ist (und deren englische und deutsche Ausgaben in ihren jeweiligen Übersetzungen nicht immer so ganz übereinstimmen). So langsam mache ich eine Sammlung verschiedener Haggadot auf 😉

    @Yankel Moishe: 😉 das stelle ich mir lustig vor…. – ist das nur bei der I-Net-Version so, oder leidet die gebundene Ausgabe ebenfalls? Ich besitze ein textidentisches Exemplar zu der verlinkten, allerdings ist mein Buch korrekt gebunden und ich laufe nicht Gefahr, den Seder zu reformieren 😉

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  3. @Chajm: Deine Haggadah kam gestern bei mir an. Ich gestehe, meine Meinung ist momentan so ein bißchen “mhm”. Ich werde nicht am Layout mäkeln, denn ich sehe ein, daß Mehrfarbdruck zu aufwendig und zu teuer wäre. Inhaltlich ist mir etwas zuviel Hebräisch “hintenübergefallen” und von der Form her hätte ich mir noch etwas mehr Transliteration gewünscht.
    Aber ich bin mir sicher, daß diese Haggadah gerade für liberale und säkulare Familien und Freundeskreise eine echte Alternative darstellt. Im säkularen Teil meines Freundes- und Bekanntenkreises mag man zwar gerne einen Seder haben; aber bitte nicht so fürchterlich lang und bitte allgemeinverständlich und natürlich bitte mit diesem und jenem aber ohne dies und das. 😉

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  4. @Chaja: Kann ich nachvollziehen. Aber eben genau für liberale Familien und Gruppen ist sie ja bestimmt 😉 Traditionelle gibt es ja ein paar; deshalb auch dieses spezielle Angebot. In den USA gibt es da für jeden Geschmack etwas, in deutscher Sprache gibt es leider nichts… mit Ausnahme dieser Haggadah.

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  5. Schönes Layout mit Ivrit auf der linken Seite, gefälliges Texbild, gutes Ivrit zum Lesen, und Transliteration an den kritischen Stellen. Schaut gut aus. Hast du “Werbung” gemacht bei den liberalen/progessiven/egalitären Gemeinden und Minjanim im deutschsprachigen Raum?
    Gruß!

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  6. @Franziska Nein, Werbung habe ich bei diesen Gemeinden nicht ausdrücklich gemacht. Bisher nur über die Kanäle die ich im Allgemeinen nutze… Für übernächstes Pessach überlege ich mir das 😉 Die beste Werbung wäre es natürlich, wenn sich die Haggadah einfach herumspricht 😉

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