Finger weg von diesem Buch!

Dazu raten auch die Töchter des Autoren Samir Selmanovic, Ena und Leta.
Samir Selmanovic hat nämlich ein bemerkenswertes Buch geschrieben It’s Really All About God: Reflections of a Muslim Atheist Jewish Christian: Über den interkonfessionellen Dialog – nicht in Form von Selbstverneinung und ständiges gegenseitiges Zurücknehmen der eigenen Traditionen, sondern über das Entdecken der eigenen Religion und ihrer Werte. Im christlich-jüdischen Dialog führt das häufig nur zu einem Monolog über das Judentum und Debatten darüber, statt zu weiterführenden Diskussionen.
Was gemeint ist, stellt er in einem Video selber ganz gut vor:

Hier kann man einen Auszug lesen, der sich damit beschäftigt, wer Samir Selmanovic selber ist. Heute ist er Pfarrer bei den Siebenten-Tags-Adventisten, was auch erklärt, warum er in seinem Buch nach einem Ort für das Gebet am Schabbat sucht. Diese Freikirche feiert anscheinend den Samstag als Ruhetag, statt des Sonntags – allerdings ohne es dabei auf die Missionierung von Juden abgesehen zu haben -obwohl es auch in dieser Strömung Vertreter gibt, die das gerne tun würden. Sein Engagement ist übrigens nicht nur literarischer Art. Er gehört zu den Begründern einer interkonfessionellen Initiative in Manhattan, dem Faithouse.
Über amazon kann man das Buch hier bestellen.

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Also ich habe mit Adventisten nur gute Erfahrungen.
    Mir hat ein Freund, der selbst zu diesem “Verein” gehört mal erklärt, dass deren Begründer eben zu den Wurzeln zurück wollten – ohne Judentum zu vereinnahmen oder ähnliches, was man ja von Konkurrenzunternehmen kennt. Daher auch der Ruhetag am uns bekannten Schabbat z.B….
    Naja, wollte eigentlich auch nur sagen, wenn mich jemand fragen würde, welche der vielen christlichen Vereinigungen mir die liebste wäre, dann wohl diese Herrschaften. So ist das eben mit guten Erfahrungen 😉

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  2. @Juna Danke für diesen Eindruck. Mir ist diese Gruppe in Deutschland noch nie bewußt begegnet. Deshalb musste ich mich auch ersteinmal informieren, weil Selmanovic zunächst ohne Erklärung erzählt, er hätte am Sabbath keinen Ort zum Beten gefunden…

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