Deutschtürken und der Holocaust

Die Zeit bringt recht überraschend ein dreiseitiges Feature über das Verhältnis der Deutschtürken zur Schoah, inklusive einer Umfrage und kommt zu dem Schluss

In Deutschland lebende Türken sehen die Beschäftigung mit dem Holocaust auch als ihre Sache an. Aber sie sympathisieren wenig mit Israel. von hier

Die vollständigen Grafiken der Umfrage kann man hier herunterladen.
Interessant wäre es gewesen, die Antworten auf die gleichen Fragen von Deutschen zu lesen, die keinen türkischen Hintergrund haben. Vermutlich mögen sie den Staat Israel ebenso wenig. Über allgemeine antisemitische Ressentiments erfahren wir sehr wenig.
Zudem lesen wir auch über Ufuk Topkara, der in verschiedenen Artikeln mal der Moslem ist, der das Judentum und die Schoah erklärt, manchmal der Deutschtürke, oder einfach der Mann mit Migrationshintergrund (siehe beispielsweise hier einen Artikel aus der FAZ und hier aus der taz über ihn, sogar hier im Blog war er bereits Thema).

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
3 Comments
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anschauen
10 Jahre zuvor

“Vermutlich mögen sie den Staat Israel ebenso wenig.” Warum wurde in dem Blog bzw. in dem dann die “Nicht-Deutschtürken” (welch ein diskreditierendes Unwort!) betreffenden Gedanken das Wort “vermutlich” erforderlich? Ich bin nämlich keiner, für den dieses “vermutlich” gilt, bzw. der sich solche Dinge unterstellen lässt. Alle über einen Kamm scheren, war schon immer einfach.

10 Jahre zuvor

: Erst “vermutlich” und dann “natürlich”… Rudern für die Meinungsbildung. Und alle passen wieder in die ihnen auf den Leib gezimmerten statistischen Schubladen. Und in dem kursiven Absatz des Blogs ging es nicht darum, ob der Weltfrieden durch den Staat Israel in Gefahr wäre, sondern lediglich um das Sympathisieren oder Nicht-Sympathisieren mit dem Staat Israel.
Und ein “PS” in aller Freundschaft: diese unsympathischen 65% glaube ich übrigens, aber darum geht es mir doch gar nicht.