Wir sind lieb und dürfen bleiben

Es war zu erwarten, dass die Wogen hoch schlagen nach dem Schweizer Votum gegen Minarette und im entsprechenden Artikel dazu wird auch heiß diskutiert. Meist darüber, ob es gegen die Religionsfreiheit verstößt oder nicht. Das ist für uns in Deutschland ein Gedanke, der selbstverständlich ist – dass Religionsfreiheit gibt und dass sie durch den Staat garantiert wird. Er schützt sogar die Einrichtungen verschiedener Religionen und die Politik arbeitet daran zu versichern, man sich nicht mal eben auf Durchreise hier, sondern gehört als Bürger in dieses Land.
Gerade las ich in der (großartigen) Weltwoche, einen Kommentar der sich für mich so liest, als fühlten sich Juden in der Schweiz auch nach längerer Zeit des Lebens dort noch immer nicht als vollwertige Bürger, sondern eher als geduldete Gäste und müssten sich deshalb besonders vorsichtig und kleinlaut verhalten. Glossenkollege Beni Frenkel schreibt in der Weltwoche:

Ähnlich wie die Juden, die nur Geflügel schächten dürfen und trotzdem ein unbehelligtes Leben in der Schweiz führen, müssen auch religiöse Muslime gewisse Abstriche an ihrer Observanz erdulden. …
Das alles entspringt einer grossen Dankbarkeit der Schweiz gegenüber. Dafür, dass man hier als religiöse Minorität nicht nur geduldet wird. Da verzichtet man gerne auf gewisse Rechte. von hier

Da scheinen wir in der Bundesrepublik einen Schritt weiter zu sein, denn man wird hier nicht mehr als geduldet, sondern Juden und Jüdinnen haben die Möglichkeit ganz normale Bürgerinnen und Bürger zu sein, die ein Recht darauf haben, dass sie sich auch mit koscherem Fleisch versorgen können und keinerlei Einschränkungen durch den Gesetzgeber zu befürchten haben. Was für ein mediales Fest wäre das, wenn ein deutscher Politiker zu Charlotte Knobloch sagen würde Dafür dass sie Teil der Gesellschaft sein dürfen, müssen sie schon auf gewisse Rechte verzichten.

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon.

39 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Man könnte natürlich fragen auf wieviel “gewisse” Rechte Beni Frenkel noch verzichten würde, damit er in der Schweiz leben darf? Wo wär da die Grenze?
    Die Muslime können von den Juden in der Diaspora (Dan Diner) viel lernen, aber in diesem Fall handelt es sich vom Konformismus und Anbiederung an das schweizer Stimmvieh.
    Da bin ich echt froh in Deutschland zu leben.

    Antworten

  2. Ich hoffe sehr, Beni Frenkel wird darauf aufmerksam und schreibt den Lesern einen Kommentar dazu, wie er das eigentlich meint.
    Wenn er sich meldet, werde ich ihm schreiben, dass Juden dieses Prinzip in Deutschland bereits erprobt haben. Es hat nichts gebracht. Selbst die Assimilation oder ein reformiertes, deutsches, Judentum konnte nichts aendern.

    Antworten

  3. @YCukierman

    Es hat nichts gebracht. Selbst die Assimilation oder ein reformiertes, deutsches, Judentum konnte nichts aendern.

    Nun in Deutschland gibt es doch ein Reformjudentum, oder war mit reformiertes Judentum was anderes gemeint?
    Mich würde überhaupt interessieren, wie das inner-jüdisch diskutiert wird.

    Antworten

  4. Ich denke, YCukierman meint, dass das Reformjudentum in Deutschland entstand und alles nichts genützt hat, um akzeptiert zu werden, denn ermordet wurden alle Juden. Ob assimiliert, orthodox, reform. Es spielte keine Rolle.

    Antworten

  5. @Baleblog: “Was für ein mediales Fest wäre das, wenn ein deutscher Politiker zu Charlotte Knobloch sagen würde Dafür dass sie Teil der Gesellschaft sein dürfen, müssen sie schon auf gewisse Rechte verzichten.”
    Böse gefragt, warum ist das so? Weil die BRD an sich und als solches so humanistisch, tolerant und akzeptant ist oder ist das schlicht und einfach eine Frage des schlechten Gewissens?

    Antworten

  6. @Serdar: “Du meinst, wenn ein deutscher Politiker kein schlechtes Gewissen hätte, würde er/sie Knobloch genau das sagen?”
    Ich meine, ohne das schlechte Gewissen aus der Shoah wäre den deutschen Politikern das Judentum in der BRD komplett egal und sie würden es bei populistischem Bedarf genauso behandeln wie den Islam.

    Antworten

  7. Der Vergleich Minarett vs. Schächten ist allein aus dem Grund Blödsinn, weil Minarette objektiv die freie Religionsausübung nicht tangieren. Religiöse Juden sind auf geschächtetes Fleisch jedoch angewiesen, was durch ein Verbot zur Störung der Religionsfreiheit führt.

    Ich persönlich würde ein Verbot akzeptieren, wenn es auf objektiven wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen würde. Leider ist das beim Schächten nicht so, dort wird mit Vorurteilen gegen religiöse Riten Stimmung gemacht. Ob ein Tier mehr leidet, wenn es geschächtet wird, kann ich nicht beurteilen. Ich sah aber Videos aus koscheren Betrieben in den USA und dort wurde unter rabbinischer Aufsicht nicht sachgerecht geschächtet. Die Tiere litten dort mehr.

    Ich bin meinerseits viel mehr um die Haltung der Tiere besorgt, als um ihre Schlachtung. Darauf sollte die Politik besser einwirken.

    Sollte es tatsächlich so sein, dass die Tiere unzumutbar mehr leiden und sollte sich die Mehrheit der Bevölkerung gegen das Schächten entscheiden, kann das Judentum nicht verlangen auf dem Schächten von Tieren zu beharren. Weil du hier immer wieder eine Brücke zum Islam schlägst: Der Islam kann dann seinerseits auch nicht verlangen, unter Berufung auf die Religionsfreiheit, sich nicht vom Beschneiden von Frauen zu verabschieden.

    Die Beteuerungen der Bundesregierung, die Juden wären in Deutschland nicht nur auf Durchreise, sind zwar lieb gemeint, entsprechen aber nicht der Realität. Es ist eben so, dass orthodoxe Riten darauf ausgelegt sind, die Juden von den Völkern zu scheiden. Das hat im Gegensatz zum Islam nicht zu bedeuten, dass man einen Machtanspruch erhebt, jedoch sollte einem immer klar bleiben, dass man sich mit anderen Völkern (auch wenn darunter keine Ethnien verstanden werden) mischen sollte. Damit zielt das Integrationskonzept der Bundesregierung auf atheistische Juden ab und kann religiöse Juden gar nicht betreffen. Integration von Juden in Deutschland kann in diesem Sinne lediglich Assimilation bedeuten, denn die Juden sind bereits bei ihrer Einreise nach Deutschland integriert. Ihnen fehlt lediglich die Sprache.

    Beim Islam, der offensichtlich von der Bevölkerung zumindest sehr kritisch gesehen wird, funktioniert die Strategie erst recht nicht. Dort fehlt es oft schon an einer gewissen Grundhaltung. Es soll vorkommen, dass Tiere in Hinterhöfen geschächtet worden sind. Hier ist dringender Handlungsbedarf geboten.

    Es reicht eben nicht Minarette zu verbieten, für eine grundlegende Lösung des Problems gehört mehr.

    Antworten

  8. @Serdar: Aus dem Essay:”Deutschland versteht sich als ein Land, dessen öffentliche Kultur von Postulaten der Aufklärung geprägt ist. Eine lebendige Debattenkultur, der Pluralismus der Überzeugungen und Lebensweisen, der sukzessive Abbau patriarchalischer Familienstrukturen, rechtsstaatliche Standards und Institutionen, eine Bereitschaft zur Auseinandersetzung
    mit diktatorischer Vergangenheit, insbesondere mit der nationalsozialistischen Barbarei solche Errungenschaften der
    Aufklärung sind es wert, bewahrt und gegen etwaige Erosionstendenzen in Teilen der Gesellschaft verteidigt zu werden.”
    Genau das meine ich mit schlechtem Gewissen! Die BRD ist eben nicht wirklich und aus Überzeugung von der Aufklärung und Toleranz geprägt,
    sondern es handelt sich in Wirklichkeit um ein Deckmäntelchen, um im internationalen Dialog nach 1945 überhaupt wieder mitreden zu dürfen.
    Das große Problem ist, dass nach der Vereinigung die konservativ-nationalen Kräfte nicht mal mehr dieses Deckmäntelchen für nötig halten und dadurch wird dann wieder die Jagd auf den vermeintlichen “Sündenbock” eröffnet, sei es nun ein islamischer oder ein jüdischer.

    Antworten

  9. @Serdar: Was mich an dem Essay stört ist die immer wieder auftauchende Vokabel :”Integration!”. Integration hat so einen vermessenen Beigeschmack! Akzeptanz ist wesentlich souveräner und reicht doch auch vollkommen aus. Aber um akzeptieren zu können, braucht man ein Selbstbewußtsein, eine Identität, und an der mangelt es in der BRD jenseits der wieder erwachenden Deutschtümelei absolut.

    Antworten

  10. @ Serdar: Wirklich spanndend das Essay!
    Broders Motto und Panier kommt auch drin vor:
    “In einer zunehmend polarisierten Debatte dient die Berufung auf die Aufklärung vielfach sogar dazu, erarbeitete Sensibilitäten im Umgang
    mit religiös-kulturellen Minderheiten als vermeintliche Tabus der so genannten political correctness zu entlarven und einer provokativen Klartextsemantik die Bahn zu brechen, die selbst das öffentliche Spiel
    mit Ressentiments nicht scheut.” Wobei Broder nicht mehr spielt, und wenn doch, dann mit dem Feuer!

    Antworten

  11. “Sollte es tatsächlich so sein, dass die Tiere unzumutbar mehr leiden und sollte sich die Mehrheit der Bevölkerung gegen das Schächten entscheiden, kann das Judentum nicht verlangen auf dem Schächten von Tieren zu beharren.”

    Und wenn die Mehrheit verlangt, Juden sollten sich äußerlich anpassen oder sonst welchen Schwachsinn, ist es dann okay, weil es die Mehrheit sagt? Hat eine Mehrheit immer recht, nur weil es eine Mehrheit ist.
    Juden können selbstverständlich verlangen, zu schlachten, wie Christen verlangen können, Sonntag nicht arbeiten zu gehen.
    Übrigens war das Schächten in der Schweiz aus antisemitischen Gründen lange Zeit verboten.

    Antworten

  12. Und wenn die Mehrheit verlangt, Juden sollten sich äußerlich anpassen oder sonst welchen Schwachsinn, ist es dann okay, weil es die Mehrheit sagt? Hat eine Mehrheit immer recht, nur weil es eine Mehrheit ist.
    Juden können selbstverständlich verlangen, zu schlachten, wie Christen verlangen können, Sonntag nicht arbeiten zu gehen.
    Übrigens war das Schächten in der Schweiz aus antisemitischen Gründen lange Zeit verboten.

    @Yael: Es ist naiv zu glauben, dass man dauerhaft gegen den Willen der Mehrheit auf seinem Recht beharren kann. Es geht nicht darum, ob dies OK ist oder nicht, es geht nicht um irgendein moralisches Recht. Die jüdische Religion verlangt von ihren Anhängern die Scheidung zwischen Juden und den Völkern. Solange die Juden auf ihren Riten beharren wird es zu Spannungen kommen.

    Ein rassistisch motiviertes Verbot finde ich nicht in Ordnung, ein wissenschaftlich fundiertes dagegen schon. Soweit ich weiß ist die Wissenschaft an dieser Stelle zu keinem klaren Ergebnis gekommen.

    Was genau ist denn in Deinen Augen das Problem, für das Du eine grundlegende Lösung suchst?

    @Goj:
    Ich persönlich suche keine Lösung, das ist nicht meine Aufgabe. Das Problem in meinen Augen, das völlige Versagen des Staates bei den Zuwanderungsregelungen. Die türkische Einwanderung kam in mehreren Wellen. Mit der ersten Welle kamen gut ausgebildete Menschen nach Deutschland, ihnen wurde eine vernünftige Arbeitsplatzvergabe verweigert.

    Mit den nachfolgenden Wellen kamen schlecht ausgebildete Arbeiter, aus ländlichen Gebieten. Daraus sind Probleme erwachsen, denen der Staat bis heute nicht vernünftig begegnet. Zwei Kulturen treffen auf einander, die wenig kompatibel sind. In der Folge spielen die Migrantenverbände und die Medien die Probleme herunter. Die Justiz begegnet ausländischen Tätern mit Milde und fundamentalistische Gruppen haben in Deutschland nicht nur einen Rückzugsort gefunden, sondern eine scheinbar unerschöpfliche Geldquelle.

    Deswegen darf ein libanesischer Gangsterrapper auch, durch den Staat finanziert, in die Palästinensergebiete fahren. Deswegen sammelte ein Verein aus Essen Geld für die Hissbollah. Deswegen ist der Iran, ein erklärter Feind Israels, immer noch ein Handelspartner Deutschlands. Währenddessen baut das türkische Religionsministerium in Deutschland hunderte Moscheen, während der türkische Ministerpräsident Moscheen als Kasernen, Minarette als Bajonetten und die Gläubigen als seine Soldaten bezeichnet und antisemitische Filme in seinem Land produzieren lässt. Selbstredend, dass es in seinem Land keine Religionsfreiheit gibt (was für die Deutschen ebenso in Ordnung ist, zumindest kommt niemand auf die Idee die Türkei nicht mehr aufzusuchen).

    Es scheint als hätte die von den Medien vorgespielte Welt, mit der Lebenswirklichkeit vieler Deutscher (aber auch Franzosen, Schweizer) wenig zu tun. Das haben sie mit der Abstimmung in der Schweiz nun ausgedrückt.

    Lösen kann man das – wenn überhaupt – dadurch, dass die Migranten sich zu Deutschland und seiner Gesellschaft bekennen, sich öffnen und einen neuen europäischen Islam praktizieren. Solange selbst die Imame der DITIB nicht einmalverpflichtend Deutsch sprechen müssen, sehe ich da schwarz.

    Antworten

  13. Roman,
    Beschaeftigung mit Jahadut koennte Dir zeigen, wie man Argumente einsetzt um Begruendungen zu liefern und eine Analyse von Fakten zu machen.

    Die Beschaeftigung koennte Dir zeigen wie viele Menschen schon versucht haben unsere Mizvot zu verbieten oder zu aendern. Wir haben viele Regierungen kommen und gehen sehen, griechische und roemische Diktaturen, die Herrschaft des Poebels, europaeische Monarchien. Wir waren immer loyale Buerger und haben gemacht, was verlangt war. Niemals aber haben wir die Thora verraten. Niemals haben wir etwas daran veraendert. Auch wenn 70 Millionen Menschen entscheiden dass wir nicht mehr unsere Rinder schlachten werden. Es aendert nichts daran, dass HaKadosch baruch hu, uns aufgetragen hat wie wir an das Fleisch der Tiere gelangen.
    Ich habe nachgeschlagen in den Kommentaren und darin habe ich nie gefunden, dass die Mizvot so lange Bestand haben bis eine Gruppe von Gojim uns verbietet was wir machen sollen. Du kannst auch eine Abstimmung machen und entscheiden, ab heute sind Krankheiten verboten. Was wird das aendern? Werden die Menschen krank?
    Korach, der Name, sagt Dir etwas?
    ???? ??????? ???? ist geschrieben so sind wir an die Staatsgesetze verpflichtet und es gibt keinen Unterschied zwischen Nichtjude und Jude. Nur wo man uns von den Mizvot abzubringen, sind wir verpflichtet diese Gesetze nicht zu beachten. Alle anderen weiterhin.

    Erinnere dich, was uns gesagt wurde ” ?? ????? ???? ??? ???? Alle deine Handlungen sollen im Dienste des Himmels geschehen.” Das gilt ohne Ausnahme auch fuer Dich. Nimm die Zeit, die fuer das Abschreiben von Parolen aufbringst und lerne zuerst, was fuer Dich wichtig ist. Du lernst, dass es uns verboten ist irgendetwas zu tun doruch die Gesundheit, der Friede und das Wohlergehen unserer Nachbarn geschaedigt wird.
    Die Ehre deines Nachbarn soll dir soviel wert sein, wie deine eigene. Nur wenige von uns sind frei von ???? ???, aber wir wollen es vermeiden.
    Verleumdung so sagt man toetet drei. Den Verleumder, den der zuhoert und die Person ueber die man spricht.
    Wenn wir etwas schlimmes ueber unseren Nachbarn gehoert haben, muessen wir ihn verteidigen. Du bist nicht frei, nicht nach den Mizvot der Thora zu handeln oder sie zu behandeln wie ein Fernsehprogramm das man einschaltet und ausschaltet. Es ist ueberfluessig das Hillelwort einzufordern ” Beurteile deinen Nachbarn nicht eher, als bis du an seine Stelle gekommen bist.” Wir sind verpflichtet, Achtung fuer die religioesen Gefuehle unserer Mitmenschen zu zeigen. Das erhoeht auch ihre Achtung vor unseren und wir sind frei, dieselbe Rücksicht in Bezug auf uns wachzurufen. Alle Pflichten gegen unsere Mitmenschen gelten in gleicher Weise gegenueber Anhaengern anderer Religionen wie gegenueber unserer eigenen Leute.

    Roman, es waere fantastisch, wenn Du die Energie nicht in Hass steckst, sondern in den Umgang mit unsere Tradition. Ich lade Dich ein das zu machen. Ueberall gibt es Moeglichkeiten. Nimm fuenf Minuten am Tag.

    Woanders schreibst Du. “Auch fromme Juden”. Was meinst Du damit? “frumme Jidden”? “Fromme Juden” kenne ich nur aus den Erzaehlungen von Nichtjuden. Schwarzer Hut – frommer Jud. “frumme Jidden” verschwenden ihre Zeit nicht mit Hass. Frumme Jidden haben besseres zu tun als zu sehen, was andere machen.

    Antworten

  14. Und wenn die Mehrheit entscheidet, die Demokratie abzuschaffen ist es naiv dagegen anzugehen, nur weil die Minderheit auf das Recht von Grundrechten beharrt? Diesen Gedanken kann man nämlich sehr weit spinnen.

    Zum Rest hat YCukierman schon was geschrieben. Es hat einen Grund warum das Judentum überlebt hat und sicher nicht deswegen, weil wir uns der Mehrheit unterworfen haben. Egal wie sehr sich Juden angepasst haben, hat es nie jemanden daran gehindert, Juden gänzlich auszurotten, der letzte Versuch ist gerade mal 70 Jahre her.
    Wenn Juden so gehandelt hätten, wie du es meinst, wären wir schon längst Geschichte. Dein Weg ist sehr gefährlich.

    Antworten

  15. Zum Thema Schächten. Darauf habe ich mehrfach schon woanders hingewiesen:

    Ich wundere mich allerdings immer wieder, dass sich keiner dieser so genannten Tierschützer darüber aufregen, dass auch in deutschen Schlachthöfen lebendige Tiere – nachdem man ihnen den Bolzenschuss gegeben hat, der aber zu oft!! gar nicht wirkt (wegen falscher Anwendung)- bei lebendigen Leibe die Gliedmaßen abschneidet und den Bauch aufschlitzt und sich diese Tiere teilweise bis zu 10 Minuten quälen bis sie tot sind. Daran ist nun wirklich nichts neues, da darüber oft genug im Fernsehen gesprochen und dies wurde auch gezeigt.
    Von den grauenhaften Tiertransporten schweigen wir besser.

    Antworten

  16. Das Schächte ist ja durch das Bundesverfassungsgericht für Muslime erlaubt worden, was leider durch Behörden absichtlich durch Verordnungen extrem erschwert wird.
    Ich hätte mir gewünscht, das hier vielleicht Juden und Muslime eine Allianz gebildet hätten, um medial dagegen zu steuern.

    Wenn man in der Geschichte immer so handlen würde wie Roman es befürwortet, würd ich wohl keinen Kommentar in Chajms Blog schreiben können.

    @YCukierman

    Wir haben viele Regierungen kommen und gehen sehen, griechische und roemische Diktaturen, die Herrschaft des Poebels, europaeische Monarchien. Wir waren immer loyale Buerger und haben gemacht, was verlangt war.

    Das ist wohl auch der Grund, warum Muslime dann als nicht “loyal” betrachtet werden. Ich habe schon oft erlebt, das genau dieser Aspekt den Muslimen entgegengestellt wird (wofür ja Juden nichts können). Muslime begehren auf, wenn es um Kopftuch, Schächten und Moschee geht. Viele hätten es lieber, wenn sie unterwürfig wären.

    Das was Juden in der Geschichte immer am Leben erhalten hat, wird oft Muslimen als Vorbild vorgestellt. Vielleicht wärs auch mal ganz gut, wenn Juden aufbegehren. So lebensgefährlich ist es ja heute nicht mehr wie früher 🙂

    Antworten

  17. Das Dilemma der Islamkritik

    Der ländliche Kanton Appenzell Innerrhoden war lange Zeit eine Art innerschweizerische Parallelgesellschaft. Denn dort, im Nordosten des eidgenössischen Staates, hatten Frauen bis vor knapp zwanzig Jahren kein Wahlrecht. Verschiedene Volksabstimmungen an denen ja stets nur Männer teilnehmen durften brachten über die Jahrzehnte das immer gleiche Ergebnis, mit Mehrheiten von bis zu 95 Prozent: Frauen gehören an den Herd und nicht an die Urne. Selbst als die Schweiz im Februar 1971 als eines der letzten europäischen Länder per Referendum die grundsätzliche Beseitigung dieses Missstands beschloss, blieben die Appenzeller weitere 19 Jahre lang stur bis sie Ende März 1990 vom Schweizer Bundesgericht dazu gezwungen wurden, den weiblichen Teil der Bevölkerung auch auf kantonaler Ebene wählen zu lassen, was acht Monate später schließlich vollzogen wurde.

    Dieses Beispiel zeigt recht eindrucksvoll, dass plebiszitäre Elemente in demokratisch verfassten Staaten nichts per se Gutes sind und dass der ominöse Volkswille eine ziemlich hässliche Veranstaltung sein kann, zumal dann, wenn er elementare Rechte zu gewähren sich weigert.

    Nun wollte es der Weltgeist so, dass der Kanton Appenzell Innerrhoden auch das deutlichste Ergebnis bei der jüngsten Abstimmung über das Minarettverbot hervorbrachte (bei der es, das ist bei Befürwortern wie Gegnern unstrittig, nicht in erster Linie um die Moscheentürme ging, von denen es in der Schweiz ohnehin nur vier gibt): 71 Prozent der Teilnehmer votierten dort mit Ja. Es braucht nicht viel Wagemut, um zu behaupten, dass dieses Resultat wohl kaum deshalb zustande kam, weil die Appenzeller und Innerrhoder besonders erbost über die Frauenunterdrückung im Islam sind. Auch der islamische Hass auf Juden und Homosexuelle wird nicht den Ausschlag gegeben haben, denn in solchen konservativen, ländlichen Gebieten hat man es mit Minderheiten oft selbst nicht so, um es zurückhaltend zu formulieren.

    Der ländliche Kanton Appenzell Innerrhoden war lange Zeit eine Art innerschweizerische Parallelgesellschaft. Denn dort, im Nordosten des eidgenössischen Staates, hatten Frauen bis vor knapp zwanzig Jahren kein Wahlrecht. Verschiedene Volksabstimmungen an denen ja stets nur Männer teilnehmen durften brachten über die Jahrzehnte das immer gleiche Ergebnis, mit Mehrheiten von bis zu 95 Prozent: Frauen gehören an den Herd und nicht an die Urne. Selbst als die Schweiz im Februar 1971 als eines der letzten europäischen Länder per Referendum die grundsätzliche Beseitigung dieses Missstands beschloss, blieben die Appenzeller weitere 19 Jahre lang stur bis sie Ende März 1990 vom Schweizer Bundesgericht dazu gezwungen wurden, den weiblichen Teil der Bevölkerung auch auf kantonaler Ebene wählen zu lassen, was acht Monate später schließlich vollzogen wurde.

    Dieses Beispiel zeigt recht eindrucksvoll, dass plebiszitäre Elemente in demokratisch verfassten Staaten nichts per se Gutes sind und dass der ominöse Volkswille eine ziemlich hässliche Veranstaltung sein kann, zumal dann, wenn er elementare Rechte zu gewähren sich weigert. Nun wollte es der Weltgeist so, dass der Kanton Appenzell Innerrhoden auch das deutlichste Ergebnis bei der jüngsten Abstimmung über das Minarettverbot hervorbrachte (bei der es, das ist bei Befürwortern wie Gegnern unstrittig, nicht in erster Linie um die Moscheentürme ging, von denen es in der Schweiz ohnehin nur vier gibt): 71 Prozent der Teilnehmer votierten dort mit Ja. Es braucht nicht viel Wagemut, um zu behaupten, dass dieses Resultat wohl kaum deshalb zustande kam, weil die Appenzeller und Innerrhoder besonders erbost über die Frauenunterdrückung im Islam sind. Auch der islamische Hass auf Juden und Homosexuelle wird nicht den Ausschlag gegeben haben, denn in solchen konservativen, ländlichen Gebieten hat man es mit Minderheiten oft selbst nicht so, um es zurückhaltend zu formulieren.

    Erheblich wahrscheinlicher ist es da schon, dass die Eingeborenen in den Dörfern oft weniger ein dezidiertes Problem mit dem Islam als politreligiöser Ideologie haben als vielmehr grundsätzliche Ressentiments gegen Fremde pflegen. Überhaupt fand die Verbotsinitiative dort die meiste Zustimmung, wo nur wenige der rund 380.000 Schweizer Muslime leben. Mehr als 90 Prozent von ihnen wohnen in den großen Städten des Landes und in allen wurde das Minarettverbot mehrheitlich abgelehnt, am deutlichsten im Stadtkanton Genf. Diese Zahlen legen zunächst einmal den Schluss nahe, dass schlechte Erfahrungen mit Muslimen respektive ihrer Weltanschauung nicht der Grund gewesen sind, mit Ja zu stimmen.

    http://www.lizaswelt.net/2009/12/das-dilemma-der-islamkritik.html

    Antworten

  18. Ich fand diesen Artikel einiger der wenigen, die man momentan liest, die die Sache differenzierter und ehrlicher sehen.
    Die Beschreibung wo die meisten Befürworter mit Ja gestimmt haben, trifft oft auch auf Ressentiments gegen Juden zu. Antisemitismus tritt ja auch meistens in Gegenden (Länder) auf, wo gar keine Juden leben.
    In dem Zusammenhang passt es auch.

    Antworten

  19. Also YCukierman,

    danke für diesen Exkurs. Was dir helfen würde meinen Kommentar richtig zu verstehen, weiß ich leider nicht. Ich habe keinem Juden angeraten unkoscheres Fleisch zu essen oder die Gebote nicht zu beachten. In der Tora habe ich kein Gebot gelesen, dass man ein Rind essen muss. Es zwingt dir niemand unreines Fleisch auf.

    Es geht auch nicht um irgendwelche Regierungen. Wenn man als Jude in einem christlichen Land lebt, dann wird man immer in der Minderheit bleiben und muss sich bis zu einem gewissen Punkt der Mehrheit fügen. Das war nie anders, das wird nicht anders sein.

    Wenn dir das nicht schmeckt, dann musst du nach Israel auswandern. Die Geschichte hat gezeigt, dass eine Minderheit der Mehrheit nicht diktieren kann, wie man zu leben hat. Du kannst den Völkern auch nicht übel nehmen, dass sie dich abwertend behandeln. Das werden sie immer tun. Du solltest deine Energie und das gilt für die Muslime ebenso, lieber in Aufklärung der eigenen Leute und die Aufklärung der Gastgeber stecken.

    Vor allem solltest du dir überlegen ob es gut ist, wenn eine vitale und Expansion ausgerichtete Religion in Deutschland die Oberhand gewinnt, ob du mehrmals am Tag die Rufe eines Muezzin hören willst, der dich zum Gebet ruft und dir erzählt, dass Mohammed der Prophet ist. Vielleicht stehst du aber ganz einfach auf Judenhütte? Keine Ahnung.

    Deine Jiddelei kannst du auch stecken lassen.

    Frumme Jidden haben besseres zu tun als zu sehen, was andere machen.

    Das sehen wir in Israel fast jede Woche, wenn wieder die Mülltonnen brennen.

    @Yael:

    Und wenn die Mehrheit entscheidet, die Demokratie abzuschaffen ist es naiv dagegen anzugehen, nur weil die Minderheit auf das Recht von Grundrechten beharrt? Diesen Gedanken kann man nämlich sehr weit spinnen.

    Ich habe nicht gesagt, dass man dagegen nicht angehen soll. Ich habe gesagt, dass man die Meinung einer Minderheit nicht gegen die Meinung der Mehrheit durchdrücken kann. Wenn die Deutschen beschließen die Demokratie abzuschaffen und sich dieser Geist in der Bevölkerung festsetzt, dann wirst du keine Möglichkeit haben diesen Prozess aufzuhalten. Beispiele dafür gibt es genug.

    Zum Rest hat YCukierman schon was geschrieben. Es hat einen Grund warum das Judentum überlebt hat und sicher nicht deswegen, weil wir uns der Mehrheit unterworfen haben. Egal wie sehr sich Juden angepasst haben, hat es nie jemanden daran gehindert, Juden gänzlich auszurotten, der letzte Versuch ist gerade mal 70 Jahre her.

    Wenn Juden so gehandelt hätten, wie du es meinst, wären wir schon längst Geschichte. Dein Weg ist sehr gefährlich.

    Wir? Bist du nicht eine Gijuret? Wem hast du dich widersetzt? Wer in Deutschland überlebt hat, haben wir gesehen. Antisemitismus hat mit den Juden wenig zu tun. Ihn gibt es auch ohne Juden. Es ist aber schon tragisch komisch, wenn du unterstellst, dass der Holocaust stattfand, weil sich Juden in Deutschland assimiliert hatten.

    Es gibt einen Grund warum das Judentum überlebt hat: Juden sind ausgewandert, sobald sie verstanden haben, dass die Mehrheit gegen sie ist. Ohne Auswanderung und Unterdrückung kein Israel und keine jüdische Gemeinschaft in den USA.

    Zum Thema Schächten. Darauf habe ich mehrfach schon woanders hingewiesen:

    Hab ich nicht gewusst, ich bitte vielmals um Verzeihung.

    Ich wundere mich allerdings immer wieder, dass sich keiner dieser so genannten Tierschützer darüber aufregen, dass auch in deutschen Schlachthöfen lebendige Tiere nachdem man ihnen den Bolzenschuss gegeben hat, der aber zu oft!! gar nicht wirkt (wegen falscher Anwendung)- bei lebendigen Leibe die Gliedmaßen abschneidet und den Bauch aufschlitzt und sich diese Tiere teilweise bis zu 10 Minuten quälen bis sie tot sind. Daran ist nun wirklich nichts neues, da darüber oft genug im Fernsehen gesprochen und dies wurde auch gezeigt. Von den grauenhaften Tiertransporten schweigen wir besser.

    Es wird sich darüber aufgeregt, das was du schreibst ist nicht wahr. Ich habe allerding von keiner einzigen Pro-Schächten Kampagne des ZdJ oder einer gleichwertigen Organisation gelesen! Warum nicht? Was machst du persönlich für dein Recht auf geschächtetes Fleisch, wenn es dir so wichtig ist?

    @Serdar:

    Das ist wohl auch der Grund, warum Muslime dann als nicht loyal betrachtet werden. Ich habe schon oft erlebt, das genau dieser Aspekt den Muslimen entgegengestellt wird (wofür ja Juden nichts können). Muslime begehren auf, wenn es um Kopftuch, Schächten und Moschee geht. Viele hätten es lieber, wenn sie unterwürfig wären.

    Vielleicht sorgst du erst dafür, dass man in der Türkei an der Uni mit Kopftuch studieren kann, anstatt das Kopftuch als Bekenntnissymbol für deutsche Lehrerinen zu erlauben. Den Punkt, den du vorzüglich verpasst hast ist: Nimm das Kopftuch ab und du hast kein Problem in Deutschland. Früher hätte dir das Abnehmen der Kipa nichts gebracht.

    Antworten

  20. Roman,
    ???? ??? ist eine ernsthafte Sache und Deine respektlose Sprache mir gegenueber ist nicht am richtigen Platz.

    Es ist fuer mich beschaemend zu sehen, wie sehr ein junger Jude und ich vermute Roman, Du bist ein recht junger Mann, seine Unkenntnis seiner eigenen Tradition darlegt. Es ist fuer mich beschaemend, dass Du dich ueber das Judentum laecherlich machst und einfache Mizvot nicht kennst. Aber es steht dir offen dich damit zu beschaeftigen.

    Die Geschichte hat gezeigt, dass nur das Judentum Bestand hat. Regierungen und Voelker sind wir vielen begegnet.

    “Wenn dir das nicht schmeckt, dann musst du nach Israel auswandern.”
    Vielleicht kann ich das Argument verdrehen? Als jemand der seit einigen Jahren nicht mehr oder nicht wieder in Deutschland lebt kann ich Dich fragen, warum Du als Jude in dieser Gesellschaft weiterhin leben willst wenn fuer dich offen liegt dass man dort mit juden macht was man will?

    “Du kannst den Völkern auch nicht übel nehmen, dass sie dich abwertend behandeln. Das werden sie immer tun.”
    Ich nehme es ihnen nicht uebel. Es ist eine Tatsache dass wir keinen Ort haben an dem wir uns zur Ruhe setzen koennen. Wieso schreibst Du nicht “dass uns abwertend” behandeln. Bist Du nicht ein Jude? Auch du bist Teil unseres Schicksals.

    Die Dame die du als Gijuret benennst ist vielleicht nicht eine sondern eine Gijoret. so kannst du sie nennen wenn sie kurz vor dem bei din steht. Danach musst du sie eine Juedin nennen.

    Chajm,
    ??????? ??? ?????? ??? ?????? ??
    ? ???? ??? ?? ????

    Antworten

  21. @Roman
    Ich denke, alle haben verstanden, dass Du mit dem Konzept von Judentum gewisse Probleme hast. Das solltest Du mit Dir selber klären aber hier bitte ohne Aggressivität argumentieren. Ein normales Gespräch sollte ja wohl gerade noch möglich sein.
    Deine Art zu argumentieren ist haarsträubend. Nicht weil ich die Argumente nicht teile oder voreingenommen wäre, weil ich Deine Kommentare bereits häufiger gelesen habe, sondern einfach weil es eine Ansammlung von vermeindlichen Fakten ist, die Du offenbar selber irgendwo herauskopierst und auch gar nicht überprüfst. Selbst Dinge die andere schon häufiger von sich gewiesen haben, wiederholst Du einfach immer wieder. Das ist irgendwie sehr unlustig und demotivierend und lässt Dich letztendlich auch nicht wirklich als netter Kerl darstehen, der Du zweifelsohne ja zu sein scheinst.
    Schalte einfach mal einen Gang herunter.

    Antworten

  22. “Wir? Bist du nicht eine Gijuret? Wem hast du dich widersetzt? ”

    Ich bin Jüdin, auch wenn es dir nicht gefällt. Aber mit Gerim hast du also auch so deine Probleme.
    Die Frage kann ich dir auch stellen: Wem hast du dich denn eigentlich widersetzt?

    “Es ist aber schon tragisch komisch, wenn du unterstellst, dass der Holocaust stattfand, weil sich Juden in Deutschland assimiliert hatten.”

    Du solltest das Lesen noch einmal üben. Davon steht kein Wort in meinem Beitrag. Nicht das habe ich geschrieben, sondern dass es egal war wie Juden sich benommen haben, ob sie assimiliert, orthodox, reform oder sonst etwas waren. Es hat nichts genützt, alle wurden ohne Unterschied ermordet.

    “Es wird sich darüber aufgeregt, das was du schreibst ist nicht wahr. ”

    Dann hast du keine Ahnung, denn die Tötungen von Tieren wurde schon oft genug gezeigt. Ich habe das von mir beschriebene selber im Fernsehen mehrfach gesehen. Daher bitte keine solche durchschaubaren Manöver.

    “Was machst du persönlich für dein Recht auf geschächtetes Fleisch, wenn es dir so wichtig ist?”

    Mir ist das nicht wichtig, da ich kein Fleisch esse, aber das Recht auf Fleisch stehe ich sowohl anderen als auch Juden zu.

    “Wenn die Deutschen beschließen die Demokratie abzuschaffen und sich dieser Geist in der Bevölkerung festsetzt, dann wirst du keine Möglichkeit haben diesen Prozess aufzuhalten.”

    Doch. Sieh dir mal das GG an. Artikel 1 und 20. Die sind nämlich unabänderlich. Das Recht auf Widerstand zum Beispiel.
    Mein Beispiel sollte nur zeigen, dass die Mehrheit keineswegs, nur weil die Mehrheit etwas entscheidet, Recht hat und das Recht hat, dieses durchzusetzen. Freiheit hat da ihre Grenze, wo man die Freiheit und Grundrechte anderer massiv einschränkt. Das ist ein Prinzip einer Demokratie.

    Antworten

  23. @YCukierman:
    “Beim Namen nennen” finde ich persönlich gut. Bin mir nur nicht sicher, ob der (von Dir indirekt referenzierte) ??? ???? das auch so sah. Mir scheint eher, dass nicht. Und ob “der junge Schreiber” (das an Chajm addressierte) jiddisch lesen kann, halte ich auch noch nicht für erwiesen. Insofern ist mir unklar, inwieweit es zum “Vor sich selber schützen” beiträgt.

    YM

    Antworten

  24. Es ist im Grunde kaum zu akzeptieren wie dieser “junge Mann” mit anderen, religiösen Juden und Gerim umgeht. Respekt gegenüber anderen lernt man bereits zu Hause im Kindesalter. Jung zu sein ist keine Entschuldigung.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.